Chronik antisemitischer Vorfälle 2018

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Chronik antisemitischer Vorfälle 2018

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  • 02.01.2018, „Anti-Zion“-Schmierereien in Leipzig-Kleinzschocher

    Sachsen

    (Leipzig)

    Quelle:
    chronik.LE

    An mehrere Stellen im Leipziger Stadtteil Kleinzschocher, u.a. an der Haltestelle Schwartzestraße, sind Schmierereien mit den Worten "Anti-Zion" aufgetaucht. Der sog. „Antizionismus“ ist eine Gegenbewgung zum Zionismus und spricht, häufig antisemitisch motiviert, dem jüdischen Staat Israel das Existenzrecht ab.

     
  • 04.01.2018, Trainer nach antisemitischen Posts entlassen

    Nordrhein-Westfalen

    (Mettmann)

    Quelle:
    RP Online

    Ein Mettmanner Fußballverein entlässt seinen Trainer, nachdem dieser auf Facebook andere User antisemitisch beleidigt hat; 35 Tage zuvor trat er erst seinen Posten als Trainer der Kreisliga-Mannschaft des ASV Mettmann II an. Er schrieb u.a.: „Halts Maul du dreckiger Jude!!!“. Gerichtet war die Beleidigung an einen Berliner jüdischen Glaubens, mit dem er sich eine Diskussion um den Konflikt zwischen Israel und Palästina lieferte. Auch in weiteren Fällen beschimpfte er das Judentum, bezeichnete die Gläubigen gar als „Schande der Menschheitsgeschichte“.

     
  • 06.01.2018, Antisemitische Ansprache auf Kundgebung

    Sachsen

    (Leipzig)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Zu einer antisemitischen Ansprache von Mitdemonstrierenden kam es im Rahmen einer Kundgebung Anfang Januar in Leipzig. Einige Demonstrierende führten eine Israelfahne mit sich, in einer Debatte hierüber wurden antisemitische Stereotype geäußert und eine jüdische Demonstrantin antisemitisch angegangen.Bei der Demonstration handelte es sich um eine Solidaritätskundgebung mit Protestierenden im Iran. Als einige Teilnehmer*innen mit einer Israel-Fahne an der Kundgebung teilnehmen wollten, wurden sie über den Lautsprecherwagen aufgefordert, die Fahne zu entfernen. Diesem Aufruf folgte die Gruppe zunächst jedoch nicht. Daraufhin wurden sie von anderen Demonstrationsteilnehmer*innen angegangen: Es gäbe keinen Unterschied zwischen dem Iran und Israel, der Davidstern und die Fahne symbolisierten Faschismus, Israel würde die palästinensische Bevölkerung „vernichten“. Die Angegangenen entgegneten daraufhin mit der Frage, wo Israel denn Menschen an Baukränen aufhänge. Dies geschehe an der Grenze zu Palästina, entgegnete eine der Demonstrationsteilnehmer*innen. Um eine zusätzliche Gefährdung iranischer Demonstrierender zu vermeiden, beschloss die Gruppe nach einer internen Diskussion schließlich, die Israelfahne einzurollen.

     
  • 07.01.2018, Antisemitische Schmiererei in Gartenanlage entdeckt

    Hessen

    (Frankfurt)

    Quelle:
    Amadeu Antonio Stiftung

    In einer Gartenanlage im Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen wird an der Straße Bischhofsweg eine antisemitische Schmiererei entdeckt. Mit roter und schwarzer Farbe sind auf drei Treppenstufen die Worte „JUDEN PALAST“ sowie „JEW“ mit zwei Davidsternen geschmiert.

     
  • 07.01.2018, AfD-Sprecher verbreitet antisemitische Äußerungen im Netz

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    Register Berlin

    Der Sprecher der Lichtenberger AfD Marius Radtke postet auf seiner Facebook-Seite einen Artikel, der antisemitisch ist und den Holocaust verharmlost. Der Autor des Artikels schreibt von einer "industriell betriebenen Ermordung deutscher Kinder", "bestialisch ermordeten Kindern" durch "internationalistische, bolschewistische Dreckspatzen" aus den Parteien SPD, Grünen und Linken. Sie werden "Volksverräterparteien der Verwaltungsfirma BRD" genannt, die "Zion anbeten" würden. Der Artikel endet mit den Worten: "Der wahre Holocaust wird an uns Deutschen verübt."

     
  • 08.01.2018, Synagogenbanner in Magdeburg zerstört

    Sachsen-Anhalt

    (Magdeburg)

    Quelle:
    Volksstimme

    Unbekannte haben bereits zum dritten Mal innerhalb eines Jahres das Banner für den Synagogenbau in der Julius-Bremer-Straße in Magdeburg zerstört. Vermutlich am ersten Wochenende 2018 wird das Wort „Synagoge“ herausgeschnitten.

     
  • 09.01.2018, Mit Axt auf jüdische Grabsteine eingeschlagen

    Brandenburg

    (Wittenberge)

    Quelle:
    Märkische Allgemeine

    Am helllichten Tag beschädigt ein Mann mehrere Grabsteine eines jüdischen Gräberfeldes. Gegen Mittag wird der Mann dabei beobachtet, wie er mit einer Axt auf mehrere Gräber einschlägt und diese zum Teil stark beschädigt. Anschließend steigt er auf ein Fahrrad und fährt davon. Das Gräberfeld wurde bereits 1962 am ursprünglichen Standort des jüdischen Friedhofes im sich dort nun befindlichen Clara-Zetkin-Park errichtet, nachdem der Friedhof 1938 verwüstet worden war.

     
  • 15.01.2018, Antisemitische Schmierereien mit schwarzem Stift aufgetragen

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    Berliner Morgenpost

    Unbekannte schmieren auf der hölzernen Aussichtsplattform im Volkspark Friedrichshain antisemitische Parolen. Nachdem eine Zeugin die mit einem schwarzen Stift aufgetragenen Schmierereien gesehen und gegen 15.30 Uhr die Polizei zu der Aussichtsplattform am "Kleinen Teich" alarmiert hat, leitet die Polizei ein Strafermittlungsverfahren wegen Volksverhetzung und Sachbeschädigung ein.

     
  • 20.01.2018, Antisemitische Schmiererei mit Fußballbezug

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    In der Warschauer Straße in Friedrichshain wird ein antisemitisches Graffiti bemerkt: Über einen Sticker des Sportvereins Hertha BSC ist mit schwarzem Edding ein Davidstern gemalt worden. Antisemit*innen nutzen die Markierung auch von nicht-jüdischen Personen und Institutionen als jüdisch, um diese zu beleidigen und herabzuwürdigen.

     
  • 20.01.2018, Angriff und antisemitische Äußerungen

    Zwei Männer äußern sich gegen 5:10 Uhr in der U8 zwischen Moritzplatz und Kottbusser Tor mehrmals hintereinander lautstark antisemitisch mit den Worten "Israel muß brennen". Dabei schlagen sie gegen die Wände und Scheiben der Bahn. Ein Mitfahrender spricht die Männer an, woraufhin sie auf ihn losgehen. Eine Mitfahrerin versucht die Männer aufzuhalten. Daraufhin zerbrechen sie ihre Glasflaschen. Der Glasbruch trifft auch die beiden Mitfahrenden. Die Reste der zerbrochenen Flaschen haten die Männer in ihren Händen. Sie rufen immer weiter und schlagen gegen die Wände. Am Kottbusser Tor steigen sie aus. Einer der Täter schaut noch einmal in den Waggon und ruft in Richtung der beiden Mitfahrenden "Israel muß brennen. Alle Juden müssen brennen". Der andere Mann tritt von außen mehrmals gegen die Fensterscheiben der U-Bahn und beleidigt weiterhin die im Waggon sitzenden Menschen.

     
  • 20.01.2018, Schmiererei mit antisemitischem Gewaltaufruf

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    In der Neuköllner Karl-Marx-Straße wird eine Schmiererei entdeckt, die zur antizionistischen Gewalt aufruft. Die Parole „9mm für Zionisten“ steht neben dem Schriftzug „Jugend Voran“, der mit einem Hammer und Sichel-Symbol versehen worden ist. Beide Schriftzüge sind im Nachhinein durchgestrichen worden. Neben dem durchgestrichenen „Jugend voran“ wird ein Sticker der Gruppe „Jugendwiderstand“ aufgeklebt.

     
  • 21.01.2018, Antisemitische Bildmappen und Fotos auf Dahlemer Spielplatz

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    Register Berlin

    Auf einem Spielplatz im Dahlemer Thielpark werden aufgehängte Fotos sowie zwei Bildmappen mit antisemitischem Inhalt entdeckt und entfernt. Die Polizei ermittelt aufgrund des Verdachts der Volksverhetzung.

     
  • 21.01.2018, Gedenktafel für die 1938 zerstörte Synagoge beschmiert

    Saarland

    (Saarbrücken)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Am Abend wird entdeckt, dass jemand auf der Gedenktafel für die Erste Synagoge Saarbrückens den eingravierten Davidstern durchgestrichen und „Satan“ mit einem Pfeil darüber geschrieben hat. Die Synagoge war im Zuge der Novemberpogrome 1938 verwüstet, entweiht und schließlich angezündet worden, alles vor den Augen und im Wohlwollen der restlichen Bevölkerung. An diesem 9. November wurden außerdem 130 – 150 jüdische Männer verhaftet, durch die Stadt getrieben und dazu gezwungen, ein symbolisches eigenes Grab auszuheben. Die meisten wurden anschließend in das Konzentrationslager Dachau deportiert.

     
  • 23.01.2018, Antisemitische E-Mail an „Jüdische Allgemeine“-Redakteur*innen

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Mehrere Redakteur*innen der Wochenzeitung „Jüdische Allgemeine“ erhalten eine anonyme E-Mail mit dem Betreff „Die Quelle des Rassismus“. In der E-Mail wird mit angeblichen Zitaten aus dem Talmud versucht, einen dem Judentum inhärenten „Menschenhaß“ (sic) nachzuweisen. Jüd*innen sollen als „Sataniden“ enttarnt werden, die sich als „internationales Finanz-Judentum“ bzw. „Global-Elite“ an die Spitze der „Neuen Weltordnung“ setzen würden. Als Instrumente dieser werden in dem Text u. a. die „Flüchtlingsströme“ und die „islamische Bedrohung (…) als ‚Exekutiv-Organ‘“ benannt. Damit soll „den Völkern“ die „identitäre Selbstbestimmung“ genommen werden. Die Bezugnahme auf angebliche Talmudzitate ist eine tradierte antisemitische Argumentationsweise, welche zum Beispiel in der antisemitischen Fälschung der „Protokolle der Weisen von Zion“ praktiziert wurde. Handelt es sich dabei zum Teil um immer wieder reproduzierte Fälschungen, werden andere Zitate verkürzt und verfälscht wiedergegeben oder die Bedeutung durch die Weglassung des Kontexts in ihr Gegenteil verkehrt.

     
  • 24.01.2018, Vernichtungsdrohung am Denkmal für die ermordeten Juden Europas

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Zu einer antisemitischen Vernichtungsdrohung kommt es am späten Abend am Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin Mitte: Aus einem vorbeifahrenden Auto ruft ein auf dem Beifahrersitz sitzender Mann in Richtung des Denkmals: „Ich vergase euch! Scheiß Juden!“.

     
  • 26.01.2018, Kabarettistin veröffentlicht antisemitisches Lied

    (Deutschland)

    Quelle:
    Die Welt

    Der YouTube-Kanal „SchrangTV“ veröffentlicht das Lied „Ich sehe was, was du nicht siehst“ der 66-jährigen Kabarettistin Lisa Fitz. Im Lied versammeln sich eine Vielzahl antisemitischer Codes. Sie singt darin: „Die Welt wird fieser und an wem mag’s liegen? / [...] / Der Schattenstaat, die Schurkenbank, der Gierkonzern / – wer nennt die Namen und die Sünden dieser feinen Herrn? / Rothschilds, Rockefeller, Soros und Consorten, / die auf dem Scheißeberg des Teufels Dollars horten.“

     
  • 26.01.2018, Antisemitische Graffiti mit Fußballbezug

    Thüringen

    (Rudolstadt/Friedrichsroda)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Zu zwei ähnlichen antisemitischen Vorfällen kommt es in den thüringischen Städten Rudolstadt und Friedrichroda. In beiden Fällen erkennen Stadt und Polizei den antisemitischen Gehalt der Schmierereien bislang nicht. Bereits Ende Januar wird an einem Haus des Straßenbauamts Mittelthüringen am Pörzbergtunnel in Rudolstadt der antisemitische Schriftzug „Juden Jena“ entdeckt. Die Polizei ordnet den Vorfall lediglich als Schmierereien mit „klarem Fußballbezug“ und nicht als antisemitisch ein. In Friedrichroda wird Ende März auf einem Privatgebäude ebenfalls die Schmiererei „Juden Jena“ entdeckt und bei der Stadt gemeldet. Laut einem Schreiben der Ordnungsverwaltung Friedrichroda ordnet der Staatsschutz die Schmiererei ebenfalls nicht als antisemitisch ein. Es handle sich vielmehr um „szenetypische Fanbegriffe“.

     
  • 27.01.2018, Holocaustleugnung am Tag der Auschwitz-Befreiung

    Sachsen

    (Leipzig)

    Quelle:
    chronik.LE

    Anlässlich der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar 1945 veröffentlicht das "Conne Island" ein Statement, in welchem Antisemitismus als virulente Gefahr der Vergangenheit und Gegenwart beschrieben wird. Ein Facebook-User leugnet unter dieser Erklärung den Holocaust mit den Worten "Die 6 Millionen Lüge".

     
  • 27.01.2018, Im Gedenken an Holocaust niedergelegte Blumenkränze zerstört

    Thüringen

    (Arnstadt)

    Quelle:
    Thüringer Allgemeine

    Auf dem "Alten Friedhof" zerstören Unbekannte mehrere Gebinde und Kränze, die zuvor in Gedenken an die Opfer des Holocaust niedergelegt wurden. Nach Angaben des zuständigen Polizeisprechers seien sie "durch die Gegend geworfen und getreten" worden.

     
  • 29.01.2018, Unbekannte entwenden "Stolperstein"

    Sachsen-Anhalt

    (Querfurt)

    Quelle:
    Mitteldeutsche Zeitung

    Unbekannte entwenden nach Angaben der Polizei "Hinter dem Wehr" einen sog. "Stolperstein". In Querfurt wurden 2011 die ersten beiden Stolpersteine für jüdische Opfer des Nationalsozialismus gesetzt – Rosa Vopel und Oskar Golub, die beide im Vernichtungslager Sobibor 1942 ermordet wurden.

     
  • 30.01.2018, Antisemitische Post für "Die Linke"-Büro in Neu-Hohenschönhausen

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    Register Berlin

    In der Post des Büros der Partei „Die Linke“ in der Zingster Straße wird ein Buch mit antisemitischen Inhalten gefunden.

     
  • 31.01.2018, Antisemitische E-Mails von unbekannter Person verschickt

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    Register Berlin

    Das "Register Berlin", das diskriminierende, vor allem rassistische Vorfälle in Berlin dokumentiert, erhält im Verlauf des ersten Monats 2018 von einer unbekannten Person, die unter mehreren Absendern schreibt, neun Mails mit antisemitischem Inhalt.

     
  • 01.02.2018, Frau erhält antisemitischen Anruf

    Hessen

    (Frankfurt/Main)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Eine Frau bekam einen anonymen Telefonanruf, in dem ihr eine männliche Stimme mit der Deportation drohte. Die Betroffene war am frühen Abend angerufen worden. Eine ältere, ernst und männlich klingende Stimme sagte, nachdem die Frau sich gemeldet hatte: „Hier spricht Gauleiter Hansen, machen Sie sich zur Abholung bereit.“ Die Betroffene vermutet, dass der Anrufer sie aufgrund ihres Namens, der im Telefonbuch steht, für eine Jüdin hielt. Sie legte daraufhin sofort auf. Seitdem hat die Betroffene eine Trillerpfeife griffbereit am Telefon liegen, um auf derartige Anrufe reagieren zu können.

     
  • 02.02.2018, Scheiben in "Margit-Horváth-Zentrum" eingeworfen

    Hessen

    (Mörfelden-Walldorf)

    Quelle:
    Hessenschau

    Unbekannte beschädigen eine KZ-Gedenkstätte in Mörfelden-Walldorf (Groß-Gerau): Sie werfen Scheiben des "Margit-Horváth-Zentrums" ein, das an die Frauen im "KZ-Außenlager Walldorf" erinnert, und treffen Fotos damals inhaftierter Jüdinnen. Der Glasbau wurde über freigelegten Mauerresten eines Küchengebäudes errichtet und liegt abgelegen in einem Waldstück.

     
  • 05.02.2018, Männer demütigten und bedrohten Arzt

    Nordrhein-Westfalen

    (Troisdorf)

    Quelle:
    General-Anzeiger Bonn

    Ein Arzt wurde im Juli 2016 in seiner Praxis in Troisdorf von drei Männern gedemütigt und mit einem Messer mit dem Hinweis bedroht, sie seien Palästinenser und hätten schon viele Juden abgestochen. Am selben Tag erlitt der Arzt einen Herzinfarkt. In erster Instanz wurden die Täter dafür zu einer Geldstrafe und Sozialstunden verurteilt; einen politischen oder religiösen Hintergrund der Tat schlossen Ermittler und Richter aus. Nun gehen die Staatsanwaltschaft, der Arzt und die Angeklagten in Berufung.

     
  • 07.02.2018, Antisemitische Schmierereien an der Technischen Universität

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    An der Technischen Universität Berlin kommt es mehrfach zu antisemitischen Schmierereien auf den Männertoiletten. Bereits Ende Januar ist eine „Unterhaltung“ an einer Toilettenwand entstanden, jemand hat eine Liste „Before I die I want to:“ angefangen und Menschen zur Ergänzung aufgefordert. Unter anderem hat eine Person „Terroranschlag auf Israel“ und „Free Palestine“ auf die Liste geschrieben. Daneben finden sich Schriftzüge wie „Fuck Israel“ und „Kindermörder Israel“ und eine gemalte Palästinaflagge. Nachdem die Schmierereien gemeldet und durch den Hausmeister entfernt wurden, beschreibt erneut jemand die Wand, zu lesen ist: „Jeder Kackhaufen läuft in die fresse eines Juden!!! Also viel kacken Jungs!“ und „Toter Jude = Guter Jude!“.

     
  • 09.02.2018, Antisemitischer Flyer ausgelegt

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    In der Wiclefstraße in Moabit wird ein Flyer entdeckt, der antisemitische und rassistische Verschwörungsmythen verbreitet. Auf der Vorderseite sind in einer Collage der Felsendom und mehrere mit Davidsternen markierte Personen abgebildet. Dabei handelt es sich vermutlich um König Salman von Saudi-Arabien, US-Präsident Trump, den ehemaligen Machthaber Lybiens al-Gaddafi und Ali Chamene’i, den obersten Religionsführer des Irans. Außerdem sind zwei gezeichnete Elemente zu finden, ein Kopf in einer roten Hammer-und-Sichel-Sturmhaube sowie eine antisemitische Karikatur. Auf der Rückseite findet sich ein Text, in dem von einem „neubabylonischem Vampir“ die Rede ist, der sich getarnt in der „flüchtenden Masse“ in Europa „eingenistet“ habe. Als Teil dieser Verschwörung werden Trump, Putin, Isfahans Ayatoll-Haus (sic), Saromans El Saud Bande (sic) und ein „Zions-Rabbi“ genannt. Unter anderem wird dieser Rabbi für die zwei Weltkriege verantwortlich gemacht.

     
  • 10.02.2018, 600 Menschen bei extrem rechtem Gedenken in Dresden

    Sachsen

    (Dresden)

    Quelle:
    JFDA (via Facebook)

    Knapp 600 Rechtsextreme marschieren in Dresden auf: Die Demonstrierenden gedenken der Opfer der Bombardierung Dresdens im Februar 1945 und verherrlichen in diesem Atemzug wiederholt den Nationalsozialismus. So werden einschlägige Symbole wie die sogenannte "Schwarze Sonne" oder Schriftzüge wie "Division 88" offen gezeigt. Mit Bannern und Aussagen wie denen vom "Bombenholocaust" und vermeintlichen Opferzahlen der Bombardierungen durch die Alliierten, die wissenschaftliche Schätzungen weit übersteigen, relativieren Teilnehmende den Holocaust.

     
  • 12.02.2018, Antisemitische Schmiererei am Bezirksamt Kreuzberg

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    Register Berlin

    An die Fassade neben dem Eingang des Bezirksamtes in der Yorckstraße werden zwei "Judensterne" geschmiert.

     
  • 13.02.2018, Lehrer verbreitet antisemitische Verschwörungstheorien

    Brandenburg

    (Potsdam)

    Quelle:
    Potsdamer Neueste Nachrichten

    Am Potsdamer Schiller-Gymnasium hat bis vor Kurzem ein Lehrer unterrichtet, der via Twitter teils antisemitische Verschwörungstheorien veröffentlicht hat. Zum Stein des Debatten-Anstoßes wurde eine Grafik, die ein Hakenkreuz aus zwei gekreuzten Patronen und den Fahnen Israels, der USA, Großbritanniens und der Nato zeigt. Darüber steht auf Englisch die Überschrift „Die Achse des Bösen“. Ein anderer Twitter-Nutzer machte die Stadtverwaltung darauf aufmerksam, dass es sich bei dem Twitter-User um einen Lehrer des Schiller-Gymnasiums handelt. Der Mann hat die Schule mittlerweile verlassen – was ausschließlich mit dem Verlauf seines Referendariats zu tun hat. Von seinen Aktivitäten auf Twitter habe die Schule nichts gewusst, sagt der Schulleiter.

     
  • 13.02.2018, Antisemitische Schmiererei an Bushaltestelle

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Eine antisemitische Schmiererei wird auf der Glasscheibe über einem Werbeplakat an der Bushaltestelle Ecke Kurfürstenstraße/Schillerstraße im Stadtteil Tiergarten entdeckt. Darauf steht: „CDU-Jude! Du bist ein Multimilliardendieb!!! Das Geld gehört nicht DIR, u. auch nicht das – DR -“. Zudem sind insgesamt vier durchgestrichene Davidsterne zu sehen.

     
  • 17.02.2018, Holocaustleugnung auf rechtsextremer Kundgebung

    Sachsen

    (Dresden)

    Quelle:
    JFDA (via Facebook)

    Rund 200 Rechtsextreme versammeln sich auf dem Postplatz in Dresden. Anlass war der Jahrestag der Bombardierung Dresdens im Februar 1945. Die Australierin Michèle Renouf leugnet in ihrer Rede den Holocaust, rechtfertigt die Errichtung von Konzentrationslagern und verbreitet unter Applaus weitere rassistische sowie antisemitische Verschwörungsmythen. Übersetzt wird ihre Rede vom freigestellten Berliner Lehrer Nikolai N., welcher zuvor u.a. ein Grußwort des australischen Holocaustleugners Fredrick Toben verlas. Dem Anmelder und wegen Holocaustleugnung vorbestraften Neonazi Gerhard Ittner ist es polizeilich untersagt worden, eine eigene Rede zu halten. Kurz nach dem Auftritt Renoufs unterbricht die Polizei aufgrund von volksverhetzenden Inhalten die Versammlung und fordert nach gerichtlicher Prüfung den Veranstalter schließlich auf, die Veranstaltung abzubrechen und nicht die geplante Demonstration anzutreten. Laut Polizei werden gegen zwei Redner Strafverfahren eingeleitet und die Personalien von 81 Personen festgestellt, die dennoch versuchen eine Demonstration durchzuführen.

     
  • 19.02.2018, Antisemitische Schmiererei mit Fußballbezug

    Sachsen

    (Leipzig)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Auf einer lediglich mit weißen Plakaten beklebten Litfaßsäule in der Prager Straße wird ein antisemitisches Graffiti entdeckt, dass sich gegen den Fußballverein Chemie Leipzig richtet. Auf der Säule ist „JDN Chemie“ zu lesen, zwischen dem Schriftzug „JDN“ und Chemie ist zudem ein Pfeil gezogen worden. Auch die Zahl 1966 wird dicht neben den Schriftzug geschrieben. Im Jahr 1966 wurde der Fußballverein Lokomotive Leipzig gegründet, dessen Fans beispielsweise beim letzten Derby gegen Chemie Leipzig mit rassistischen und antisemitischen Parolen in Erscheinung traten. Die Abkürzung JDN steht für „Juden“. Die Markierung anderer, auch nicht-jüdischer Personen und Institutionen wird gerade im Fußballkontext verwendet, um das Gegenüber zu beleidigen und herabzuwürdigen.

     
  • 20.02.2018, Einwurf antisemitischer Propaganda bei einer Bildungseinrichtung

    Hamburg

    (Hamburg)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    In den Briefkasten einer Hamburger Bildungseinrichtung, an welcher auch Jüd*innen lernen, wird ein unfrankierter brauner Umschlag mit antisemitischen und rassistischen Propagandamaterialien eingeworfen. Unter anderem enthält der mit diversen Stempeln, jedoch nicht mit einer Absender*innenangabe versehene Umschlag ein längeres Pamphlet mit dem Titel „Chyren-Manifest zur möglichst friedlichen Abwicklung des Judentums“. Die sich als „Neue Gemeinschaft von Philosophen“ bezeichnende verfassende Person fordert darin eine „Überwindung des Judentums“ als „Grundvoraussetzung für eine freie Welt“, da diesem in der Geschichte die Funktion einer „archetypischen Widersacherkraft“ zugemessen wird.

     
  • 26.02.2018, Unbekannte zeichnen großes Hakenkreuz vor Synagoge in Schnee

    Bayern

    (München)

    Quelle:
    Münchener Abendzeitung

    Zwei Männer zeichnen ein etwa fünf mal fünf Meter großes Hakenkreuz am Sankt-Jakobs-Platz in den Schnee, an dem sich das Jüdische Zentrum mit der Ohel-Jakob-Synagoge befindet. Ein Zeuge, der die beiden am Abend beobachtet, spricht die beiden Männer an, woraufhin die Unbekannten das Hakenkreuz verwischen. Danach flüchten sie vom Tatort. Die Polizei leitet sofort eine Fahndung ein, sie kann die Täter allerdings nicht mehr ausfindig machen.

     
  • 01.03.2018, Serie antisemitischer Schmierereien

    Sachsen

    (Leipzig)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Im Leipziger Stadtteil Kleinzschocher wurden von März bis Mai mehrere antisemitische Schmierereien entdeckt. Mit Kreide oder Edding wurde der Schriftzug „Anti Zion“ an mindestens sieben verschiedenen Orten angebracht. Neben dem „Anti Zion“ Schriftzug waren teilweise unterschiedliche andere Aussagen zu lesen, u.a. „Fuck Antifa“, „Nazikiez“ und „NWO“. Letzteres steht für „New World Order“ steht, ein antisemitischer Verschwörungsmythos. In einem Fall wurde am 13. Mai auf einem Getränkewagen zwischen „Anti“ und „Zion“ ein durchgestrichener Davidstern gemalt und in ihn der Buchstabe Z geschrieben. Ganz in der Nähe wurden am selben Tag außerdem weitere geschmierte Parolen entdeckt: „Israel ist ein zionistischer Terrorstaat!“, sowie „Free Palestine!“ und „Free World!“. Viele der Schmierereien wurden erfreulicherweise bereits in kurzer Zeit entfernt, durchgestrichen oder überklebt.

     
  • 01.03.2018, Serie antisemitischer Schmierereien

    Hamburg

    (Hamburg)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Zu einer Serie antisemitischer Schmierereien kommt es bereits seit einigen Monaten in Hamburg Harburg. Gegen zwei Personen ermittelt nun die Polizei: Sie sollen die antisemitischen Parolen übermalt haben. Bereits seit März wurden im Hamburger Stadtteil Harburg mehrere antisemitische Schmierereien entdeckt. So waren im Bereich der Wilstorfer Straße und der Fußgängerzone Harburger Ring die Aufschriften "Die Beste Erfindung der Deutschen ist der Holocaust“, „Den Holocaust gab es nie“, „Der dreckige Jude wars“, „Juden vergassen [sic] Scheiß Juden“, ein Davidstern neben der Parole „Juden vergasen“ sowie „Es gab kein Holocaust“ geschmiert. Einige der Parolen wurden unmittelbar nach der Entdeckung überklebt. Es wurden mehr als zehn Schmierereien entdeckt. Während der Verursacher der antisemitischen Graffiti nach wie vor unbekannt ist, ermittelt die Staatsschutzabteilung des LKA gegen zwei Personen, die die antisemitischen Schmierereien unkenntlich gemacht haben sollen. Ihnen wird vorgeworfen, die Schmierereien übermalt und daneben ein Anarchie-Zeichen gesprüht zu haben.

     
  • 03.03.2018, Hitlergruß und offener Antisemitismus bei extrem rechter Demonstration

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    JFDA (via Facebook)

    In Berlin gehen etwa 500 Rechtsextreme unter dem Motto “Nein zur Groko” auf die Straße. Aufgerufen hat das Netzwerk “Wir für Deutschland”, das seit 2016 regelmäßig rassistische Aufmärsche organisiert. Die Teilnehmenden, unter denen sich neben Anhänger*innen der AfD auch viele Neonazis befinden, skandieren Parolen wie “Nationaler Sozialismus – jetzt” und “Ruhm und Ehre der deutschen Nation”. Einige Teilnehmer des Aufmarsches zeigen den Hitlergruß. Aus diesem Grund kommt es nach Ende der Versammlung zu mehreren vorläufigen Festnahmen. Journalist*innen werden am Rande des Aufzugs immer wieder von Teilnehmenden beleidigt und bedrängt. Ein Teilnehmer trägt zudem Plakate mit offen antisemitischen Karikaturen.

     
  • 05.03.2018, Positiver Holocaust-Bezug im Wartezimmer

    Niedersachsen

    (Wesermarsch-Kreis)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Als zwei ältere Damen im Wartezimmer einer Arztpraxis im Wesermarsch-Kreis die Davidstern-Kette eines Mannes bemerken, verhöhnen sie diesen und beziehen sich dabei positiv auf den Holocaust. Der Betroffene hat bereits im Wartezimmer der Praxis gesessen, als zwei über achtzigjährige Frauen den Raum betreten. Er hilft ihnen beim Öffnen der Tür und beim Ausziehen und Aufhängen ihrer Mäntel. Dabei bemerkt eine der Frauen den Davidstern-Anhänger, den der Betroffene an einer Kette um den Hals trägt. Sie fragt, was das für ein Symbol sei. Auf die Erklärung des Betroffenen hin sieht sie ihn angewidert an und antwortet: „Ach, hat man Sie vergessen?“ Zum Zeitpunkt dieser Beleidigung befinden sich noch weitere Wartende in der Praxis, die den Dialog mitanhören. Mehrere blicken nach der Äußerung der älteren Frau zu Boden, doch sagt niemand etwas während der etwa zehn Minuten, bis der Betroffene zum Arzt aufgerufen wird. Nach dem Termin will der Betroffene die Praxis möglichst schnell verlassen und spricht den antisemitischen Vorfall nicht gegenüber dem Arzt oder den Helfer*innen an. Er veröffentlicht ihn aber einige Zeit später in sozialen Medien, woraufhin er viel Solidarität erfährt.

     
  • 05.03.2018, Antisemitische Schmiererei in einer Berufsschule

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    In einer Berufsschule in Steglitz-Zehlendorf werden in einer Toilettenkabine eine durchgestrichene stilisierte Israelfahne sowie der Schriftzug „Juden RAUS!“ entdeckt. Die Schulleitung ist informiert worden und hat angekündigt, die Schmiererei zu entfernen.

     
  • 08.03.2018, Israelischer Messestand ist Zielscheibe antisemitischer Anfeindungen

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    JFDA (via Facebook)

    Auf der internationalen Tourismusmesse ITB in Berlin ist es zu einem Vorfall am Stand der israelischen Tourismusbehörde gekommen: Drei Sicherheitsmitarbeiter der Messe bedrängen den Stand. Nach Angaben der Polizei nähern sich die 19- bzw. 21-jährigen Männer gegen 14.30 Uhr dem Stand, schwenken Schals mit der palästinensischen Flagge und rufen „Free Palestine“. Als die alarmierte Polizei eintrifft, haben sich die Männer bereits entfernt. Die Polizei habe sie jedoch in einer anderen Halle antreffen und ihre Personalien feststellen können.

     
  • 09.03.2018, Antisemitische Parolen und Vernichtungsdrohungen im Hinterhof

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    In der Nacht zum 9. März werden im Hinterhof eines Hauses in Moabit antisemitische Vernichtungswünsche gegen einen jüdischen Hausbewohner skandiert. Bereits im September 2017 hat dieselbe Person in Richtung der Wohnung des Betroffenen antisemitische und homosexuellenfeindliche Parolen gerufen und mit Eisenstangen im Hinterhof randaliert. Zu diesem Zeitpunkt hing im Fenster des Betroffenen noch eine vom Innenhof einsehbare Israelflagge. Die Flagge war nach dem Vorfall im September abgehängt worden. Am 9. März richtet sich der Mann, der im selben Wohnkomplex wohnt, erneut explizit gegen den Betroffenen: Wenn in dessen Zimmer Licht brennt, beginnt er zu rufen, sobald das Licht ausgeschalten wird, hört er damit auf. Die gerufenen Parolen bestehen vor allem aus antisemitischen Drohungen sowie NS- und Holocaust-Verherrlichungen. Unter anderem äußert er „Judensau, ich bring dich um!“ und „Juden sind nur Dreck, alle ins KZ!“. Die Rufe hören erst auf, als die herbeigerufene Polizei erscheint.

     
  • 10.03.2018, Antisemitischer Farbanschlag auf Zahnarztpraxis

    Niedersachsen

    (Hannover)

    Quelle:
    Hannover gegen Nazis (via Facebook)

    An der Tür der Zahnarztpraxis von Dr. Edwin Zimmermann wird eine rote Rose mit einem Davidstern und dem Wort „Jude“ gemalt. Zudem wird der Name des Arztes auf dem Briefkasten ebenfalls mit roter Farbe übermalt.

     
  • 10.03.2018, Antisemitische Propaganda in Westend

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    Register Berlin

    Vormittags zeigt ein Mann antisemitische Plakate am Messedamm in Westend. Er steht vor dem Besuchereingang der Internationalen Tourismus-Börse, dort stellt auch Israel aus. Der Mann, Usama Z., zeigt seine antisemitischen Plakate regelmäßig an verschiedenen Orten in Berlin, insbesondere bei Demonstrationen.

     
  • 15.03.2018, Antisemitischer Sticker an einem Fenster angebracht

    Sachsen

    (Wurzen)

    Quelle:
    chronik.LE

    An einem Fenster in der Karl-Liebknecht Straße in Wurzen wird ein antisemitischer Aufkleber mit der Aufschrift "ACAJ – All Chemikers are Jews" angebracht. Aufmerksame Anwohner*innen entfernen den Sticker. Die Aufkleber richten sich gegen die Anhänger*innen des Leipziger Fußballclubs BSG Chemie Leipzig.

     
  • 15.03.2018, Gedenkstein für jüdische Familie mit roter Farbe beschmiert

    Bayern

    (Traunstein)

    Quelle:
    aida-Archiv

    In der Zeit vor dem 15. März 2018 beschmieren Unbekannte den Gedenkstein für die jüdische Familie Holzer in der Kernstraße sowohl an Vorder- als auch an der Rückseite mit roter Farbe. Das Denkmal für die Familie, die in der Reichspogromnacht des 9. Novembers 1938 von den Nazis aus ihrem Haus in der Kernstraße 6 vertrieben und später ermordet worden war, konnte 2009 durch Spenden von Bürger*innen und mit Unterstützung der Stadt Traunstein errichtet werden.

     
  • 24.03.2018, Mädchen von Mitschülern aus antisemitischen Motiven bedroht

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    Die Tageszeitung (taz)

    An der Paul-Simmel-Grundschule in Tempelhof fragen muslimische Mitschüler ein Mädchen gefragt, ob sie Jüdin sei. Weil ein Elternteil des Mädchens jüdischer Herkunft ist, habe sie das bejaht. Die Mitschüler wiederholen daraufhin das Wort „Jude“ drohend. Außerdem ist das Mädchen bei einem früheren Vorfall mit dem Tod bedroht worden, weil sie nicht an Allah glaube, so der Vater der Schülerin.

     
  • 24.03.2018, Antisemitische Verschwörungsideologien im Rahmen einer extrem rechten Demonstration verbreitet

    Rheinland-Pfalz

    (Kandel)

    Quelle:
    Flickr

    Die Initiative „Kandel ist überall“ instrumentalisiert den Mord eines Mädchens im südpfälzischen Kandel und protestiert gegen die deutsche Asylpolitik und die Aufnahme von Geflüchteten. An der Demonstration, die von der AfD-Landtagsabgeordneten Dr. Christina Baum (Main-Tauber/Baden-Württemberg) angemeldet wurde, beteiligen sich rund 1000 Menschen aus dem politisch rechten bis extrem rechten Spektrum. Die „Pegida Schweiz Partei“ (PSP) trägt ein weißes Banner mit der Aufschrift: „NWO, Rothschild, Soros!! Umvolkung in vollem Gange!! [...]“ In extrem rechten Kreisen sind die Namen „Rothschild“ und „Soros“ sowie die Vorstellung einer „Neuen Weltordnung“ (kurz: NWO) beliebte Codes, um auf eine angeblich jüdische Weltherrschaft hinzuweisen. Demnach betrieben sie durch Immigration eine „Umvolkung“ – ein Begriff aus Zeiten des Nationalsozialismus – zur Vernichtung der europäischen „Völker“.

     
  • 24.03.2018, In der U-Bahn antisemitisches Lied gesungen

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Eine Gruppe junger Männer singt in der U2 im Prenzlauer Berg ein antisemitisches Lied: Die sieben Personen sind Fans des BFC Dynamo, sie tragen neben der charakteristischen Fankleidung in Bordeauxrot auch Schals mit der Aufschrift „Märkische Jungs“. Die Männer steigen an dem Nachmittag an der Station Eberswalder Straße in die U-Bahn in Richtung Ruhleben ein und rufen dabei diverse Fußballgesänge. Noch bevor die U-Bahn die nächste Station erreicht, beginnen die Männer zu grölen: „Eine U-Bahn bauen wir von Lichtenberg nach Auschwitz“. Von den anderen Fahrgästen gibt es hierauf keine wahrnehmbaren Reaktionen oder gar Interventionen.

     
  • 27.03.2018, Nach Holocaustleugnung wird Bekannter mit Messer bedroht

    Bayern

    (München)

    Quelle:
    tz

    Ein 38-Jähriger verhöhnt nach Angaben der Polizei gegenüber einem Bekannten den Holocaust und behauptet, dass es ihn nie gegeben haben soll. Daraufhin kommt es zu einem Streit mit seinem Bekannten. Im Verlauf des Streitgesprächs bedroht der Mann seinen Bekannten in dessen eigener Wohnung mit einem Messer. Der 39-Jährige redet daraufhin beruhigend auf seinen Besuch ein, bis dieser das Messer wieder wegnimmt.

     
  • 28.03.2018, Antisemitische Bedrohung im Wohnumfeld

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Eine Frau entdeckte Berlin-Köpenick, dass an ihrer Wohnungstür in einem Mehrfamilienhaus das Wort „Juden“ geschmiert worden war. Um den Türspion wurde zudem ein Zielfernrohr gezeichnet. Die antisemitische Bedrohung ist Teil einer seit Jahren in dem Haus vorherrschenden Atmosphäre. So kam es schon mehrfach zu Auseinandersetzungen, weil die Betroffene rassistische und antisemitische Äußerungen der Nachbar*innen kritisiert hatte. Ein Nachbar hatte in der Vergangenheit beispielsweise „Guck mal, die Juden kommen“ aus dem Fenster gerufen, als die Frau das Haus verließ. Auch als „Scheiß Zecke“ war die Betroffene bereits beschimpft worden. Im extrem rechten Spektrum wird die Markierung auch von nicht-jüdischen Personen und Institutionen als jüdisch verwendet, um diese herabzuwürdigen.

     
  • 31.03.2018, Antisemitische Schmiererei in Connewitz

    Sachsen

    (Leipzig)

    Quelle:
    chronik.LE

    Im Stadtteil Connewitz schmieren Unbekannte mit Edding antisemitische Symbole. Der Davidstern in einer Israel-Fahne wird dabei mit einem roten Edding in ein Hakenkreuz umgewandelt. Die Schmiererei ist somit antizionistisch zu verstehen.

     
  • 01.04.2018, Vernichtungsdrohung geschmiert

    Rheinland-Pfalz

    (Neuwied)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Auf der Rückseite eines Schildes am Rhein bei Neuwied wird eine antisemitische Vernichtungsdrohung entdeckt, die sich generell gegen Juden, aber auch gegen Bundes- und Landespolitiker*innen sowie einen Kritiker von Rechtsextremismus und Rechtspopulismus aus der lokalen Zivilgesellschaft richtet. Dieser ist zuvor auf der Webseite des AfD-Kreisverbandes implizit bedroht worden. Auf dem Schild steht der Schriftzug „Juden ins Gas + [Name des Betroffenen] + Dreyer + Maas“. Daneben ist ein Hakenkreuz geschmiert worden. Der Schriftzug wird umgehend entfernt, die Polizei ermittelt.

     
  • 01.04.2018, Spätkaufbesitzer antisemitisch beschimpft

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Eine Frau schrie im U-Bahnhof „Zoologischer Garten“ den Besitzer eines Spätkaufes an und beschimpfte ihn als „dreckige Judensau“. Der Frau wurde zuvor bereits mehrfach Hausverbot erteilt. An diesem Abend suchte sie den Spätkauf auf und beschimpfte den Besitzer, woraufhin dieser sie wieder auf das bestehende Hausverbot hinwies. Er versuchte, sie ansonsten zu ignorieren. Als sich eine weitere Person einmischte, wurde auch sie als „dreckiges Judenpack“ bezeichnet. Ein weiterer Zeuge am Spätkauf sowie mehrere Menschen auf dem Bahnsteig reagierten nicht auf den Vorfall.

     
  • 03.04.2018, Gedenktafeln einer Erinnerungsstätte gezielt beschädigt

    Sachsen

    (Chemnitz)

    Quelle:
    Endstation Rechts

    An Gedenktafeln der Erinnerungsstätte „Kaßberg-Gefängnis“ werden mehrere Sachbeschädigu-ngen entdeckt. Nach Polizeiangaben könnte die Tat bereits einige Tage zurückliegen. Mehrere Glaswände sind beschädigt und gezielt solche mit einem Bezug zu NS-Verbrechen zerstört worden. Die ehemalige Haftanstalt wurde sowohl von den Nationalsozialisten als auch dem DDR-Regime zur Inhaftierung politischer Häftlinge genutzt. Die Gedenktafeln an der Außenwand, die über die Geschichte des Ortes aufklären, wurden erst vor einem Jahr eingeweiht. Die Motive sind unklar, jedoch spricht die Übernahme der Ermittlungen durch den Staatsschutz für einen möglichen politischen Hintergrund.

     
  • 03.04.2018, Taxifahrer äußert antisemitische Verschwörungsmythen

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Auf einer Taxifahrt wird eine Frau durch den Fahrer unvermittelt mit antisemitischen Verschwörungsmythen konfrontiert. Das Gespräch ist während der Fahrt zur Fastfood-Kette McDonalds gekommen. Hierzu sagt der Fahrer, Restaurants der Kette würde er nicht mehr besuchen, da „das alles Zionisten“ seien. Während der Fahrt auf der Stadtautobahn führt er weiter aus: „Die Zionisten locken die Kinder mit Spielzeug, um sie dann zu vergewaltigen und zu ermorden.“ Die Frau sagt hierzu nichts mehr, beendet die Fahrt aber sofort, als das Taxi die Autobahn verlassen hat.

     
  • 04.04.2018, Antisemitischer Kreideslogan in Plagwitz und Kleinzschocher

    Sachsen

    (Leipzig)

    Quelle:
    chronik.LE

    An einer Hauswand in Plagwitz wird mit Kreide der Slogan "Die Völker müssen gemeinsam gegen den Zionismus aufstehen" angebracht. Der wortgleiche Slogan wird auch auf dem Fußweg an einem Supermarkt in Kleinzschocher angebracht. Der Antizionismus ist eine Gegenbewegung zum Zionismus und spricht, häufig antisemitisch motiviert, dem jüdischen Staat Israel das Existenzrecht ab.

     
  • 05.04.2018, Antisemitisch motivierte Brandstiftung?

    Sachsen

    (Chemnitz)

    Quelle:
    Endstation Rechts

    Auf dem Gelände eines städtischen Kindergartens brennt ein Gartenhaus komplett nieder. Zudem finden sich Spuren weiterer Einbruchsversuche. Die kommunale Einrichtung beherbergt unter anderem die jüdische Kindergruppe „Schalom“. Nach ersten Ermittlungen geht die Polizei von einem Brandanschlag aus. Der Fall wird an das Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum des Landeskriminalamtes abgegeben. Die Motive sind unklar, jedoch lässt sich eine antisemitische Motivation nicht ausschließen. Zudem ist unklar, ob eine Verbindung zu den Sachbeschädigungen besteht, die zwei Tage zuvor an der Erinnerungsstätte „Kaßberg-Gefängnis“ begangen wurden.

     
  • 08.04.2018, Antiisraelische Demonstration auf dem Neuköllner Hermannplatz

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    JFDA (via Facebook)

    Rund 250 Menschen versammeln sich auf dem Hermannplatz in Berlin-Neukölln auf einer pro-palästinensischen Demonstration im Rahmen des „Großen Marschs der Rückkehr“, zu der BDS Berlin aufgerufen hat. Vereinzelt werden antiisraelische Schilder gezeigt und Parolen wie „From the river to the sea – Palestine will be free!“ skandiert. Zudem rufen BDS-Anhänger*innen zum Boykott des jüdischen Staates auf. Über Lautsprecher werden die Teilnehmenden der Demonstration davor „gewarnt“, dass auch „zionistische Journalisten“ anwesend seien. In einem Lied, das vom Lautsprecherwagen ausgeht, werden Raketen aus dem Gazastreifen auf zivile Ziele in Israel gerechtfertigt.

     
  • 11.04.2018, Antisemitische Äußerungen und Bedrohungen

    Sachsen

    (Leipzig)

    Quelle:
    chronik.LE

    Anlässlich des Jom HaSchoa (deutsch: „Tag des Gedenkens an Holocaust und Heldentum“) versammeln sich 150 Menschen am Richard-Wagner-Hain und demonstrieren durch die Leipziger Innenstadt, um den Opfern des Holocaust und dem jüdischen Widerstand zu gedenken. In Redebeiträgen werden aktuelle Phänomene des Antisemitismus benannt und problematisiert. Bei der Auftaktkundgebung äußert sich eine Person einem Demonstrationsteilnehmer mit einer Israel-Fahne ablehnend gegenüber und sagt "Das ist immer noch mein Land". Drei weitere Personen begleiten die Demonstration bis zur Thomaskirche und rufen immer wieder "Scheiß Israel", "Tod Israel" und "Freiheit für Palästina" und bedrohen Teilnehmende der Demonstration.

     
  • 12.04.2018, Antisemitische Äußerungen vom Steuerberater

    Bayern

    (München)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Als ein Steuerberater das Studienfach eines Kindes seiner Kundin erfuhr, kommentierte er dies antisemitisch. Der Begriff „Holocaust“ sei eine eine jüdische Erfindung, er bevorzuge die Bezeichnung „Endlösung der Judenfrage“.

     
  • 14.04.2018, Antisemitismus bei Neonazi-Demonstration

    Nordrhein-Westfalen

    (Dortmund)

    Quelle:
    Endstation Rechts

    Im Rahmen einer Demonstration, organisiert von der extrem rechten Kleinstpartei „Die Rechte“, an der sich rund 600 Neonazis beteiligen, werden zahlreiche antisemitische Vorfälle festgestellt. So hängt in dem als Bühne verwendeten LKW ein Banner mit dem Bild des früheren iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschads. Daneben steht der Spruch einer Teheraner Konferenz von 2005 mit dem Titel „The World without Zionismus“. Bei der Demonstration wird diese Botschaft neben dem Veranstaltungsmotto gleichberechtigt transportiert. Auffällig häufig wird das Lied „Europa-Jugend-Revolution“ von Carpe Diem abgespielt, das mit Textzeilen wie „eine Macht, der das Geld gehört“ deutlich antisemitisch verstandene Codes enthält. Während einer der zahlreichen Pausen – die Polizei hat immer wieder Verstöße gegen die Auflagen zu beanstanden – wird im vorderen Teil des Zuges die Parole „Wer Deutschland liebt, ist Antisemit“ angestimmt. Entsprechende Codes werden auch vom Redner aus Norwegen bedient, der alle in seiner Sicht schädlichen Entwicklungen auf „Rothschild“ und auf George Soros zurückführte. So sei der französische Präsident Macron nur eine Marionette und auch die AfD keine Alternative, weil an deren Spitze ein „Rotharier und eine ehemalige Goldman Sachs-Bankerin“ stünde. Ein russischer Redner doziert, dass die „Globalisten“ die „weißen Völker zerstören“ wollten. Am deutlichsten wird Zwezdomir Andronow vom Bulgarischen Nationalbund (BGNS). Er erklärt, mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges hätten „dunkle Mächte“ das Ruder in Europa übernommen, die den „Bolschewismus“ vorantrieben. Der Kontinent sei heute „ein Konzentrationslager mit dem Ziel, unsere völkische Identität zu zerstören“.

     
  • 14.04.2018, Angriff nach Kritik an antisemitischen Plakaten

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Als ein Mann im Rahmen der Mietenstopp-Demonstration in Berlin Mitte ein antisemitisches Plakat kritisierte, wurde er von dessen Träger mit dem Plakatrahmen auf den Kopf geschlagen. An der Mitte April stattfindenden Demonstration „Steigende Mieten stoppen“ nahm auch Usama Z. teil. Z. zeigt regelmäßig Plakate mit antisemitischen Parolen an öffentlichen Orten und bei Veranstaltungen wie Demonstrationen. Auf den Plakaten ist u.a. „Die Zionisten regieren die Welt, nicht Trump und nicht Merkel“, „Die Zionisten verbergen sich in dem Geheimdienst, darum führen sie den Terror in die Welt“ sowie „Die zionistischen Staatsanwälte & Rechtsanwälte beteiligen sich am Mord der Ausländer und Politiker“ und „Nazi heißt Nationalistisch Zionistisch und sie sind Faschisten und Terroristen“ zu lesen. In der Vergangenheit ist Z. regelmäßig aggressiv gegen Menschen vorgegangen, die seine Plakate kritisierten. So auch im Rahmen der Mietenstopp-Demonstration am 14. April. Ein anderer Teilnehmer sprach Usama Z. an, die antisemitischen Schilder hätten auf der Demo nichts zu suchen. Daraufhin schlug Z. den Teilnehmer mit dem Holzrahmen unvermittelt auf den Kopf. Der Betroffene konnte sich zwar mit der Hand schützen, zog aber an der Hand und am Kinn leichte Verletzungen sowie ein Hämatom am Bauch davon. Da er im Anschluss an den Schlag über Übelkeit klagte, musste er den Nachmittag zur Beobachtung im Krankenhaus verbringen. Anwesende Polizeibeamte mussten durch den Betroffenen aufgefordert werden, einzugreifen; sie nahmen schließlich die Personalien der Beteiligten und von Zeug*innen auf. Die Ermittlungen laufen.

     
  • 17.04.2018, Mit Glasflasche und Gürtel aus antisemitischer Motivation attackiert

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    JFDA (via Facebook)

    Einzig weil er eine Kippa trägt, wird ein junger Israeli am Helmholtzplatz in Berlin-Prenzlauer Berg angegriffen. In einem Video von der Tat, das der Betroffene in einer Facebook-Gruppe teilt, ist zu sehen, wie einer der mutmaßlichen Täter mit einem Gürtel auf den Filmenden einschlägt und ihn wiederholt als "Yahudi" (arabisch: "Jude") bezeichnet, ehe ein anderer Mann ihn wegzieht. Der mutmaßliche Schläger hat laut Polizei bereits zuvor versucht, das Opfer mit einer Glasflasche anzugreifen; eine Zeugin ist dazwischen gegangen.

     
  • 18.04.2018, Autofahrer mit Kippa antisemitisch beschimpft und mehrfach ausgebremst

    Nordrhein-Westfalen

    (Münster)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Ein jüdischer Mann, der aufgrund seiner Kippa als solcher zu erkennen ist, wird während der Autofahrt antisemitisch beschimpft, ausgebremst und gefilmt. Der Mann muss an einer Ampel anhalten, als er plötzlich den Ruf „Scheißjude“ vernimmt. Er blickt sich um und bemerkt in einem Mercedes links neben ihm zwei Männer, von denen einer auf ihn einschreit und ihn dabei mit dem Handy filmt. Als die Ampel auf Grün springt und der Betroffene, aber auch die beiden Männer losfahren, lenken diese ihren Wagen in die Fahrspur vor den Betroffenen und fahren lediglich 20-30 km/h, obwohl an dieser Stelle 100 (später 70) km/h Höchstgeschwindigkeit erlaubt sind. Schließlich bremsen sie den Betroffenen regelrecht aus und bringen dessen Wagen nahezu zum Stehen. Dies wiederholen sie mehrere Male und filmen den Betroffenen dabei weiterhin. Schließlich biegen die Männer ruckartig auf eine Autobahnauffahrt ab. Der Betroffene kann das Nummernschild des Mercedes fotografieren und erstattet Anzeige.

     
  • 19.04.2018, Private Nachricht mit Vernichtungsfantasien

    Ein Internetnutzer aus Schleswig-Holstein erhält bei Facebook private Nachrichten mit Vernichtungsfantasien, nachdem er dem Staat Israel auf einer öffentlichen Facebook-Seite zum Unabhängigkeitstag gratulierte. Der Täter wünscht dem Empfänger den Tod durch Vergasung und schreibt, "ich hoffe du wirst von einer palästinensischen Bombe oder Rakete zerfetzt".

     
  • 22.04.2018, Rassistische und antisemitische Beleidigungen überschatten Fußballspiel

    Sachsen

    (Leipzig)

    Quelle:
    RAA Sachsen

    Das A-Jugend-Spiel zwischen dem SV Thekla und Blau-Weiß Leipzig muss wegen zahlreichen rassistischen und antisemitischen Beleidigungen der Gästemannschaft durch die Thekla-Fans abgebrochen werden. Sie werden u.a. als "Kanaken" und "Judenschweine" bezeichnet. Bei der Mannschaft aus Kleinzschocher sind viele Spieler mit Migrationshintergrund aktiv, bereits im Hinspiel sei es zu rassistischen Ausfällen gegen sie gekommen. Im Laufe des Spiels kommt es nach einem Elfmeterpfiff gegen Thekla zu einer Rudelbildung, der Sicherheitsdienst muss betrunkene Thekla-Fans von einem Platzsturm abhalten und die Polizei notiert eine "Backpfeife" von Thekla-Trainer Ronny Claus gegen den Blau-Weiß-Torwart. Der sieht sich und seine Mannschaft ungerecht behandelt und meint: "Wenn man deutschsprachig ist, ist man immer der Dumme."

     
  • 25.04.2018, Antisemitischer Angriff auf Teilnehmer*innen von „Berlin trägt Kippa“

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Auf dem Weg zu der Kundgebung „Berlin trägt Kippa“ wird eine Gruppe von sechs Personen angegriffen und antisemitisch beleidigt. Vier der Betroffenen tragen Kippot, zwei von ihnen sichtbar eine Kette mit Davidstern. Die Betroffenen laufen gerade die Eisenacher Straße in Schöneberg entlang, als ihnen auf der anderen Straßenseite einer Gruppe von sechs Männern und einer Frau entgegenkommt. Plötzlich beginnt die Gruppe in Richtung der Betroffenen zu rennen. Die Betroffenen versuchen, ihren Weg fortzusetzen, jedoch versperrt die Gruppe ihnen den Weg. Eine Person fragt: „Wo wollt ihr denn hin? Zur Zionisten Veranstaltung in die Fasanenstraße?“ Eine der betroffenen Personen erwidert „Ach komm, hört auf mit dem Scheiß“ und versucht, weiterzugehen. Die Gruppe blockiert aber wiederum den Weg. Eine Person spuckt einem Betroffenen vor die Füße, eine zweite einem weiteren Betroffenen ins Gesicht. Dazu rufen sie „Verpisst Euch Ihr Juden“ und „Wir schlagen Euch Antideutschen den Kopf ein“. Dann beginnen fünf der sieben Personen auf die Betroffenen einzutreten. Diese konnten sich wehren und dann ihren Weg fortsetzen, die angreifende Gruppe bleibt zurück. Nachdem die Betroffenen schon ein gutes Stück weitergegangen sind, rufen die Angreifer*innen den Betroffenen „Boycott Israel“ hinterher.

     
  • 25.04.2018, Antisemitische Beleidigung an Parkplatz

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    Register Berlin

    Am Abend gerieten zwei Männer in der Goltzstraße in Schöneberg in einen Streit um einen Parkplatz, der in einer körperlichen Auseinandersetzung endete. Als ein junger Mann, der Kippa und Davidstern trug, als Zeuge zu der Auseinandersetzung hinzukam, wurde er von einem der Männer antisemitisch beleidigt.

     
  • 27.04.2018, Antisemitische und NS-verherrlichende Schmierereien an Containern einer Schule

    Baden-Württemberg

    (Breisach am Rhein)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Mehrere antisemitische und NS-verherrlichende Schmierereien werden an Containern im Hof einer Schule sowie an mindestens einem Auto entdeckt. Die Container dienen der Schule als zusätzliche Unterrichtsräume. In roter Farbe werden auf den Containern die Schriftzüge "Nazilagerraum", "Arbeit macht Frei", "Juden sind Abschaum" und auf einer anderen Wand "You are next", "Nazis on board" sowie ein Hakenkreuz gesprüht. Zudem wird ein Auto einer Lehrkraft beschmiert, das als Einziges in der Nähe steht. Die Polizei wird informiert, nach ihren Angaben wird auch ein zweites Fahrzeug besprüht.

     
  • 29.04.2018, Beleidigung am Rande eines Schweigemarschs

    Baden-Württemberg

    (Geislingen)

    Quelle:
    Südwest Presse

    Eine Frau beleidigte die Demonstrant*innen eines Schweigemarschs für NS-Opfer mit mehreren Hundert Teilnehmer*innen von der Geislinger WMF in Richtung Seebach. Es wurde dabei der Opfer des Geislinger KZ-Außenlagers gedacht.

     
  • 01.05.2018, Dämonisierung Israels bei DGB-Kundgebung

    Die DGB-Demonstration zum Tag der Arbeit wird von anti-israelischen Aktivisten genutzt, um israelfeindliche Propaganda zu zeigen und zu verteilen. Sie fordern die Freilassung einer wegen gewalttätiger Angriffe verurteilten palästinensischen Aktivistin, zeigen eine Palästina-Fahne sowie ein Schild mit der Aufschrift "Free Palestine". Zudem wird auf einem Plakat eine Karikatur gezeigt, die Israel dämonisiert und die aktuelle Gewalt palästinensischer Terroristen gegen die einzige Demokratie im Nahen Osten unterschlägt. Auch beim anschließenden Maifest an der Drahtbrücke zeigen die Personen ihre anti-israelischen Plakate. In persönlichen Gesprächen mit Teilnehmern der Veranstaltung hetzten sie gegen "Zionisten".

     
  • 01.05.2018, Antisemitische Parolen bei Neonazi-Demonstration

    Sachsen

    (Chemnitz)

    Quelle:
    JFDA (via Facebook)

    Etwa 600 Neonazis beteiligen sich an einem Aufmarsch der extrem rechten Partei „Der III. Weg“. Für den „Arbeiterkampftag“ hat die Kleinstpartei bundesweit unter dem Motto „Kapitalismus zerschlagen!“ mobilisiert. Kein Redebeitrag kommt ohne antisemitisches Geraune aus, das wahlweise den „internationalistisch geprägten Liberalkapitalismus“, mächtige „Finanzmagnaten“ oder „One-World-Fanatiker“ für alle Übel der Welt verantwortlich macht. Tony Gentsch, stellvertretender Gebietsleiter „Der III. Weg – Mitte“, sagt, dass „Kapitalisten und Lobbyisten die Fäden ziehen“. Die Neonazis skandieren unter anderem „1. Mai – seit ’33 arbeitsfrei“, „Deutschland erwache“ sowie „Ruhm und Ehre der deutschen Nation“. Auch antisemitische Parolen wie „Nie wieder Israel“ werden mehrfach gerufen. Zudem rufen einige Neonazis in Richtung der Gegendemonstrant*innen „Ein Hammer, ein Stein – ins Arbeitslager rein“ und „Ihr bekommt noch Zyklon B“.

     
  • 01.05.2018, Antisemitische Parolen beim "Roten ersten Mai" des Jugendwiderstands

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    JFDA (via Facebook)

    Die gewaltbereite maoistische Gruppierung "Jugendwiderstand" mobilisiert unter dem Motto "Heraus zum Roten ersten Mai!" zu einer Kundgebung auf dem Karl-Marx-Platz im Berliner Bezirk Neukölln mobilisiert. Ca 80 Personen zogen im Anschluss in einem Demonstrationszug bis zum Hermannplatz. Während der Kundgebung wird von Rednern des Jugenwiderstands und Mitgliedern der antiisraelischen Organisation F.O.R. Palestine u.a. zur Verweigerung der deutschen Staatsraison aufgerufen, die das Existenzrecht Israels bedingungslos anerkennt. Des Weiteren wird ein Vergleich zwischen dem Holocaust und "Genozid und Vertreibung" in Palästina angestellt. Ein Vergleich, der laut der Definition der International Holocaust Remembrance Alliance als antisemitisch zu werten ist. Die Demonstrationsteilnehmer skandieren weiterhin Parolen wie: "...USA, internationale Massenmordzentrale" und rufen mit "Palästina, Kurdistan: Intifada, Serhildan!" zum Kampf gegen Israel auf.

     
  • 01.05.2018, Antisemitisch motivierter Angriff aufgrund eines Transparents

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Auf der „18 Uhr“-Demonstration in Berlin-Kreuzberg werden an der Ecke Naunyn- und Manteuffelstraße Teilnehmende des „Feministischen Blocks“ angegriffen. Ca. 15 Personen aus dem Umfeld der Gruppe „Jugendwiderstand“ greifen gezielt Träger*innen eines Transparents mit der Aufschrift „Den antisemitischen Konsens brechen! Jugend gegen Antisemitismus und Rassismus“ und einem durchgestrichenen BDS-Symbol an. Mit Schlägen und Tritten versuchen sie letztlich erfolglos, das Transparent zu entreißen.

     
  • 01.05.2018, Delegitimierung Israels in Köln

    Nordrhein-Westfalen

    (Köln)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    An der Gewerkschaftsdemonstration beteiligt sich u.a. auch eine kleine Gruppe mit Palästina-Fahnen und einem Transparent, auf dem die Umrisse des Staates Israel, einschließlich der palästinensischen Gebiete, in den Farben der palästinensischen Nationalflagge zu sehen sind – ein Hinweis dafür, dass die Träger*innen auch danach streben, Israel vollständig durch einen palästinensischen Staat zu ersetzen.

     
  • 01.05.2018, Solidaritätsbekundungen mit Ursula Haverbeck

    Thüringen

    (Erfurt)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Es versammeln sich ca. 700 Personen, um an der bundesweit beworbenen Demonstration der NPD anlässlich des 1. Mai teilzunehmen. Die Demonstration ist geprägt von Solidaritätsbekundungen mit der verurteilten Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck, die vor Kurzem durch die Staatsanwaltschaft Verden aufgefordert wurde, ihre Haftstrafe anzutreten. Frank Franz, Parteivorsitzender der NPD, nennt Haverbeck in seiner Rede ein „Vorbild“: „Eine stolze und aufrechte Kämpferin, die man mit annährend 90 Jahren einsperren will. Nur weil sie ihre Meinung frei äußern will, für unser Volk und Vaterland.“ Franz sendet daraufhin „Grüße“ von der gesamten Demonstration an ihre Person. Der Abgeordnete der NPD im Europäischen Parlament, Udo Voigt, geht in seiner Rede ebenfalls auf Haverbeck ein und bagatellisiert Haverbecks und Horst Mahlers strafbewährte Holocaustleugnungen als „unangenehme Meinung“. Der gesamte Demonstrationsblock der extrem rechten Kleinstpartei „Die Rechte“ trägt T-Shirts mit der Aufschrift „Solidarität mit Ursula Haverbeck“. Der Parteivorsitzende Sascha Krolzig, der eine Rede hält, trägt das T-Shirt ebenso wie einzelne Mitglieder der Organisationsstruktur. Auf einem Hochtransparent wird „Freiheit für Ursula“ gefordert. Von mehreren Rednern wird eine völkische Kapitalismuskritik im Sinne der antisemitischen Vorstellung vom „schaffenden“ und „raffendem“ Kapital geäußert, so etwa von Christian Häger, dem Vorsitzenden der NPD-Nachwuchsorganisation Junge Nationaldemokraten, der sagt, „auch ein Krebsgeschwür geht ein, wenn es seinen Wirt aufgezehrt hat“. Die Partei „Die Rechte“ trägt ein Transparent mit der Aufschrift „Ob Dortmund, Erfurt oder Buxtehude: Der Feind ist und bleibt der Kapitalismus“, auf welches Sven Skoda, ein extrem rechter Aktivist aus dem Rheinland, in seiner Rede Bezug nimmt. Nach den Worten „Der ewige Feind ist und bleibt …“ macht Skoda eine Kunstpause, während welcher einzelne Teilnehmer*innen intuitiv mit „der Jude“ antworteten. Skoda beendet seinen Satz mit: „… der Kapitalismus und seine Hintermänner.“ Bereits bei der Auftaktkundgebung bedient Thorsten Heise, Mitglied im Bundesvorstand der NPD, an die Presse gerichtet, antisemitische Mythen von einer jüdischen Einflussnahme auf Politik, Wirtschaft und Medien: „Warum gehen diese Damen und Herren nicht einmal zu diesen Soros dieser Welt? Warum gehen sie nicht einmal zu den Großkonzernen und decken auf, was da der Welt passiert? (…) Dass die Banken und Großkonzerne in der Hand von wenigen reichen Menschen unsere Heimat, unseren Planeten ausbeuten. Das trauen sie sich nämlich nicht, weil sie gar keine Pressevertreter sind.“ Neben der Solidarisierung mit der Holocaustleugnerin Haverbeck sind antisemitische Bezugnahmen auf die nationalsozialistischen Verbrechen in unterschiedlichen Reden wahrnehmbar. Auf der Zwischenkundgebung zitiert etwa Sebastian Schmidtke, „Bundesorganisationsleiter“ der NPD, ein Gedicht von Heinrich Seidel, worin u.a. die Worte „Arbeit mach die Völker frei“ vorkommen. Der NPD-Vorsitzende Franz sagt im Zusammenhang mit dem von ihm imaginierten „Schuldkult“: „Solange ich Vorsitzender dieser Partei bin, wird bei uns nicht Kippa getragen. Das Schlimmste, liebe Freunde, sind aber nicht jene, die die Kippa auf dem Kopf tragen, das Schlimme sind die Hunderttausende und Millionen, die ihre ganz spezielle Kippa in der Birne tragen. Als bundesrepublikanisches Zensurwerkzeug, dass ihnen offenbar jeden Verstand abgeschnitten hat.“ Seine Abgrenzung von der AfD kommt auch nicht ohne antisemitische Notiz aus: „Ich bin froh, dass ich nicht zu dieser Partei gehöre, die wahrscheinlich ihre Befehle direkt aus Israel erhält.“ Immer wieder werden Parolen wie „Nie wieder Israel“, „Antisemiten kann man nicht verbieten“ und „Wer Deutschland liebt, ist Antisemit“ gerufen.

     
  • 01.05.2018, Serie antisemitischer Schmierereien in Charlottenburg-Wilmersdorf

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Im Mai kam es zu einer Serie antisemitischer Schmierereien im Bezirk Wilmersdorf. Auf mehrere Haltestellen in der Nähe von U-Bahnhöfen wurde u.a. „Kindermorder Israel“ [sic] und „die Juden sind Alte schweinen“ [sic] geschrieben. Zuerst wurde am dritten Mai an der Bushaltestelle Fehrbelliner Platz der Schriftzug „die Juden sind Alte schweine mit deutschen Waffen und Amrikaner“, „Kindermorder Israel“ sowie „Melania Trump große Notte wie netanihau Frau“ entdeckt. Bereits zwei Tage später wurde RIAS ein Schriftzug mit sehr ähnlichem Wortlaut gemeldet, der auf ein Werbeplakat an der Ecke Brandenburgische Straße/Berliner Straße geschrieben worden war. Am zwölften Mai wurde auf dem Fahrplan der Bushaltestelle Güntzelstraße und auf einer Werbevitrine in der Lietzenburger Straße ebenfalls der Schriftzug „Kindermorder Israel“ gemeldet, zudem wurde in der Lietzenburger Straße "70 Jahre ISrael ve[r]bec[h]en" geschmiert. Am 23.05. war an der Bushaltestelle U- Blissestraße/Uhlandstraße der Schriftzug „Israel ist eine Tumor im Naheosten“ sowie ebenfalls „Kindermorder Israel“ zu lesen [alle Fehler im Original].

     
  • 03.05.2018, Mehrere antisemitische Schmierereien

    Sachsen

    (Wurzen)

    Quelle:
    Leipziger Volkszeitung

    In der Nacht zum 4. Mai 2018 wurde erneut im Gedenken an die Wurzener Opfer des Holocaust verlegte Stolpersteine geschändet. Unbekannte übersprühten die vier Steine zur Erinnerung an die Familie Seligmann in der Domgasse mit blauer und silberner Farbe. Bereits am 9. November des Vorjahres wurden diese kurz nach einer Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht beschädigt. Darüber hinaus beschmierten Täter den Schaukasten des Bürgerzentrums D 5, Sitz des Vereins Netzwerk für demokratische Kultur (NdK), mit dem Spruch „Verpisst euch“, ein Wohnhaus im Crostigall, in dem unter anderem Flüchtlinge leben, mit „Wir kriegen euch“ sowie die Schultreppen mit „Juden schlachten“, „Zecken schlachten“, "White power“ und „Good Night Left Side“.

     

     
  • 04.05.2018, Jüdische Familie in Restaurant nicht bedient

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Ein jüdisches Ehepaar ging mit ihrem Sohn in ein Restaurant am Berliner Gendarmenmarkt, um etwas zu essen. Die Familie war als jüdisch erkennbar, da der Vater Kippa und die Mutter religiösen Schmuck trug. Der Sohn hatte zudem einen Luftballon mit der Aufschrift „I like Israel“ bei sich. Die Familie setzte sich zunächst in den Außenbereich des Restaurants. Zu diesem Zeitpunkt waren in dem Lokal keine weiteren Gäste, jedoch fünf Kellner. Die Familie wurde jedoch trotz unterschiedlicher Versuche der Kontaktaufnahme zum Personal nicht bedient. Als sich nach ca. 10 Minuten zwei andere Personen an einen weiteren Tisch setzten, wurde deren Bestellung durch einen Kellner rasch aufgenommen. Daraufhin suchten sowohl die Frau als auch der Mann das Gespräch mit dem Personal, bekamen jedoch lediglich die Auskunft, sie säßen am ‚falschen Tisch‘. Der mehrfachen Aufforderung, der Familie einen anderen Tisch zuzuweisen, kamen die Angestellten jedoch nicht nach. Stattdessen wurde ihnen signalisiert, sie sollten das Restaurant verlassen. Als der Mann einen Angestellten daraufhin mehrfach damit konfrontierte, dass Juden in dem Lokal wohl nicht bedient würden, erntete er hierfür nur ein spöttisches Lächeln. Die Familie verließ daraufhin das Restaurant.

     
  • 09.05.2018, Fußgänger*innen antisemitisch beleidigt

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Eine Radfahrerin, die aufgrund von zwei Fußgänger*innen vom Fahrrad absteigen musste, beleidigte diese anschließend antisemitisch. Die Betroffenen (beide über 70 Jahre alt) gingen auf dem Gehweg in der Reichenberger Straße entlang, als ihnen auf Höhe einer Baustelle eine Radfahrerin entgegenkam. Aufgrund der Baustelle war der Gehweg an dieser Stelle schmaler, die Radfahrerin stieg dennoch nicht vom Rad ab sondern fuhr weiter auf die Beiden zu ohne abzubremsen. Die beiden Betroffenen blieben stehen, die Radfahrerin versuchte zwischen den beiden durchzufahren, was ihr jedoch nicht gelang, so dass sie anhalten und etwas zur Seite kippen musste. Daraufhin fuhr sie die beiden Betroffenen an: „Habt ihr keine Augen im Kopf? Was fällt Euch ein?! So ne Scheiße!“ Die Betroffenen entgegneten resolut, dass sie sich auf dem Gehweg befinde und ihr Verhalten ungeheuerlich sei. Die Auseinandersetzung setzte sich noch kurz fort, dann fuhr die Radfahrerin weiter. Dabei rief sie: „Am besten hätte ich Euch totgefahren, ihr Judenscheißer!“ Die Betroffenen entgegneten ungläubig „Wie bitte?“, worauf die Frau wiederholt: „Ja, Judenscheißer!“

     
  • 11.05.2018, Antisemitische Schmierereien am Flughafen Tegel

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    Register Berlin

    Unbekannte schmierten antisemitische und israelfeindliche Parolen an ein Wartehäuschen in Tegel. Eine Passantin bemerkte gegen 22.25 Uhr mehrere Schmierereien an einer Bushaltestelle der BVG in der Straße Flughafen Tegel. Die Schmierereien waren etwa 2,5m x 0,4m groß. Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt ermittelt. Die Schmierereien wurden durch den Sicherheitsdienst der BVG unkenntlich gemacht.

     
  • 14.05.2018, Antisemitische Kundgebung von „Die Rechte“

    Nordrhein-Westfalen

    (Dortmund)

    Quelle:
    Blick nach Rechts

    Am 70. Geburtstag des Staates Israel versammelten sich rund 50 Teilnehmer zu einer Kundgebung der extrem rechten Kleinstpartei „Die Rechte“. Die Neonazis präsentierten sich – auch der kürzlich erneut zu einer Haftstrafe verurteilte Borchardt war dabei – mit einem großformatigen Transparent mit dem Spruch „Der Staat Israel ist unser Unglück.“ Auch mehrere Palästina-Flaggen wurden gezeigt. Der Spruch ist eine billige Abwandlung von Heinrich von Treitschkes Losung „Die Juden sind unser Unglück“. Dieser wiederum wurde zum Schlagwort der Nationalsozialisten, insbesondere des von Julius Streicher herausgegebenen antisemitischen Hetzblattes „Der Stürmer“. Die Neonazi-Kader Michael Brück und Sven Skoda waren bemüht, sich nicht direkt strafbar zu äußern. Der DR-Funktionär Michael Brück griff das Vokabular der linken „Israelkritiker“ auf indem er sagte, es müsse zulässig sein, Kritik an Israel zu üben. Ganz im Geiste der antisemitischen BDS-Bewegung bezeichnete er den Gazastreifen als „das größte Freiluftgefängnis“ der Welt. Gewalt, Mord und Terror gegenüber den Palästinensern durch den Staat Israel seien an der Tagesordnung. Der Neonazi Skoda warf rhetorisch die drohende Frage auf, warum es denn notwendig sei, „einen Staat wie Israel einzurichten und zu vermarkten“. Israel sei „ein Staat, der überall in der Welt als Mörder bekannt ist“.

     
  • 14.05.2018, Jüdin in S-Bahn antisemitisch beleidigt

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Eine Frau, die in der S-Bahn unterwegs war, wurde kurz vor der S-Bahn Station Wilhelmshagen antisemitisch und sexistisch beleidigt. Die Frau trug offen eine Kette mit Davidstern-Anhänger. Die Betroffene war am Vormittag in der S3 in Richtung Erkner unterwegs, als sie bemerkte, dass ein Mann mit jeder Station eine Sitzreihe näher in ihre Richtung rückte. Schließlich saß er ihr schräg gegenüber, sah sie direkt an und beleidigte Sie unvermittelt: „Du Drecksjudenfotze. Deine Eltern sind wohl vom Zug nach Auschwitz vergessen worden.“ Die Betroffene entgegnete: „Sieht ganz danach aus, sonst wäre ich kaum hier“. Der Mann reagierte hierauf konsterniert und blieb im Wagen zurück, als die Betroffene an der nächsten Haltestelle die S-Bahn verließ, obwohl sie ihr eigentliches Ziel noch nicht erreicht hatte.

     
  • 15.05.2018, Vernichtungsdrohung an Stolpersteine gesprüht

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Eine antisemitische Vernichtungsdrohung wurde mutmaßlich Mitte Mai an die kürzlich verlegten Stolpersteine für Dora, Gershon und Jean Habel gesprüht. Auf die Gehwegplatten rund um die eingelassenen Gedenkzeichen waren die Wörter „Family“ und zwei Mal „coming soon“ gesprüht worden. Die Stolpersteine für die Habels waren erst im März vor ihrem ehemaligen Wohnhaus in der Torstraße in Berlin Mitte eingelassen worden. Gedenkzeichen wie Stolpersteine werden immer wieder Objekt von antisemitischen Sachbeschädigungen.

     
  • 21.05.2018, Antisemitische Pöbelei an Tram-Station

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    Register Berlin

    Ein rund 30-jähriger, der knapp eine Tram an der Haltestelle Danziger Str./Paul-Heyse-Str. verpasste, rief der Tram hinterher: "Judenbahn! Selbst im KZ waren die Züge pünktlicher!"

     
  • 22.05.2018, Mehrere "Stolpersteine" mit schwarzer Farbe beschmiert

    Hessen

    (Kirchhain)

    Quelle:
    Informationsstelle Antisemitismus Kassel (via Facebook)

    In der Nacht zum 23. Mai 2018 haben unbekannte Täter nach Angaben des Polizeipräsidiums Mittelhessen ein gut zwei Quadratmeter großes Hakenkreuz auf die Fassade eines Wohnhauses in Kirchhain gesprüht. Außerdem wurden "Stolpersteine", die an Opfer der Nationalsozialisten erinnern, an drei Stellen in der Stadt mit schwarzer Farbe beschmiert. Betroffen sind Gedenksteine im Steinweg, in der Römerstraße und in der Niederrheinischen Straße. Das Hakenkreuz wurde in der Mittelstraße entdeckt.

     
  • 23.05.2018, Antisemitische Schmiererei im Prenzlauer Berg

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    Register Berlin

    Am Bahnsteig des S-Bahnhofs Landsberger Allee, an der eine große Werbetafel der Firma "Lieferando" mit der Aufschrift "ES IST ZEIT FÜR (Firmenlogo Lieferando)" stand, wurde das Logo mit "HOLOCAUST" überschrieben.

     
  • 25.05.2018, Antisemitische Schmierereien in Connewitz

    Sachsen

    (Leipzig)

    Quelle:
    chronik.LE

    In der Nacht beschmierten Unbekannte ein Plakat der Vortragsreihe "70 Jahre Israel" unter der Brücke der B2 an der Teichstraße mit antisemitische Ausdrücken. Zu lesen sind "Scheiß Juden" sowie "Holocaust Lüge". Aufmerksame Passant*innen entfernen die Schmierereien.

     
  • 27.05.2018, Brand und Hakenkreuz bei Gedenkstätte einer Kirche

    Sachsen

    (Stötteritz)

    Quelle:
    chronik.LE

    Unbekannte zündeten einen Mülleimer an der Gedenkstätte einer ehemaligen Kirche in Stötteritz an. Dabei hinterließen sie auf einem Abflussdeckel ein Hakenkreuz.

     
  • 28.05.2018, Antizionistische Schmierereien an Haltestelle in Plagwitz

    Sachsen

    (Leipzig)

    Quelle:
    chronik.LE

    An der Haltestelle Zollschuppenstraße beschmierten Unbekannte die Fahrplantafel mit antizionistischen Parolen. Dabei waren "Israel ist ein zionistischer Terrorstaat" und "Free Palestine" zu lesen.

     
  • 28.05.2018, Antisemitisch beleidigt und bedroht

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    Register Berlin

    Als ein 31-jähriger und ein 33-jähriger Mann gegen 22.30 Uhr vor einem Haus in der Selchower Straße saßen, beleidigte sie ein unbekannten Mann antisemitisch. Die beiden Beschimpften forderten den Unbekannten auf, seine Beleidigungen zu unterlassen. Daraufhin bedrohte der unbekannte Mann sie mit einem messerähnlichen Gegenstand. Die beiden Betroffenen entfernten sich sodann, der Unbekannte folgte ihnen noch kurze Zeit. Der Polizeiliche Staatsschutz ermittelt.

     
  • 29.05.2018, Antisemitische Ansprache im Regionalzug

    Bayern

    (Bayreuth)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Während der Fahrt mit einem Regionalzug von Bayreuth nach Kirchenlaibach wurde eine Gruppe aus vier Personen von einem Mitreisenden antisemitisch angesprochen. Der Mann ließ sich in seinem Monolog unter anderem über den Fußballclub Bayern München aus, den er als „Judenverein“ bezeichnete. Die aus drei Männern und einer Frau bestehende Gruppe belegte einen Vierersitz in dem Regionalzug. Neben dieser Sitzgruppe saßen ein Mann und eine Frau. Schon bei Fahrtbeginn begann der Mann heftig und lautstark gegenüber seiner Begleiterin über den „Geldverein Bayern“ zu schimpfen, während er den „hart arbeitenden Arbeiterverein“ 1860 München bejubelte. Plötzlich sprach er unvermittelt die Frau aus der Vierergruppe an, sie wisse „einen Scheiß“ über Fußball und könne auch nie etwas über diesen wissen, weil nur früher die Vereine noch nicht vom Geld regiert worden wären. In dieser „guten alten Zeit“ habe man zudem auch noch „rauchen und schlägern“ dürfen. Die Angesprochene konnte angesichts des Redeschwalles des Mannes kaum intervenieren. Dieser fuhr fort: „Bayern ist ein Judenverein, ein dreckiger Judenverein. Wisst ihr, 1860 wurde von Arbeitern gegründet, aber Bayern… Bayern wurde von einem Juden gegründet, wisst ihr warum?“ – er machte eine typische Geld-Geste mit den Fingern – „Deswegen!“. Noch bevor die Gruppe etwas auf die Äußerungen erwidern konnte, hielt der Zug an deren Ziel und die Angesprochenen stiegen aus. Zwei Jugendliche, die den Redeschwall ebenfalls in Hörweite mitverfolgen konnten, lachten über den Mann, hielten sich aber ansonsten zurück.

     
  • 29.05.2018, Antisemitische Ansprache im Regionalzug

    Bayern

    (Bayreuth)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Während der Fahrt mit einem Regionalzug von Bayreuth nach Kirchenlaibach wurde eine Gruppe aus vier Personen von einem Mitreisenden antisemitisch angesprochen. Der Mann ließ sich in seinem Monolog unter anderem über den Fußballclub Bayern München aus, den er als „Judenverein“ bezeichnete.

     
  • 30.05.2018, Erneut antizionistische Schmierereien an Haltestellen in Plagwitz

    Sachsen

    (Leipzig)

    Quelle:
    chronik.LE

    An den Haltestellen Angerstraße und Felsenkeller wurden antisemitische Schmierereien angebracht. Zudem befanden sich an der Haltestelle am Gördeler-Ring zwei Graffiti mit den Schriftzügen "Heil Hydra" und "Zecken sollen verrecken". Ähnliche Schmierereien befanden sich auch am Hauptbahnhof.

     
  • 30.05.2018, Unbekannte schänden "Stolpersteine"

    Nordrhein-Westfalen

    (Moers)

    Quelle:
    Rheinische Post

    Nachdem am 29. Mai insgesamt 13 neue "Stolpersteine", die an die Opfer des Holocaust erinnern, im Beisein von zahlreichen Schüler*innen und vielen weiteren Bürger*innen aus Moers verlegt wurden, wurden drei Steine vor den Häusern Filder Straße 6 und 34 sowie an der Blumenstraße 13 Straße bereits in der nächsten Nacht mit schwarzer Farbe besprüht. Die Unbekannten warfen auch Kerzen um, sie zertraten und zerstreuten außerdem den um die Steine angeordneten Blumenschmuck.

     
  • 02.06.2018, Jugendliche antisemitisch beleidigt, bedroht und verletzt

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    Jüdische Allgemeine

    Nachdem vier Jugendliche über eine Lautsprecherbox das hebräische Lied "Tel Aviv" von Omer Adam abspielten, wurden sie aus einer Gruppe heraus antisemitisch beleidigt, geschlagen und es wurde versucht, sie auf die Gleise zu schubsen. Laut Berliner Polizei ereignete sich der Vorfall durch die drei Unbekannten am Bahnhof Zoologischer Garten. Die 17- und 16-jährigen Betroffenen erlitten leichte Verletzungen, die zum Teil ambulant behandelt werden mussten. Der Polizeiliche Staatsschutz des Berliner LKA hat die Ermittlungen aufgenommen.

     
  • 03.06.2018, Jugendliche antisemitisch beleidigt, bedroht, geschlagen und getreten

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    Jüdische Allgemeine

    Vier Jugendliche sind in der Nacht am Berliner Bahnhof Zoo antisemitisch beleidigt, bedroht, geschlagen und getreten worden. Der Vorfall ereignete sich laut Polizeiangaben um kurz nach ein Uhr. Demnach sollen sich drei Unbekannte von der über Lautsprecher abgespielten Musik der drei 17- und einem 16-Jährigen beleidigt gefühlt haben. Im weiteren Verlauf habe das Trio die Jugendlichen judenfeindlich beleidigt, bedroht und angriffen. Die Jugendlichen erlitten leichte Verletzungen, die teils ambulant in einem Krankenhaus behandelt werden mussten. Die mutmaßlichen Täter flüchteten. Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin übernahm die Ermittlungen.

     
  • 07.06.2018, Antisemitischer Monolog in einer Pizzeria

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Einen antisemitischen Monolog hielt ein älterer Gast einer Pizzeria in Marzahn-Hellersdorf. Erst als er die deutliche Missbilligung eines weiteren Gastes bemerkte, beendete er seine Ausfälle und verließ wortlos das Lokal. Der Mann hatte gegen 22:30 das Lokal betreten und sich an den Tresen gestellt. Dort begann er nach einer freundlichen Begrüßung der Mitarbeiter unvermittelt, über Politik und Arbeitnehmer_innenrechte zu monologisieren. Schnell begann er, antiamerikanische Stereotype zu äußern und bezeichnete die USA u.a. als „Mörderstaat“. Die USA, gegen deren Truppenstationierungen in Deutschland er sich ebenfalls wandte, seien zum vom „Geldjudentum“ kontrolliert. Dieses würde auch die us-amerikanischen Kriege finanzieren. Der Mann redete zudem von „Verbrecherjuden“ und „Scheißjuden“. Die Mitarbeiter der Pizzeria erwiderten auf die Auslassungen des Mannes nichts, es war ihnen jedoch sichtbar unangenehm. Als der Blick des Mannes auf die ebenfalls als Gast anwesende meldende Person fiel, machte diese ihm durch ihre Mimik ihre Missbilligung sehr deutlich. Der Mann registrierte dies offenbar und verließ daraufhin die Pizzeria.

     
  • 07.06.2018, Antisemitischer Monolog in einer Pizzeria

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Einen antisemitischen Monolog hielt ein älterer Gast einer Pizzeria in Marzahn-Hellersdorf. Erst als er die deutliche Missbilligung eines weiteren Gastes bemerkte, beendete er seine Ausfälle und verließ wortlos das Lokal. Der Mann hatte gegen 22:30 das Lokal betreten und sich an den Tresen gestellt. Dort begann er nach einer freundlichen Begrüßung der Mitarbeiter unvermittelt, über Politik und Arbeitnehmer*innenrechte zu monologisieren. Schnell begann er, antiamerikanische Stereotype zu äußern und bezeichnete die USA u.a. als „Mörderstaat“. Die USA, gegen deren Truppenstationierungen in Deutschland er sich ebenfalls wandte, seien zum vom „Geldjudentum“ kontrolliert. Dieses würde auch die us-amerikanischen Kriege finanzieren. Der Mann redete zudem von „Verbrecherjuden“ und „Scheißjuden“. Die Mitarbeiter der Pizzeria erwiderten auf die Auslassungen des Mannes nichts, es war ihnen jedoch sichtbar unangenehm. Als der Blick des Mannes auf die ebenfalls als Gast anwesende meldende Person fiel, machte diese ihm durch ihre Mimik ihre Missbilligung sehr deutlich. Der Mann registrierte dies offenbar und verließ daraufhin die Pizzeria.

     
  • 08.06.2018, Erneut antizionistische Schmierereien an Haltestelle

    Sachsen

    (Leipzig)

    Quelle:
    chronik.LE

    Unbekannte beschmierten einen Ticketautomaten an der Haltestelle Adler in Plagwitz mit antizionistischen Tags.

     
  • 08.06.2018, Antisemitische Karikatur im Schaufenster

    Sachsen

    (Löbau)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Im Schaufenster eines Geschäftes im Zentrum von Löbau wurde der Aushang einer antisemitischen und rassistischen Karikatur entdeckt. Neben der Karikatur hingen zwei weitere Zettel, deren Inhalte auf das Reichsbürgerspektrum deuten. Der Aushang zeigt die antisemitische Karikatur eines Juden mit wulstigen Lippen, langer Nase und abstehenden Ohren. Er drückt eine ängstlich blickende weiße Frau und einen rassistisch dargestellten, auf die Frau lüstern schauenden schwarzen Mann zusammen, während er dabei diabolisch grinst. Über dem Bild steht „Danke Merkel“, als Quelle wird untenstehend "www.Karikatur-Satiere..." [sic] angegeben. Neben der antisemitischen Judendarstellung, auf deren Stirn auch ein Davidstern prangt, fliegen Ratten. Die Zeichnung nimmt den in rechtsextremen und rechtspopulistischen Milieus verbreiteten Verschwörungsmythos auf, wonach Einwanderung von der jüdischen Weltverschwörung gesteuert werde, um die Bevölkerung Deutschlands auszutauschen oder eine neue Bevölkerung „heranzuzüchten“. Auf den daneben hängenden Zetteln wird auf das Buch "Geheimsache Staatsangehörigkeit" hingewiesen, verbunden mit einem Amazon-Link zum Bestellen des Buches. Im dazu abgedruckten Text wird behauptet, Staatsbürgerrechte nur mit einem Staatsangehörigkeitsausweis zu haben. Dieser Staatsangehörigkeitsausweis wird auf einem weiteren Aushang erläutert. In der Reichsbürgerszene ist der Staatsangehörigkeitsausweis ein häufig beantragtes Dokument, da er anders als die Ausweispapiere der von Reichsbürger*innen nicht anerkannten Bundesrepublik auf ein Gesetz aus dem Deutschen Reichen zurückgeht. Als der Zettel entdeckt wurde, war der Laden bereits geschlossen. Es wurde jedoch Anzeige bei der Polizei gestellt.

     
  • 09.06.2018, Mehrere Grabsteine des jüdischen Friedhofs umgeworfen

    Baden-Württemberg

    (Hechingen)

    Quelle:
    Schwarzwälder Bote

    Vermutlich in der Nacht auf Samstag haben bislang unbekannte Täter mehrere Grabsteine des jüdischen Friedhofs umgeworfen. Einen davon warfen sie über die Friedhofsmauer, die dabei ebenso beschädigt wurde.

     
  • 09.06.2018, Antizionistischer Al-Qudstag-Marsch mit über 1.000 Teilnehmenden

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    JFDA

    Am Qudstag-Marsch vom Adenauerplatz bis zum Wittenbergplatz in Berlin, der unter dem Motto „Für ein freies Palästina und ein gleichberechtigtes Zusammenleben aller Religionsgemeinschaften!“ stattfand, nahmen nach eigenen Zählungen ca. 1200 Personen teil. Der Qudstag ist ein Kampftag des Regimes der Islamischen Republik Iran und zielt auf die Vernichtung Israels ab. Die Teilnehmenden-Zahl verdoppelte sich im Vergleich zum Vorjahr beinahe (650) und erreichte erstmals das Niveau von 2014, als es vor dem Hintergrund der militärischen Auseinandersetzung zwischen Israel und islamistischen Terrororganisationen im Gaza-Streifen zu einem zusätzlichen Mobilisierungseffekt kam. Bekannt sind organisierte Anfahrten mit Bussen aus Hamburg, von wo aus 150 Personen anreisten, Köln, Hannover, Bochum (über Dortmund), Kassel, Münster, Bottrop und Delmenhorst. Die gestiegene Teilnehmendenzahl kann mit der religiösen Ansprache mehrerer schiitischer Geistlicher erklärt werden. Durch die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Berlin (RIAS), das Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus e.V. (JFDA) und Research and Documentation (Re Doc) wurde eine ausführliche Dokumentation erstellt.

     
  • 12.06.2018, Antisemitisches Graffiti in Connewitz

    Sachsen

    (Leipzig)

    Quelle:
    chronik.LE

    In der Hammerstraße in Connewitz wurde in roter Farbe ein Davidstern angebracht, dessen Ecken mit weiterführenden Haken versehen waren, sodass sich Hakenkreuze in der Symbolik erkennen ließen. In diesem Sinne wurde dort eine vermeintliche Gleichsetzung des Zionismus mit dem Nationalsozialismus vorgenommen.

     
  • 12.06.2018, Judenfeindliche Beschriftung am Holländischen Platz

    Auf einer Werbefläche am Holländischen Platz prangte der Schriftzug "VERRECK DU Juden-V***" (Unkenntlichmachung).

     
  • 14.06.2018, Jude aus Auto heraus antisemitisch beschimpft

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    Jüdische Allgemeine

    Ein 39-jähriger Jude ist in Berlin-Wilmersdorf antisemitisch beschimpft worden. Wie die Polizei mitteilte, war der Mann äußerlich als Jude erkennbar, er trug eine Kippa. Der Berliner war zu Fuß in der Rudolstädter Straße unterwegs, als er aus einem vorbeifahrenden Auto heraus von einem Mann judenfeindlich beleidigt wurde. Der Täter saß auf der Rücksitzbank des Autos, auf dem Beifahrersitz saß ebenfalls ein Mann. Anschließend sei der Wagen weitergefahren.

     
  • 14.06.2018, Antisemitisch von Auto heraus beschimpft

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    Jüdische Allgemeine

    Ein 39-jähriger Jude ist in Berlin-Wilmersdorf antisemitisch beschimpft worden. Der Mann war laut Polizei äußerlich als Jude erkennbar, er trug eine Kippa. Der Berliner war zu Fuß in der Rudolstädter Straße unterwegs, als er aus einem vorbeifahrenden Auto heraus von einem Mann judenfeindlich beleidigt wurde. Der Täter saß auf der Rücksitzbank des Autos, auf dem Beifahrersitz saß ebenfalls ein Mann. Anschließend sei der Wagen weitergefahren.

     
  • 18.06.2018, Antisemitische Beschimpfungen in einer Waschanlage

    Bayern

    (München)

    Quelle:
    aida-Archiv

    Ein 64-jähriger Mann aus Berlin und sein 26 Jahre alter Sohn fuhren morgens mit dem Auto in eine Waschanlage in der Maria-Probst-Straße – beide Männer trugen offen sichtbar eine Kippa. Weil er mit der Reinigung seines Wagens unzufrieden war, meldete sich der 64-Jährige bei einem 39-jährigen Angestellten der Waschstraße. Der Angestellte verhielt sich laut Polizei erst desinteressiert und beschimpfte den Berliner dann massiv antisemitisch: "Verfluchter Jude! Nimm das Zeug und putze selbst! Du kannst dich ficken! Juden sind in Bayern nicht erwünscht!" Schließlich verwies der Angestellte den 64-Jährigen noch des Geländes. Der Mitarbeiter der Waschstraße beleidigte schließlich auch noch den 26-Jährigen antisemitisch.

     
  • 18.06.2018, Antisemitische Schmierereien an U-Bahnhof

    Hamburg

    (Hamburg)

    Quelle:
    aida-Archiv

    Auf den Bahnsteigen des U-Bahnhofs Hallerstraße waren insgesamt vier antisemitische Vernichtungsdrohungen geschmiert worden. An verschiedenen Stellen des Bahnhofes war die Aufschrift „Sau Jude ins Gas“ zu lesen. Unter einem Schriftzug war dieser Drohung „[Unleserlich] AFD Power“ hinzugefügt worden. Die Schmierereien waren bereits übermalt und unkenntlich gemacht worden, zum Teil wurde mit roter Farbe ein Davidstern über die Schrift gemalt. Die meldende Person meldete die Schmierereien der Hochbahnwache, die sie entfernen ließ.

     
  • 24.06.2018, Innerhalb dreier Tage aus antisemitischer Motivation attackiert

    Nordrhein-Westfalen

    (Dortmund)

    Quelle:
    Watson

    Innerhalb weniger Tage haben Neonazis einen 26-jährigen Juden attackiert: Nachdem er am 24. Juni von drei polizeibekannten Neonazis antisemitisch beleidigt wurde und einen Faustschlag gegen seinen Kopf abwehren konnte, wurde er kurz später erneut beleidigt und bedroht. Zudem habe ein Unbekannter ein Feuerzeug nach ihm geworfen. Bereits am 21. Juni wurde er nach einer extrem rechten Demonstration für die Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck von dem Neonazi antisemitisch beleidigt und zur Seite gestoßen.

     
  • 24.06.2018, Antisemitische Beschimpfungen und Bedrohungen

    Nordrhein-Westfalen

    (Dortmund)

    Quelle:
    Die Welt

    Drei polizeibekannte Rechtsextreme haben in Dortmund einen 26-jährigen Juden antisemitisch beschimpft und bedroht. Sie hätten ihn bei einem zufälligen Aufeinandertreffen auf einer Straße angegangen und beleidigt, teilte die Polizei mit. Dabei habe ein Täter auch in Richtung des Kopfs des Manns geschlagen, was dieser allerdings abwehren konnte. Das Opfer blieb unverletzt.

     
  • 24.06.2018, Hitlergruß und antisemitische Schmähungen vor Geflüchtetenunterkunft

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    Register Berlin

    Am Abend zeigte ein Mann den sogenannten Hitlergruß. Gegen 19.10 Uhr befuhren Polizisten die Carola-Neher-Straße, als sich ein Mann an der Einmündung Etkar-Andre-Straße in ihre Richtung wandte, stehen blieb und ihnen mit seinem rechten Arm mehrfach den sogenannten Hitlergruß entgegenstreckte. Die Besatzung des Einsatzwagens stoppte, ging zu dem Mann und forderte ihn auf, seine Personalien bekanntzugeben. Da der offensichtlich Betrunkene nicht darauf reagierte, durchsuchten ihn die Polizeibeamten nach Ausweispapieren. Als er sich der Durchsuchung widersetzte, brachten sie ihn zu Boden und fesselten ihn. Hierbei rief er wiederholt antisemitische Schmähungen aus. Die Einsatzkräfte brachten ihn im Anschluss in eine Gefangenensammelstelle. Eine dort durchgeführte Atemalkoholmessung ergab einen Wert von ungefähr zwei Promille. Nach der Durchführung einer erkennungsdienstlichen Behandlung und einer Blutentnahme wurde der 58-Jährige wieder entlassen. Er muss sich nun wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und Volksverhetzung verantworten. Die Ermittlungen hierzu führt der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt.

     
  • 26.06.2018, Jüdischer Neuntklässler von Mitschülern über Monate gemobbt

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    Berliner Zeitung

    An der renommierten John-F.-Kennedy-Schule in Zehlendorf ist ein jüdischer Schüler über Monate antisemitisch beleidigt und gemobbt worden. Nach Informationen der Berliner Zeitung haben mehrere Mitschüler den jüdischen Neuntklässler immer wieder drangsaliert – auch auf dem Hin- und Rückweg von der Schule. So soll ein Mitschüler ihm kalten Zigarettenrauch ins Gesicht geblasen haben und dabei dem jüdischen Schüler bedrohlich gesagt haben, er solle an seine vergasten Vorfahren denken. Bei einer anderen Gelegenheit sollen ihn Mitschüler mit Zetteln tyrannisiert haben, auf denen Hakenkreuze aufgemalt waren. Konflikte gab es offenbar auch mit einer anderen, ebenfalls jüdischen Mitschülerin.

     
  • 26.06.2018, Antisemitisches Mobbing an Schule

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    Berliner Zeitung

    An der renommierten John-F.-Kennedy-Schule in Zehlendorf ist ein jüdischer Schüler über Monate antisemitisch beleidigt und gemobbt worden. Mehrere Mitschüler haben den jüdischen Neuntklässler immer wieder drangsaliert – auch auf dem Hin- und Rückweg von der Schule. So soll ein Mitschüler ihm kalten Zigarettenrauch ins Gesicht geblasen haben und dabei dem jüdischen Schüler bedrohlich gesagt haben, er solle an seine vergasten Vorfahren denken. Bei einer anderen Gelegenheit sollen ihn Mitschüler mit Zetteln tyrannisiert haben, auf denen Hakenkreuze aufgemalt waren. Konflikte gab es offenbar auch mit einer anderen, ebenfalls jüdischen Mitschülerin.

     
  • 26.06.2018, Israeli in S-Bahn angepöbelt und bespuckt

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Ein Israeli wurde aus einer Gruppe von Männern heraus bedrohlich nach seiner Herkunft befragt und dann bespuckt. Der Betroffene war in der Nacht alleine mit der S-Bahn unterwegs. Eine Gruppe von Männern setzte sich in einen benachbarten Vierersitz. Außer der Gruppe und den Männern befand sich niemand in dem S-Bahn Wagen. Die Männer unterhielten sich laut, der Betroffene schenkte dem Gespräch jedoch zunächst keine Beachtung. Die Gruppe kam schließlich auf Gaza zu sprechen, der Betroffene wurde hellhörig und schaute auf. Dies wurde von einem der Männer aus der Gruppe bemerkt. Er stand auf, setzte sich zu dem Betroffenen und fragte diesen, woher er denn käme. Der Betroffene beantwortete die Frage nicht. Der Mann ließ jedoch nicht locker, fragte weiter und präzisierte seine Frage schließlich: Ob er Israeli sei? Er solle sich keine Sorgen machen, auch wenn er Israeli sei, würde er ihm nichts tun. Der Betroffene gab daraufhin an, tatsächlich Israeli zu sein. Da wandte sich ein anderer Mann aus der Gruppe ihm zu und spuckte drei Mal in die Richtung dessen Betroffenen. Der Zug fuhr mittlerweile im S-Bahnhof Tempelhof ein und die Gruppe verließ die S-Bahn.

     
  • 27.06.2018, Antisemitische Beleidigung nach Vorrundenaus

    Hessen

    (Wiesbaden)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Ein jüdischer Mann, der aufgrund einer Davidsternkette und eines Israelbuttons als solcher zu erkennen war, wurde nach dem WM-Vorrundenspiel zwischen Deutschland und Südkorea in der Wiesbadener Innenstadt von einer Gruppe Deutschlandfans antisemitisch beleidigt und bedroht. Der Betroffene war zu Fuß in der Wiesbadener Innenstadt unterwegs, als ihn eine Gruppe von fünf Deutschlandfans ansprach. Einer der fünf fragte den Betroffenen zunächst, ob er Jude sei, was dieser bejahte. Daraufhin umringten ihn die Männer, und begannen auf ihn einzubrüllen: Ob er „Judensau“ nun, wo Deutschland ausgeschieden sei, zufrieden wäre? Sie fügten hinzu, die „Juden von der FIFA“ würden ja die WM kontrollieren. Schließlich holten Sie ein Feuerzeug hervor, zeigten dies demonstrativ dem Betroffenen und meinten, dieses müsse dem Betroffenen ja bekannt vorkommen. Der Betroffene hatte die Gruppe zu unterbrechen versucht, indem er entgegnete, für solchen „antisemitischen Scheiß“ habe er jetzt keine Zeit, er müsse noch etwas erledigen. Schließlich zogen die Männer weiter. Von mehreren Passant*innen gab es auf die bedrohliche antisemitische Konfrontation keine Reaktion. Lediglich eine Frau reagierte und zeigte sich dem Betroffenen gegenüber solidarisch: Sie sprach ihn an und sagte, er solle diese Idioten einfach ignorieren.

     
  • 30.06.2018, Geschichtsrevisionistische und antisemitische Kundgebung

    Bayern

    (Nürnberg)

    Quelle:
    Endstation Rechts

    Die extrem Rechten Axel Schlimper und Angela Schaller organisierten eine geschichtsrevisionistische, antisemitische Kundgebung, um für die Abschaffung des Paragraphen 130 und für die Freilassung der verurteilter Holocausleugner*innen wie Ursula Haverbeck, Horst Mahler und Gerd Ittner zu demonstrieren. Während der Veranstaltung kam es zu zahlreichen offen antisemitischen Bemerkungen, zum Beispiel durch die Antisemiten Henry Hafenmeyer und Alfred Schaefer, wobei die Polizei nicht eingriff.

     
  • 01.07.2018, AfD-Gruppe stört Gedenkstätten-Besuch

    Brandenburg

    (Oranienburg)

    Quelle:
    Tagesspiegel

    Unter den 17 Teilnehmenden einer AfD-Gruppe aus dem Wahlkreis von deren Fraktionschefin Alice Weidel, die im Juli die KZ-Gedenkstätte Sachsenhausen besucht haben, befanden sich fünf bis sechs Personen, die die Führung nach Angaben des Gedenkstätten-Sprechers „permanent unterbrachen und störten“. Dabei seien „manifest rechte und geschichtsrevisionistische Einstellungen und Argumentationsstrategien erkennbar“ geworden, „wobei justiziable Aussagen offenkundig bewusst vermieden wurden“.

     
  • 06.07.2018, Antisemitisch motivierte Faustschläge

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    Jüdische Allgemeine

    Nachdem ein syrischer Jude in der Nähe des S-Bahnhofs Hackescher Markt eine größere Gruppe an Männern und Frauen nach Feuer gefragt hat und sie die Kette mit seinem gut sichtbaren Magen David sahen, wurde er von Landsleuten zusammengeschlagen. Das 25-jährige Opfer hat laut Polizeiangaben mehrere Faustschläge ins Gesicht bekommen und wurde nach einem missglückten Fluchtversuch am Boden liegend von der Gruppe geschlagen und getreten. Erst als Passanten dem Mann zur Hilfe eilten, hätten die Angreifer aufgehört und seien geflüchtet. Die alarmierte Polizei nahm nach eigenen Angaben noch in der Nähe drei Frauen im Alter von 15 und 21 Jahren und sieben Männer im Alter von 17 bis 25 Jahren fest und brachte sie in eine Sammelstelle für Gefangene. Der Mann erlitt Platzwunden, die in einem Krankenhaus behandelt werden mussten.

     
  • 09.07.2018, Bedrohung im Fitnessstudio

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Als ein Studiobesucher den Davidstern-Anhänger und das Krav Maga T-Shirt eines Mannes bemerkte, fühlte er sich hiervon so provoziert, dass er dem Träger Schläge androhte. Der Betroffene zog sich im Umkleideraum des Fitnessstudios um, als er bereits bemerkte, dass ein Mann auffällig auf seine Kette mit Davidstern-Anhänger blickte. Der Betroffene zog dann ein T-Shirt an, auf dem eine hebräische Krav Maga – Aufschrift zu lesen war. Bei Krav Maga handelt es sich um eine israelische Kampfsportart. Da sprach der Mann den Betroffenen an und fragte aggressiv, ob er ihn provozieren wolle. Der Betroffene verstand die Frage zunächst nicht. Der Mann meinte daraufhin, politische Symbole hätten beim Sport nichts zu suchen. Der Betroffene entgegnete, dass es sich weder bei einem Davidstern noch bei einem Krav Maga T-Shirt um politische Embleme handele. Daraufhin baute sich der Mann mit freiem Oberkörper bedrohlich vor dem Betroffenen auf. Er sagte, er sei Palästinenser und fühle sich durch die Symbole provoziert, er könne das gerne direkt mit dem Betroffenen „ausdiskutieren“. Der Betroffene entgegnete, es sei das Problem des Mannes, wenn ihn ein Davidstern und ein Krav Maga T-Shirt provozieren und verließ den Umkleideraum, um zu trainieren. Er informierte jedoch auch einen Mitarbeiter des Studios. Dieser begab sich sofort in den Umkleideraum, traf den Mann dort aber nicht mehr an. Der Betroffene wurde gebeten, bei ähnlichen Situationen in der Zukunft, wieder die Mitarbeiter des Studios hinzuzurufen, da derartiges im Studio nicht geduldet werde.

     
  • 09.07.2018, Sachbeschädigung wegen Israelfahne

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Eine jüdische Familie hatte anlässlich der Fußball-WM mehrere Fahnen am Balkon ihrer Wohnung befestigt – auch eine israelische. Am 9. Juli wurden daraufhin mehrere Kinderwägen, die sich im Hausflur des Mehrfamilienhauses befanden, beschädigt. Neben der Israelfahne hatte die Familie auch die Flaggen Islands und der Schweiz auf den Balkon ihrer Wohnung im Wedding gehängt. Als die Betroffenen am 9.7. nach Hause kamen, fanden sie den eigenen und mehrere andere im Hausflur stehende Kinderwägen beschädigt vor. Unter anderem war die Regenhülle und das Dach des Kinderwagens der Familie aufgeschnitten worden, in anderen Kinderwägen lag Müll. Die Betroffenen sprachen daraufhin den Betreiber des sich im Haus befindlichen Kiosk an, ob er etwas bemerkt hätte. Der Mann sagte, eine Gruppe junger Männer sei an dem Tag zu ihm gekommen und habe gefragt, wem der Balkon mit der israelischen Flagge gehöre. Der Kioskbetreiber habe darauf nicht geantwortet. Daraufhin sagten die Männer: „So etwas darf hier nicht hängen.“ Die Sachbeschädigung wurde bei der Polizei angezeigt.

     
  • 12.07.2018, Antisemitische Bedrohung und Beleidigung im Nahverkehrszug

    Niedersachsen

    (Peine)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Mehrere Jugendliche beleidigten und bedrohten einen jungen Mann, der in einem Regionalzug in ihrer Nähe saß, antisemitisch. Sie hatten ihn aufgrund seiner Kopfbedeckung für einen Juden gehalten. Der Betroffene saß alleine in einer Vierer-Sitzgruppe, als sich eine Gruppe offenbar alkoholisierter Jugendlicher auf den benachbarten Vierersitz setzte. Die Jugendlichen hatten eine mobile Lautsprecherbox dabei, aus der Musik des Rappers „Kollegah“ zu hören war. „Kollegah“ stand zuletzt wegen antisemitischer Textzeilen in der öffentlichen Kritik. Der Betroffene trug an dem Tag eine schwarze, runde Baumwollmütze. Diese hielt einer der Jugendlichen offenbar für eine Kippa, denn er fragte nach einigen Minuten den Betroffenen, ob er Jude sei oder warum er sonst mit einer Kippa herumlaufe. Der Betroffene verneinte die Frage, doch der Jugendliche ließ nicht locker und wurde noch aggressiver. Ob der Betroffene jüdisch sei, er habe ja ein „jüdisches Aussehen“. Was das denn sei, entgegnete der betroffene junge Mann daraufhin. Dies sei offensichtlich, wurde ihm erwidert, Juden hätten viel Geld und könnten sich also auch teure Klamotten leisten. Die Gruppe quittierte das mit zustimmendem Gejohle. Ein anderer Jugendlicher aus der Gruppe fragte daraufhin, was die Eltern des Betroffenen beruflich machen würden und ließ sich von der Frage auch nicht abbringen. Als der Betroffene darauf jedoch keine Auskunft gab, meinte der Jugendliche, dass die Juden „immer schon sehr verschwiegen gewesen sind“. Nun kippte das Gespräch endgültig ins Aggressive: Der Jugendliche, der den Betroffenen zuerst angesprochen hatte, bedrohte diesen nun: „Juden wie Dich dulden wir hier nicht, also pass besser auf was Du sagst. Wann hast Du eigentlich das letzte Mal gefickt? Hast Du eine Freundin? Ich wette Du bist noch Jungfrau, das kann ich aber auch verstehen. Niemand möchte sich schließlich von einer dreckigen Judensau wie Dir ficken lassen.“ Der Zug fuhr daraufhin in den Zielbahnhof des Betroffenen ein, er stand auf und verließ den Wagen. Aus der Gruppe heraus wurde ihm nachgerufen, er solle auf sich aufpassen, das nächste Mal würde er nicht so viel Glück haben. Die Zeit für die Juden sei längst gezählt.

     
  • 12.07.2018, Israelboykott-Aufkleber entdeckt

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    Register Berlin

    Am Haupteingang des Hauptgebäudes der TU Berlin wurden mehrfach Aufkleber der Gruppe "Boykott, Desinvestition, Sanktionen" (BDS Berlin) gefunden. Darauf war "Boycott - Apartheit - made in Israel" zu lesen.

     
  • 12.07.2018, Antisemitische Beleidigung, Volksverhetzung und Körperverletzung

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    Register Berlin

    Zwei 48 und 49 Jahre alte Männer betraten gegen 23 Uhr ein Lokal in der Reinickendorfer Straße und beleidigten dort sofort anwesende Gäste, sowie eine 56-jährige Angestellte antisemitisch und volksverhetzend. Als beide die Lokalität wieder verließen, bemerkte ein 31 Jahre alter Mann, wie die Beiden zwei weitere Frauen belästigten und versuchte, schlichtend einzugreifen. Daraufhin stieß ihm der 49-Jährige das Knie ins Gesicht, wobei der Schlichter glücklicherweise nur leichte Verletzungen davon trug. Alarmierte Beamte nahmen die beiden Männer in der Nähe vorläufig fest. Die Polizei leitete mehrere Strafverfahren gegen die beiden Täter ein - wegen Beleidigung, Volksverhetzung und Körperverletzung.

     
  • 13.07.2018, 17-Jähriger von zehnköpfiger Gruppe angegriffen

    Nordrhein-Westfalen

    (Düsseldorf)

    Quelle:
    Focus

    Ein 17-Jähriger hielt nachts in der Düsseldorfer Altstadt in Höhe der Neustraße auf der Straße auf. Hier befand sich auch eine etwa zehnköpfige Gruppe junger Männer. Aus dieser Gruppe heraus wurde der Jugendliche, der einen Anstecker mit israelischer Flagge und eine Kippa trug, beleidigt. Des Weiteren rempelte ihn einer der Männer derart an, sodass der 17-Jährige kurzzeitig Schmerzen hatte. Etwa eine Stunde später sprach der Jugendliche eine Streife an und berichtete den Beamten von dem Vorfall, die wiederum sofort eine Anzeige fertigten.

     
  • 16.07.2018, Antisemitisches Graffiti an Badestelle

    Baden-Württemberg

    (Hartheim)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Auf einem Pfeiler einer Rheinbrücke, die direkt an einer beliebten Badestelle gelegen ist, wurden im Baden-Württembergischen Hartheim mehrere antisemitische Schmierereien entdeckt. So hieß es an einer Stelle: „Hasse diese Juden Masse Mörder“ [sic]. Auf einem anderen Pfeiler war zu lesen „Europa Blut an Jude Hände“. Die meldenden Personen versuchten vergeblich, die Schrift zu entfernen.

     
  • 21.07.2018, Kirche mit antisemitischen Inhalten besprüht

    Thüringen

    (Ilmenau)

    Quelle:
    MOBIT

    Die Eingangstür und eine Wand der Jakobuskirche wurde mit antisemitischen Inhalten besprüht.

     
  • 21.07.2018, Antisemitische Vernichtungsdrohung wegen Davidstern-Fähnchen

    Sachsen

    (Leipzig)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Ein Mann, der ein Regenbogen-Fähnchen mit Davidstern an seinem Rucksack trug, wurde beim Betreten der Albertina Bibliothek in Leipzig von einer Person antisemitisch angegangen. Der Betroffene war Teilnehmer der Demonstration zum Christopher Street Days (CSD) und bekam dort von Freunden eine Regenbogen-Papierfahne, auf der ein Davidstern zu sehen war. Er befestigte sich das Fähnchen an seinem Rucksack. Als der Demonstrationszug in der Nähe der Universitätsbibliothek Albertina vorbeizog, beschloss der Betroffene, die dortige Toilette aufzusuchen. Auf dem Weg zum Eingang der Bibliothek stellte sich ein älterer Mann unvermittelt dem Betroffenen in den Weg und sagte zu ihm: „Ab ins Gaslager!“ Der Betroffene wich dem Mann aus, entgegnete etwas abweisendes und lief zügig weiter. Auf seinem Rückweg zur Demonstration konnte der Betroffene den Mann nicht mehr entdecken.

     
  • 22.07.2018, Mann rief laufhalt antisemitische Schmähungen

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    Register Berlin

    In der Schlesischen Straße in Kreuzberg nahm die Polizei nachmittags einen Mann fest, nachdem Zeug*innen einen Mann beobachteten, der lauthals antisemitische Schmähungen rief und dazu den Hitlergruß gezeigt haben soll. Die eingetroffenen Beamt*innen nahmen den 27-jährigen Alkoholisierten fest. Eine Atemalkoholprüfung ergab einen Wert von ungefähr 1,9 Promille. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen kam er wieder auf freien Fuß. Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt ermittelt.

     
  • 24.07.2018, Antisemitische Parolen gerufen und Frau verletzt

    Hamburg

    (Hamburg)

    Quelle:
    Die Welt

    Ein 61 Jahre alter Mann hat in Hamburg eine Frau in einem Linienbus verletzt. Er soll die Frau mit einem Messer verletzt haben, wie eine Sprecherin der Polizei mitteilte. Der alkoholisierte 61-Jährige soll antisemitische Parolen gerufen haben, bevor er die Frau unvermittelt attackierte.

     
  • 26.07.2018, Antisemitische Gesprächsinhalte

    Antisemitische Gesprächsinhalte wurden im Nordstadtpark aus einer Gruppe heraus laut. Auf der im Sommer gut besuchten Liegewiese unterhielten sich vier junge Erwachsene darüber, dass es „geil“ sei, Steine auf Juden zu schmeißen. Die antisemitische Verständigung innerhalb der Gruppe war auch für andere Besucher des Parks gut vernehmbar.

     
  • 29.07.2018, Antisemitische Unterhaltung

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    Register Berlin

    Drei Männer saßen vor einem Café in der Wilhelminenhofstraße und unterhielten sich lautstark über die "scheiß Juden", wovon sie mehrfach sprachen, und lehnten zudem wiederholt das Existenzrecht Israels ab.

     
  • 31.07.2018, Großflächiges antisemitisches Graffiti

    Bayern

    (München)

    Quelle:
    aida-Archiv

    In der Zeit vor dem 31. Juli 2018 hinterließen Unbekannte ein großflächiges antisemitisches und antimuslimisches Graffiti an einem Toilettenhäuschen am Feldmochinger See. Auf den ersten Blick erinnerte die Schmiererei, eine weiße und Mondsichel und ein Stern auf rotem Hintergrund, an eine türkische Flagge. An Stelle des normalen, fünfzackigen Sterns hatten die Unbekannten jedoch einen Davidstern gesprüht. Darunter prangte der Slogan "Sind hier nicht erwünscht".

     
  • 06.08.2018, Antisemitisches Scratching

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    Register Berlin

    In die Scheibe einer Bushaltestelle Köpenicker Landstraße/Dammweg wurde ein Davidstern und in dessen Mitte "HH88" (Abkürzung für ein zweifaches "Heil Hitler") eingeritzt.

     
  • 07.08.2018, Rassistische und antisemitische Parolen geschrien

    Bayern

    (München)

    Quelle:
    aida-Archiv

    Ein 45-jähriger Münchner grölte auf dem Viktualienmarkt laut antisemitische und rassistische Parolen. Unter anderem schrie er, dass "Hitler schon alles richtig gemacht habe". Passant*innen alarmierten die Polizei, die den Alkoholisierten daraufhin festnahm, wegen Volksverhetzung anzeigte und des Platzes verwies.

     
  • 15.08.2018, Junge Frau von Jugendlichen antisemitisch beleidigt

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    Register Berlin

    Am Abend beleidigten unbekannte Jugendliche eine Frau in Kreuzberg antisemitisch. Den Angaben der 57-Jährigen zufolge war sie gegen 21 Uhr auf einem Bolzplatz in der Böckhstraße zunächst mit den drei Jugendlichen in Streit geraten sein. In dessen Verlauf solle sie von ihnen antisemitisch beleidigt worden sein. Anschließend sei das Trio geflüchtet. Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt übernahm die Bearbeitung.

     
  • 17.08.2018, Jüdische Frau mit Kind antisemitisch beschimpft

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Eine jüdische Frau, die mit ihrem Kind in der Dänenstraße im Prenzlauer Berg unterwegs war, wurde von einem ihr entgegenkommenden Mann antisemitisch beschimpft. Die Frau war aufgrund ihrer Kleidung als jüdisch erkennbar. Sie lief gemeinsam mit ihrem Kind die Dänenstraße entlang, als ihr ein Mann entgegenkam. Der Mann trug eine Lederweste und diverse Accessoires, aufgrund derer die Betroffene den Mann dem Rocker-Milieu zuordnete. Als der Mann die Frau passierte, sagte er „Juden raus“ und ging weiter. Eine Frau, die mit ihrem Kind in der Nähe lief, reagierte auf den Vorfall nicht. Die Betroffene erstattete Anzeige bei der Polizei.

     
  • 17.08.2018, "Stolpersteine" besprüht und Neonazi-Parolen an Wänden

    Nordrhein-Westfalen

    (Moers)

    Quelle:
    Rheinische Post

    Unbekannte haben bereits zum dritten Mal in wenigen Monaten sog. "Stolpersteine" geschändet, die Ende Mai zum Gedenken an Opfer der Nationalsozialisten verlegt worden sind. Mehrere Stolpersteine sind mit schwarzer Farbe besprüht worden. Die Unbekannten haben zudem massiv Hauswände und Mauern in der Nachbarschaft mit Hakenkreuzen, Nazi-Parolen („Deutschland erwache“) und ausländerfeindlichen Sprüchen beschmiert. An einer Wand war „Combat 18“ zu lesen, dabei soll es sich um eine Neonazi-Gruppe handeln. Die Zahlen 1 und 8 stehen in einschlägigen Kreisen für die Buchstaben A und H, Adolf Hitler. Die Tatorte liegen im Bereich Filder-, Diergardt-, Garten- und Blumenstraße. Am städtischen Kindergarten Diergardtstraße prangte neben der Aufschrift „Ich will mein Land zurück“ ein Hakenkreuz, andernorts stand ein Hakenkeuz neben „Heimatliebe“-Schmierereien.

     
  • 18.08.2018, AfD-Anhänger setzt Kritik mit Judenverfolgung gleich

    Ein Sympathisant der AfD hat am Sonntag am Rande einer Demonstration in Wiesbaden Kritik an der AfD mit der nationalsozialistischen Judenverfolgung gleichgesetzt. Er zeigte ein Plakat mit der Aufschrift "Hetze in Deutschland", auf dem ein sogenannter "Gelber Stern" zu sehen war, der von den Nationalsozialsten als Zwangskennzeichen für Personen eingeführt wurde, die nach den Gesetzen der Nazis als Juden galten. Darunter standen die Jahreszahlen "1933-1945". Daneben war auf dem Plakat ein Logo der AfD zu sehen mit der Jahresangabe "2013-?". Eine derartige Gegenüberstellung wirkt wie eine Gleichsetzung und verharmlost die Verfolgungs- und Vernichtungspolitik der Nationalsozialisten. 

     
  • 21.08.2018, Denkmal für Leipziger Synagoge beschmiert

    Sachsen

    (Leipzig)

    Quelle:
    RAA Sachsen

    Unbekannte verunstalteten das Denkmal für die ehemalige Leipziger Synagoge mit einem Schriftzug. Das Denkmal an der Ecke Zentralstraße wurde 2001 errichtet, um an die Reichspogromnacht am 10. November 1938 zu erinnern. An der Stelle des Denkmals wurde in dieser Nacht die größte Synagoge Leipzigs von den Nazis in Brand gesteckt.

     
  • 22.08.2018, Synagogen-Denkmal beschmiert

    Sachsen

    (Leipzig)

    Quelle:
    chronik.LE

    Ein Unbekannter beschmierte das Synagogendenkmal in der Leipziger Gotsched/Zentralstraße mit einem Edding. Angebracht wurde ein 5 x 16 cm großer Schriftzug mit dem Inhalt "KZ-Thekla".

     
  • 24.08.2018, Mann mit Davidsternanhänger antisemitisch beleidigt

    Niedersachsen

    (Hannover)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Zwei Männer, von denen einer sichtbar eine Kette mit Davidsternanhänger trug, wurden in einem Straßencafé in Hannover antisemitisch angesprochen. Die beiden Betroffenen hatten in dem Café gesessen und sich unterhalten, als sich unvermittelt eine Frau mittleren Alters zu ihnen setzte. Sie fragte: „Wollt ihr auch helfen die NSA zu zerstören? Dann abfotografieren und teilen!“ Dazu hielt sie den beiden Männern einen braunen Briefumschlag vor die Nase, auf dem etwas in unleserlicher Schrift geschrieben war. Der Mann, der den Davidsternanhänger trug, lehnte ab, sagte, dass sie das nicht bräuchten und forderte die Frau auf, wieder zu gehen. Die Frau blickte daraufhin den Betroffenen an, bemerkte den Davidsternanhänger und sagte: „Ach, sie sind jüdischen Glaubens? Dann wundert es mich nicht, dass Sie das nicht brauchen.“ Während sie sich von den beiden Männern entfernte, nuschelte sie einiges vor sich hin, unter anderem sagte sie: „Typisch Juden. Ihr steckt doch auch dahinter.“

     
  • 25.08.2018, "Bomben auf Israel"-Rufe

    Bayern

    (München)

    Quelle:
    aida-Archiv

    Hausbewohner*innen in einem Mehrfamilienhaus im Stadtbezirksteil Johanneskirchen (Stadtbezirk Bogenhausen) verständigten die Polizei wegen rechter Gesänge und Parolen. Die eingesetzten Polizist*innen stellen vor Ort fest, dass aus einem geöffneten Fenster lautstarker Gesang mit Bezug zur NS-Zeit und antisemitische Parolen zu hören waren wie „Bomben auf Israel“ und „Heil Hitler!“.

     
  • 27.08.2018, Vermummter, antisemitisch motivierter Überfall auf jüdisches Restaurant

    Sachsen

    (Chemnitz)

    Quelle:
    Frankfurter Allgemeine Zeitung

    Während der rassistisch motivierten Proteste und Ausschreitungen im Kontext des tödlichen Messerangriffs von Chemnitz wurde am Abend das jüdische Restaurant „Schalom“ von etwa einem Dutzend in schwarz gekleideten Neonazis angegriffen. Im Restaurant fand zuvor ein Vortrag über die Arisierung jüdischer Unternehmen statt. Gegen 21.45 Uhr, als das Restaurant schon fast leer war, hatte der Besitzer Uwe Dziuballa draußen Geräusche gehört und war vor die Tür getreten. Dort sah er sich etwa einem Dutzend schwarz vermummten Gestalten mit Steinen und Eisenstange gegenüber, die gerufen hätten, "Judenschwein, verschwinde aus Deutschland". Dziuballa wurde durch einen Steinwurf an der Schulter verletzt. Kurz darauf traf die Polizei ein.

     
  • 29.08.2018, Schmierereien gegen Leipziger Fußballverein

    Sachsen

    (Leipzig)

    Quelle:
    chronik.LE

    An der Ecke Friesen-/Hans-Driesch-Strasse wurde ein an einem Stromkasten befindliches Graffiti von BSG Chemie Leipzig übermalt. Mit blau wurde der Schriftzug "LOK Anti-BSG" angebracht. Über einen vorher angebrachten BSG-Schriftzug wurde ein Davidstern gemalt. Am Cottaweg wurden ähnliche Graffiti angebracht. So wurde dort über einem Chemie-Logo ebenfalls ein Davidstern sowie der Schriftzug "JDN CHM" (für "Juden Chemie") geschmiert.

     
  • 31.08.2018, Plakat mit antisemitischer Verschwörungstheorie

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    Register Berlin

    Am U-Bahnhof Möckernbrücke wurde an einer Werbetafel eine komplexe antisemitische Zeichnung entdeckt. In der Zeichnung waren ein Hakenkreuz und ein Davidstern enthalten.

     
  • 04.09.2018, In Innenstadt antisemitische Propaganda verbreitet

    Sachsen

    (Leipzig)

    Quelle:
    chronik.LE

    Ein Mann stand in der Leipziger Innenstadt und verbreitete antisemitische Verschwörungstheorien. Dazu hing er sich Schilder und hielt weitere in die Höhe. Auf einem stand "Die Zionisten verbergen sich in dem Geheimdienst darum führen sie den Terror in die Welt", auf einem anderen war "die Zionisten verstecken sich in den Rechtsanwälten und sind schuld am Terror" zu lesen. Beide Schilder beschreiben Zionisten als eine einflussreiche Gruppe in unserer Gesellschaft, welche aber nicht offen zu Tage tritt, sich vielmehr gezielt versteckt.

     
  • 07.09.2018, Brutaler antisemitischer Angriff am frühen Morgen

    Hessen

    (Frankfurt)

    Quelle:
    tz

    Ein 20-jähriger Jude wurde am frühen Morgen um 4 Uhr in der Nähe der Hauptwache von zwei Männern angegriffen. Zunächst kam es zu einem freundlichen Gespräch nach einem Clubbesuch, das in die Frage mündete, welcher Landsmann er sei. Der Mann gab sich als „halber Israeli“ zu erkennen und bejahte die Frage, ob er Jude sei. Danach folgte die Attacke. Eine Polizeisprecherin sagte: "Aufgrund der Aussage des Opfers gehen wir von einer antisemitischen Attacke aus." Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung, der Betroffene kam unverletzt davon.

     
  • 08.09.2018, Jüdische Frau aus Kiosk geworfen

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Zu antisemitischen Beleidigungen und einem versuchten Angriff auf eine jüdische Frau kam es in einem Kiosk („Späti“) in Berlin-Neukölln. Der Späti-Verkäufer hatte zuvor den Davidstern-Schlüsselanhänger der Frau entdeckt. Die Betroffene hatte in der Nacht zum Samstag den Späti betreten, um sich ein Getränk zu kaufen. Beim Bezahlen am Tresen holte sie auch ihren Schlüssel aus der Tasche, an dem ein Davidsternanhänger hing. Daraufhin sagte der Verkäufer des Spätis unvermittelt zu ihr: „Verpiss Dich! Verpiss Dich!“ Die Betroffene war zunächst verwirrt, da sie die plötzliche Aggression des Mannes nicht verstand und auch nicht einordnen konnte. Schließlich rief der Verkäufer: „Verpiss Dich, Du Judenschlampe“. Er begann, die Frau mit Kronkorken und anderem Müll, der hinter dem Tresen lag, zu bewerfen. Die Betroffene entgegnete: „Lies mal ein Geschichtsbuch!“. Der Mann kam daraufhin hinter dem Tresen hervor und setzte der Frau nach, so dass sie regelrecht aus dem Späti fliehen musste. Der Mann bewarf sie weiterhin mit Müll, ging dann aber hinter seinen Tresen zurück. Draußen erfuhr die Betroffene Zuspruch von einigen Umstehenden. So wurde sie in einen benachbarten Späti eingeladen, wo sich einer der dort Arbeitenden mit ihr solidarisierte: "Wenn ich Bock auf so ne Scheiße hätte, würde ich zurück in die Türkei gehen".

     
  • 09.09.2018, Tafeln an Platz der Alten Synagoge beschädigt

    Baden-Württemberg

    (Freiburg)

    Quelle:
    Badische Zeitung

    Zwei von drei Tafeln, die auf dem Platz der Alten Synagoge zu einem respektvollen Umgang mit dem Erinnerungsbrunnen auffordern, sind am Wochenende beschädigt worden. An einem Schild ist der Abdruck einer Schuhsohle zu sehen, das andere ist verbogen und hat sich teilweise von seinem Rahmen gelöst. Mitarbeiter des Garten- und Tiefbauamtes schauten sich den Schaden an und reparierten ein Schild wieder. Irina Katz, Vorsitzende der Israelitischen Gemeinde in Freiburg, zeigte sich bedrückt, dass der Vorfall rund um das jüdische Neujahrsfest Rosch ha-Schana passierte und sprach von Vandalismus mit antisemitischem Hintergrund. Die Stadtverwaltung hatte zusätzlich zu den zwei provisorischen Infostelen, die am Synagogenbrunnen stehen, Ende August drei weitere Hinweistafeln aufgestellt. Auf den Tafeln ist ein Foto der 1938 von den Nazis zerstörten Synagoge und ein Davidstern zu sehen.

     
  • 11.09.2018, Jüdischer Friedhof geschändet

    Mecklenburg-Vorpommern

    (Boizenburg)

    Quelle:
    Neues Deutschland

    Unbekannte haben einen jüdischen Friedhof in Boizenburg (Kreis Ludwigslust-Parchim) geschändet. Die Täter sprühten nach Polizeiangaben ein Hakenkreuz auf die Haupttreppe einer Gedenkstätte auf dem Friedhof und beschmierten Mauern und Pfeiler. Der Vorfall ereignete sich in der Nacht auf den 12. September. Die Schmierereien in verschiedenen Farben wurden am von einem Mitarbeiter der Stadtverwaltung bemerkt und angezeigt. Um auf den verschlossenen Friedhof am Stadtpark zu kommen, hätten die Täter die Eisenstäbe des Zaunes auseinandergebogen. Die Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung und des Verdachts der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

     
  • 12.09.2018, Antisemitische Veranstaltung in Kreuzberg

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    JFDA (via Facebook)

    Etwa 150 Menschen haben an einer Veranstaltung mit der palästinensischen Aktivistin Manal Tamimi im „Jockel Biergarten“ in Berlin-Kreuzberg teilgenommen. Tamimi ist bekannt für ihre antisemitischen und den palästinensischen Terror verherrlichende Aussagen. Auf Twitter bezeichnete sie „Zionisten“ mehrfach in antisemitischer Tradition als „Vampire“ und schrieb Dinge wie: „Ich hasse Israel, ich hasse Zionismus, ich wünsche mir, dass bald eine dritte Intifada kommt und die Menschen sich erheben und all diese zionistischen Siedler töten, überall.“ Auch in ihrem Vortrag in Berlin verharmloste Tamimi terroristische Aktionen, schließlich sei „der wahre Terrorismus die israelische Besatzung“. An der Veranstaltung nahmen viele „propalästinensische“ Aktivisten aus Berlin teil, darunter Mitglieder der antisemitischen BDS-Kampagne oder der Gruppe „FOR Palestine“. Kader und Sympathisanten des stalinistisch-maoistischen „Jugendwiderstands“ agierten auf der Veranstaltung als informeller Sicherheitsdienst, der die Aufgabe hatte, mögliche Störer oder Gegendemonstranten in Schach zu halten. Als eine spontan angemeldete Versammlung mit etwa 25 Gegendemonstranten vor den Veranstaltungsort zog, machten sich sofort dutzende Personen von der Tamimi-Veranstaltung auf den Weg zu der Gegenkundgebung, wo sie die Teilnehmenden beleidigten, bedrohten und auf die andere Straßenseite drängten. Dabei fielen auch Parolen wie „Intifada bis zum Sozialismus“; eine Frau mit einem Kleinkind auf dem Arm warf eine benutzte Windel in Richtung der Gegendemo. Die Polizei, die zu diesem Zeitpunkt nur mit zwei Beamten dazu kam, zeigte sich sichtlich überfordert. Die Situation beruhigte sich erst, als nach einigen Minuten mehrere Streifenwagen zur Verstärkung eintrafen.

     
  • 12.09.2018, AfD-Abgeordneter teilt antisemitischen Facebook-Post

    Baden-Württemberg

    (Hechingen-Münsingen)

    Quelle:
    Schwäbische Zeitung

    Der baden-württembergische AfD-Landtagsabgeordnete Hans Peter Stauch teilte auf seinem Facebook-Profil ein antisemitisches Video mit dem Titel "Die Macht der Rothschilds". Nach Einschätzung von Michael Blume, Beauftragter der Landesregierung gegen Antisemitismus, verbreitet das Video eindeutig antisemitische Verschwörungstheorien über die jüdische Bankiersfamilie. Stauch betonte, er habe das Video nur kommentarlos geteilt und sich den Inhalt rechtlich nicht zu eigen gemacht. Zudem teilte er mit: "Ich habe mich zu keiner Zeit mit einer negativen, geschweige denn herabwürdigenden Aussage zu Israel oder zu jüdischen Mitbürgern geäußert."

     
  • 14.09.2018, Antisemitische Hasskommentare nach Satire-Video

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    Der Tagesspiegel

    Wegen eines Satire-Videos über die extrem rechten Proteste in Chemnitz bekam die Produktionsfirma von Schlecky Silberstein einen Hausbesuch von der AfD sowie antisemitische Morddrohungen im Netz. Nachdem die Berliner AfD bei Facebook und YouTube ein Video veröffentlicht hatte, das den AfD-Abgeordneten Christian Hansel beim Hausbesuch der Produktionsfirma inklusive Straßen- und Klingelschild zeigt, um "mit den Produzenten ins Gespräch zu kommen", wurden massiv antisemitische Hasskommentare darunter veröffentlicht. Schlecky Silberstein postete einen davon, in dem zum Mord an Juden, "die so Hetze betreiben", aufgerufen wird. Silberstein äußerte: "Ohne die Initiative von Bundes- und Berlin-AfD wäre uns diese Morddrohung aus dem Antisemitismus-Baukasten erspart geblieben." Der Landeschef der Berliner AfD, Georg Pazderski, kritisierte die Aktion von Silberstein als "ein von der Rundfunk-Zwangsabgabe finanziertes Hetz-Video". Dass man mit dem Filmen des Klingelschildes antisemitische Reaktionen habe auslösen wollen, sei "absurd". Weiter: "Antisemitische Kommentare in den sozialen Netzwerken entstammen entweder der Feder von Verblendeten oder sind gezielte Provokationen linker Trolle."

     
  • 19.09.2018, Offenbacher Rabbiner antisemitisch attackiert

    Hessen

    (Offenbach)

    Quelle:
    Hessenschau

    Rabbiner Mendel Gurewitz ist in Offenbach unweit der Synagoge von Jugendlichen antisemitisch beleidigt worden. Die alarmierte Polizei traf den Rabbiner und die Jugendlichen in der Nähe der Synagoge an und nahm die Personalien der Heranwachsenden auf. Als Täter verdächtigt werden sechs Jugendliche im Alter von 13 bis 16 Jahren. Es wird geprüft, ob die Jugendlichen schon einmal wegen ähnlicher Delikte aufgefallen sind. Denn erst im Juli war Gurewitz Opfer einer antisemitischen Verbalattacke geworden. Nach Aussagen des Rabbiners beschimpften sie ihn damals als "Scheiß Jude", auch der Spruch "Free Palestine" fiel "und irgendwas mit Gaza".

     
  • 21.09.2018, Antisemitische Sprays an Schule

    Sachsen-Anhalt

    (Weißenfels)

    Quelle:
    Simon Rau-Zentrum (via Facebook)

    Zwischen 21. und 23. September 2018 sprühten Unbekannte mehrfach antisemitische, pro-nationalsozialistische und rassistische Parolen mit schwarzer Farbe an Wände des Goethegymnasiums in Weißenfels.

     
  • 21.09.2018, Umstrittene Tagung mit mehreren BDS-Referent*innen

    Baden-Württemberg

    (Bad Boll)

    Quelle:
    taz

    Vom 21. bis 23. September fand in der Evangelischen Akademie Bad Boll die Tagung "Shrinking space im Israel-Palästina-Konflikt" statt, an der sich mehrere Referent*innen beteiligten, welche die antisemitische BDS-Kampagne unterstützen und/oder ihr nahestehen. Nachdem der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, die Absage der Konferenz forderte, äußerte der Direktor der Evangelischen Akademie, sie „identifiziere sich mitnichten mit der BDS-Kampagne“. Allerdings räumte er ein, dass einige der eingeladenen Referent*innen der BDS „sicherlich nahestehen“. An der Tagung beteiligte sich niemand mit einer dezidiert proisraelischen Position. Lediglich der Antisemitismusbeauftragte der baden-württembergischen Landesregierung, Michael Blume, begründete im Rahmen der Konferenz seine Ablehnung der Boykottkampagne.

     
  • 22.09.2018, Antisemitischer Angriff und Beschimpfungen im Fußballkontext

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Im Rahmen des Bundesligaspiels Hertha BSC gegen Borussia Mönchengladbach kam es zu einem antisemitischen Angriff und Beleidigungen durch Gladbacher Fans: Ein Hertha-Fan, der einen antifaschistischen Pullover trug, wurde zunächst antisemitisch beschimpft und dann geschlagen. Zuvor war es bereits am Bielefelder Hauptbahnhof zu einer antisemitischen Beleidigung gekommen. Der betroffene Hertha-Fan hatte das Olympiastadion einige Minuten vor Spielende verlassen. Er trug einen Kapuzenpulli mit der Aufschrift „Berliner Sportclub gegen Rechts“. Auf Höhe der S-Bahnbrücke in der Flatowallee kam ihm eine Gruppe von 10-15 Gladbach-Fans entgegen. Unvermittelt rempelte ihn eine Person aus der Gruppe an und rief: „Du Jude!“ Der Betroffene entgegnete daraufhin: „Das ist unerträglich! Das akzeptiere ich nicht!“ In diesem Moment wurde er von hinten so auf das Ohr und das Jochbein geschlagen, dass er seine Brille verlor. Der Betroffene konnte den Schlag einem Mann zuordnen, der einen Anglerhut trug, auf dem in Frakturschrift „Gladbach“ stand. Der Betroffene wurde von den beiden Männern der Gruppe, die ihn bereits davor angegangen waren, weiter angerempelt, als „Hurensohn“ beleidigt und bedroht: „Wir könnten Dir auch in die Fresse geben!“ Zudem wurde er leicht auf den Oberkörper geschlagen. Da von den zahlreichen Umstehenden niemand eingriff, suchte der Betroffene Schutz bei einem sich in der Nähe befindlichen Streifenwagen. Bereits am Morgen des 22. September war es in Bielefeld zu einem antisemitischen Vorfall durch Fans von Borussia Mönchengladbach gekommen: Der Fanzug nach Berlin wartete am Bahnsteig in Bielefeld einige Minuten auf die Weiterfahrt, als unvermittelt mehrere Fans durch ein geöffnetes Fenster eine wartende Person auf dem Bahnsteig mit „Ey, Du Judensau!“ anbrüllten. Der Betroffene reagierte daraufhin nicht. Aus der gleichen Personengruppe folgte dann eine weitere antisemitische Beleidigung: "Ey du Judenschwein! Wir kriegen euch!“ Der Betroffene zeigte daraufhin der Gruppe den Mittelfinger. Sich in der Nähe befindliches Bahnpersonal griff nicht ein.

     
  • 22.09.2018, Antisemitische Markierung im Wohnumfeld

    Sachsen

    (Leipzig)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Auf den Briefkasten einer jüdischen Familie in Leipzig wurde am 22. September ein Stickerausschnitt mit der Aufschrift „Jude“ geklebt. Am frühen Morgen des 22. Septembers hatte der Vater der betroffenen Familie den Aufkleber auf seinem Briefkasten bemerkt. Der Briefkasten befindet sich im Inneren eines Mehrfamilienhauses, das nicht öffentlich zugänglich ist. Der Aufkleber ist ein Zuschnitt des Stickers „Leutzscher Juden“, der von Fans des Fußballvereins BSG Chemie Leipzig in Umlauf gebracht wurde. Diese eignen sich hiermit eine häufig gegen den Club und die Fans selbst geäußerte antisemitische Beschimpfung an und wenden sie positiv. Der Vorfall wurde bei der Polizei angezeigt.

     
  • 26.09.2018, Antisemitischer Vortrag?

    Baden-Württemberg

    (Ulm)

    Quelle:
    Schwäbische

    Im "Haus der Begegnung", einer Bildungs- und Kultureinrichtung der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde Ulm, referierte eine umstrittene Rednerin über die Bedeutung Jerusalems "als das Herzstück des israelisch-palästinensischen Konflikts". Die Referentin befürwortet laut Schwäbische einen Boykott Israels. Als Mitglied der "Jüdisch-Palästinensischen Dialoggruppe München" tritt sie nach eigenen Angaben für das Ende der "israelischen Besatzung und für die Gleichstellung der Palästinenser in Palästina und in Israel" ein.

     
  • 27.09.2018, Demonstration mit antisemitischen Parolen

    Nordrhein-Westfalen

    (Dortmund)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    In der Innenstadt von Dortmund fand eine Kundgebung statt, an der sich ca. 25 Personen beteiligten. Dabei wurden zwei Transparente mitgeführt. In Anlehnung an die von Heinrich von Treitschke stammende antisemitische Parole „Die Juden sind unser Unglück“ aus dem Jahr 1879, welche später die nationalsozialistische Hetzschrift „Der Stürmer“ zierte, stand auf einem der mitgeführten Transparente „Der Staat Israel ist unser Unglück“. Das Andere enthielt die Aufschrift: „Die Presse hetzt, die Polizei folgt blind, doch ihr werdet sehen: Euer Grundgesetz schützt auch Antisemitismus.“ In den Redebeiträgen folgten teilweise antisemitische Inhalte und Botschaften.

     
  • 29.09.2018, Gewaltsame, antisemitisch motivierte Attacke

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    Der Tagesspiegel

    Am Morgen sprach ein Duo einen 31-jährigen Mann am Rosenthaler Platz auf Englisch unvermittelt an und fragte, ob er ein Jude sei. Als er zurückfragte, warum sie das wissen wollten, schlugen und traten die zwei sofort auf ihn ein. Anschließend seien die Angreifer in ein Taxi gestiegen, mit dem sie den Platz in unbekannte Richtung verließen, gab der attackierte Mann gegenüber der Polizei an. Er erlitt leichte Verletzungen und wurde durch Rettungskräfte zur ambulanten Behandlung in eine Klinik gebracht. Laut Polizei hat das Opfer die niederländische Staatsangehörigkeit und gehört nicht dem jüdischen Glauben an. Zu den mutmaßlichen Tätern liegen keine Beschreibungen vor. Die weiteren Ermittlungen hat der Polizeiliche Staatschutz beim Landeskriminalamt übernommen.

     
  • 01.10.2018, Holocaust-Relativierung - "Stolperstein" überklebt

    Nordrhein-Westfalen

    (Recklinghausen)

    Quelle:
    Rheinische Post Online

    Unbekannte überklebten vier "Stolpersteine", die an die Opfer des Holocaust erinnern, mit einer Folie, auf der Namen von Frauen standen, die mutmaßlich Opfer von Gewalt durch Geflüchtete geworden sind. Die angebrachten Folien waren im Design den Stolpersteinen gehalten, so dass die Manipulation auf den ersten Blick nur schwer zu erkennen war. Die Folien konnten ohne Schäden an den Steinen entfernt werden. Der Staatsschutz ermittelt wegen der Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener.

     
  • 06.10.2018, Synagogen-Gedenkstätte verschandelt

    Thüringen

    (Eisenach)

    Quelle:
    Jüdische Allgemeine

    Eine Gruppe Jugendlicher hat in der Nacht zum 07. Oktober die Synagogen-Gedenkstätte mit extrem rechten Aufklebern verschandelt. Die Tatverdächtigen konnten noch in Tatortnähe festgestellt werden, teilte die Polizei mit. Bei den vier 16- bis 20-Jährigen, darunter eine Frau, seien weitere Aufkleber sowie Sturmhauben und Kopfbedeckungen mit Symbolen verfassungswidriger Organisationen, ein Elektroschocker und ein Schlagring gefunden worden.

     
  • 12.10.2018, Holocaustleugnung und Gewaltandrohung auf offener Straße

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Es saßen drei Menschen, von denen zwei eine Kippa trugen, auf einer Bank in einer Einkaufsstraße in Mitte, als ein Mann sie ansprach und beleidigte. So machte er die Betroffenen für israelische Politik und die Situation der Palästinenser*innen verantwortlich und fragte, wer am meisten Geld habe und vom Holocaust „profitiere“. Ein Passant kam den Betroffenen zur Hilfe und entgegnete, dass der Mann ruhig sein und sich verziehen solle. Dieser reagierte darauf aggressiv und drohte dem Intervenierenden die Beine zu brechen. Im weiteren Verlauf des Gesprächs sprach der Mann über das „wahre Deutschsein“ und behauptete, dass Jüdinnen und Juden niemals Deutsche sein könnten, sie wären „nicht bereit für Deutschland zu sterben“. Auch wäre es eine Provokation, wenn Juden in der Öffentlichkeit Kippot tragen. Auf die Erzählung eines der Betroffenen, dass er Enkel eines Holocaust-Überlebenden sei, reagierte er mit weiteren Leugnungen, da der Holocaust angeblich nicht technisch durchführbar gewesen sei, ein verbreitetes Motiv gerade in der extrem rechten Szene. Die Betroffenen entschieden sich im Gespräch mit dem Intervenierenden gegen eine Anzeige, da es Schabbat war und sie die Situation als nicht lebensbedrohlich einschätzten.

     
  • 13.10.2018, Körperlicher Übergriff wegen Israel-Fahne

    Nordrhein-Westfalen

    (Köln)

    Quelle:
    Express

    Im Verlauf einer pro-israelischen Mahnwache auf dem Kölner Chlodwigplatz wurde im Kontext der umstrittenen Ausstellung "Frieden ist möglich - auch in Palästina" eine Demonstrantin von einer älteren Frau attackiert. Die Betroffene schilderte: "Nur weil ich eine Israel-Fahne in der Hand hatte, ist eine ältere Frau, rot angelaufen vor Hass, auf mich zugestürmt. Sie wollte mir die Israel-Fahne entreißen, hat mich am Arm gepackt und gekratzt." Teilnehmende der Mahnwache schritten sofort ein. Die Ausstellung, die der evangelische Südstadt-Pfarrer Hans Mörtter in der Lutherkirche zeigen wollte. allerdings vom Stadtsuperintendenten Rolf Domning verboten wurde, wurde am Ende auf dem Chlodwigplatz gezeigt. Zahlreiche Kritiker*innen der Ausstellung warfen ihr eine einseitige und verzerrte Darstellung des Nahost-Konflikts vor, die geeignet sei, antisemitische Tendenzen zu verstärken.

     
  • 13.10.2018, Antisemitische Vorfälle bei #unteilbar

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    JFDA (via Facebook)

    Unter dem Motto “Solidarität statt Ausgrenzung – Für eine offene und freie Gesellschaft” haben mehr als 200.000 Menschen in Berlin demonstriert. Aufgerufen hatte ein breites Bündnis aus Vereinen, Bands und Einzelpersonen. Etliche Initiativen, Organisationen und Parteien waren mit eigenen Blöcken vertreten, darunter Pro Asyl, Amnesty International, die Grünen, die Linke und die SPD. Vom Alexanderplatz startend zog die der Aufzug über den Potsdamer Platz und das Brandenburger Tor zum Abschlusskonzert an der Siegessäule. Während der Auftaktkundgebung verwies Lala Süsskind, Vorsitzende des JFDA, in ihrer Rede u. a. darauf, dass unter den Teilnehmenden Akteure der antisemitischen BDS-Bewegung seien und sagte: “Wenn wir wirklich unteilbar sind, dürfen wir diese Angriffe auf die größte jüdische Gemeinschaft der Welt nicht dulden.” Im Block des “Internationalistischen Bündnis” wurden Symbole der antisemitischen Terrororganisation PFLP (“Volksfront zur Befreiung Palästinas”) gezeigt. Auf Schildern und Transparenten wurde die Freilassung verschiedener militanter PFLP-Funktionäre sowie des wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilten libanesischen Aktivisten Georges Ibrahim Abdallah gefordert. Vom Lautsprecherwagen dieses Blocks sprachen u. a. Anhänger der BDS-Bewegung und forderten die “Befreiung Palästinas”. Verschiedene pro-palästinensische Gruppen hatten zuvor auch zur Teilnahme an der Demonstration aufgerufen.

     
  • 15.10.2018, Antisemitische Kommentare beim Bestatter

    Brandenburg

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Als eine Jüdin bei einem Bestatter in einer brandenburgischen Stadt die Beerdigung ihres Großvaters besprach, konfrontierte der Mitarbeiter des Bestattungsunternehmens sie mit antisemitischen Aussagen. Das Bestattungsunternehmen ist das günstigste in der Stadt. Unabhängig von ihrem persönlichen Hintergrund sind deshalb Menschen, die eine Kostenübernahme durch das Sozialamt beantragen, auf dieses Unternehmen festgelegt. So auch die jüdische Betroffene, die gemeinsam mit einem Mitarbeiter des Bestattungsunternehmens am 18. Oktober die Beerdigung ihres Großvaters besprechen wollte. Unvermittelt fragte sie der Mitarbeiter des Unternehmens: „Ich sag das jetzt – aber werden Sie mir nicht böse: Wie lange sollen deutsche Steuerzahler noch für jüdische Beerdigungen zahlen?“ Die Betroffene wies die Frage empört zurück: „Geht’s noch? Das haben Sie jetzt nicht ernsthaft gefragt, das ist eine Meldung für den Antisemitismusbeauftragten, das geht gar nicht!“ Der Mitarbeiter ließ sich hiervon nicht beirren und setzte nach: „Deswegen habe ich doch gesagt, nicht böse werden, aber man muss doch mal fragen dürfen. Was ich hier so an Kosten sehe, das wird den deutschen Bürgern nicht geschenkt – das müssen Deutsche aus ihrer Tasche zahlen.“ Die Betroffene war von den Anschuldigungen schockiert und begann zu weinen. Sie entgegnete, es sei nicht der richtige Ort und die richtige Zeit, das zu diskutieren. Ihr Großvater sei ihr letzter Verwandter gewesen und habe die Schoa überlebt. Da sie auf den Bestatter angewiesen war, wenn sie ihr Recht auf eine Kostenübernahme in Anspruch nehmen wollte, konnte sie sich der Situation nicht entziehen. Der Mitarbeiter ließ sich jedoch nicht abbringen: Das Thema könne man doch auch ganz ruhig und sachlich diskutieren. Das habe er kürzlich mit einem anderen Kunden getan. Die Betroffene wiederholte, dass ihr letzter Verwandter verstorben sei und sie Einfühlungsvermögen von ihm erwarte. Ihr Großvater sei Deutscher und habe damit die gleichen Rechte wie andere Deutsche auch – die Bestattungskosten werden rein in Abhängigkeit von der Bedürftigkeit des Verstorbenen übernommen. Nun pochte der Mitarbeiter darauf, man solle den Vorfall vergessen, was er mehrmals einforderte. Man müsse das aber mal fragen dürfen. Später setzte er aber nochmal nach und fragte unvermittelt: „Ich hab da nochmal ne Frage – aber nee, das lass ich lieber, Sie sind mir dafür zu aufgebracht.“ Dann stellte er die Frage aber doch: „Wie sehen Sie das mit der Besatzung Palästinas durch Israel?“ Zuvor hatten beide nicht über Israel gesprochen. Im Zuge des längeren Gesprächs äußerte der Mitarbeiter sich auch kritisch gegenüber Geflüchteten. Diese seien eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit. Er sei aber kein „Antisemitist“ [sic]. Die Betroffene kritisierte die Aussagen des Mitarbeiters bestimmt, pochte aber vor allem darauf, er solle die Bearbeitung schnell abschließen.

     
  • 28.10.2018, Antisemitische Schmiererei in Einkaufsstraße

    Nordrhein-Westfalen

    (Lintorf)

    Quelle:
    Lintorfer - Internetzeitung für Lintorf und Umgebung

    An der Glasfassade eines Geschäfts in der Einkaufsstraße von Lintorf wurde eine antisemitische Schmiererei entdeckt. In rosa Farbe wurde in Großbuchstaben das Wort "JUDEN" geschmiert. 

     
  • 30.10.2018, Plakate mit antisemitischen Sprüchen beschmiert

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    In Friedrichshain-Kreuzberg wurden mehrere Plakate, auf denen die Aufschrift „Gedenken heißt Handeln. 80 Jahre Reichspogromnacht. Naziaufmarsch verhindern.“ stand, mit der Aufschrift „Soros-Nutten“ und „Soros Huren“ beschmiert. Der Holocaust-Überlebende und Philanthrop George Soros ist Projektionsfläche zahlreicher antisemitischer Verschwörungsmythen.

     
  • 05.11.2018, Antisemitische Drohungen an der Universität

    Nordrhein-Westfalen

    (Bochum)

    Quelle:
    Aktionswochen gegen Antisemitismus

    Mittags verteilte eine Studierende der Ruhr-Universität Bochum das Programm der Aktionswochen gegen Antisemitismus 2018. Drei junge Männer fragten, um was es sich bei den Flyern handle und was Antisemitismus sei. Einer der drei meinte: "Scheiß Juden, die machen mein Land kaputt!" Und: "Wenn du Jude wärst, würde ich dich auch verprügeln." Daraufhin verschwanden die Männer, die Studierende konnte sie nicht mehr zur Rede stellen. Ein wenig später kamen sie erneut vorbei und riefen aus sicherer Entfernung: "Alle vergasen!"

     

     

     

     

     
  • 05.11.2018, Ehemalige Synagoge beschmiert

    Brandenburg

    (Eberswalde)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    In Eberswalde wurde auf einen Anbau des Denkmals der ehemaligen Synagoge mit roter Farbe ein 6 Meter breiter Schriftzug geschmiert.

     
  • 05.11.2018, Vom "Schleier des Schuldkultes" gesprochen

    Brandenburg

    (Rathenow)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Auf einer Veranstaltung des „Bürgerbündnisses Havelland“ in Rathenow sprach ein Redner von einem „Schleier des Schuldkultes“. Zudem berief er sich positiv auf die neonazistische Kampagne für die Freilassung der inhaftierten Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck.

     
  • 06.11.2018, Stolperstein mit SS-Runen beschmiert

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Der Stolperstein für Kiwe Wild wurde in Berlin-Mitte mit zwei SS-Runen beschmiert.

     
  • 06.11.2018, Vortrag mit antisemitischem Banner gestört

    Nordrhein-Westfalen

    (Dortmund)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Neonazis störten einen Vortrag mit dem Titel „Antisemitismus – Geschichte und Gegenwart“. Die Neonazis kündigten an, in 1,5 Jahren in Dortmund andere Seiten aufzuziehen, man rate Bürgern, entweder wegzuziehen oder sich zu benehmen. Während der Störung wurde ein Transparent mit der Aufschrift „Der Staat Israel ist unser Unglück“ gezeigt, welches sich auf den historischen Ausspruch Heinrich von Treischkes „Die Juden sind unser Unglück“, der später auch als Schlagwort der NS-Hetzschrift „Der Stürmer“ fungierte, bezieht.

     
  • 07.11.2018, Holocaustleugnerin verherrlicht

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Ein Videoblogger filmte sich dabei, wie er in Berlin-Mitte auf ein Plakat, das anlässlich des 100. Jahrestags der Einführung des Frauenwahlrechts in Deutschland fragte: „Und wofür streitest Du?“ Bilder der Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck klebte und eine extrem rechte Demonstration in Bielefeld bewarb. Das Video wurde auf YouTube hochgeladen.

     
  • 07.11.2018, Eingeritztes Hakenkreuz an Grabstein entdeckt

    Thüringen

    (Sondershausen)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Die Polizei entdeckte in Sondershausen an einem Grabstein auf dem jüdischen Friedhof ein eingeritztes Hakenkreuz.

     
  • 08.11.2018, AfD-Politiker trägt zu Gedenkmarsch umstrittene blaue Kornblume

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    JFDA (via Facebook)

    Am 8. November beteiligten sich ca. 500 Menschen an einem Gedenkmarsch vom Berliner Abgeordnetenhaus zum Denkmal für die ermordeten Juden Europas. Am Gedenkmarsch nahmen neben Kirchenvertretern, dem Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD) auch der AfD-Abgeordnete Andreas Wild teil. Dieser trug eine blaue Kornblume am Revers – ein politisch umstrittenes Symbol. Unter anderem war diese im 19. Jahrhundert offizielles Parteisymbol der antisemitischen “Alldeutschen Vereinigung” in Österreich und des Ablegers in Deutschland. Später wurde das Symbol zum Erkennungszeichen für die damals illegalen Nationalsozialisten, da Hakenkreuze und andere NS-Symbole verboten waren. Nach 1945 wurde das Symbol in Österreich und Deutschland weiterhin von rechtsextremen Parteien sowie völkisch-nationalen Vereinen verwendet. Wild habe mit der Kornblume seine Verbundenheit zum Vaterland zum Ausdruck bringen wollen, sagte er gegenüber dem Tagesspiegel.

     
  • 09.11.2018, 13 Stolpersteine beschädigt

    Sachsen

    (Chemnitz)

    Quelle:
    JFDA (via Facebook)

    Am Jahrestag der Novemberpogrome wurden 13 Stolpersteine in Chemnitz beschädigt. Erst am Tag zuvor wurden die Steine von einem Verein gereinigt, Kerzen sowie Blumen aufgestellt und nun auf die Beschädigungen aufmerksam gemacht. Anlässlich des 80. Jahrestags der Novemberpogrome wurden im Rahmen einer Tour durch die Chemnitzer Innenstadt Stolpersteine geputzt und zum Gedenken an die von Nationalsozialisten ermordeten Menschen Blumen und Kerzen niedergelegt.

     
  • 09.11.2018, Aufruf zum Israelboykott am 80. Jahrestag der Novemberpogrome

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    JFDA (via Facebook)

    Im Rahmen eines internationalen Aktionstags unter dem Motto „Eine Welt ohne Mauern“ Israel aus dem Umfeld von BDS Berlin („Boykott, Desinvestition, Sanktionen“) wurde der 80. Jahrestag der Novemberpogrome instrumentalisiert: Auf Schautafeln und Flugblättern wurde am Potsdamer Platz Israel als „Apartheid“ dämonisiert und alsund zum Boykott des jüdischen Staates aufgerufen. Bewusst wurde die Aktion am 9. November mit den Novemberpogromen im Jahr 1938 in Verbindung gebracht.

     
  • 09.11.2018, Antisemitische Hetze beim Gedenken

    Brandenburg

    (Frankfurt/Oder)

    Quelle:
    MOZ.de

    Bei einer Gedenkveranstaltung anlässlich des 80. Jahrestags der Novemberpogrome rief ein angetrunkener Mann am Brunnenplatz antisemitische Beleidigungen. Später wurde die Ausstellung „Shoa – wie war es menschlich möglich?“ im Konzerthaus eröffnet.

     
  • 09.11.2018, Antisemitisch motivierte Störungen

    Nordrhein-Westfalen

    (Dortmund)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Während einer Gedenkveranstaltung in Dortmund-Dorstfeld störten Neonazis das Gedenken durch demonstratives Feiern, beispielsweise durch das Tragen von Partyhütchen und das Trinken von Alkohol in unmittelbarer Nähe zum Veranstaltungsort. Als die Gedenkveranstaltung begann, startete ein Alarmgeber und Böller wurden gezündet.

     
  • 09.11.2018, Antisemitische Verschwörungsideologie vor Bundestag

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Auf einer Veranstaltung des verschwörungsideologischen Spektrums direkt vor dem Reichstagsgebäude wurde in einem Redebeitrag gefragt, warum Anetta Kahane Regierungssprecherin sei. Die Vorsitzende der Amadeu Antonio Stiftung ist Projektionsfläche zahlreicher antisemitischer Verschwörungsmythen.

     
  • 09.11.2018, Gedenken durch demonstrative Motorengeräusche gestört

    Nordrhein-Westfalen

    (Warburg)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Das Gedenken einer Schulklasse vor dem jüdischen Friedhof in Warburg wurde durch demonstrative Motorengeräusche der Mofas mehrerer Jugendlicher gestört.

     
  • 09.11.2018, Holocaustrelativierung bei "Pro Chemnitz"-Veranstaltung

    Sachsen

    (Chemnitz)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Bei einer Veranstaltung von „Pro Chemnitz“ wurde in einem Redebeitrag der Holocaust relativiert. Ein Redner hatte behauptet, die Ermordung des deutschen Botschafters in Frankreich durch einen Juden habe die Leute so aufgestachelt, dass sie in Deutschland gegen die Juden vorgegangen seien. Die Lehre aus der Verfolgung der Juden müsste sein, die Waffengesetze zu lockern: „Wer dafür sorgt, als Staatsgewalt, dass Menschen wehrlos werden, indem man es ihnen verbietet, Waffen [zu] besitzen, der will sie auch weiter diskriminieren, der will sie auch deportieren und in Lager sperren.“

     
  • 09.11.2018, Antisemitisch motivierter Angriff

    Sachsen

    (Plauen)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    In Plauen ereignete sich ein Angriff, als ein Mann, der Stolpersteine reinigte von einemjungen Paar zunächst mit „Rotfront verrecke Du Schwein“ beschimpft wurde. Im Folgenden wurde der Betroffene ins Gesicht gespuckt versucht, ihn anzugreifen. Der Betroffene konnte nur durch die Verwendung eines Pfeffersprays einen körperlichen Angriff abwenden.

     
  • 10.11.2018, Breiter Protest gegen antisemitischen Aufmarsch

    Niedersachsen

    (Bielefeld)

    Quelle:
    JFDA (via Facebook)

    Viele tausend Menschen protestierten gegen den Aufmarsch von rund 400 Rechtsextremen in Bielefeld. Die Partei “Die Rechte” hatte zu einem Marsch anlässlich des Geburtstags der inhaftierten Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck aufgerufen. In Reden und Parolen äußerten sich Teilnehmende unverhohlen antisemitisch: So rief ein Teilnehmer die Parole “Wer Deutschland liebt, ist Antisemit!”, die mittels Auflage untersagt worden war. Andere Rechtsextreme skandierten wiederholt “Nie wieder Israel”. Der Redner Christian Bärthel führte die Inhaftierung Haverbecks darauf zurück, dass sich Juden als “Christusmörder” einen anderen “Mythos” hätten schaffen müssen. Dieser Mythos sei der Paragraph 130 (Volksverhetzung). Seinen antisemitischen Überlegungen stellte er antijudaistische Bibelzitate voran. Als Redner trat neben den neonazistischen Funktionären Sven Skoda, Thorsten Heise, Edda Schmidt, Arnolf Höfs und dem genannten Bärthel auch der rechtsextreme YouTuber Nikolai Nerling auf. Während der Versammlung zeigte mindestens ein Teilnehmer den sogenannten Kühnengruß, der als Variante des Hitlergrußes in der Vergangenheit bereits von Gerichten als strafbar beurteilt wurde. Die Pressestelle der Polizei teilte mit, dass die Polizei sechs Platzverweise ausgesprochen und mindestens 19 Strafanzeigen, unter anderem wegen des Zeigens des Hitlergrußes, angefertigt habe. Sechs Personen wurden außerdem in Gewahrsam genommen. Bei insgesamt zehn Kundgebungen brachten mehrere tausend Menschen ihren Protest gegen den rechtsextremen Aufzug zum Ausdruck.

     
  • 10.11.2018, Antisemitismus und Fackelmarsch bei Demonstration

    Sachsen-Anhalt

    (Magdeburg)

    Quelle:
    Mitteldeutsche Zeitung

    Ca. 700 Menschen sind mit einem Fackelmarsch durch die Magdeburger Innenstadt gezogen. Immer wieder wurden dabei rechte Parolen wie „Hier marschiert der nationale Widerstand“ skandiert und lautstark Solidarität mit der Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck gefordert. Vom Hauptbahnhof der Landeshauptstadt aus zogen die Rechten, unter denen sich offenbar hunderte Neonazis und Anhänger der Hooligan-Szene befanden, zum Hasselbachplatz, über den Breiten Weg und über die Ernst-Reuter-Allee zurück zum Hauptbahnhof.

     
  • 10.11.2018, Stolpersteine beschmiert

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Die Stolpersteine für Richard und Alfred Tworoger in Mitte wurden mit SS-Runen beschmiert.

     
  • 10.11.2018, In der Nacht mehrere Stolpersteine beschädigt

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Auf die Stolpersteine für Emil Bab, Hans Richard Stern und Ingeborg Krause wurde in der Nacht Wachs aus Kerzen gekippt, die zuvor zum Gedenken neben die Steine gestellt worden waren. Der danebenliegende Stolperstein für Johanna Brüning wurde beim Versuch, ihn anzuzünden, beschädigt.

     
  • 10.11.2018, Antiisraelische Propaganda bei Kundgebung

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Im Rahmen der Versammlung „No Administrationshaft“ des Demokratischen Komitees Palästina Berlin in Neukölln wurde Israels Existenzrecht bestritten, indem gerufen wurde: „From the River to the Sea, Palestine will be free.“ Israel wurde zudem als Kolonisator dämonisiert.

     
  • 10.11.2018, Gedenkzeichen wiederholt beschmiert

    Niedersachsen

    (Braunschweig)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Das Gedenkzeichen Stolperschwelle vor der TU Braunschweig wurde zum wiederholten Male mit roter Farbe beschmiert.

     
  • 10.11.2018, Hakenkreuz auf Steintreppe des jüdischen Friedhofs

    Mecklenburg-Vorpommern

    (Boitzenburg)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Auf einer Steintreppe des jüdischen Friedhofs in Boitzenburg wurde durch die Polizei ein geschmiertes Hakenkreuz entdeckt, welches vermutlich rund um den 10. November angebracht worden war.

     
  • 10.11.2018, Plakate für Gedenkveranstaltung abgerissen

    Nordrhein-Westfalen

    (Hagen)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Veranstaltungsplakate für eine Gedenkveranstaltung an die Novemberpogrome in Hagen wurden am 10. November abgerissen und in die Volme geworfen. Auch ein öffentliches Klavier, das für die Veranstaltung mit dem Titel „Das Klavier in der Volme“ aufgestellt wurde, wurde beschädigt.

     
  • 10.11.2018, Neonazi-Demonstration mit Fackelmarsch an Gedenkort

    Mecklenburg-Vorpommern

    (Güstrow)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Die extrem rechte „Kameradschaft Güstrow“ veranstaltete am 10. November, dem 80. Jahrestag der Pogrome in der Stadt in Mecklenburg-Vorpommern, unter dem Motto „Für die Zukunft unserer Kinder“ einen Fackelmarsch, an dem 35 Personen teilnahmen. In Reden wurde das antisemitische Stereotyp der „Umvolkung“ bedient, auch wenn die „Umvolkungsstrategen“ nicht explizit benannt wurden. Die Demonstration passierte den Standort der am 10. November 1938 zerstörten Synagoge.

     
  • 10.11.2018, Dämonisierung Israels auf Kundgebung

    Rheinland-Pfalz

    (Koblenz)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Auf einer Kundgebung der „Palästinensischen Gemeinde in Koblenz und Umgebung e.V.“ am 10. November wurde Israel als „Apartheid“ und „Völkermörder“ dämonisiert. Auf Transparenten wurde eine Karte von Israel/Palästina gezeigt, auf der Israel nicht verzeichnet war.

     
  • 15.11.2018, Aufruf zur Verhinderung eines Antisemitismus-kritischen Vortrags

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    Amadeu Antonio Stiftung

    Im Vorfeld eines Vortrags zum Thema Antisemitismus in der Linken an der Alice Salomon Hochschule wurden fast alle Plakate, die an der Hochschule aushingen, mit Aufklebern der „Jewish Antifa Berlin“ beklebt, teilweise mit expliziten Aufrufen, die Veranstaltung zu blockieren und somit zu verhindern. Außerdem wurde ein Text der „Jüdischen Stimme“ ausgelegt, in der behauptet wurde, die Amadeu Antonio Stiftung handle im Dienste der israelischen Rechten. Die Veranstaltung fand im Rahmen der von der Amadeu Antonio Stiftung organisierten Aktionswochen gegen Antisemitismus statt. 

     
  • 16.11.2018, Israelhass am Brandenburger Tor

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    JFDA (via Facebook)

    Etwa 50 Menschen beteiligten sich an einer antiisraelischen Kundgebung. In Redebeiträgen wurde der jüdische Staat dämonisiert und delegitimiert sowie zur Befreiung Palästinas aufgerufen. Von den hunderten Raketen, die in den vergangenen Tagen aus dem Gazastreifen auf Israel abgefeuert wurden, war auf der Kundgebung keine Rede.

     
  • 26.11.2018, Antisemitisch motivierte Attacke in Neukölln?

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    Der Tagesspiegel

    Eine israelische Reporterin wurde im Berliner Stadtteil Neukölln von jungen Männern bedrängt. Die Gruppe pöbelte die Journalistin bei ihrer Arbeit auf offener Straße an und warf einen Böller. Die betroffene Journalistin Antonia Yamin arbeitet als Europa-Korrespondentin für den TV-Sender „Kan“. Möglicherweise handelt es sich bei der Attacke um einen antisemitisch motivierten Angriff. 

     
  • 28.11.2018, Antisemitisch und homophob am Bahnhof beleidigt

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    Queer.de

    Nachdem ein Mann am S-Bahnhof Grunewald in Berlin aus Versehen einen Unbekannten anrempelte, wurde er laut Anzeige sofort antisemitisch und homophob beleidigt. Im weiteren Verlauf habe ihn der Unbekannte geschlagen, sodass er zu Boden gegangen sei. Hierbei soll er sich am Knie und im Gesicht verletzt haben.

     

Kontakt

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Novalisstraße 12
10115 Berlin
 

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