Chronik antisemitischer Vorfälle 2018

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Chronik antisemitischer Vorfälle 2018

  • 02.01.2018, „Anti-Zion“-Schmierereien in Leipzig-Kleinzschocher

    Sachsen

    (Leipzig)

    Quelle:
    chronik.LE

    An mehrere Stellen im Leipziger Stadtteil Kleinzschocher, u.a. an der Haltestelle Schwartzestraße, sind Schmierereien mit den Worten "Anti-Zion" aufgetaucht. Der sog. „Antizionismus“ ist eine Gegenbewgung zum Zionismus und spricht, häufig antisemitisch motiviert, dem jüdischen Staat Israel das Existenzrecht ab.

     
  • 04.01.2018, Trainer nach antisemitischen Posts entlassen

    Nordrhein-Westfalen

    (Mettmann)

    Quelle:
    RP Online

    Ein Mettmanner Fußballverein entlässt seinen Trainer, nachdem dieser auf Facebook andere User antisemitisch beleidigt hat; 35 Tage zuvor trat er erst seinen Posten als Trainer der Kreisliga-Mannschaft des ASV Mettmann II an. Er schrieb u.a.: „Halts Maul du dreckiger Jude!!!“. Gerichtet war die Beleidigung an einen Berliner jüdischen Glaubens, mit dem er sich eine Diskussion um den Konflikt zwischen Israel und Palästina lieferte. Auch in weiteren Fällen beschimpfte er das Judentum, bezeichnete die Gläubigen gar als „Schande der Menschheitsgeschichte“.

     
  • 07.01.2018, Antisemitische Schmiererei in Gartenanlage entdeckt

    Hessen

    (Frankfurt)

    Quelle:
    Amadeu Antonio Stiftung

    In einer Gartenanlage im Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen wird an der Straße Bischhofsweg eine antisemitische Schmiererei entdeckt. Mit roter und schwarzer Farbe sind auf drei Treppenstufen die Worte „JUDEN PALAST“ sowie „JEW“ mit zwei Davidsternen geschmiert.

     
  • 07.01.2018, AfD-Sprecher verbreitet antisemitische Äußerungen im Netz

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    Register Berlin

    Der Sprecher der Lichtenberger AfD Marius Radtke postet auf seiner Facebook-Seite einen Artikel, der antisemitisch ist und den Holocaust verharmlost. Der Autor des Artikels schreibt von einer "industriell betriebenen Ermordung deutscher Kinder", "bestialisch ermordeten Kindern" durch "internationalistische, bolschewistische Dreckspatzen" aus den Parteien SPD, Grünen und Linken. Sie werden "Volksverräter- parteien der Verwaltungsfirma BRD" genannt, die "Zion anbeten" würden. Der Artikel endet mit den Worten: "Der wahre Holocaust wird an uns Deutschen verübt."

     
  • 08.01.2018, Synagogenbanner in Magdeburg zerstört

    Sachsen-Anhalt

    (Magdeburg)

    Quelle:
    CFCA & Volksstimme

    Unbekannte haben bereits zum dritten Mal innerhalb eines Jahres das Banner für den Synagogenbau in der Julius-Bremer-Straße in Magdeburg zerstört. Vermutlich am ersten Wochenende 2018 wird das Wort „Synagoge“ herausgeschnitten.

     
  • 09.01.2018, Mit Axt auf jüdische Grabsteine eingeschlagen

    Brandenburg

    (Wittenberge)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook) & Märkische Allgemeine

    Am helllichten Tag beschädigt ein Mann mehrere Grabsteine eines jüdischen Gräberfeldes. Gegen Mittag wird der Mann dabei beobachtet, wie er mit einer Axt auf mehrere Gräber einschlägt und diese zum Teil stark beschädigt. Anschließend steigt er auf ein Fahrrad und fährt davon. Das Gräberfeld wurde bereits 1962 am ursprünglichen Standort des jüdischen Friedhofes im sich dort nun befindlichen Clara-Zetkin-Park errichtet, nachdem der Friedhof 1938 verwüstet worden war.

     
  • 15.01.2018, Antisemitische Schmierereien mit schwarzem Stift aufgetragen

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    CFCA & Berliner Morgenpost

    Unbekannte schmieren auf der hölzernen Aussichtsplattform im Volkspark
    Friedrichshain antisemitische Parolen. Nachdem eine Zeugin die mit einem schwarzen Stift aufgetragenen Schmierereien gesehen und gegen 15.30 Uhr die Polizei zu der Aussichtsplattform am "Kleinen Teich" alarmiert hat, leitet die Polizei ein Strafermittlungsverfahren wegen Volksverhetzung und Sachbeschädigung ein.
    
    

     
  • 20.01.2018, Antisemitische Schmiererei mit Fußballbezug

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    In der Warschauer Straße in Friedrichshain wird ein antisemitisches Graffiti bemerkt: Über einen Sticker des Sportvereins Hertha BSC ist mit schwarzem Edding ein Davidstern gemalt worden. Antisemit*innen nutzen die Markierung auch von nicht-jüdischen Personen und Institutionen als jüdisch, um diese zu beleidigen und herabzuwürdigen.

     
  • 20.01.2018, Angriff und antisemitische Äußerungen

    Zwei Männer äußern sich gegen 5:10 Uhr in der U8 zwischen Moritzplatz und Kottbusser Tor mehrmals hintereinander lautstark antisemitisch mit den Worten "Israel muß brennen". Dabei schlagen sie gegen die Wände und Scheiben der Bahn. Ein Mitfahrender spricht die Männer an, woraufhin sie auf ihn losgehen. Eine Mitfahrerin versucht die Männer aufzuhalten. Daraufhin zerbrechen sie ihre Glasflaschen. Der Glasbruch trifft auch die beiden Mitfahrenden. Die Reste der zerbrochenen Flaschen haten die Männer in ihren Händen. Sie rufen immer weiter und schlagen gegen die Wände. Am Kottbusser Tor steigen sie aus. Einer der Täter schaut noch einmal in den Waggon und ruft in Richtung der beiden Mitfahrenden "Israel muß brennen. Alle Juden müssen brennen". Der andere Mann tritt von außen mehrmals gegen die Fensterscheiben der U-Bahn und beleidigt weiterhin die im Waggon sitzenden Menschen.

     
  • 20.01.2018, Schmiererei mit antisemitischem Gewaltaufruf

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    In der Neuköllner Karl-Marx-Straße wird eine Schmiererei entdeckt, die zur antizionistischen Gewalt aufruft. Die Parole „9mm für Zionisten“ steht neben dem Schriftzug „Jugend Voran“, der mit einem Hammer und Sichel-Symbol versehen worden ist. Beide Schriftzüge sind im Nachhinein durchgestrichen worden. Neben dem durchgestrichenen „Jugend voran“ wird ein Sticker der Gruppe „Jugendwiderstand“ aufgeklebt.

     
  • 21.01.2018, Antisemitische Bildmappen und Fotos auf Dahlemer Spielplatz

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    Register Berlin

    Auf einem Spielplatz im Dahlemer Thielpark werden aufgehängte Fotos sowie zwei Bildmappen mit antisemitischem Inhalt entdeckt und entfernt. Die Polizei ermittelt aufgrund des Verdachts der Volksverhetzung.
    
    

     

     
  • 21.01.2018, Gedenktafel für die 1938 zerstörte Synagoge beschmiert

    Saarland

    (Saarbrücken)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Am Abend wird entdeckt, dass jemand auf der Gedenktafel für die Erste Synagoge Saarbrückens den eingravierten Davidstern durchgestrichen und „Satan“ mit einem Pfeil darüber geschrieben hat. Die Synagoge war im Zuge der Novemberpogrome 1938 verwüstet, entweiht und schließlich angezündet worden, alles vor den Augen und im Wohlwollen der restlichen Bevölkerung. An diesem 9. November wurden außerdem 130 – 150 jüdische Männer verhaftet, durch die Stadt getrieben und dazu gezwungen, ein symbolisches eigenes Grab auszuheben. Die meisten wurden anschließend in das Konzentrationslager Dachau deportiert.

     
  • 23.01.2018, Antisemitische E-Mail an „Jüdische Allgemeine“-Redakteur*innen

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Mehrere Redakteur*innen der Wochenzeitung „Jüdische Allgemeine“ erhalten eine anonyme E-Mail mit dem Betreff „Die Quelle des Rassismus“. In der E-Mail wird mit angeblichen Zitaten aus dem Talmud versucht, einen dem Judentum inhärenten „Menschenhaß“ (sic) nachzuweisen. Jüd*innen sollen als „Sataniden“ enttarnt werden, die sich als „internationales Finanz-Judentum“ bzw. „Global-Elite“ an die Spitze der „Neuen Weltordnung“ setzen würden. Als Instrumente dieser werden in dem Text u. a. die „Flüchtlingsströme“ und die „islamische Bedrohung (…) als ‚Exekutiv-Organ‘“ benannt. Damit soll „den Völkern“ die „identitäre Selbstbestimmung“ genommen werden. Die Bezugnahme auf angebliche Talmudzitate ist eine tradierte antisemitische Argumentationsweise, welche zum Beispiel in der antisemitischen Fälschung der „Protokolle der Weisen von Zion“ praktiziert wurde. Handelt es sich dabei zum Teil um immer wieder reproduzierte Fälschungen, werden andere Zitate verkürzt und verfälscht wiedergegeben oder die Bedeutung durch die Weglassung des Kontexts in ihr Gegenteil verkehrt.

     
  • 24.01.2018, Vernichtungsdrohung am Denkmal für die ermordeten Juden Europas

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Zu einer antisemitischen Vernichtungsdrohung kommt es am späten Abend am Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin Mitte: Aus einem vorbeifahrenden Auto ruft ein auf dem Beifahrersitz sitzender Mann in Richtung des Denkmals: „Ich vergase euch! Scheiß Juden!“.

     
  • 26.01.2018, Kabarettistin veröffentlicht antisemitisches Lied

    (Deutschland)

    Quelle:
    Die Welt

    Der YouTube-Kanal „SchrangTV“ veröffentlicht das Lied „Ich sehe was, was du nicht siehst“ der 66-jährigen Kabarettistin Lisa Fitz. Im Lied versammeln sich eine Vielzahl antisemitischer Codes. Sie singt darin: „Die Welt wird fieser und an wem mag’s liegen? / [...] / Der Schattenstaat, die Schurkenbank, der Gierkonzern / – wer nennt die Namen und die Sünden dieser feinen Herrn? / Rothschilds, Rockefeller, Soros und Consorten, / die auf dem Scheißeberg des Teufels Dollars horten.“

     
  • 26.01.2018, Antisemitische Graffiti mit Fußballbezug

    Thüringen

    (Rudolstadt/Friedrichsroda)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Zu zwei ähnlichen antisemitischen Vorfällen kommt es in den thüringischen Städten Rudolstadt und Friedrichroda. In beiden Fällen erkennen Stadt und Polizei den antisemitischen Gehalt der Schmierereien bislang nicht. Bereits Ende Januar wird an einem Haus des Straßenbauamts Mittelthüringen am Pörzbergtunnel in Rudolstadt der antisemitische Schriftzug „Juden Jena“ entdeckt. Die Polizei ordnet den Vorfall lediglich als Schmierereien mit „klarem Fußballbezug“ und nicht als antisemitisch ein. In Friedrichroda wird Ende März auf einem Privatgebäude ebenfalls die Schmiererei „Juden Jena“ entdeckt und bei der Stadt gemeldet. Laut einem Schreiben der Ordnungsverwaltung Friedrichroda ordnet der Staatsschutz die Schmiererei ebenfalls nicht als antisemitisch ein. Es handle sich vielmehr um „szenetypische Fanbegriffe“.

     
  • 27.01.2018, Holocaustleugnung am Tag der Auschwitz-Befreiung

    Sachsen

    (Leipzig)

    Quelle:
    chronik.LE

    Anlässlich der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar 1945 veröffentlicht das "Conne Island" ein Statement, in welchem Antisemitismus als virulente Gefahr der Vergangenheit und Gegenwart beschrieben wird. Ein Facebook-User leugnet unter dieser Erklärung den Holocaust mit den Worten "Die 6 Millionen Lüge".

     
  • 27.01.2018, Im Gedenken an Holocaust niedergelegte Blumenkränze zerstört

    Thüringen

    (Arnstadt)

    Quelle:
    Thüringer Allgemeine

    Auf dem "Alten Friedhof" zerstören Unbekannte mehrere Gebinde und Kränze, die zuvor in Gedenken an die Opfer des Holocaust niedergelegt wurden. Nach Angaben des zuständigen Polizeisprechers seien sie "durch die Gegend geworfen und getreten" worden.

     
  • 29.01.2018, Unbekannte entwenden "Stolperstein"

    Sachsen-Anhalt

    (Querfurt)

    Quelle:
    Mitteldeutsche Zeitung

    Unbekannte entwenden nach Angaben der Polizei "Hinter dem Wehr" einen sog. "Stolperstein". In Querfurt wurden 2011 die ersten beiden Stolpersteine für jüdische Opfer des Nationalsozialismus gesetzt – Rosa Vopel und Oskar Golub, die beide im Vernichtungslager Sobibor 1942 ermordet wurden.

     
  • 30.01.2018, Antisemitische Post für "Die Linke"-Büro in Neu-Hohenschönhausen

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    Register Berlin

    In der Post des Büros der Partei „Die Linke“ in der Zingster Straße wird ein Buch mit antisemitischen Inhalten gefunden.

     
  • 31.01.2018, Antisemitische E-Mails von unbekannter Person verschickt

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    Register Berlin

    Das "Register Berlin", das diskriminierende, vor allem rassistische Vorfälle in Berlin dokumentiert, erhält im Verlauf des ersten Monats 2018 von einer unbekannten Person, die unter mehreren Absendern schreibt, neun Mails mit antisemitischem Inhalt.

     
  • 01.02.2018, Frau erhält antisemitischen Anruf

    Hessen

    (Frankfurt/Main)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Eine Frau bekam einen anonymen Telefonanruf, in dem ihr eine männliche Stimme mit der Deportation drohte. Die Betroffene war am frühen Abend angerufen worden. Eine ältere, ernst und männlich klingende Stimme sagte, nachdem die Frau sich gemeldet hatte: „Hier spricht Gauleiter Hansen, machen Sie sich zur Abholung bereit.“ Die Betroffene vermutet, dass der Anrufer sie aufgrund ihres Namens, der im Telefonbuch steht, für eine Jüdin hielt. Sie legte daraufhin sofort auf. Seitdem hat die Betroffene eine Trillerpfeife griffbereit am Telefon liegen, um auf derartige Anrufe reagieren zu können.

     
  • 02.02.2018, Scheiben in "Margit-Horváth-Zentrum" eingeworfen

    Hessen

    (Mörfelden-Walldorf)

    Quelle:
    Hessenschau

    Unbekannte beschädigen eine KZ-Gedenkstätte in Mörfelden-Walldorf (Groß-Gerau): Sie werfen Scheiben des "Margit-Horváth-Zentrums" ein, das an die Frauen im "KZ-Außenlager Walldorf" erinnert, und treffen Fotos damals inhaftierter Jüdinnen. Der Glasbau wurde über freigelegten Mauerresten eines Küchengebäudes errichtet und liegt abgelegen in einem Waldstück.

     
  • 05.02.2018, Männer demütigten und bedrohten Arzt

    Nordrhein-Westfalen

    (Troisdorf)

    Quelle:
    General-Anzeiger Bonn

    Ein Arzt wurde im Juli 2016 in seiner Praxis in Troisdorf von drei Männern gedemütigt und mit einem Messer mit dem Hinweis bedroht, sie seien Palästinenser und hätten schon viele Juden abgestochen. Am selben Tag erlitt der Arzt einen Herzinfarkt. In erster Instanz wurden die Täter dafür zu einer Geldstrafe und Sozialstunden verurteilt; einen politischen oder religiösen Hintergrund der Tat schlossen Ermittler und Richter aus. Nun gehen die Staatsanwaltschaft, der Arzt und die Angeklagten in Berufung.

     
  • 07.02.2018, Antisemitische Schmierereien an der Technischen Universität

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    An der Technischen Universität Berlin kommt es mehrfach zu antisemitischen Schmierereien auf den Männertoiletten. Bereits Ende Januar ist eine „Unterhaltung“ an einer Toilettenwand entstanden, jemand hat eine Liste „Before I die I want to:“ angefangen und Menschen zur Ergänzung aufgefordert. Unter anderem hat eine Person „Terroranschlag auf Israel“ und „Free Palestine“ auf die Liste geschrieben. Daneben finden sich Schriftzüge wie „Fuck Israel“ und „Kindermörder Israel“ und eine gemalte Palästinaflagge. Nachdem die Schmierereien gemeldet und durch den Hausmeister entfernt wurden, beschreibt erneut jemand die Wand, zu lesen ist: „Jeder Kackhaufen läuft in die fresse eines Juden!!! Also viel kacken Jungs!“ und „Toter Jude = Guter Jude!“.

     
  • 09.02.2018, Antisemitischer Flyer ausgelegt

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    In der Wiclefstraße in Moabit wird ein Flyer entdeckt, der antisemitische und rassistische Verschwörungsmythen verbreitet. Auf der Vorderseite sind in einer Collage der Felsendom und mehrere mit Davidsternen markierte Personen abgebildet. Dabei handelt es sich vermutlich um König Salman von Saudi-Arabien, US-Präsident Trump, den ehemaligen Machthaber Lybiens al-Gaddafi und Ali Chamene’i, den obersten Religionsführer des Irans. Außerdem sind zwei gezeichnete Elemente zu finden, ein Kopf in einer roten Hammer-und-Sichel-Sturmhaube sowie eine antisemitische Karikatur. Auf der Rückseite findet sich ein Text, in dem von einem „neubabylonischem Vampir“ die Rede ist, der sich getarnt in der „flüchtenden Masse“ in Europa „eingenistet“ habe. Als Teil dieser Verschwörung werden Trump, Putin, Isfahans Ayatoll-Haus (sic), Saromans El Saud Bande (sic) und ein „Zions-Rabbi“ genannt. Unter anderem wird dieser Rabbi für die zwei Weltkriege verantwortlich gemacht.

     
  • 10.02.2018, 600 Menschen bei extrem rechtem Gedenken in Dresden

    Sachsen

    (Dresden)

    Quelle:
    JFDA (via Facebook)

    Knapp 600 Rechtsextreme marschieren in Dresden auf: Die Demonstrierenden gedenken der Opfer der Bombardierung Dresdens im Februar 1945 und verherrlichen in diesem Atemzug wiederholt den Nationalsozialismus. So werden einschlägige Symbole wie die sogenannte "Schwarze Sonne" oder Schriftzüge wie "Division 88" offen gezeigt. Mit Bannern und Aussagen wie denen vom "Bombenholocaust" und vermeintlichen Opferzahlen der Bombardierungen durch die Alliierten, die wissenschaftliche Schätzungen weit übersteigen, relativieren Teilnehmende den Holocaust.

     
  • 12.02.2018, Antisemitische Schmiererei am Bezirksamt Kreuzberg

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    Register Berlin

    An die Fassade neben dem Eingang des Bezirksamtes in der Yorckstraße werden zwei "Judensterne" geschmiert.

     
  • 13.02.2018, Lehrer verbreitet antisemitische Verschwörungstheorien

    Brandenburg

    (Potsdam)

    Quelle:
    Potsdamer Neueste Nachrichten

    Am Potsdamer Schiller-Gymnasium hat bis vor Kurzem ein Lehrer unterrichtet, der via Twitter teils antisemitische Verschwörungstheorien veröffentlicht hat. Zum Stein des Debatten-Anstoßes wurde eine Grafik, die ein Hakenkreuz aus zwei gekreuzten Patronen und den Fahnen Israels, der USA, Großbritanniens und der Nato zeigt. Darüber steht auf Englisch die Überschrift „Die Achse des Bösen“. Ein anderer Twitter-Nutzer machte die Stadtverwaltung darauf aufmerksam, dass es sich bei dem Twitter-User um einen Lehrer des Schiller-Gymnasiums handelt. Der Mann hat die Schule mittlerweile verlassen – was ausschließlich mit dem Verlauf seines Referendariats zu tun hat. Von seinen Aktivitäten auf Twitter habe die Schule nichts gewusst, sagt der Schulleiter.

     
  • 13.02.2018, Antisemitische Schmiererei an Bushaltestelle

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Eine antisemitische Schmiererei wird auf der Glasscheibe über einem Werbeplakat an der Bushaltestelle Ecke Kurfürstenstraße/Schillerstraße im Stadtteil Tiergarten entdeckt. Darauf steht: „CDU-Jude! Du bist ein Multimilliardendieb!!! Das Geld gehört nicht DIR, u. auch nicht das – DR -“. Zudem sind insgesamt vier durchgestrichene Davidsterne zu sehen.

     
  • 17.02.2018, Holocaustleugnung auf rechtsextremer Kundgebung

    Sachsen

    (Dresden)

    Quelle:
    JFDA (via Facebook)

    Rund 200 Rechtsextreme versammeln sich auf dem Postplatz in Dresden. Anlass war der Jahrestag der Bombardierung Dresdens im Februar 1945. Die Australierin Michèle Renouf leugnet in ihrer Rede den Holocaust, rechtfertigt die Errichtung von Konzentrationslagern und verbreitet unter Applaus weitere rassistische sowie antisemitische Verschwörungsmythen. Übersetzt wird ihre Rede vom freigestellten Berliner Lehrer Nikolai N., welcher zuvor u.a. ein Grußwort des australischen Holocaustleugners Fredrick Toben verlas. Dem Anmelder und wegen Holocaustleugnung vorbestraften Neonazi Gerhard Ittner ist es polizeilich untersagt worden, eine eigene Rede zu halten. Kurz nach dem Auftritt Renoufs unterbricht die Polizei aufgrund von volksverhetzenden Inhalten die Versammlung und fordert nach gerichtlicher Prüfung den Veranstalter schließlich auf, die Veranstaltung abzubrechen und nicht die geplante Demonstration anzutreten. Laut Polizei werden gegen zwei Redner Strafverfahren eingeleitet und die Personalien von 81 Personen festgestellt, die dennoch versuchen eine Demonstration durchzuführen.

     
  • 19.02.2018, Antisemitische Schmiererei mit Fußballbezug

    Sachsen

    (Leipzig)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Auf einer lediglich mit weißen Plakaten beklebten Litfaßsäule in der Prager Straße wird ein antisemitisches Graffiti entdeckt, dass sich gegen den Fußballverein Chemie Leipzig richtet. Auf der Säule ist „JDN Chemie“ zu lesen, zwischen dem Schriftzug „JDN“ und Chemie ist zudem ein Pfeil gezogen worden. Auch die Zahl 1966 wird dicht neben den Schriftzug geschrieben. Im Jahr 1966 wurde der Fußballverein Lokomotive Leipzig gegründet, dessen Fans beispielsweise beim letzten Derby gegen Chemie Leipzig mit rassistischen und antisemitischen Parolen in Erscheinung traten. Die Abkürzung JDN steht für „Juden“. Die Markierung anderer, auch nicht-jüdischer Personen und Institutionen wird gerade im Fußballkontext verwendet, um das Gegenüber zu beleidigen und herabzuwürdigen.
    
    

     
  • 20.02.2018, Einwurf antisemitischer Propaganda bei einer Bildungseinrichtung

    Hamburg

    (Hamburg)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    In den Briefkasten einer Hamburger Bildungseinrichtung, an welcher auch Jüd*innen lernen, wird ein unfrankierter brauner Umschlag mit antisemitischen und rassistischen Propagandamaterialien eingeworfen. Unter anderem enthält der mit diversen Stempeln, jedoch nicht mit einer Absender*innenangabe versehene Umschlag ein längeres Pamphlet mit dem Titel „Chyren-Manifest zur möglichst friedlichen Abwicklung des Judentums“. Die sich als „Neue Gemeinschaft von Philosophen“ bezeichnende verfassende Person fordert darin eine „Überwindung des Judentums“ als „Grundvoraussetzung für eine freie Welt“, da diesem in der Geschichte die Funktion einer „archetypischen Widersacherkraft“ zugemessen wird.

     
  • 26.02.2018, Unbekannte zeichnen großes Hakenkreuz vor Synagoge in Schnee

    Bayern

    (München)

    Quelle:
    Münchener Abendzeitung

    Zwei Männer zeichnen ein etwa fünf mal fünf Meter großes Hakenkreuz am Sankt-Jakobs-Platz in den Schnee, an dem sich das Jüdische Zentrum mit der Ohel-Jakob-Synagoge befindet. Ein Zeuge, der die beiden am Abend beobachtet, spricht die beiden Männer an, woraufhin die Unbekannten das Hakenkreuz verwischen. Danach flüchten sie vom Tatort. Die Polizei leitet sofort eine Fahndung ein, sie kann die Täter allerdings nicht mehr ausfindig machen.

     
  • 01.03.2018, Serie antisemitischer Schmierereien

    Sachsen

    (Leipzig)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Im Leipziger Stadtteil Kleinzschocher wurden von März bis Mai mehrere antisemitische Schmierereien entdeckt. Mit Kreide oder Edding wurde der Schriftzug „Anti Zion“ an mindestens sieben verschiedenen Orten angebracht. Neben dem „Anti Zion“ Schriftzug waren teilweise unterschiedliche andere Aussagen zu lesen, u.a. „Fuck Antifa“, „Nazikiez“ und „NWO“. Letzteres steht für „New World Order“ steht, ein antisemitischer Verschwörungsmythos. In einem Fall wurde am 13. Mai auf einem Getränkewagen zwischen „Anti“ und „Zion“ ein durchgestrichener Davidstern gemalt und in ihn der Buchstabe Z geschrieben. Ganz in der Nähe wurden am selben Tag außerdem weitere geschmierte Parolen entdeckt: „Israel ist ein zionistischer Terrorstaat!“, sowie „Free Palestine!“ und „Free World!“. Viele der Schmierereien wurden erfreulicherweise bereits in kurzer Zeit entfernt, durchgestrichen oder überklebt.

     
  • 03.03.2018, Hitlergruß und offener Antisemitismus bei extrem rechter Demonstration

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    JFDA (via Facebook)

    In Berlin gehen etwa 500 Rechtsextreme unter dem Motto “Nein zur Groko” auf die Straße. Aufgerufen hat das Netzwerk “Wir für Deutschland”, das seit 2016 regelmäßig rassistische Aufmärsche organisiert. Die Teilnehmenden, unter denen sich neben Anhänger*innen der AfD auch viele Neonazis befinden, skandieren Parolen wie “Nationaler Sozialismus – jetzt” und “Ruhm und Ehre der deutschen Nation”. Einige Teilnehmer des Aufmarsches zeigen den Hitlergruß. Aus diesem Grund kommt es nach Ende der Versammlung zu mehreren vorläufigen Festnahmen. Journalist*innen werden am Rande des Aufzugs immer wieder von Teilnehmenden beleidigt und bedrängt. Ein Teilnehmer trägt zudem Plakate mit offen antisemitischen Karikaturen.

     
  • 05.03.2018, Positiver Holocaust-Bezug im Wartezimmer

    Niedersachsen

    (Wesermarsch-Kreis)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Als zwei ältere Damen im Wartezimmer einer Arztpraxis im Wesermarsch-Kreis die Davidstern-Kette eines Mannes bemerken, verhöhnen sie diesen und beziehen sich dabei positiv auf den Holocaust. Der Betroffene hat bereits im Wartezimmer der Praxis gesessen, als zwei über achtzigjährige Frauen den Raum betreten. Er hilft ihnen beim Öffnen der Tür und beim Ausziehen und Aufhängen ihrer Mäntel. Dabei bemerkt eine der Frauen den Davidstern-Anhänger, den der Betroffene an einer Kette um den Hals trägt. Sie fragt, was das für ein Symbol sei. Auf die Erklärung des Betroffenen hin sieht sie ihn angewidert an und antwortet: „Ach, hat man Sie vergessen?“ Zum Zeitpunkt dieser Beleidigung befinden sich noch weitere Wartende in der Praxis, die den Dialog mitanhören. Mehrere blicken nach der Äußerung der älteren Frau zu Boden, doch sagt niemand etwas während der etwa zehn Minuten, bis der Betroffene zum Arzt aufgerufen wird. Nach dem Termin will der Betroffene die Praxis möglichst schnell verlassen und spricht den antisemitischen Vorfall nicht gegenüber dem Arzt oder den Helfer*innen an. Er veröffentlicht ihn aber einige Zeit später in sozialen Medien, woraufhin er viel Solidarität erfährt.

     
  • 05.03.2018, Antisemitische Schmiererei in einer Berufsschule

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    In einer Berufsschule in Steglitz-Zehlendorf werden in einer Toilettenkabine eine durchgestrichene stilisierte Israelfahne sowie der Schriftzug „Juden RAUS!“ entdeckt. Die Schulleitung ist informiert worden und hat angekündigt, die Schmiererei zu entfernen.

     
  • 08.03.2018, Israelischer Messestand ist Zielscheibe antisemitischer Anfeindungen

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    JFDA (via Facebook)

    Auf der internationalen Tourismusmesse ITB in Berlin ist es zu einem Vorfall am Stand der israelischen Tourismusbehörde gekommen: Drei Sicherheitsmitarbeiter der Messe bedrängen den Stand. Nach Angaben der Polizei nähern sich die 19- bzw. 21-jährigen Männer gegen 14.30 Uhr dem Stand, schwenken Schals mit der palästinensischen Flagge und rufen „Free Palestine“. Als die alarmierte Polizei eintrifft, haben sich die Männer bereits entfernt. Die Polizei habe sie jedoch in einer anderen Halle antreffen und ihre Personalien feststellen können.

     
  • 09.03.2018, Antisemitische Parolen und Vernichtungsdrohungen im Hinterhof

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    In der Nacht zum 9. März werden im Hinterhof eines Hauses in Moabit antisemitische Vernichtungswünsche gegen einen jüdischen Hausbewohner skandiert. Bereits im September 2017 hat dieselbe Person in Richtung der Wohnung des Betroffenen antisemitische und homosexuellenfeindliche Parolen gerufen und mit Eisenstangen im Hinterhof randaliert. Zu diesem Zeitpunkt hing im Fenster des Betroffenen noch eine vom Innenhof einsehbare Israelflagge. Die Flagge war nach dem Vorfall im September abgehängt worden. Am 9. März richtet sich der Mann, der im selben Wohnkomplex wohnt, erneut explizit gegen den Betroffenen: Wenn in dessen Zimmer Licht brennt, beginnt er zu rufen, sobald das Licht ausgeschalten wird, hört er damit auf. Die gerufenen Parolen bestehen vor allem aus antisemitischen Drohungen sowie NS- und Holocaust-Verherrlichungen. Unter anderem äußert er „Judensau, ich bring dich um!“ und „Juden sind nur Dreck, alle ins KZ!“. Die Rufe hören erst auf, als die herbeigerufene Polizei erscheint.

     
  • 10.03.2018, Antisemitischer Farbanschlag auf Zahnarztpraxis

    Niedersachsen

    (Hannover)

    Quelle:
    Hannover gegen Nazis (via Facebook)

    An der Tür der Zahnarztpraxis von Dr. Edwin Zimmermann wird eine rote Rose mit einem Davidstern und dem Wort „Jude“ gemalt. Zudem wird der Name des Arztes auf dem Briefkasten ebenfalls mit roter Farbe übermalt.

     
  • 10.03.2018, Antisemitische Propaganda in Westend

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    Register Berlin

    Vormittags zeigt ein Mann antisemitische Plakate am Messedamm in Westend. Er steht vor dem Besuchereingang der Internationalen Tourismus-Börse, dort stellt auch Israel aus. Der Mann, Usama Z., zeigt seine antisemitischen Plakate regelmäßig an verschiedenen Orten in Berlin, insbesondere bei Demonstrationen.

     
  • 15.03.2018, Antisemitischer Sticker an einem Fenster angebracht

    Sachsen

    (Wurzen)

    Quelle:
    chronik.LE

    An einem Fenster in der Karl-Liebknecht Straße in Wurzen wird ein antisemitischer Aufkleber mit der Aufschrift "ACAJ – All Chemikers are Jews" angebracht. Aufmerksame Anwohner*innen entfernen den Sticker. Die Aufkleber richten sich gegen die Anhänger*innen des Leipziger Fußballclubs BSG Chemie Leipzig.

     
  • 15.03.2018, Gedenkstein für jüdische Familie mit roter Farbe beschmiert

    Bayern

    (Traunstein)

    Quelle:
    aida-Archiv

    In der Zeit vor dem 15. März 2018 beschmieren Unbekannte den Gedenkstein für die jüdische Familie Holzer in der Kernstraße sowohl an Vorder- als auch an der Rückseite mit roter Farbe. Das Denkmal für die Familie, die in der Reichspogromnacht des 9. Novembers 1938 von den Nazis aus ihrem Haus in der Kernstraße 6 vertrieben und später ermordet worden war, konnte 2009 durch Spenden von Bürger*innen und mit Unterstützung der Stadt Traunstein errichtet werden.

     
  • 24.03.2018, Mädchen von Mitschülern aus antisemitischen Motiven bedroht

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    Die Tageszeitung (taz)

    An der Paul-Simmel-Grundschule in Tempelhof fragen muslimische Mitschüler ein Mädchen gefragt, ob sie Jüdin sei. Weil ein Elternteil des Mädchens jüdischer Herkunft ist, habe sie das bejaht. Die Mitschüler wiederholen daraufhin das Wort „Jude“ drohend. Außerdem ist das Mädchen bei einem früheren Vorfall mit dem Tod bedroht worden, weil sie nicht an Allah glaube, so der Vater der Schülerin.

     
  • 24.03.2018, Antisemitische Verschwörungsideologien im Rahmen einer extrem rechten Demonstration verbreitet

    Rheinland-Pfalz

    (Kandel)

    Quelle:
    Flickr

    Die Initiative „Kandel ist überall“ instrumentalisiert den Mord eines Mädchens im südpfälzischen Kandel und protestiert gegen die deutsche Asylpolitik und die Aufnahme von Geflüchteten. An der Demonstration, die von der AfD-Landtagsabgeordneten Dr. Christina Baum (Main-Tauber/Baden-Württemberg) angemeldet wurde, beteiligen sich rund 1000 Menschen aus dem politisch rechten bis extrem rechten Spektrum. Die „Pegida Schweiz Partei“ (PSP) trägt ein weißes Banner mit der Aufschrift: „NWO, Rothschild, Soros!! Umvolkung in vollem Gange!! [...]“ In extrem rechten Kreisen sind die Namen „Rothschild“ und „Soros“ sowie die Vorstellung einer „Neuen Weltordnung“ (kurz: NWO) beliebte Codes, um auf eine angeblich jüdische Weltherrschaft hinzuweisen. Demnach betrieben sie durch Immigration eine „Umvolkung“ – ein Begriff aus Zeiten des Nationalsozialismus – zur Vernichtung der europäischen „Völker“.

     
  • 24.03.2018, In der U-Bahn antisemitisches Lied gesungen

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Eine Gruppe junger Männer singt in der U2 im Prenzlauer Berg ein antisemitisches Lied: Die sieben Personen sind Fans des BFC Dynamo, sie tragen neben der charakteristischen Fankleidung in Bordeauxrot auch Schals mit der Aufschrift „Märkische Jungs“. Die Männer steigen an dem Nachmittag an der Station Eberswalder Straße in die U-Bahn in Richtung Ruhleben ein und rufen dabei diverse Fußballgesänge. Noch bevor die U-Bahn die nächste Station erreicht, beginnen die Männer zu grölen: „Eine U-Bahn bauen wir von Lichtenberg nach Auschwitz“. Von den anderen Fahrgästen gibt es hierauf keine wahrnehmbaren Reaktionen oder gar Interventionen.

     
  • 27.03.2018, Nach Holocaustleugnung wird Bekannter mit Messer bedroht

    Bayern

    (München)

    Quelle:
    tz

    Ein 38-Jähriger verhöhnt nach Angaben der Polizei gegenüber einem Bekannten den Holocaust und behauptet, dass es ihn nie gegeben haben soll. Daraufhin kommt es zu einem Streit mit seinem Bekannten. Im Verlauf des Streitgesprächs bedroht der Mann seinen Bekannten in dessen eigener Wohnung mit einem Messer. Der 39-Jährige redet daraufhin beruhigend auf seinen Besuch ein, bis dieser das Messer wieder wegnimmt.

     
  • 28.03.2018, Antisemitische Bedrohung im Wohnumfeld

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Eine Frau entdeckte Berlin-Köpenick, dass an ihrer Wohnungstür in einem Mehrfamilienhaus das Wort „Juden“ geschmiert worden war. Um den Türspion wurde zudem ein Zielfernrohr gezeichnet. Die antisemitische Bedrohung ist Teil einer seit Jahren in dem Haus vorherrschenden Atmosphäre. So kam es schon mehrfach zu Auseinandersetzungen, weil die Betroffene rassistische und antisemitische Äußerungen der Nachbar*innen kritisiert hatte. Ein Nachbar hatte in der Vergangenheit beispielsweise „Guck mal, die Juden kommen“ aus dem Fenster gerufen, als die Frau das Haus verließ. Auch als „Scheiß Zecke“ war die Betroffene bereits beschimpft worden. Im extrem rechten Spektrum wird die Markierung auch von nicht-jüdischen Personen und Institutionen als jüdisch verwendet, um diese herabzuwürdigen.

     
  • 31.03.2018, Antisemitische Schmiererei in Connewitz

    Sachsen

    (Leipzig)

    Quelle:
    chronik.LE

    Im Stadtteil Connewitz schmieren Unbekannte mit Edding antisemitische Symbole. Der Davidstern in einer Israel-Fahne wird dabei mit einem roten Edding in ein Hakenkreuz umgewandelt. Die Schmiererei ist somit antizionistisch zu verstehen.

     
  • 01.04.2018, Vernichtungsdrohung geschmiert

    Rheinland-Pfalz

    (Neuwied)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Auf der Rückseite eines Schildes am Rhein bei Neuwied wird eine antisemitische Vernichtungsdrohung entdeckt, die sich generell gegen Juden, aber auch gegen Bundes- und Landespolitiker*innen sowie einen Kritiker von Rechtsextremismus und Rechtspopulismus aus der lokalen Zivilgesellschaft richtet. Dieser ist zuvor auf der Webseite des AfD-Kreisverbandes implizit bedroht worden. Auf dem Schild steht der Schriftzug „Juden ins Gas + [Name des Betroffenen] + Dreyer + Maas“. Daneben ist ein Hakenkreuz geschmiert worden. Der Schriftzug wird umgehend entfernt, die Polizei ermittelt.

     
  • 01.04.2018, Spätkaufbesitzer antisemitisch beschimpft

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Eine Frau schrie im U-Bahnhof „Zoologischer Garten“ den Besitzer eines Spätkaufes an und beschimpfte ihn als „dreckige Judensau“. Der Frau wurde zuvor bereits mehrfach Hausverbot erteilt. An diesem Abend suchte sie den Spätkauf auf und beschimpfte den Besitzer, woraufhin dieser sie wieder auf das bestehende Hausverbot hinwies. Er versuchte, sie ansonsten zu ignorieren. Als sich eine weitere Person einmischte, wurde auch sie als „dreckiges Judenpack“ bezeichnet. Ein weiterer Zeuge am Spätkauf sowie mehrere Menschen auf dem Bahnsteig reagierten nicht auf den Vorfall.

     
  • 03.04.2018, Gedenktafeln einer Erinnerungsstätte gezielt beschädigt

    Sachsen

    (Chemnitz)

    Quelle:
    Endstation Rechts

    An Gedenktafeln der Erinnerungsstätte „Kaßberg-Gefängnis“ werden mehrere Sachbeschädigu-ngen entdeckt. Nach Polizeiangaben könnte die Tat bereits einige Tage zurückliegen. Mehrere Glaswände sind beschädigt und gezielt solche mit einem Bezug zu NS-Verbrechen zerstört worden. Die ehemalige Haftanstalt wurde sowohl von den Nationalsozialisten als auch dem DDR-Regime zur Inhaftierung politischer Häftlinge genutzt. Die Gedenktafeln an der Außenwand, die über die Geschichte des Ortes aufklären, wurden erst vor einem Jahr eingeweiht. Die Motive sind unklar, jedoch spricht die Übernahme der Ermittlungen durch den Staatsschutz für einen möglichen politischen Hintergrund.

     
  • 03.04.2018, Taxifahrer äußert antisemitische Verschwörungsmythen

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Auf einer Taxifahrt wird eine Frau durch den Fahrer unvermittelt mit antisemitischen Verschwörungsmythen konfrontiert. Das Gespräch ist während der Fahrt zur Fastfood-Kette McDonalds gekommen. Hierzu sagt der Fahrer, Restaurants der Kette würde er nicht mehr besuchen, da „das alles Zionisten“ seien. Während der Fahrt auf der Stadtautobahn führt er weiter aus: „Die Zionisten locken die Kinder mit Spielzeug, um sie dann zu vergewaltigen und zu ermorden.“ Die Frau sagt hierzu nichts mehr, beendet die Fahrt aber sofort, als das Taxi die Autobahn verlassen hat.

     
  • 04.04.2018, Antisemitischer Kreideslogan in Plagwitz und Kleinzschocher

    Sachsen

    (Leipzig)

    Quelle:
    chronik.LE

    An einer Hauswand in Plagwitz wird mit Kreide der Slogan "Die Völker müssen gemeinsam gegen den Zionismus aufstehen" angebracht. Der wortgleiche Slogan wird auch auf dem Fußweg an einem Supermarkt in Kleinzschocher angebracht. Der Antizionismus ist eine Gegenbewegung zum Zionismus und spricht, häufig antisemitisch motiviert, dem jüdischen Staat Israel das Existenzrecht ab.

     
  • 05.04.2018, Antisemitisch motivierte Brandstiftung?

    Sachsen

    (Chemnitz)

    Quelle:
    Endstation Rechts

    Auf dem Gelände eines städtischen Kindergartens brennt ein Gartenhaus komplett nieder. Zudem finden sich Spuren weiterer Einbruchsversuche. Die kommunale Einrichtung beherbergt unter anderem die jüdische Kindergruppe „Schalom“. Nach ersten Ermittlungen geht die Polizei von einem Brandanschlag aus. Der Fall wird an das Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum des Landeskriminalamtes abgegeben. Die Motive sind unklar, jedoch lässt sich eine antisemitische Motivation nicht ausschließen. Zudem ist unklar, ob eine Verbindung zu den Sachbeschädigungen besteht, die zwei Tage zuvor an der Erinnerungsstätte „Kaßberg-Gefängnis“ begangen wurden.

     
  • 08.04.2018, Antiisraelische Demonstration auf dem Neuköllner Hermannplatz

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    JFDA (via Facebook)

    Rund 250 Menschen versammeln sich auf dem Hermannplatz in Berlin-Neukölln auf einer pro-palästinensischen Demonstration im Rahmen des „Großen Marschs der Rückkehr“, zu der BDS Berlin aufgerufen hat. Vereinzelt werden antiisraelische Schilder gezeigt und Parolen wie „From the river to the sea – Palestine will be free!“ skandiert. Zudem rufen BDS-Anhänger*innen zum Boykott des jüdischen Staates auf. Über Lautsprecher werden die Teilnehmenden der Demonstration davor „gewarnt“, dass auch „zionistische Journalisten“ anwesend seien. In einem Lied, das vom Lautsprecherwagen ausgeht, werden Raketen aus dem Gazastreifen auf zivile Ziele in Israel gerechtfertigt.

     
  • 11.04.2018, Antisemitische Äußerungen und Bedrohungen

    Sachsen

    (Leipzig)

    Quelle:
    chronik.LE

    Anlässlich des Jom HaSchoa (deutsch: „Tag des Gedenkens an Holocaust und Heldentum“) versammeln sich 150 Menschen am Richard-Wagner-Hain und demonstrieren durch die Leipziger Innenstadt, um den Opfern des Holocaust und dem jüdischen Widerstand zu gedenken. In Redebeiträgen werden aktuelle Phänomene des Antisemitismus benannt und problematisiert. Bei der Auftaktkundgebung äußert sich eine Person einem Demonstrationsteilnehmer mit einer Israel-Fahne ablehnend gegenüber und sagt "Das ist immer noch mein Land". Drei weitere Personen begleiten die Demonstration bis zur Thomaskirche und rufen immer wieder "Scheiß Israel", "Tod Israel" und "Freiheit für Palästina" und bedrohen Teilnehmende der Demonstration.

     
  • 12.04.2018, Antisemitische Äußerungen vom Steuerberater

    Bayern

    (München)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Als ein Steuerberater das Studienfach eines Kindes seiner Kundin erfuhr, kommentierte er dies antisemitisch. Der Begriff „Holocaust“ sei eine eine jüdische Erfindung, er bevorzuge die Bezeichnung „Endlösung der Judenfrage“.

     
  • 14.04.2018, Antisemitismus bei Neonazi-Demonstration

    Nordrhein-Westfalen

    (Dortmund)

    Quelle:
    Endstation Rechts

    Im Rahmen einer Demonstration, organisiert von der extrem rechten Kleinstpartei „Die Rechte“, an der sich rund 600 Neonazis beteiligen, werden zahlreiche antisemitische Vorfälle festgestellt. So hängt in dem als Bühne verwendeten LKW ein Banner mit dem Bild des früheren iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschads. Daneben steht der Spruch einer Teheraner Konferenz von 2005 mit dem Titel „The World without Zionismus“. Bei der Demonstration wird diese Botschaft neben dem Veranstaltungsmotto gleichberechtigt transportiert. Auffällig häufig wird das Lied „Europa-Jugend-Revolution“ von Carpe Diem abgespielt, das mit Textzeilen wie „eine Macht, der das Geld gehört“ deutlich antisemitisch verstandene Codes enthält. Während einer der zahlreichen Pausen – die Polizei hat immer wieder Verstöße gegen die Auflagen zu beanstanden – wird im vorderen Teil des Zuges die Parole „Wer Deutschland liebt, ist Antisemit“ angestimmt. Entsprechende Codes werden auch vom Redner aus Norwegen bedient, der alle in seiner Sicht schädlichen Entwicklungen auf „Rothschild“ und auf George Soros zurückführte. So sei der französische Präsident Macron nur eine Marionette und auch die AfD keine Alternative, weil an deren Spitze ein „Rotharier und eine ehemalige Goldman Sachs-Bankerin“ stünde. Ein russischer Redner doziert, dass die „Globalisten“ die „weißen Völker zerstören“ wollten. Am deutlichsten wird Zwezdomir Andronow vom Bulgarischen Nationalbund (BGNS). Er erklärt, mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges hätten „dunkle Mächte“ das Ruder in Europa übernommen, die den „Bolschewismus“ vorantrieben. Der Kontinent sei heute „ein Konzentrationslager mit dem Ziel, unsere völkische Identität zu zerstören“.

     
  • 14.04.2018, Angriff nach Kritik an antisemitischen Plakaten

    Berlin

    (14-04-2018 Angriff nach Kritik an antisemitischen Plakaten)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Als ein Mann im Rahmen der Mietenstopp-Demonstration in Berlin Mitte ein antisemitisches Plakat kritisierte, wurde er von dessen Träger mit dem Plakatrahmen auf den Kopf geschlagen. An der Mitte April stattfindenden Demonstration „Steigende Mieten stoppen“ nahm auch Usama Z. teil. Z. zeigt regelmäßig Plakate mit antisemitischen Parolen an öffentlichen Orten und bei Veranstaltungen wie Demonstrationen. Auf den Plakaten ist u.a. „Die Zionisten regieren die Welt, nicht Trump und nicht Merkel“, „Die Zionisten verbergen sich in dem Geheimdienst, darum führen sie den Terror in die Welt“ sowie „Die zionistischen Staatsanwälte & Rechtsanwälte beteiligen sich am Mord der Ausländer und Politiker“ und „Nazi heißt Nationalistisch Zionistisch und sie sind Faschisten und Terroristen“ zu lesen. In der Vergangenheit ist Z. regelmäßig aggressiv gegen Menschen vorgegangen, die seine Plakate kritisierten. So auch im Rahmen der Mietenstopp-Demonstration am 14. April. Ein anderer Teilnehmer sprach Usama Z. an, die antisemitischen Schilder hätten auf der Demo nichts zu suchen. Daraufhin schlug Z. den Teilnehmer mit dem Holzrahmen unvermittelt auf den Kopf. Der Betroffene konnte sich zwar mit der Hand schützen, zog aber an der Hand und am Kinn leichte Verletzungen sowie ein Hämatom am Bauch davon. Da er im Anschluss an den Schlag über Übelkeit klagte, musste er den Nachmittag zur Beobachtung im Krankenhaus verbringen. Anwesende Polizeibeamte mussten durch den Betroffenen aufgefordert werden, einzugreifen; sie nahmen schließlich die Personalien der Beteiligten und von Zeug_innen auf. Die Ermittlungen laufen.

     
  • 17.04.2018, Mit Glasflasche und Gürtel aus antisemitischer Motivation attackiert

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    JFDA (via Facebook)

    Einzig weil er eine Kippa trägt, wird ein junger Israeli am Helmholtzplatz in Berlin-Prenzlauer Berg angegriffen. In einem Video von der Tat, das der Betroffene in einer Facebook-Gruppe teilt, ist zu sehen, wie einer der mutmaßlichen Täter mit einem Gürtel auf den Filmenden einschlägt und ihn wiederholt als "Yahudi" (arabisch: "Jude") bezeichnet, ehe ein anderer Mann ihn wegzieht. Der mutmaßliche Schläger hat laut Polizei bereits zuvor versucht, das Opfer mit einer Glasflasche anzugreifen; eine Zeugin ist dazwischen gegangen.

     
  • 18.04.2018, Autofahrer mit Kippa antisemitisch beschimpft und mehrfach ausgebremst

    Nordrhein-Westfalen

    (Münster)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Ein jüdischer Mann, der aufgrund seiner Kippa als solcher zu erkennen ist, wird während der Autofahrt antisemitisch beschimpft, ausgebremst und gefilmt. Der Mann muss an einer Ampel anhalten, als er plötzlich den Ruf „Scheißjude“ vernimmt. Er blickt sich um und bemerkt in einem Mercedes links neben ihm zwei Männer, von denen einer auf ihn einschreit und ihn dabei mit dem Handy filmt. Als die Ampel auf Grün springt und der Betroffene, aber auch die beiden Männer losfahren, lenken diese ihren Wagen in die Fahrspur vor den Betroffenen und fahren lediglich 20-30 km/h, obwohl an dieser Stelle 100 (später 70) km/h Höchstgeschwindigkeit erlaubt sind. Schließlich bremsen sie den Betroffenen regelrecht aus und bringen dessen Wagen nahezu zum Stehen. Dies wiederholen sie mehrere Male und filmen den Betroffenen dabei weiterhin. Schließlich biegen die Männer ruckartig auf eine Autobahnauffahrt ab. Der Betroffene kann das Nummernschild des Mercedes fotografieren und erstattet Anzeige.

     
  • 19.04.2018, Private Nachricht mit Vernichtungsfantasien

    Ein Internetnutzer aus Schleswig-Holstein erhält bei Facebook private Nachrichten mit Vernichtungsfantasien, nachdem er dem Staat Israel auf einer öffentlichen Facebook-Seite zum Unabhängigkeitstag gratulierte. Der Täter wünscht dem Empfänger den Tod durch Vergasung und schreibt, "ich hoffe du wirst von einer palästinensischen Bombe oder Rakete zerfetzt".

     
  • 22.04.2018, Rassistische und antisemitische Beleidigungen überschatten Fußballspiel

    Sachsen

    (Leipzig)

    Quelle:
    RAA Sachsen

    Das A-Jugend-Spiel zwischen dem SV Thekla und Blau-Weiß Leipzig muss wegen zahlreichen rassistischen und antisemitischen Beleidigungen der Gästemannschaft durch die Thekla-Fans abgebrochen werden. Sie werden u.a. als "Kanaken" und "Judenschweine" bezeichnet. Bei der Mannschaft aus Kleinzschocher sind viele Spieler mit Migrationshintergrund aktiv, bereits im Hinspiel sei es zu rassistischen Ausfällen gegen sie gekommen. Im Laufe des Spiels kommt es nach einem Elfmeterpfiff gegen Thekla zu einer Rudelbildung, der Sicherheitsdienst muss betrunkene Thekla-Fans von einem Platzsturm abhalten und die Polizei notiert eine "Backpfeife" von Thekla-Trainer Ronny Claus gegen den Blau-Weiß-Torwart. Der sieht sich und seine Mannschaft ungerecht behandelt und meint: "Wenn man deutschsprachig ist, ist man immer der Dumme."

     
  • 25.04.2018, Antisemitischer Angriff auf Teilnehmer*innen von „Berlin trägt Kippa“

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Auf dem Weg zu der Kundgebung „Berlin trägt Kippa“ wird eine Gruppe von sechs Personen angegriffen und antisemitisch beleidigt. Vier der Betroffenen tragen Kippot, zwei von ihnen sichtbar eine Kette mit Davidstern. Die Betroffenen laufen gerade die Eisenacher Straße in Schöneberg entlang, als ihnen auf der anderen Straßenseite einer Gruppe von sechs Männern und einer Frau entgegenkommt. Plötzlich beginnt die Gruppe in Richtung der Betroffenen zu rennen. Die Betroffenen versuchen, ihren Weg fortzusetzen, jedoch versperrt die Gruppe ihnen den Weg. Eine Person fragt: „Wo wollt ihr denn hin? Zur Zionisten Veranstaltung in die Fasanenstraße?“ Eine der betroffenen Personen erwidert „Ach komm, hört auf mit dem Scheiß“ und versucht, weiterzugehen. Die Gruppe blockiert aber wiederum den Weg. Eine Person spuckt einem Betroffenen vor die Füße, eine zweite einem weiteren Betroffenen ins Gesicht. Dazu rufen sie „Verpisst Euch Ihr Juden“ und „Wir schlagen Euch Antideutschen den Kopf ein“. Dann beginnen fünf der sieben Personen auf die Betroffenen einzutreten. Diese konnten sich wehren und dann ihren Weg fortsetzen, die angreifende Gruppe bleibt zurück. Nachdem die Betroffenen schon ein gutes Stück weitergegangen sind, rufen die Angreifer*innen den Betroffenen „Boycott Israel“ hinterher.

     
  • 27.04.2018, Antisemitische und NS-verherrlichende Schmierereien an Containern einer Schule

    Baden-Württemberg

    (Breisach am Rhein)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Mehrere antisemitische und NS-verherrlichende Schmierereien werden an Containern im Hof einer Schule sowie an mindestens einem Auto entdeckt. Die Container dienen der Schule als zusätzliche Unterrichtsräume. In roter Farbe werden auf den Containern die Schriftzüge "Nazilagerraum", "Arbeit macht Frei", "Juden sind Abschaum" und auf einer anderen Wand "You are next", "Nazis on board" sowie ein Hakenkreuz gesprüht. Zudem wird ein Auto einer Lehrkraft beschmiert, das als Einziges in der Nähe steht. Die Polizei wird informiert, nach ihren Angaben wird auch ein zweites Fahrzeug besprüht.

     
  • 29.04.2018, Beleidigung am Rande eines Schweigemarschs

    Baden-Württemberg

    (Geislingen)

    Quelle:
    Südwest Presse

    Eine Frau beleidigte die Demonstrant*innen eines Schweigemarschs für NS-Opfer mit mehreren Hundert Teilnehmer*innen von der Geislinger WMF in Richtung Seebach. Es wurde dabei der Opfer des Geislinger KZ-Außenlagers gedacht.

     
  • 01.05.2018, Dämonisierung Israels bei DGB-Kundgebung

    Die DGB-Demonstration zum Tag der Arbeit wird von anti-israelischen Aktivisten genutzt, um israelfeindliche Propaganda zu zeigen und zu verteilen. Sie fordern die Freilassung einer wegen gewalttätiger Angriffe verurteilten palästinensischen Aktivistin, zeigen eine Palästina-Fahne sowie ein Schild mit der Aufschrift "Free Palestine". Zudem wird auf einem Plakat eine Karikatur gezeigt, die Israel dämonisiert und die aktuelle Gewalt palästinensischer Terroristen gegen die einzige Demokratie im Nahen Osten unterschlägt. Auch beim anschließenden Maifest an der Drahtbrücke zeigen die Personen ihre anti-israelischen Plakate. In persönlichen Gesprächen mit Teilnehmern der Veranstaltung hetzten sie gegen "Zionisten".

     
  • 01.05.2018, Antisemitische Parolen bei Neonazi-Demonstration

    Sachsen

    (Chemnitz)

    Quelle:
    JFDA (via Facebook)

    Etwa 600 Neonazis beteiligen sich an einem Aufmarsch der extrem rechten Partei „Der III. Weg“. Für den „Arbeiterkampftag“ hat die Kleinstpartei bundesweit unter dem Motto „Kapitalismus zerschlagen!“ mobilisiert. Kein Redebeitrag kommt ohne antisemitisches Geraune aus, das wahlweise den „internationalistisch geprägten Liberalkapitalismus“, mächtige „Finanzmagnaten“ oder „One-World-Fanatiker“ für alle Übel der Welt verantwortlich macht. Tony Gentsch, stellvertretender Gebietsleiter „Der III. Weg – Mitte“, sagt, dass „Kapitalisten und Lobbyisten die Fäden ziehen“. Die Neonazis skandieren unter anderem „1. Mai – seit ’33 arbeitsfrei“, „Deutschland erwache“ sowie „Ruhm und Ehre der deutschen Nation“. Auch antisemitische Parolen wie „Nie wieder Israel“ werden mehrfach gerufen. Zudem rufen einige Neonazis in Richtung der Gegendemonstrant*innen „Ein Hammer, ein Stein – ins Arbeitslager rein“ und „Ihr bekommt noch Zyklon B“.

     
  • 01.05.2018, Antisemitische Parolen beim "Roten ersten Mai" des Jugendwiderstands

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    JFDA (via Facebook)

    Die gewaltbereite maoistische Gruppierung "Jugendwiderstand" mobilisiert unter dem Motto "Heraus zum Roten ersten Mai!" zu einer Kundgebung auf dem Karl-Marx-Platz im Berliner Bezirk Neukölln mobilisiert. Ca 80 Personen zogen im Anschluss in einem Demonstrationszug bis zum Hermannplatz. Während der Kundgebung wird von Rednern des Jugenwiderstands und Mitgliedern der antiisraelischen Organisation F.O.R. Palestine u.a. zur Verweigerung der deutschen Staatsraison aufgerufen, die das Existenzrecht Israels bedingungslos anerkennt. Des Weiteren wird ein Vergleich zwischen dem Holocaust und "Genozid und Vertreibung" in Palästina angestellt. Ein Vergleich, der laut der Definition der International Holocaust Remembrance Alliance als antisemitisch zu werten ist. Die Demonstrationsteilnehmer skandieren weiterhin Parolen wie: "...USA, internationale Massenmordzentrale" und rufen mit "Palästina, Kurdistan: Intifada, Serhildan!" zum Kampf gegen Israel auf.

     
  • 01.05.2018, Antisemitisch motivierter Angriff aufgrund eines Transparents

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Auf der „18 Uhr“-Demonstration in Berlin-Kreuzberg werden an der Ecke Naunyn- und Manteuffelstraße Teilnehmende des „Feministischen Blocks“ angegriffen. Ca. 15 Personen aus dem Umfeld der Gruppe „Jugendwiderstand“ greifen gezielt Träger*innen eines Transparents mit der Aufschrift „Den antisemitischen Konsens brechen! Jugend gegen Antisemitismus und Rassismus“ und einem durchgestrichenen BDS-Symbol an. Mit Schlägen und Tritten versuchen sie letztlich erfolglos, das Transparent zu entreißen.

     
  • 01.05.2018, Delegitimierung Israels in Köln

    Nordrhein-Westfalen

    (Köln)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    An der Gewerkschaftsdemonstration beteiligt sich u.a. auch eine kleine Gruppe mit Palästina-Fahnen und einem Transparent, auf dem die Umrisse des Staates Israel, einschließlich der palästinensischen Gebiete, in den Farben der palästinensischen Nationalflagge zu sehen sind – ein Hinweis dafür, dass die Träger*innen auch danach streben, Israel vollständig durch einen palästinensischen Staat zu ersetzen.

     
  • 01.05.2018, Solidaritätsbekundungen mit Ursula Haverbeck

    Thüringen

    (Erfurt)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Es versammeln sich ca. 700 Personen, um an der bundesweit beworbenen Demonstration der NPD anlässlich des 1. Mai teilzunehmen. Die Demonstration ist geprägt von Solidaritätsbekundungen mit der verurteilten Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck, die vor Kurzem durch die Staatsanwaltschaft Verden aufgefordert wurde, ihre Haftstrafe anzutreten. Frank Franz, Parteivorsitzender der NPD, nennt Haverbeck in seiner Rede ein „Vorbild“: „Eine stolze und aufrechte Kämpferin, die man mit annährend 90 Jahren einsperren will. Nur weil sie ihre Meinung frei äußern will, für unser Volk und Vaterland.“ Franz sendet daraufhin „Grüße“ von der gesamten Demonstration an ihre Person. Der Abgeordnete der NPD im Europäischen Parlament, Udo Voigt, geht in seiner Rede ebenfalls auf Haverbeck ein und bagatellisiert Haverbecks und Horst Mahlers strafbewährte Holocaustleugnungen als „unangenehme Meinung“. Der gesamte Demonstrationsblock der extrem rechten Kleinstpartei „Die Rechte“ trägt T-Shirts mit der Aufschrift „Solidarität mit Ursula Haverbeck“. Der Parteivorsitzende Sascha Krolzig, der eine Rede hält, trägt das T-Shirt ebenso wie einzelne Mitglieder der Organisationsstruktur. Auf einem Hochtransparent wird „Freiheit für Ursula“ gefordert. Von mehreren Rednern wird eine völkische Kapitalismuskritik im Sinne der antisemitischen Vorstellung vom „schaffenden“ und „raffendem“ Kapital geäußert, so etwa von Christian Häger, dem Vorsitzenden der NPD-Nachwuchsorganisation Junge Nationaldemokraten, der sagt, „auch ein Krebsgeschwür geht ein, wenn es seinen Wirt aufgezehrt hat“. Die Partei „Die Rechte“ trägt ein Transparent mit der Aufschrift „Ob Dortmund, Erfurt oder Buxtehude: Der Feind ist und bleibt der Kapitalismus“, auf welches Sven Skoda, ein extrem rechter Aktivist aus dem Rheinland, in seiner Rede Bezug nimmt. Nach den Worten „Der ewige Feind ist und bleibt …“ macht Skoda eine Kunstpause, während welcher einzelne Teilnehmer*innen intuitiv mit „der Jude“ antworteten. Skoda beendet seinen Satz mit: „… der Kapitalismus und seine Hintermänner.“ Bereits bei der Auftaktkundgebung bedient Thorsten Heise, Mitglied im Bundesvorstand der NPD, an die Presse gerichtet, antisemitische Mythen von einer jüdischen Einflussnahme auf Politik, Wirtschaft und Medien: „Warum gehen diese Damen und Herren nicht einmal zu diesen Soros dieser Welt? Warum gehen sie nicht einmal zu den Großkonzernen und decken auf, was da der Welt passiert? (…) Dass die Banken und Großkonzerne in der Hand von wenigen reichen Menschen unsere Heimat, unseren Planeten ausbeuten. Das trauen sie sich nämlich nicht, weil sie gar keine Pressevertreter sind.“ Neben der Solidarisierung mit der Holocaustleugnerin Haverbeck sind antisemitische Bezugnahmen auf die nationalsozialistischen Verbrechen in unterschiedlichen Reden wahrnehmbar. Auf der Zwischenkundgebung zitiert etwa Sebastian Schmidtke, „Bundesorganisationsleiter“ der NPD, ein Gedicht von Heinrich Seidel, worin u.a. die Worte „Arbeit mach die Völker frei“ vorkommen. Der NPD-Vorsitzende Franz sagt im Zusammenhang mit dem von ihm imaginierten „Schuldkult“: „Solange ich Vorsitzender dieser Partei bin, wird bei uns nicht Kippa getragen. Das Schlimmste, liebe Freunde, sind aber nicht jene, die die Kippa auf dem Kopf tragen, das Schlimme sind die Hunderttausende und Millionen, die ihre ganz spezielle Kippa in der Birne tragen. Als bundesrepublikanisches Zensurwerkzeug, dass ihnen offenbar jeden Verstand abgeschnitten hat.“ Seine Abgrenzung von der AfD kommt auch nicht ohne antisemitische Notiz aus: „Ich bin froh, dass ich nicht zu dieser Partei gehöre, die wahrscheinlich ihre Befehle direkt aus Israel erhält.“ Immer wieder werden Parolen wie „Nie wieder Israel“, „Antisemiten kann man nicht verbieten“ und „Wer Deutschland liebt, ist Antisemit“ gerufen.

     
  • 01.05.2018, Serie antisemitischer Schmierereien in Charlottenburg-Wilmersdorf

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Im Mai kam es zu einer Serie antisemitischer Schmierereien im Bezirk Wilmersdorf. Auf mehrere Haltestellen in der Nähe von U-Bahnhöfen wurde u.a. „Kindermorder Israel“ [sic] und „die Juden sind Alte schweinen“ [sic] geschrieben. Zuerst wurde am dritten Mai an der Bushaltestelle Fehrbelliner Platz der Schriftzug „die Juden sind Alte schweine mit deutschen Waffen und Amrikaner“, „Kindermorder Israel“ sowie „Melania Trump große Notte wie netanihau Frau“ entdeckt. Bereits zwei Tage später wurde RIAS ein Schriftzug mit sehr ähnlichem Wortlaut gemeldet, der auf ein Werbeplakat an der Ecke Brandenburgische Straße/Berliner Straße geschrieben worden war. Am zwölften Mai wurde auf dem Fahrplan der Bushaltestelle Güntzelstraße und auf einer Werbevitrine in der Lietzenburger Straße ebenfalls der Schriftzug „Kindermorder Israel“ gemeldet, zudem wurde in der Lietzenburger Straße "70 Jahre ISrael ve[r]bec[h]en" geschmiert. Am 23.05. war an der Bushaltestelle U- Blissestraße/Uhlandstraße der Schriftzug „Israel ist eine Tumor im Naheosten“ sowie ebenfalls „Kindermorder Israel“ zu lesen [alle Fehler im Original].

     
  • 03.05.2018, Mehrere antisemitische Schmierereien

    Sachsen

    (Wurzen)

    Quelle:
    Leipziger Volkszeitung

    In der Nacht zum 4. Mai 2018 wurde erneut im Gedenken an die Wurzener Opfer des Holocaust verlegte Stolpersteine geschändet. Unbekannte übersprühten die vier Steine zur Erinnerung an die Familie Seligmann in der Domgasse mit blauer und silberner Farbe. Bereits am 9. November des Vorjahres wurden diese kurz nach einer Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht beschädigt. Darüber hinaus beschmierten Täter den Schaukasten des Bürgerzentrums D 5, Sitz des Vereins Netzwerk für demokratische Kultur (NdK), mit dem Spruch „Verpisst euch“, ein Wohnhaus im Crostigall, in dem unter anderem Flüchtlinge leben, mit „Wir kriegen euch“ sowie die Schultreppen mit „Juden schlachten“, „Zecken schlachten“, "White power“ und „Good Night Left Side“.

     

     
  • 04.05.2018, Jüdische Familie in Restaurant nicht bedient

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Ein jüdisches Ehepaar ging mit ihrem Sohn in ein Restaurant am Berliner Gendarmenmarkt, um etwas zu essen. Die Familie war als jüdisch erkennbar, da der Vater Kippa und die Mutter religiösen Schmuck trug. Der Sohn hatte zudem einen Luftballon mit der Aufschrift „I like Israel“ bei sich. Die Familie setzte sich zunächst in den Außenbereich des Restaurants. Zu diesem Zeitpunkt waren in dem Lokal keine weiteren Gäste, jedoch fünf Kellner. Die Familie wurde jedoch trotz unterschiedlicher Versuche der Kontaktaufnahme zum Personal nicht bedient. Als sich nach ca. 10 Minuten zwei andere Personen an einen weiteren Tisch setzten, wurde deren Bestellung durch einen Kellner rasch aufgenommen. Daraufhin suchten sowohl die Frau als auch der Mann das Gespräch mit dem Personal, bekamen jedoch lediglich die Auskunft, sie säßen am ‚falschen Tisch‘. Der mehrfachen Aufforderung, der Familie einen anderen Tisch zuzuweisen, kamen die Angestellten jedoch nicht nach. Stattdessen wurde ihnen signalisiert, sie sollten das Restaurant verlassen. Als der Mann einen Angestellten daraufhin mehrfach damit konfrontierte, dass Juden in dem Lokal wohl nicht bedient würden, erntete er hierfür nur ein spöttisches Lächeln. Die Familie verließ daraufhin das Restaurant.

     
  • 09.05.2018, Fußgänger*innen antisemitisch beleidigt

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Eine Radfahrerin, die aufgrund von zwei Fußgänger*innen vom Fahrrad absteigen musste, beleidigte diese anschließend antisemitisch. Die Betroffenen (beide über 70 Jahre alt) gingen auf dem Gehweg in der Reichenberger Straße entlang, als ihnen auf Höhe einer Baustelle eine Radfahrerin entgegenkam. Aufgrund der Baustelle war der Gehweg an dieser Stelle schmaler, die Radfahrerin stieg dennoch nicht vom Rad ab sondern fuhr weiter auf die Beiden zu ohne abzubremsen. Die beiden Betroffenen blieben stehen, die Radfahrerin versuchte zwischen den beiden durchzufahren, was ihr jedoch nicht gelang, so dass sie anhalten und etwas zur Seite kippen musste. Daraufhin fuhr sie die beiden Betroffenen an: „Habt ihr keine Augen im Kopf? Was fällt Euch ein?! So ne Scheiße!“ Die Betroffenen entgegneten resolut, dass sie sich auf dem Gehweg befinde und ihr Verhalten ungeheuerlich sei. Die Auseinandersetzung setzte sich noch kurz fort, dann fuhr die Radfahrerin weiter. Dabei rief sie: „Am besten hätte ich Euch totgefahren, ihr Judenscheißer!“ Die Betroffenen entgegneten ungläubig „Wie bitte?“, worauf die Frau wiederholt: „Ja, Judenscheißer!“

     
  • 14.05.2018, Antisemitische Kundgebung von „Die Rechte“

    Nordrhein-Westfalen

    (Dortmund)

    Quelle:
    Blick nach Rechts

    Am 70. Geburtstag des Staates Israel versammelten sich rund 50 Teilnehmer zu einer Kundgebung der extrem rechten Kleinstpartei „Die Rechte“. Die Neonazis präsentierten sich – auch der kürzlich erneut zu einer Haftstrafe verurteilte Borchardt war dabei – mit einem großformatigen Transparent mit dem Spruch „Der Staat Israel ist unser Unglück.“ Auch mehrere Palästina-Flaggen wurden gezeigt. Der Spruch ist eine billige Abwandlung von Heinrich von Treitschkes Losung „Die Juden sind unser Unglück“. Dieser wiederum wurde zum Schlagwort der Nationalsozialisten, insbesondere des von Julius Streicher herausgegebenen antisemitischen Hetzblattes „Der Stürmer“. Die Neonazi-Kader Michael Brück und Sven Skoda waren bemüht, sich nicht direkt strafbar zu äußern. Der DR-Funktionär Michael Brück griff das Vokabular der linken „Israelkritiker“ auf indem er sagte, es müsse zulässig sein, Kritik an Israel zu üben. Ganz im Geiste der antisemitischen BDS-Bewegung bezeichnete er den Gazastreifen als „das größte Freiluftgefängnis“ der Welt. Gewalt, Mord und Terror gegenüber den Palästinensern durch den Staat Israel seien an der Tagesordnung. Der Neonazi Skoda warf rhetorisch die drohende Frage auf, warum es denn notwendig sei, „einen Staat wie Israel einzurichten und zu vermarkten“. Israel sei „ein Staat, der überall in der Welt als Mörder bekannt ist“.

     
  • 14.05.2018, Jüdin in S-Bahn antisemitisch beleidigt

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Eine Frau, die in der S-Bahn unterwegs war, wurde kurz vor der S-Bahn Station Wilhelmshagen antisemitisch und sexistisch beleidigt. Die Frau trug offen eine Kette mit Davidstern-Anhänger. Die Betroffene war am Vormittag in der S3 in Richtung Erkner unterwegs, als sie bemerkte, dass ein Mann mit jeder Station eine Sitzreihe näher in ihre Richtung rückte. Schließlich saß er ihr schräg gegenüber, sah sie direkt an und beleidigte Sie unvermittelt: „Du Drecksjudenfotze. Deine Eltern sind wohl vom Zug nach Auschwitz vergessen worden.“ Die Betroffene entgegnete: „Sieht ganz danach aus, sonst wäre ich kaum hier“. Der Mann reagierte hierauf kosnterniert und blieb im Wagen zurück, als die Betroffene an der nächsten Haltestelle die S-Bahn verließ, obwohl sie ihr eigentliches Ziel noch nicht erreicht hatte.

     
  • 15.05.2018, Vernichtungsdrohung an Stolpersteine gesprüht

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Eine antisemitische Vernichtungsdrohung wurde mutmaßlich Mitte Mai an die kürzlich verlegten Stolpersteine für Dora, Gershon und Jean Habel gesprüht. Auf die Gehwegplatten rund um die eingelassenen Gedenkzeichen waren die Wörter „Family“ und zwei Mal „coming soon“ gesprüht worden. Die Stolpersteine für die Habels waren erst im März vor ihrem ehemaligen Wohnhaus in der Torstraße in Berlin Mitte eingelassen worden. Gedenkzeichen wie Stolpersteine werden immer wieder Objekt von antisemitischen Sachbeschädigungen.

     
  • 22.05.2018, Mehrere "Stolpersteine" mit schwarzer Farbe beschmiert

    Hessen

    (Kirchhain)

    Quelle:
    Informationsstelle Antisemitismus Kassel (via Facebook)

    In der Nacht zum 23. Mai 2018 haben unbekannte Täter nach Angaben des Polizeipräsidiums Mittelhessen ein gut zwei Quadratmeter großes Hakenkreuz auf die Fassade eines Wohnhauses in Kirchhain gesprüht. Außerdem wurden "Stolpersteine", die an Opfer der Nationalsozialisten erinnern, an drei Stellen in der Stadt mit schwarzer Farbe beschmiert. Betroffen sind Gedenksteine im Steinweg, in der Römerstraße und in der Niederrheinischen Straße. Das Hakenkreuz wurde in der Mittelstraße entdeckt.

     
  • 25.05.2018, Antisemitische Schmierereien in Connewitz

    Sachsen

    (Leipzig)

    Quelle:
    chronik.LE

    In der Nacht beschmierten Unbekannte ein Plakat der Vortragsreihe "70 Jahre Israel" unter der Brücke der B2 an der Teichstraße mit antisemitische Ausdrücken. Zu lesen sind "Scheiß Juden" sowie "Holocaust Lüge". Aufmerksame Passant*innen entfernen die Schmierereien.

     
  • 27.05.2018, Brand und Hakenkreuz bei Gedenkstätte einer Kirche

    Sachsen

    (Stötteritz)

    Quelle:
    chronik.LE

    Unbekannte zündeten einen Mülleimer an der Gedenkstätte einer ehemaligen Kirche in Stötteritz an. Dabei hinterließen sie auf einem Abflussdeckel ein Hakenkreuz.

     
  • 28.05.2018, Antizionistische Schmierereien an Haltestelle in Plagwitz

    Sachsen

    (Leipzig)

    Quelle:
    chronik.LE

    An der Haltestelle Zollschuppenstraße beschmierten Unbekannte die Fahrplantafel mit antizionistischen Parolen. Dabei waren "Israel ist ein zionistischer Terrorstaat" und "Free Palestine" zu lesen.

     
  • 29.05.2018, Antisemitische Ansprache im Regionalzug

    Bayern

    (Bayreuth)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Während der Fahrt mit einem Regionalzug von Bayreuth nach Kirchenlaibach wurde eine Gruppe aus vier Personen von einem Mitreisenden antisemitisch angesprochen. Der Mann ließ sich in seinem Monolog unter anderem über den Fußballclub Bayern München aus, den er als „Judenverein“ bezeichnete. Die aus drei Männern und einer Frau bestehende Gruppe belegte einen Vierersitz in dem Regionalzug. Neben dieser Sitzgruppe saßen ein Mann und eine Frau. Schon bei Fahrtbeginn begann der Mann heftig und lautstark gegenüber seiner Begleiterin über den „Geldverein Bayern“ zu schimpfen, während er den „hart arbeitenden Arbeiterverein“ 1860 München bejubelte. Plötzlich sprach er unvermittelt die Frau aus der Vierergruppe an, sie wisse „einen Scheiß“ über Fußball und könne auch nie etwas über diesen wissen, weil nur früher die Vereine noch nicht vom Geld regiert worden wären. In dieser „guten alten Zeit“ habe man zudem auch noch „rauchen und schlägern“ dürfen. Die Angesprochene konnte angesichts des Redeschwalles des Mannes kaum intervenieren. Dieser fuhr fort: „Bayern ist ein Judenverein, ein dreckiger Judenverein. Wisst ihr, 1860 wurde von Arbeitern gegründet, aber Bayern… Bayern wurde von einem Juden gegründet, wisst ihr warum?“ – er machte eine typische Geld-Geste mit den Fingern – „Deswegen!“. Noch bevor die Gruppe etwas auf die Äußerungen erwidern konnte, hielt der Zug an deren Ziel und die Angesprochenen stiegen aus. Zwei Jugendliche, die den Redeschwall ebenfalls in Hörweite mitverfolgen konnten, lachten über den Mann, hielten sich aber ansonsten zurück.

     
  • 30.05.2018, Erneut antizionistische Schmierereien an Haltestellen in Plagwitz

    Sachsen

    (Leipzig)

    Quelle:
    chronik.LE

    An den Haltestellen Angerstraße und Felsenkeller wurden antisemitische Schmierereien angebracht. Zudem befanden sich an der Haltestelle am Gördeler-Ring zwei Graffiti mit den Schriftzügen "Heil Hydra" und "Zecken sollen verrecken". Ähnliche Schmierereien befanden sich auch am Hauptbahnhof.

     
  • 02.06.2018, Jugendliche antisemitisch beleidigt, bedroht und verletzt

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    Jüdische Allgemeine

    Nachdem vier Jugendliche über eine Lautsprecherbox das hebräische Lied "Tel Aviv" von Omer Adam abspielten, wurden sie aus einer Gruppe heraus antisemitisch beleidigt, geschlagen und es wurde versucht, sie auf die Gleise zu schubsen. Laut Berliner Polizei ereignete sich der Vorfall durch die drei Unbekannten am Bahnhof Zoologischer Garten. Die 17- und 16-jährigen Betroffenen erlitten leichte Verletzungen, die zum Teil ambulant behandelt werden mussten. Der Polizeiliche Staatsschutz des Berliner LKA hat die Ermittlungen aufgenommen.

     
  • 03.06.2018, Jugendliche antisemitisch beleidigt, bedroht, geschlagen und getreten

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    Jüdische Allgemeine

    Vier Jugendliche sind in der Nacht am Berliner Bahnhof Zoo antisemitisch beleidigt, bedroht, geschlagen und getreten worden. Der Vorfall ereignete sich laut Polizeiangaben um kurz nach ein Uhr. Demnach sollen sich drei Unbekannte von der über Lautsprecher abgespielten Musik der drei 17- und einem 16-Jährigen beleidigt gefühlt haben. Im weiteren Verlauf habe das Trio die Jugendlichen judenfeindlich beleidigt, bedroht und angriffen. Die Jugendlichen erlitten leichte Verletzungen, die teils ambulant in einem Krankenhaus behandelt werden mussten. Die mutmaßlichen Täter flüchteten. Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin übernahm die Ermittlungen.

     
  • 07.06.2018, Antisemitischer Monolog in einer Pizzeria

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Einen antisemitischen Monolog hielt ein älterer Gast einer Pizzeria in Marzahn-Hellersdorf. Erst als er die deutliche Missbilligung eines weiteren Gastes bemerkte, beendete er seine Ausfälle und verließ wortlos das Lokal. Der Mann hatte gegen 22:30 das Lokal betreten und sich an den Tresen gestellt. Dort begann er nach einer freundlichen Begrüßung der Mitarbeiter unvermittelt, über Politik und Arbeitnehmer_innenrechte zu monologisieren. Schnell begann er, antiamerikanische Stereotype zu äußern und bezeichnete die USA u.a. als „Mörderstaat“. Die USA, gegen deren Truppenstationierungen in Deutschland er sich ebenfalls wandte, seien zum vom „Geldjudentum“ kontrolliert. Dieses würde auch die us-amerikanischen Kriege finanzieren. Der Mann redete zudem von „Verbrecherjuden“ und „Scheißjuden“. Die Mitarbeiter der Pizzeria erwiderten auf die Auslassungen des Mannes nichts, es war ihnen jedoch sichtbar unangenehm. Als der Blick des Mannes auf die ebenfalls als Gast anwesende meldende Person fiel, machte diese ihm durch ihre Mimik ihre Missbilligung sehr deutlich. Der Mann registrierte dies offenbar und verließ daraufhin die Pizzeria.

     
  • 08.06.2018, Erneut antizionistische Schmierereien an Haltestelle

    Sachsen

    (Leipzig)

    Quelle:
    chronik.LE

    Unbekannte beschmierten einen Ticketautomaten an der Haltestelle Adler in Plagwitz mit antizionistischen Tags.

     
  • 08.06.2018, Antisemitische Karikatur im Schaufenster

    Sachsen

    (Löbau)

    Quelle:
    RIAS (via Facebook)

    Im Schaufenster eines Geschäftes im Zentrum von Löbau wurde der Aushang einer antisemitischen und rassistischen Karikatur entdeckt. Neben der Karikatur hingen zwei weitere Zettel, deren Inhalte auf das Reichsbürgerspektrum deuten. Der Aushang zeigt die antisemitische Karikatur eines Juden mit wulstigen Lippen, langer Nase und abstehenden Ohren. Er drückt eine ängstlich blickende weiße Frau und einen rassistisch dargestellten, auf die Frau lüstern schauenden schwarzen Mann zusammen, während er dabei diabolisch grinst. Über dem Bild steht „Danke Merkel“, als Quelle wird untenstehend "www.Karikatur-Satiere..." [sic] angegeben. Neben der antisemitischen Judendarstellung, auf deren Stirn auch ein Davidstern prangt, fliegen Ratten. Die Zeichnung nimmt den in rechtsextremen und rechtspopulistischen Milieus verbreiteten Verschwörungsmythos auf, wonach Einwanderung von der jüdischen Weltverschwörung gesteuert werde, um die Bevölkerung Deutschlands auszutauschen oder eine neue Bevölkerung „heranzuzüchten“. Auf den daneben hängenden Zetteln wird auf das Buch "Geheimsache Staatsangehörigkeit" hingewiesen, verbunden mit einem Amazon-Link zum Bestellen des Buches. Im dazu abgedruckten Text wird behauptet, Staatsbürgerrechte nur mit einem Staatsangehörigkeitsausweis zu haben. Dieser Staatsangehörigkeitsausweis wird auf einem weiteren Aushang erläutert. In der Reichsbürgerszene ist der Staatsangehörigkeitsausweis ein häufig beantragtes Dokument, da er anders als die Ausweispapiere der von Reichsbürger*innen nicht anerkannten Bundesrepublik auf ein Gesetz aus dem Deutschen Reichen zurückgeht. Als der Zettel entdeckt wurde, war der Laden bereits geschlossen. Es wurde jedoch Anzeige bei der Polizei gestellt.

     
  • 09.06.2018, Mehrere Grabsteine des jüdischen Friedhofs umgeworfen

    Baden-Württemberg

    (Hechingen)

    Quelle:
    Schwarzwälder Bote

    Vermutlich in der Nacht auf Samstag haben bislang unbekannte Täter mehrere Grabsteine des jüdischen Friedhofs umgeworfen. Einen davon warfen sie über die Friedhofsmauer, die dabei ebenso beschädigt wurde.

     
  • 09.06.2018, Antizionistischer Al-Qudstag-Marsch mit über 1.000 Teilnehmenden

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    JFDA

    Am Qudstag-Marsch vom Adenauerplatz bis zum Wittenbergplatz in Berlin, der unter dem Motto „Für ein freies Palästina und ein gleichberechtigtes Zusammenleben aller Religionsgemeinschaften!“ stattfand, nahmen nach eigenen Zählungen ca. 1200 Personen teil. Der Qudstag ist ein Kampftag des Regimes der Islamischen Republik Iran und zielt auf die Vernichtung Israels ab. Die Teilnehmenden-Zahl verdoppelte sich im Vergleich zum Vorjahr beinahe (650) und erreichte erstmals das Niveau von 2014, als es vor dem Hintergrund der militärischen Auseinandersetzung zwischen Israel und islamistischen Terrororganisationen im Gaza-Streifen zu einem zusätzlichen Mobilisierungseffekt kam. Bekannt sind organisierte Anfahrten mit Bussen aus Hamburg, von wo aus 150 Personen anreisten, Köln, Hannover, Bochum (über Dortmund), Kassel, Münster, Bottrop und Delmenhorst. Die gestiegene Teilnehmendenzahl kann mit der religiösen Ansprache mehrerer schiitischer Geistlicher erklärt werden. Durch die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Berlin (RIAS), das Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus e.V. (JFDA) und Research and Documentation (Re Doc) wurde eine ausführliche Dokumentation erstellt.

     
  • 12.06.2018, Antisemitisches Graffiti in Connewitz

    Sachsen

    (Leipzig)

    Quelle:
    chronik.LE

    In der Hammerstraße in Connewitz wurde in roter Farbe ein Davidstern angebracht, dessen Ecken mit weiterführenden Haken versehen waren, sodass sich Hakenkreuze in der Symbolik erkennen ließen. In diesem Sinne wurde dort eine vermeintliche Gleichsetzung des Zionismus mit dem Nationalsozialismus vorgenommen.

     
  • 12.06.2018, Judenfeindliche Beschriftung am Holländischen Platz

    Auf einer Werbefläche am Holländischen Platz prangte der Schriftzug "VERRECK DU Juden-V***" (Unkenntlichmachung).

     
  • 14.06.2018, Jude aus Auto heraus antisemitisch beschimpft

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    Jüdische Allgemeine

    Ein 39-jähriger Jude ist in Berlin-Wilmersdorf antisemitisch beschimpft worden. Wie die Polizei mitteilte, war der Mann äußerlich als Jude erkennbar, er trug eine Kippa. Der Berliner war zu Fuß in der Rudolstädter Straße unterwegs, als er aus einem vorbeifahrenden Auto heraus von einem Mann judenfeindlich beleidigt wurde. Der Täter saß auf der Rücksitzbank des Autos, auf dem Beifahrersitz saß ebenfalls ein Mann. Anschließend sei der Wagen weitergefahren.

     
  • 24.06.2018, Innerhalb dreier Tage aus antisemitischer Motivation attackiert

    Nordrhein-Westfalen

    (Dortmund)

    Quelle:
    Watson

    Innerhalb weniger Tage haben Neonazis einen 26-jährigen Juden attackiert: Nachdem er am 24. Juni von drei polizeibekannten Neonazis antisemitisch beleidigt wurde und einen Faustschlag gegen seinen Kopf abwehren konnte, wurde er kurz später erneut beleidigt und bedroht. Zudem habe ein Unbekannter ein Feuerzeug nach ihm geworfen. Bereits am 21. Juni wurde er nach einer extrem rechten Demonstration für die Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck von dem Neonazi antisemitisch beleidigt und zur Seite gestoßen.

     
  • 26.06.2018, Jüdischer Neuntklässler von Mitschülern über Monate gemobbt

    Berlin

    (Berlin)

    Quelle:
    Berliner Zeitung

    An der renommierten John-F.-Kennedy-Schule in Zehlendorf ist ein jüdischer Schüler über Monate antisemitisch beleidigt und gemobbt worden. Nach Informationen der Berliner Zeitung haben mehrere Mitschüler den jüdischen Neuntklässler immer wieder drangsaliert – auch auf dem Hin- und Rückweg von der Schule. So soll ein Mitschüler ihm kalten Zigarettenrauch ins Gesicht geblasen haben und dabei dem jüdischen Schüler bedrohlich gesagt haben, er solle an seine vergasten Vorfahren denken. Bei einer anderen Gelegenheit sollen ihn Mitschüler mit Zetteln tyrannisiert haben, auf denen Hakenkreuze aufgemalt waren. Konflikte gab es offenbar auch mit einer anderen, ebenfalls jüdischen Mitschülerin.

     

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