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Stellenausschreibung

Gesucht: Bildungsreferent*in für das Projekt „Brüche der Erinnerung – Schuldabwehr-Antisemitismus in Sachsen“

Werden Sie Teil einer lokal, regional als auch bundesweit agierenden Stiftung, die sich erfolgreich für demokratische Zivilgesellschaft, demokratische Kultur und Betroffene rechter Gewalt einsetzt: Die Amadeu Antonio Stiftung sucht für ihren Standort in Leipzig zum 01. März 2024 eine*n Bildungsreferent*in (26 h / Woche).

Die Amadeu Antonio Stiftung setzt sich für eine starke demokratische Zivilgesellschaft ein, die sich konsequent gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus wendet. Dafür unterstützt sie Initiativen und Projekte, die sich lokal engagieren, finanziell und ideell – unbürokratisch und dort, wo es am dringendsten benötigt wird. Zusätzlich führt sie eigene Projekte durch, mit denen sie menschenverachtende Phänomene analysiert, Maßnahmen dagegen entwickelt und deren Umsetzung in Gesellschaft und Politik vorantreibt.

Antisemitismus stellt in Sachsen ein wachsendes Problem dar. Auf verschwörungsideologischen Demonstrationen werden David Sterne mit der Aufschrift „ungeimpft“ getragen, Jüdinnen und Juden werden im öffentlichen Raum als vermeintliche Stellvertreter*innen Israels angegriffen. Die meisten antisemitischen Vorfälle in Deutschland haben einen mehr oder weniger offenen Bezug zum Nationalsozialismus. Der sogenannte Post-Shoah Antisemitismus ist auf dem Vormarsch. Das bekannteste Beispiel dieser Art dürfte das Gedenken an die Bombardierung Dresdens im Zweiten Weltkrieg sein, für das Rechtsextremist*innen den Begriff des „Bombenholocaust“ verwenden und damit die Verbrechen der Shoah relativieren. Ein zentrales Motiv für den gegenwärtigen Antisemitismus in Deutschland ist vor allem der Wunsch danach, die Verbrechen des nationalsozialistischen Deutschlands aus der öffentlichen und privaten Erinnerung zu verdrängen. Dieser Abwehr der Erinnerung stellt sich das Projekt Brüche der Erinnerung entgegen. Erinnerungsabwehr und Antisemitismus sind immer auch lokale Probleme. Daher werden explizit zivilgesellschaftliche Akteur*innen, wie Schüler*innengruppen, Geschichts- und Heimatverbände und andere Vereine vor Ort gestärkt. Das Projekt Brüche der Erinnerung unterstützt bei der Entwicklung einer Handlungsstrategie und der Umsetzung von passgenauen Bildungsformaten.

Ihre Tätigkeit

  • Konzeption, Durchführung, Evaluation und Dokumentation von Bildungs-, Informations- und Diskussionsveranstaltungen im Landkreis Nordsachsen, Landkreis Leipzig und Stadt Leipzig
  • Konzeption von fachlich-didaktischen Bildungskonzepten für unterschiedliche Zielgruppen
  • Eigenständige Koordination, Organisation und Evaluation von Workshops und anderen Formaten
  • Eigenständige Recherche und Analyse zum Thema in Sachsen und Anfertigung von kurzen oder längeren Beträgen der Öffentlichkeitsarbeit z.B. für die Präsenzen der Stiftung in Sozialen Medien
  • Mitwirkung an der Weiterentwicklung des Themenfeldes Antisemitismus am Standort Sachsen (Unterstützung weiterer Projekte der Stiftung in Sachsen zum Thema)
  • Betreuung von Praktikant*innen und Honorarkräften

Ihr Profil

  • Ein abgeschlossenes (Fach-)Hochschulstudium oder vergleichende Berufserfahrungen
  • Praktische Berufserfahrung in der Erwachsenenbildung in unterschiedlichen Zielgruppen sowie gute Kenntnisse der politischen Bildungsarbeit mit Schwerpunkt Antisemitismus
  • Fundierte Kenntnisse in dem gesellschaftlichen Problemfeld Antisemitismus und anderen Ideologien der Ungleichheit
  • Erfahrung in der Planung, Koordination und Umsetzung von Bildungsprojekten sowie Fähigkeit zur effektiven Ressourcenallokation
  • Starke Präsentations- und Kommunikationsfähigkeiten sowie sicheres und empathisches Auftreten in Netzwerkarbeit
  • Eigenständige Arbeitsweise und sehr gute Organisationsfähigkeit
  • Kenntnisse der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
  • Flexibilität und die Bereitschaft zu Dienstreisen in die Zielregionen

Wir bieten Ihnen

  • Eine verantwortungsvolle Tätigkeit bei einer lokal, regional als auch bundesweit erfolgreich agierenden Stiftung
  • Ein hochmotiviertes, kompetentes und kollegiales Team
  • Flexible Arbeitszeiteinteilung mit zentralem Arbeitsort in Leipzig sowie Möglichkeiten der mobilen Arbeit
  • Raum für persönliche Entwicklung einschließlich Supervisionsangeboten
  • 30 Tage Urlaub im Jahr (bei 5-Tage-Woche)
  • Anstellung, Vergütung und Sozialleistungen angelehnt an den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD – Bund, EG 11)

Die Stelle ist bis zum 31.12.2024 befristet. Eine anschließende Verlängerung wird angestrebt.

Wir freuen uns insbesondere über Bewerber*innen, die unseren Weg hin zu einer inklusiven und diversen Organisation mitgestalten. Auch um verschiedene Expertisen, Perspektiven und Erfahrungen im Team abbilden zu können, bestärken wir insbesondere Juden*Jüdinnen, BIPoC, Menschen mit eigener oder familiärer Migrationsgeschichte, LGBTIQ, Sinti*zze und Rom*nja und Menschen mit Behinderung sich zu bewerben. Leider ist der Arbeitsplatz nicht barrierefrei.

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Dann bewerben Sie sich bis zum 25.02.2024 per E-Mail: Schicken Sie Ihre Bewerbung (Anschreiben, Lebenslauf mit Kontaktangaben von zwei persönlichen Referenzen, Zeugnisse) zusammengefügt in einem PDF-Dokument (max. 4 MB) mit dem Betreff „Bewerbung Bildungsreferent*in Brüche der Erinnerung“ an bewerbung@amadeu-antonio-stiftung.de.

Wenden Sie sich bei Fragen an lisa.geffken@amadeu-antonio-stiftung.de


Datenschutzhinweis

Die Datenverarbeitung personenbezogener Daten im Rahmen des Bewerbungsverfahrens geschieht ausschließlich zweckgebunden und im Einklang mit der Datenschutzgrundverordnung. Alle Informationen zur Datenverarbeitung gemäß Art. 12 ff. DS-GVO finden Sie unter https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/datenschutz/

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Stellenausschreibung

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Die Amadeu Antonio Stiftung sucht für ihren Standort in Berlin zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Leitung der Projektförderung (32-35 h / Woche).

Stellenausschreibung

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Die Amadeu Antonio Stiftung sucht für ihren Standort in Berlin zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine*n Office Manager*in (19,5 h / Woche).

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