Weiter zum Inhalt

Positionieren, abwehren, kontern: So können Sie auf Hate Speech reagieren

Auf Twitter schreibt die Klimaaktivistin Greta Thunberg über die Menschenverachtung, die ihr täglich entgegenschlägt: „Wie ihr vielleicht bemerkt habt, sind die Hater so aktiv wie eh und je – sie greifen mich, mein Aussehen, meine Kleidung, mein Verhalten und meine Besonderheiten an. Sie denken sich jede erdenkliche Lüge und Verschwörungstheorie aus.“ Es gibt vielleicht keinen Menschen auf unserem Planeten, der so ungezügelt gehasst wird, wie Greta Thunberg. Das liegt natürlich daran, dass die Klimakrise und damit verbundene Reaktionen ein heftig umkämpftes politisches Feld sind. Aber Thunberg bringt in ihrem Tweet ein wichtiges Charakteristikum von Hate Speech auf den Punkt: Hate Speech, also hasserfüllte Sprache, zielt per Definition in abwertender Weise auf die Gruppenzugehörigkeit von Menschen und macht damit zugleich die angegriffene Person als auch ganze Gruppen von Menschen verächtlich. In Thunbergs Fall werden ihr junges Alter, die Tatsache, dass sie eine Frau ist und ihr Asperger-Syndrom instrumentalisiert.
 

Gerade Menschen, die durch ihre gesellschaftliche Stellung exponiert sind, die einer marginalisierten Gruppe angehören, die durch persönliche Eigenschaften öfter das Ziel menschenfeindlicher Attacken werden oder die sich kritisch oder kontrovers äußern wollen, denken häufig schon die maßlosen Reaktionen mit, die auf einen Post erfolgen könnten. Das ist eine Form der Selbstzensur und zeigt, wie durch Hassredner*innen andere Teilnehmende aus dem Diskurs gedrängt werden.

Mitmachen stärkt Demokratie

Engagieren Sie sich mit einer Spende oder Zustiftung!

Neben einer Menge Mut und langem Atem brauchen die Aktiven eine verlässliche Finanzierung ihrer Projekte. Mit Ihrer Spende unterstützen Sie die Arbeit der Stiftung für Demokratie und Gleichwertigkeit.