Ausgabe Nr. 123, November 2015

Spenden gegen Rechtsextremismus

 
 

In eigener Sache

Gemeinsam ein Zeichen gegen Antisemitismus setzen!

 

Antisemitische Gewalt findet tagtäglich und oft abseits der öffentlichen Wahrnehmung statt. Zur Eröffnung der diesjährigen Aktionswochen gegen Antisemitismus wird am 5.11.2015 in den Städten München, Dresden, Köln und Berlin die Chronik antisemitischer Straftaten und Vorfälle an öffentliche Gebäude projiziert. Wir freuen uns auf Ihr zahlreiches Erscheinen, um gemeinsam ein Zeichen gegen Antisemitismus zu setzen!

Projektionen der Chronik antisemitischer Straftaten und Vorfälle:

Donnerstag, 5.11.2015

Berlin:
Anne Frank Zentrum, Rosenthaler Str. 39, 17:30 Uhr

München:
NS-Dokumentationszentrum, Brienner Straße 34, 17:00 Uhr

Dresden: 
Platz vor der Centrumgalerie, Prager Strasse 8A, 17:00 Uhr

Köln: 
Antoniterkirche, Schildergasse 57, 16:30 Uhr


Daneben finden in den nächsten Wochen wieder zahlreiche Veranstaltungen, Theater- und Filmaufführungen, Zeitzeugengespräche und Lesungen in allen Teilen Deutschlands statt, die sich mit Antisemitismus beschäftigen.
Alle Veranstaltungen, nach Bundesländen sortiert, finden Sie im Veranstaltungskalender.

 

Antisemitismus – Eine jüdische Extrawurst?

 

Liebe Leserinnen und Leser,

seit vielen Jahren veranstaltet die Amadeu Antonio Stiftung Aktionswochen gegen Antisemitismus. Sie finden immer im November statt, in Erinnerung an jene Nacht 1938 als überall in Deutschland Synagogen brannten und Juden gejagt wurden. Der Verlauf dieser Nacht, in der die Bevölkerung keinen nennenswerten Widerstand gegen den rasenden Antisemitismus der Nationalsozialisten zeigte, machte es möglich, den späteren Holocaust präzise und reibungslos durchzuführen. Deswegen gehören die Aktionswochen in den November.

 

Grußwort anlässlich der 13. Aktionswochen gegen Antisemitismus

Präsident des Deutschen Buntestages, Prof. Dr. Norbert Lammert

 

Wo die Zivilcourage keine Heimat hat, reicht die Freiheit nicht weit.“ Wie wahr dieser Satz von Willy Brandt ist, zeigt die tragische Geschichte des Namensgebers der Amadeu Antonio Stiftung: Vor 25 Jahren wurde der junge Angolaner Opfer eines brutalen rassistischen Überfalls. Es fehlte an Zivilcourage, von schlichter Menschlichkeit ganz zu schweigen. Die Amadeu Antonio Stiftung erinnert an ihn und setzt durch ihre vielfältige Arbeit seit vielen Jahren Zeichen gegen Ausgrenzung, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz.

 

 

Antisemitismus - Dagegen haben wir was!

Judebeutel gegen Antisemitismus

 

Warum wir die Baumwolltasche „Judebeutel“ genannt haben:
„Mit … teuflischem Grinsen setzt er das scharfe Messer des Witzes an die Ereignisse, an die Auswüchse, an die Tollheiten seiner Umgebung, gegen deren Angriffe sein Spott manchmal die einzige Waffe ist…“ - Edmund Edel: Der Witz der Juden. Berlin 1909.

Aus einem gewöhnlichen Jutebeutel wird ein Judebeutel. Und das stört. Was genau am Wort Judebeutel Unbehagen erzeugt konnten wir in Gesprächen herausfiltern: 
Judebeutel beinhaltet ärgerlicherweise das Wort Jude.


 

 

"Die halbe Wahrheit ist eine ganze Lüge"

 

In unserer Kampagne weisen wir auch auf gefährliches Halbwissen und Verschwörungsideologien hin. Denn halbes Wissen ist oft noch schlimmer als eine Lüge. Ob Israels Beteiligung am Feldzug des „Islamischen Staats“ oder die Mär von der jüdischen Weltherrschaft. Theorien über das Jüdische Volk gibt es zu Hauf und jede einzelne ist grotesker als die darauf folgende. Mit Plakaten in Berlin und in Dresden lassen wir leisere Töne sprechen und hoffen bei PassantInnen auf einen Moment des Innehaltens. 

 

 

Wir glauben, dass man gegen Menschenfeinde am wirksamsten mit Initiativen und Projekten vor Ort angehen kann: Seit 2003 organisiert die Amadeu Antonio Stiftung daher mit den Aktionswochen gegen Antisemitismus die bundesweit größte Kampagne gegen Antisemitismus. Für die Initiativen und ihr Handeln wollen wir Öffentlichkeit schaffen, ihnen mit Rat und Tat oder auch finanzieller Unterstützung zur Seite stehen. Unterstützen auch Sie uns! 

Spenden

 

Im Fokus - Antisemitismus und seine Ausprägungen

Antisemitismus und die Querfrontbewegung

 

Die Querfront lebt! Das Wort Spinner wird dem nicht gerecht. Die Spinner mit Aluhüten, die sie vor Strahlen aus dem All oder vom NSA schützen, haben längst in unserer Mitte Platz genommen. Querfront, das bedeutet die Allianz von rechts und links.

 

Antisemitismus unter Flüchtlingen?

 

Das Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus (JFDA) hatte in der vergangenen Woche vor einem zunehmenden Antisemitismus durch die Flüchtlingszuwanderung gewarnt. Viele Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak seien in einer Gesellschaft aufgewachsen, in der die Vernichtung von Israel und den Juden Staatsdoktrin gewesen sei. Stephan J. Kramer geht der Frage nach: "Antisemitismus unter Flüchtlingen?"

 

Antisemitismus und Kirche

 

Nichts zu feiern – aber zu bedenken?! Luther, die Reformation und die Juden im Jahr 2017. 
Ein Beitrag von Dr. Christian Staffa.

 

Termine

Alle Aktionen und Veranstaltungen im Rahmen der Aktionswochen gegen Antisemitismus entnehmen Sie unserem Veranstaltungskalender. 

 

Impressum

Copyright (c) 2015
Redaktionsschluss: 04. November 2015

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Schirmherr: Wolfgang Thierse

info@amadeu-antonio-stiftung.de
www.amadeu-antonio-stiftung.de
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Spenden


Sollten Sie zur Verwendung von Spenden Fragen haben, können Sie sich jederzeit an uns wenden.

Redaktion: Miki Hermer. Mitarbeit: Anna Brausam, Anetta Kahane, Dr. Stephan J. Kramer, Prof. Dr. Norbert Lammert, Dr. Christian Staffa, Timo Reinfrank (verantwortlich).

 
 

Die Amadeu Antonio Stiftung wird als Bundeszentraler Träger gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!"

 
 

Kontakt

Amadeu Antonio Stiftung
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10115 Berlin
 

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Fax:  ++49 (0)30. 240 886 22

 

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