Die Rhetorik der Rechten. Rechtspopulistische Diskursstrategien und die Rolle von Antifeminismus

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24.01.2019

[Berlin] Die Rhetorik der Rechten. Rechtspopulistische Diskursstrategien und die Rolle von Antifeminismus

24.01.2019


Die Fachstelle Gender, GMF und Rechtsextremismus lädt herzlich ein:
 

Die Rhetorik der Rechten. Rechtspopulistische Diskursstrategien und die Rolle von Antifeminismus

 

Vortrag und Diskussion mit Franziska Schutzbach (Universität Basel) und Enrico Glaser (Fachstelle Gender, GMF und Rechtsextremismus)

Donnerstag, 24. Januar 2019, 19:00 Uhr

Amadeu Antonio Stiftung, Novalisstr. 12, 10115 Berlin

 

Die Rhetorik von Rechtspopulist*innen hat dazu beigetragen, dass rechtspopulistische bis rechtsextreme Weltanschauungen wieder gesellschaftsfähig sind. Diese Rhetorik baut unter anderem darauf, die Grenzen zwischen Konservatismus, Liberalismus und rechtsnationalistischen Positionen zu verwischen und extreme Positionen unkenntlich zu machen. Indem man sich beständig auf bürgerliche Werte wie Meinungsfreiheit und Selbstbestimmung bezieht, werden Querverbindungen in die bürgerliche Mitte hergestellt. Dadurch wird es möglich, dass diese sich radikalisieren kann, ohne dass es „rechts“ wirkt.

Ein zentrales Element dieser „Einmittung“ rechter Weltanschauungen sind Antifeminismus und Anti-Gender Rhetorik. Sie schaffen einen gemeinsamen Nenner, eine Art kulturellen Code, auf den sich sehr verschiedene Akteur*innen – von rechts außen, aus christlich-fundamentalistischen Kreisen, „besorgte Eltern“ bis hin zu Konservativen und Liberalen – einigen können. Von der Anti-Gender-Rhetorik fühlen sich all jene angesprochen, die finden, dass es mit der Emanzipation jetzt auch mal reiche, aber auch jene, die Gleichstellung, Menschenrechte, Minderheitenrechte, demokratische Institutionen und nicht zuletzt die Freiheit der Wissenschaft grundlegend infrage stellen. Gleichzeitig und scheinbar paradox bezieht sich der rechtspopulistische Gender-Code auch immer wieder positiv auf Gleichstellung oder Homosexuellenrechte. Nämlich dann, wenn es darum geht, diese als Errungenschaften des „Abendlandes“ gegen Muslime in Stellung zu bringen.

Wir wollen diskutieren, wie Rechtspopulismus rhetorisch vorgeht, welche stilistischen, inhaltlichen und nicht zuletzt manipulativen Mittel benutzt werden. Franziska Schutzbach stellt dazu ihr neues Buch „Die Rhetorik der Rechten. Rechtspopulistische Diskursstrategien im Überblick“ vor. Die freie Publizistin und Bloggerin, Geschlechterforscherin und Soziologin (Lehre an der Universität Basel) beschäftigt sich seit 2013 mit antifeministischen und Anti-Gender-Mobilisierungen. Auch ist sie immer wieder selbst Anfeindungen seitens antifeministischer und/oder rechter Akteure ausgesetzt. Enrico Glaser (Fachstelle Gender, GMF und Rechtsextremismus) wird von rechtspopulistischen Reaktionen auf eine Handreichung der Fachstelle berichten. In der Veranstaltung geht es auch darum, sich über solche Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam Strategien gegen rechtspopulistische Rhetorik und Vorgehensweisen zu diskutieren.

Wir freuen uns auf einen spannenden Austausch mit Ihnen und Euch!
 

Wegen begrenzter Plätze ist eine Anmeldung unter netzwerke@amadeu-antonio-stiftung.de erforderlich.

 

Kontakt

Amadeu Antonio Stiftung
Novalisstraße 12
10115 Berlin
 

info@amadeu-antonio-stiftung.de

Tel.:  ++49 (0)30. 240 886 10
Fax:  ++49 (0)30. 240 886 22

 

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