Wie antisemitisch ist der deutsche Rap?

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12.07.2018

[Berlin] Diskussion: Wie antisemitisch ist der deutsche Rap?

12.07.2018 19:00 - 21:00

Rothschild, Illuminati, Bilderberger – im deutschen Rap tauchen immer wieder antisemitische Stereotype und Klischees auf. Mal sind sie als geplanter Tabubruch oder als Provokation inszeniert, mal werden sie genutzt, um die eigene Rap-Persona mit dem Bezug auf vermeintlich jüdische Attribute wie Geld und Macht aufzuwerten, oft finden sie sich in Tracks über den Nahostkonflikt, oder dienen einfach als Punchline im Battle-Rap.

Lange Zeit ging die Diskussion über Antisemitismus im Rap nicht über einzelne kritische Stimmen von Rapper*innen oder Journalist*innen innerhalb der Szene nicht hinaus. Seit letztem Jahr hat die Debatte jedoch Fahrt aufgenommen: Ausgangspunkt war der Protest gegen ein geplantes Konzert des Rappers Kollegah, dem unter anderem der Zentralrat der Juden Antisemitismus, Homofeindlichkeit und Sexismus vorgeworfen hatte. Die große mediale Resonanz führte schließlich zur Absage des Konzertes. Das Thema war jedoch noch nicht vom Tisch: Der WDR-Dokumentation „Die dunkle Seite des deutschen Rap“ gelang es im März, die verschiedenen Positionen innerhalb der Szene aufzuzeigen und die Diskussion voranzutreiben. Die neu erreichte Sensibilität für die Thematik zeigte sich, als die Verleihung des Echo-Musikpreises an Kollegah und Farid Bang im April auf vehementen Protest aus Hip Hop- und Musikszene sowie der Politik stieß, welche schließlich dazu führte, dass der Echo zukünftig nicht mehr verliehen wird.

Doch wie antisemitisch ist der deutsche Rap wirklich? Diese Frage diskutieren Marcus Staiger, Rap-Urgestein und Journalist, Ben Salomo, jüdischer Rapper und Gründer von „Rap am Mittwoch“, Viola Funk, Journalistin und Regisseurin der Dokumentation „Die dunkle Seite des deutschen Rap“ und Jakob Baier, Wissenschaftler und Forscher zu Antisemitismus im deutschen Rap. Die Moderation der Diskussion übernimmt David Häußer, bekannt als der Rapper form/prim.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem International Institute for Education and Research on Antisemitism (IIBSA) statt und wird von der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) gefördert. Der Eintritt ist frei.

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