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debate

Das Projekt debate//

Foto: klicksafe / Thomas Meyer, Ostkreuz

Online kritisch, fundiert und respektvoll diskutieren

Das Projekt debate fördert und stärkt eine demokratische Debattenkultur im Internet. Denn die technische und kommunikative Revolution unserer Gesellschaft durch das Internet bedeutet auch für die zivilgesellschaftliche Arbeit im Bereich Rechtsextremismus eine gravierende Zäsur. Das Netz gilt für rechtsextreme Akteure als Propagandamedium Nummer eins; dazu kommen seit Ende 2014 verstärkt auch rechtspopulistische Bewegungen und ihr Umfeld.

 

Debate// entwickelt pädagogische und bildungspolitische Methoden der Radikalisierungsprävention im digitalen Raum. Wissensvermittlung und praktische Befähigung überbrücken die digitale Kluft und zeigen neue Wege der Interaktion, Demokratiebildung und konkrete Handlunsempfehlungen zu Hate Speech und anderen toxischen Phänomenen im Netz auf. Um eine sichere und gute pädagogische Arbeit leisten zu können, hält sich debate// an professionelle Standards der Jugend(sozial)arbeit und steht in engem Kontakt zu Plattformbetreiber*innen, auf dessen Seiten das Projekt agiert.

 

Pädagogischer Ansatz und Ziele

Debate// steht für den Anstoß zur Debatte. Wir sensibilisieren für toxische Phänomene im Netz. Wo fängt Hate Speech an und wie können wir damit umgehen, ohne sofort den unfriend-Button zu drücken oder selbst respektlos zu werden? Was bedeutet digitale Zivilcourage? Wie sieht lebensnahe soziale Arbeit 2.0 aus? Unterschiedliche Plattformen, Tools, Formen medialer Kommunikation bringen neue Herausforderungen mit sich. Rechtsextreme Codes wandeln sich in Zeiten der Memekultur schneller denn je. Hate Speech, Desinformationskampagnen und toxische Narrative nehmen digital immer mehr Raum ein. Algorithmen wirken zusätzlich als Negativverstärker und so wird schnell der Eindruck erweckt Hetze und Ausgrenzung bestimmen die Diskurse. Betroffene fühlen sich allein gelassen, die stille Mitleserschaft reagiert oftmals überfordert.

Neben Neugierigen und Engagierten richten wir uns auch an junge Menschen, die in unsicheren Lebensphasen mit rechtsextremen Theorien oder Argumenten sympathisieren. Im Sinne eines respektvollen und konstruktiven Austausches laden wir zu einer offenen Debatte und reflektierten Meinungsbildung ein. Ziel des Projekts ist es, eine Instanz für pädagogisches Handeln und Präventionsarbeit im Kontext von Hate Speech in Sozialen Netzwerken zu sein und Schule sowie Jugendarbeit dafür zu sensibilisieren. Wir wollen Zivilgesellschaft im Digitalen definieren, zur Teilhabe befähigen, vernetzen und zur digitalen Mündigkeit aller beitragen.

Dazu richten wir uns an junge Menschen, die sich in Hinwendungsprozessen zum Rechtsextremismus befinden, jedoch noch nicht fest dort verankert sind. Dabei setzen wir im Sinne der Digital Streetwork, sowohl auf die direkte Ansprache als auch auf nützliche Ansätze für konstruktive online-Diskussionen. Wir begleiten junge Menschen, die sich bereits mit Hate Speech im Netz auseinandersetzen. Diese zu empowern und die Zivilgesellschaft im Netz zu stärken sind weitere wesentliche Ziele des Projekts. Zugleich werden grundsätzliche Fragen der Medienbildung und Bildungspolitik aufgeworfen und beantwortet, die auch für pädagogisches Fachpersonal gedacht sind.

Was bietet debate// an?

Vernetzung

Werden Sie Teil unserer AG Soziale Arbeit- Soziale Medien

Glossar

Zum nachschlagen von Begriffen der Netzkultur und digitaler Hassphänomene.

Veranstaltungen

Öffentliche Veranstaltungen, Inputs, Workshops mit unserem Team

Interviews

Wir sprechen über das Internet, Netzpolitik, Medienbildung und Popkultur.

Aktiv werden

Weiterbildungen und unser Train the Trainer Programm

Ihr Kontakt:

debate@amadeu-antonio-stiftung.de

Tel.: 030. 240 886 24

News

Interview

Wir sprechen über Digital Streetwork

Unsere Mitarbeiterin Cornelia Heyken vom Projekt debate hat der Süddeutschen Zeitung, dem Deutschlandfunk Nova und dem Veto Magazin je ein…

Publikationen

Im letzten Jahr führte debate// 28 Workshops durch, teilweise gekoppelt mit Vorträgen zu Fachkonferenzen. Multiplikator*innen aus der Kinder- und Jugendarbeit nutzen die Gelegenheit, ihre Fachkompetenz zu Digital Streetwork zu erhöhen. Häufigste Rückmeldung ist, dass das Selbstbewusstsein dafür deutlich wächst, sich künftig in Diskussionen einzumischen und menschenfeindliche Inhalte nicht unwidersprochen stehen zu lassen.

Podcast

 

 

 

Hate-Speech in der

Einwanderungsgesellschaft

Hate Speech kommt nicht nur aus Rechten Szenen. Auch in Communities, die selbst von Diskriminierung betroffen sind, ist ihre Verbreitung ein großes Problem.

 

 

 

 

 

Gegenstrategien

Was können wir rechten Ideologien entgegensetzen? Wie sieht Engagement gegen Rechts aus? Welche Handlungsoptionen haben wir, wenn uns rechte und rassistische Vorstellungen begegnen? 

Das Projekt wird gefördert durch:

Weitere Projekte der Stiftung zum Thema

de:hate

Analysen, Fallbeispiele und fachliche Einschätzungen zum Thema Hate Speech

Civic.net

Digitale Stärkung der Berliner Zivilgesellschaft gegen Hass im Netz

Belltower.News

News-Plattform für digitale Zivilgesellschaft und gegen Menschenfeindlichkeit

#wildwildweb?!

Unterstützung der Zivilgesellschaft in Niedersachsen beim Umgang mit Hass im Netz

Mitmachen stärkt Demokratie

Engagieren Sie sich mit einer Spende oder Zustiftung!

Neben einer Menge Mut und langem Atem brauchen die Aktiven eine verlässliche Finanzierung ihrer Projekte. Mit Ihrer Spende unterstützen Sie die Arbeit der Stiftung für Demokratie und Gleichwertigkeit.