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Buchpräsentation

Buchvorstellung: Loschen Hakodesch. Vergessene jüdische Alltagssprache in Taunus und Westerwald „Loschen Hakodesch“

26.04.2021 (19:00), Wiesbaden
Buchvorstellung: Loschen Hakodesch. Vergessene jüdische Alltagssprache in Taunus und Westerwald „Loschen Hakodesch.

Jüdisch-deutsche Ausdrücke, Sprichwörter und Redensarten der Nassauischen Landsjuden“ – so nannte der aus Flacht (nahe Diez und Limburg an der Lahn) stammende Jehuda Leopold Frank eine kleine Broschüre, die er erstmals 1962 veröffentlichte.

Die Sammlung entstand in Israel im Austausch mit vielen anderen Jüdinnen und Juden aus dem Nassauer Land und zeigt eine vor allem aus Hessisch und Hebräisch gemischte Sprache. Der darin enthaltene Wortwitz, der Einfallsreichtum und die Anspielungen laden dazu ein, sich in den Alltag und die Lebenswelten der Landjüdinnen und -juden aus Taunus und Westerwald hineinzudenken.
Joël Ben-Yehoshua und Markus Streb haben diesen lokal- und sprachgeschichtlichen Schatz gehoben und geben Loschen Hakodesch nun neu heraus. Im Vortrag stellen sie diese einzigartige Sammlung anhand zahlreicher Beispiele vor. Im Anschluss wird es Raum für Fragen und Austausch geben.

Die Buchvorstellung findet in Kooperation mit dem Museum Spiegelgasse für Deutsch-Jüdische Geschichte in Wiesbaden e.V. (https://www.am-spiegelgasse.de/) und dem Kulturzentrum Schlachthof Wiesbaden e.V. (https://www.schlachthof-wiesbaden.de/) statt. Der Livestream ist am 26. April 2021 ab 19 Uhr unter folgendem Link abrufbar: https://www.youtube.com/watch?v=Fbuu_ZcV1R4

Markus Streb ist Kulturwissenschaftler und promoviert an der Justus-Liebig-Universität Gießen zu Gender in Comics über die Shoah. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehört außerdem die Geschichte des hessischen Landjudentums.

Joël Ben-Yehoshua ist Philosoph und wissenschaftlicher Mitarbeiter für die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus in Thüringen (RIAS Thüringen). Nebenbei ist er Lehrbeauftragter am Institut für Philosophie der Philipps-Universität Marburg.

Die Veröffentlichung des Buches wird von der Amadeu Antonio Stiftung untersützt.

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