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Vortrag

Das Verschwinden des Holocaust – Zum Wandel der Erinnerung

10.11.2026 (19 Uhr), Tübingen

Die Erinnerung an den Holocaust schwindet. Seine Singularität wird zusehends infrage gestellt. Jan Gerber erinnert daran, dass sich die Erkenntnis von der Besonderheit des Verbrechens erst spät durch setzte. Die Unterschiede zwischen Konzentrations- und Vernichtungslagern, zwischen Buchenwald und Birkenau, Belsen und Belzec, waren lange kaum jemandem bewusst. Auch die Erinnerung begann zeitlich verzögert. Der Holocaust bewegte sich erst seit den Siebzigern aus den Vororten des Gedächtnisses an den Zweiten Weltkrieg in sein Zentrum. Jan Gerber geht den Ursachen dieser Entwicklung nach. Er fragt nach jenen Bedingungen von Erinnerung und Erkenntnis, die gegenwärtig zu erodieren scheinen. Dazu verbindet er die Gedächtnisgeschichte des Holocaust mit der Politik-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte des 20. und 21. Jahrhunderts. Auf diese Weise werden die aktuellen Debatten über die Bedeutung des Holocaust, sein Verhältnis zu den Kolonialverbrechen und die Politik Israels historisch eingeordnet. Es entsteht eine integrierte Geschichte der Holocaust-Erinnerung.

Mehr Informationen finden sich hier.

Referent*in:  Prof. Dr. Jan Gerber

Moderator*in: Daniel Maier

Datum: 10.11.2026 (19 Uhr, Einlass 18:30 Uhr)

Ort: Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, Außenstelle Tübingen, Wilhelmstraße 8 72074 Tübingen

Veranstalter*innen: Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, Bündnis gegen Antisemitismus – für Israel, Tübingen, Förderverein für jüdische Kultur in Tübingen e.V, Geschichtswerkstatt Tübingen e.V.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Bildungs- und Aktionswochen gegen Antisemitismus.

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