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Fachtag

Verunsicherungen und Herausforderungen: Strategien im Umgang mit Rechtsextremismus in Hochschule und Profession

28.03.2019 – 29.03.2019, Cottbus

Rechtsextremismus und Rechtspopulismus sind keine neuen Probleme für die Soziale Arbeit. Dennoch sind wir in Hochschule und Profession aktuell in neuer Weise herausgefordert: Der gesellschaftliche Rechtsruck zeigt sich auch an den Hochschulen und in der Praxis. Der Raum des Sagbaren ist deutlich erweitert. Neben einer Breite an diskriminierenden Haltungen und Praxen zeigen sich Zusammenhänge zwischen Antifeminismus, Antisemitismus, antimuslimischem Rassismus, der Feindschaft gegenüber Geflüchteten und dem Propagieren extrem rechter Positionen. Lehrende wie Fachkräfte stehen vor der Herausforderung, entsprechende Aussagen und Verhaltensweisen als problematisch zu erkennen und sich aus dem Fach heraus gegen Diskriminierung und für demokratische Werte zu positionieren. Inhalte von Forschung und Lehre, wie z.B. Gender Studies geraten ebenso unter Legitimationsdruck wie spezifische Angebote in der Praxis. Nicht zuletzt entscheiden sich Personen für ein Studium und damit für eine Tätigkeit in der Praxis der Sozialen Arbeit, die sich populistisch oder auch extrem rechts engagieren. Sie vertreten Einstellungen, die den professionsethischen Grundlagen diametral widersprechen. Hierbei handelt es sich um Einzelfälle und um die Spitze des Eisberges. Dennoch ist es – mit Blick auf das dahinterliegende sehr viel komplexere Problem und die aktuelle Dynamik der Entwicklungen – notwendig, Erfahrungen und Unsicherheiten zu teilen, Umgangsweisen, Antworten und Strategien zu diskutieren, Analysen zur Debatte zu stellen, sich zu vernetzen und Bündnisse zu schließen.   Die beiden DGSA-Fachgruppen „Gender“ sowie „Flucht, Migration, Antisemitismus- und Rassismuskritik“ (Migraas) laden zu einer Arbeitstagung ein: Wir möchten über die beschriebenen Herausforderungen diskutieren und mögliche Antworten entwickeln.

Zu Handlungsstrategien für die Praxis referiert Judith Rahner von der Amadeu Antonio Stiftung. Mehr Informationen zu weiteren Panels und Referent*innen gibt es hier (PDF-Dokument).

BTU Cottbus-Senftenberg
Lipezker Straße 47
03048 Cottbus