Weiter zum Inhalt

Aktionswochen gegen Antisemitismus

Online-Diskussion „Terror gegen Juden heute. Bestandsaufnahme und Handlungsstrategien“

05.11.2020 (18 Uhr)

Eine Diskussion zwischen Dr. Ronen Steinke und Anetta Kahane, moderiert von Nikolas Lelle

Antisemitismus ist in Deutschland nach 1945 nicht verschwunden. Bis heute äußert er sich in Beleidigungen, Drohungen, Schmierereien, Übergriffen und Anschlägen. Ronen Steinke zeichnet in seinem Buch „Terror gegen Juden“ die lange Geschichte antisemitischer Gewalt in Deutschland nach. Eine 90 Seiten lange Chronik antisemitischer Gewalt am Ende des Buchs beweist eindrücklich die Alltäglichkeit des Antisemitismus in Deutschland.

Das Buch erschien im Juli 2020. Seitdem wurden auf den sogenannten Hygiene- und Coronademos immer wieder Verschwörungsmythen und Antisemitismus offen verbreitet. Der Bundesverband RIAS zählt zudem bisher 123 Kundgebungen und Demonstrationen mit Bezug zur Covid-19-Pandemie, bei denen es zu antisemitischen Äußerungen kam. Mit dieser offenen Verbreitung antisemitischer Verschwörungsmythen ging eine gesellschaftliche Debatte über Antisemitismus und seine aktuellen Ausdrucksformen einher. Verschwörungsmythen und Antisemitismus werden thematisiert und sie werden skandalisiert. Aber reicht das? Werden sie ausreichend problematisiert?

Also: wo stehen wir? Wo zeigt sich Antisemitismus im Jahr 2020? Wo Terror gegen Juden? Und vor allem, was muss getan werden, um Antisemitismus gesamtgesellschaftlich zu bekämpfen?

Ronen Steinke und Anetta Kahane, die Vorsitzende der Amadeu Antonio Stiftung, werden im Gespräch miteinander eine Bestandsaufnahme des Antisemitismus heute versuchen und Handlungsstrategien diskutieren, damit die antisemitische Gewalt nicht, wie der Untertitel von „Terror gegen Juden“ suggeriert, „erstarkt und der Staat versagt“.

Die Veranstaltung wird auf unserem YouTube Channel übertragen.

Mitmachen stärkt Demokratie

Engagieren Sie sich mit einer Spende oder Zustiftung!

Neben einer Menge Mut und langem Atem brauchen die Aktiven eine verlässliche Finanzierung ihrer Projekte. Mit Ihrer Spende unterstützen Sie die Arbeit der Stiftung für Demokratie und Gleichwertigkeit.