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Webinar

Verschwörungsmythen und Feindbilder gegen Ezid:innen in Deutschland

21.06.2021 (20:00 Uhr)

Online-Diskussion auf Zoom (Livestream via YouTube) mit Ronya Othmann, Ferda Berse und Rebecca Seidler am 21.06.2021, 20 Uhr.

Über die Gefahren, die von Verschwörungsideologien ausgehen, berichteten anlässlich der Pandemie-Leugner:innen-Bewegung zahlreiche Medien in Deutschland. Allerdings ging bereits vor der Corona-Krise eine akute Gefahr von Anhänger:innen von Verschwörungsideologien (man denke nur an Christchurch, Halle, Hanau, Celle) aus und auch jetzt, wo die Teilnehmendenzahlen bei Pandemie-Leugner:innen-Demos weniger werden, kommt es immer wieder zu öffentlicher Hetze gegenüber den „Sündenböcken“ in solchen Narrativen: In den letzten Wochen konnten wir in vielen Städten antiisraelische Demos beobachten, bei denen antisemitische Sprechchöre zu hören oder Plakate zu sehen waren, die die gängigen konspirativen Erklärungsmuster reproduzierten.

Aber auch Ezid:innen sind seit Jahrzehnten Ziel von Hetze durch Verschwörungsmythen. In den Herkunftsländern Irak, Türkei und Syrien dienen feindselige, religiös legitimierte Narrative dazu, sie als eine nicht-muslimische Minderheit auszugrenzen. Diese Feindbildkonstruktionen bildeten auch die Grundlage für zahlreiche Gewalttaten gegen Ezid:innen im Nahen und Mittleren Osten. Jene Verschwörungsmythen werden jedoch auch in Deutschland reproduziert, dabei ist der breiten Öffentlichkeit die Lage der Betroffenen weitgehend unbekannt, obwohl es seit den 60er-Jahren ezidische Communitys in Deutschland gibt.

Über die gegenwärtige Lebensrealität von Ezid:innen sowie Struktur und Wirkung von Verschwörungsmythen diskutieren Autorin Ronya Othmann, Sozialwissenschaftlerin Ferda Berse sowie die Vorsitzende der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hannover, Rebecca Seidler. Moderiert wird die Diskussion von Politikwissenschaftler und Leiter des Projekts ANTIDOT – Engagiert gegen Verschwörungserzählungen der Amadeu Antonio Stiftung Niedersachsen, Ismail Küpeli. Im Anschluss wird es Gelegenheit geben, Fragen via Chat zu stellen.

Die Veranstaltung findet digital über Zoom statt und wird zusätzlich als Livestream via YouTube übertragen.

Dies ist eine Veranstaltung der Amadeu Antonio Stiftung Niedersachsen. Ermöglicht und gefördert wird die Veranstaltung durch die Bundeszentrale für politische Bildung.

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

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