Weiter zum Inhalt

Vortrag

„Vom Sterben durch Kämpfen zum Sieg.“ Erinnerung und Verdrängung der Shoah in der DDR

07.05.2019 (18:00 Uhr), Jena

Der Vortrag von Anja Thiele vom Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft beschäftigt sich mit der Frage, wie in der DDR mit der Geschichte des Nationalsozialismus umgegangen wurde. Was wurde wie erinnert und was nicht? Welche Rolle spielte die spezifische Geschichtsdeutung für die Selbstlegitimation dese „besseren“ Deutschlands? Und welche zentrale Funktion kam der Literatur dabei zu? Am Beispiel des meistverkauften Romans der DDR, „Nackt unter Wölfen“ von Bruno Apitz wird Genese und Gestalt des „Gründungsmythos Antifaschismus“ nachvollzogen und gezeigt, in welcher Form die Shoah in der staatlichen Erinnerung verdrängt und abgewehrt wurde.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Ringvorlesung „Verdrängung und Wissenschaft: Bildung und Forschung nach Auschwitz“ des FSR Soziologie, Gesellschaftstheorie und Angewandte Ethik der FSU Jena im Astoria Hörsaal, Unterm Markt 8, im Jena statt.