Gender-Mainstreaming

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Gender-Mainstreaming

Signalbegriffe: „Genderismus“, „Gleichmacherei“, „Neue Weltordnung“, „staatliche Umerziehung“

 

von Lisa Scheibel

 

Gender-Mainstreaming ist für einige Menschen ein schwer fassbares Konzept, weswegen manche Verschwörungsideolog_innen einen dahinter stehenden Plan zur Bildung einer „Neuen Weltordnung“ vermuten. Zusammengefasst behaupten Verschwörungsgläubige, das Gender-Mainstreaming zu einem Werteverfall in der Gesellschaft führen würde. Sie sehen die traditionellen, für sie z.T. sinnstiftenden Rollenbilder bedroht.

 

Die konsequente Gleichstellung der Geschlechter stellt für Verschwörungsideolog_innen etwas Unnatürliches dar, sie bezeichnen sie gerne als „Gleichmacherei“. Sie behaupten, durch einen von einer lenkenden Elite geförderten Werteverfall, soll der Mensch auf seine Instinkte reduziert werden und fortan nur noch nach der Befriedigung seiner Bedürfnisse streben. Verschwörungsideolog_innen glauben, dass die traditionellen Rollen- und Familienbilder gesellschaftlich stabilisierende Normen sind und deren Wegfall nichts als die Urinstinkte des Menschen übrig ließe. Dies würde dazu führen, dass sich die Bevölkerung widerstandslos steuern ließe, solange seine/ihre Bedürfnisse gestillt würden. Ganz im Sinne der vermeintlichen Verschwörer_innen und ihrer „Neuen Weltordnung“. Wegbereiter dafür sollen „Multikulti“ und Gender-Mainstraming sein.

In diesem Zusammenhang sehen Verschwörungsideolog_innen es als beabsichtigt an, dass heutzutage in vielen Familien beide Elternteile arbeiten müssen, um den Lebensunterhalt zu bestreiten. So sind sie gezwungen, ihre Kinder in die Obhut einer Krippe oder Kindertagesstätte zu geben, wo sie von klein auf im Sinne des Gender-Mainstreaming „umerzogen“ werden sollen.

Gerade die angebliche „staatliche Umerziehung“ der Kinder ist bei Verschwörungsideolog_innen ein beliebtes Mittel um Angst zu schüren. Sie sehen darin eine Sexualisierung der Kindheit und prognostizieren dadurch ausgelöste Traumata. Auf ihren Internetpräsenzen verbreiten sie Unwahrheiten, wie z.B., dass Kinder zur Homosexualität erzogen werden würden.

In diesem Szenario gibt es viele potenzielle Verschwörer_innen, z.B. „die Politiker_innen“, Wirtschaftsunternehmen, Feminist_innen und Vereine.

Für Verschwörungsideolog_innen ist es außerdem äußerst verdächtig, dass es in den Parlamenten bei dem Thema Gender-Mainstreaming angeblich überhaupt keine Opposition gibt.

 

Weiterführend

Fachstelle Gender und Rechtsextremismus der Amadeu Antonio Stiftung

 

Gender Kompetenz Zentrum

 

Bundeszentrale für politische Bildung: Dossier Gender-Mainstreaming

 

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