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Veranstaltung

Workshops für die digitale Zivilgesellschaft – Menschenwürde online verteidigen

Zivilgesellschaftliche Initiativen streiten jeden Tag online für ein demokratisches Bewusstsein, leisten digitale Bildungsarbeit oder zeigen Zivilcourage in der Kommentarspalte. Dabei stoßen sie leider nicht nur auf positive Resonanz. In Sozialen Netzwerken werden Nutzer:innen und ganze Gruppen beschimpft, verächtlich gemacht und zum Schweigen gebracht. Mit Empörungswellen versuchen Rechtsextreme, konstruktive Diskurse zu verhindern.

Unsere Veranstaltungsreihe fördert die Resilienz der digitalen Zivilgesellschaft. Mit Workshops und Vorträgen zeigen wir Handlungsstrategien und Praxistipps für zivilgesellschaftliche Organisationen und Social Media Redakteur:innen auf. Dazu haben wir viele Expert:innen eingeladen!

04.11.2021, 19:00-20:30 Uhr
Politik im Kurzvideoformat – Demokratische Zivilgesellschaft auf TikTok
TikTok ist das Soziale Netzwerk der Stunde – zumindest unter jungen Menschen. Organisationen aus der Zivilgesellschaft und politischer Bildungsarbeit hingegen stehen der Plattform meistens noch mit einer vorsichtigen und abwartenden Haltung gegenüber, nach dem Motto: “Sollen wir das jetzt etwa auch noch machen?!” Rechtsextreme und menschenfeindliche Akteure haben die Potentiale der Plattform dagegen schnell erkannt und nutzen sie bereits aktiv.

Gemeinsam mit Eva Kappl und Theresa Lehmann, die für die Amadeu Antonio Stiftung politische Bildungsarbeit auf TikTok umsetzen, wollen wir fragen: Wer nutzt eigentlich gerade TikTok? Welche Besonderheiten gibt es gegenüber den älteren Sozialen Netzwerken? Welche Chancen und Potentiale bietet die Plattform für politische Bildungsarbeit und die Öffentlichkeitsarbeit zivilgesellschaftlicher Organisationen? Welche vergleichbaren Organisationen sind schon da und welchen Accounts lohnt es sich zu folgen? Gibt es Möglichkeiten zur Moderation? Müssen wir auch hier mit Hate Speech und rechten Anfeindungen rechnen?

Mit Eva Kappl und Theresa Lehmann, Referent:innen im Projekt Demokratiktok der Amadeu Antonio Stiftung

10.11.2021, 19:00-20:30 Uhr
Zwischen Memes und Aktivismus – Politische Bildung auf Instagram 
Beauty, Fitness, Food: Instagram hat einen Ruf als Feelgood-Medium, auf dem es ernsthafte oder gar politische Inhalte schwer haben. Nur entspricht dieser Ruf schon lange nicht mehr den Tatsachen: Social Media-Aktivist:innen, zivilgesellschaftliche Organisationen und Betroffene von Diskriminierung nutzen das Medium als Ort für Austausch, Vernetzung, um ihre Geschichten bekannter zu machen und sich und andere zu bilden.

Mit Ruben Gerczikow
Ruben Gerczikow beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit rechtsextremen und antisemitischen Strukturen, ist Teil des jüdisch-aktivistischen Medienprojektes Laumer Lounge und arbeitet aktuell an seiner ersten Buchveröffentlichung. Von 2019 bis 2021 war er Vizepräsident der European Union of Jewish Students, sowie der Jüdischen Studierendenunion Deutschland und ist Wertebotschafter bei der Bildungsinitiative GermanDream. Unter @rubengerczi berichtet er auf Instagram über rechtsextreme Strukturen.

Zu unserer virtuellen Workshopreihe sind alle Social Media-Redakteur:innen und Vertreter:innen zivilgesellschaftlicher Organisationen aus Berlin herzlich eingeladen.

>> JETZT ANMELDEN <<

Bitte schreiben Sie in Ihrer Anmeldung kurz, bei welcher Organisation Sie tätig sind und was Ihre Motivation ist, am Workshop teilzunehmen. Erst nach Bestätigung der Anmeldung durch uns gilt diese. Die Teilnahmeplätze sind begrenzt. Die Teilnahme ist kostenfrei. Wir behalten uns vor, vom Hausrecht Gebrauch zu machen.

Das Projekt „Civic.net – Aktiv gegen Hass im Netz“ wird durch das Landesprogramm „Demokratie. Vielfalt. Respekt. In Berlin“ der Berliner Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung gefördert.

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