Zivilgesellschaftliches Engagement 2.0 - Programm

Spenden gegen Rechtsextremismus

 

Programm zur Fachkonferenz "Wer hat hier das Sagen? - Zivilgesellschaftliches Engagement 2.0"


Aufzeichnungen der #zge15 gibt es bei YouTube (Vorabversion)


Donnerstag, 22. Oktober 2015, 1. Tag

Welche Probleme wirft zivilgesellschaftliches Engagement im Web 2.0 auf? Welche Chancen und Herausforderungen ergeben sich daraus? Auf welche Erfahrungen können Akteur_innen, die sich auch online für eine demokratische Gesellschaft zu engagieren, zurückgreifen? Welche Rolle spielt die politische Bildung im Zeitalter der Digitalisierung, um präventiv gegen Formen der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit vorzugehen? Um diese und viele andere Fragen zu diskutieren und einen Austausch zwischen vielen Expert_innen zu ermöglichen, veranstaltet die Amadeu Antonio Stiftung eine Fachkonferenz, auf die wir Sie hiermit hinweisen wollen.

10:00 - 10:15 Anmeldung & Ankommen
10:15 - 10:30 Begrüßung durch Anetta Kahane
10:30 - 11:15 "Das Internet als Chance für politische Bildung"

Input-Vortrag von Marina Weisband über die Rolle der politischen Bildung sowie Herausforderungen und Chancen der politischen Bildungsarbeit im Zeitalter der Digitalisierung.

11:15 - 11:30 Pause

11:30 - 12:15  "Im Netz gegen Nazis" - Engagement gegen Rechtsextremismus Online

Auch Rechtsextreme haben das Potential des Internets für Vernetzung, Agitation und Propaganda erkannt. Simone Rafael (netz-gegen-nazis.de) gibt einen Überblick über aktuelle Phänomene und Strukturen der rechten Szene im Netz und das Engagement von netz-gegen-nazis.de gegen Rechtsextreme. 

12:15 - 13:30 Mittagspause

13:30 - 15:00 "Das Boot ist voll" - Rassistische Hetz gegen Flüchtlinge on- und offline

Miriam Camara („Aktion Schutzschild“) und Jan Riebe analysieren aktuelle Bedrohungsszenarien für Flüchtlinge.

15:15 - 16:45 Von "Kindermörder Israel" bis zur jüdischen Weltverschwörung: Antisemitismus in sozialen Netzwerken

Israelbezogener Antisemitismus und antisemitische Verschwörungstheorien haben in sozialen Netzwerken Hochkonjunktur. Judith Rahner (Praxisstelle „Antisemitismus- und rassismuskritische Jugendarbeit“) und Jan Rathje (Projekt „No World Order - Antisemitismus und Verschwörungsideologien“) berichten über aktuelle Facetten des Antisemitismus und die Rolle der sozialen Netzwerke.

17:00 - 18:30"Genderwahn?!" - Zur Notwendigkeit einer Genderperspektive in der digitalen Welt

Rechtsextremismus und GMF muss auch Online mit einer Genderperspektive begegnet werden. Die Sichtbarkeit menschenfeindlicher Einstellungen im Netz, sowie die politischen und geschlechtlichen Inszenierungen von Jugendlichen in sozialen Netzwerken bieten auch pädagogische Ansatzpunkte. Enrico Glaser,(Fachstelle Gender und Rechtsextremismus) sowie Christina Dinar (no-nazi.net) der Präventionsarbeit im Projekt „No-Nazi.Net“ werden die Genderthematik als Querschnittszugang präsentieren und diskutieren, was sich daraus für Interventionen und die präventive Arbeit ableiten lässt.

 

19:00 Abendessen und Netzwerken 


Freitag, 23. Oktober 2015, 2. Tag

Am zweiten Konferenztag werden wir verschiedene Lösungsstrategien vorstellen und diese gemeinsam mit den Teilnehmer_innen, zivilgesellschaftlichen Initiativen, NGOs und weiteren Akteur_innen, die im Internet / Social media etc. aktiv sind, diskutieren.

10:00 - 10:15 Beginn des zweiten Konferenztages

10:15 - 11:45 How to fight back with counter narratives: Zivilgesellschaft durch Technik?

Technische Raffinesse ersetzt nicht die inhaltliche Auseinandersetzung mit Formen der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit. Aber eignet sie sich als nützliches Instrument gegen Hate Speech im Web 2.0? Julia Schramm und Johannes Baldauf von no-nazi.net stellen ein technikbasiertes Projekt zur Schaffung einer argumentativen Gegenrede vor. Im Anschluss wird über die Vor- und Nachteile des Einsatzes technischer Mittel im Rahmen zivilgesellschaftlichen Engagements diskutiert.

11:45 - 12:15 Einführung und Vorstellung des Bar-Camps

Das Bar-Camp ist eine innovative und partizipative Veranstaltungsmethode, die sich am Open-Space-Prinzip orientiert. Nach dem Motto "Es gibt keine Zuschauer_innen, nur Teilnehmer_innen" wollen wir im Bar-Camp Raum zum Dialog geben, den die Teilnehmer_innen eigeninitiativ füllen werden. In Kleingruppen (den sog. Sessions) werden unterschiedliche Schwerpunkte – z.B. zu Ansätzen der Pädagogik oder Präventionsarbeit im Kontext neonazistischer Strukturen - rund ums Thema „Zivilgesellschaftliche Strategien der Präventionsarbeit im Zeitalter der Digitalisierung“ gemeinsam diskutiert, Erfahrungen ausgetauscht und Ergebnisse gesammelt.

12:15 - 13:00 Mittagspause

13:00 - 16:30 Bar-Camp. Zivilgesellschaftliche Strategien der Präventionsarbeit im zeitalter der Digitalisierung

16:45 - 18:30 - Abschlussdiskussion: "Wer hat hier das Sagen? - Herausforderungen an die Zivilgesellschaft 2.0"

Vor welchen Herausforderungen stehen zivilgesellschaftliches Engagement und politische Bildung in einer sich digitalisierenden Gesellschaft? Welche Potentiale und Chancen ergeben sich daraus? Was können wir für die Zukunft lernen? Auf dem Abschlusspodium diskutieren Expert_innen aus unterschiedlichen Initiativen und Institutionen und aus unterschiedlichen Blickwinkeln über ihre Erfahrungen und ihr Engagement.

Es diskutieren: 

Nadine Lantzsch (Maedchenmannschaft.net)

Sebastian Reißig (Geschäftsführer des Vereins „Aktion Zivilcourage“)

Dr. Rainer Sprengel (freiberuflicher Wissenschaftler, Autor, Berater und Journalist)

Lilian Masuhr (Mitbegründerin und Projektleiterin von Leidmedien.de)

Jamie Schearer (Vorstandsmitglied „Initiative Schwarze Menschen in Deutschland“ )

Moderation: Timo Reinfrank, Geschäftsführer der Amadeu Antonio Stiftung.

18:30 Ende der Konferenz

 

 

 

Kontakt

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Novalisstraße 12
10115 Berlin
 

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Fax:  ++49 (0)30. 240 886 22

 

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