Antisemitismus in der Schule: Das kannst du als Mitschüler*in tun
Antisemitismus in der Schule: Das kannst du als Mitschüler*in tun
Antisemitische Sprüche, Beschimpfungen, Drohungen oder Ausgrenzung sind kein „Konflikt unter Schüler*innen“, den die Betroffenen allein lösen müssen. Erwachsene und Mitschüler*innen können und sollten eingreifen.
Du musst einen antisemitischen Vorfall nicht allein lösen. Und Du musst nicht die richtige Antwort kennen. Aber Du kannst etwas für die Betroffenen tun.
Wenn du dabei bist, wenn etwas passiert:
- Stell Dich sichtbar auf die Seite der Betroffenen: Du musst Dich nicht mit Antisemitismus auskennen und auch nicht mit dem Nahostkonflikt, falls es bei den Aussagen um Israel ging. Es geht nur darum, Betroffene nicht allein zu lassen.
- Sag der angreifenden Person klar, dass du es gesehen hast: "Ich hab das mitbekommen, das war nicht okay."
- Hol eine Lehrkraft dazu: Das ist kein Petzen, das ist Superpower-Loyalität! Antisemitismus ist kein Streit, den man "unter sich klären" sollte. Antisemitismus sitzt tief und greift tief. Hier braucht Ihr Unterstützung von Erwachsenen.
Nach dem Vorfall:
- Frag nach, was die betroffene Person gerade braucht: Manche wollen reden, manche wollen einfach, dass es dokumentiert wird, ohne großes Aufsehen.
Wenn es wieder passiert:
- Bleib dran: Schweig beim nächsten Mal nicht, weil es „eh nichts bringt“. Wiederholte Zivilcourage verändert tatsächlich das Klima in einer Klasse – Wissenschaftliche Studien belegen das!
- Du musst da nicht allein durch: Sorg dafür, dass Erwachsene davon erfahren - ganz besonders, wenn es nicht das erste Mal ist.
Wenn du selbst nicht weiter weißt:
- Sprich mit Deinen Eltern und Vertrauenslehrer*innen oder der Schulsozialarbeit: Klingt banal, aber ist super hilfreich. Es entlastet Dich von der Verantwortung, einen Konflikt lösen zu müssen.
