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Antisemitismus in der Schule: Das können Eltern betroffener Kinder tun

Antisemitismus in der Schule: Das können Eltern betroffener Kinder tun

Antisemitische Sprüche, Beschimpfungen, Drohungen oder Ausgrenzung sind kein „Konflikt unter Schüler*innen“, den die Betroffenen allein lösen müssen. Erwachsene und Mitschüler*innen können und sollten eingreifen.

Direkt nach einem Vorfall:

Sprich direkt nach einem Vorfall mit dem Kind sprechen und überlegt gemeinsam:

  • Aber: Handelt nicht sofort! Das mag kontraintuitiv klingen, jaber allem Dein Kind muss mitbestimmen können, wie öffentlich oder wie leise der Vorfall behandelt wird. Dein Kind muss weiterhin jeden Tag an dieser Schule lernen. Es trifft täglich auf die Kinder, die es drangsaliert haben. Wenn Dein Kind mitentscheiden kann, wie Du mit dem Vorfall umgehst, gibt ihm das ein Stück Kontrolle zurück.
  • Dokumentiere schriftlich,was dein Kind berichtet hat: Schreib möglichst zeitnah auf, was wann und wo passiert ist, wer beteiliigt war und wer es gff. bezeugen kann.  Notiere es möglichst in den Worten deines Kindes, damit die Schilderung nicht durch Interpretation verändert wird.

Wenn Du mit der Schule sprichst:

  • Informiere die Schulleitung schriftlich: Eine schriftliche Meldung ist rechtlich und organisatorisch nachverfolgbar, ein Flurgespräch verpufft schnell. Vor allem, wenn die Lehrkräfte am liebsten den „Kopf in den Sand“ stecken würden.
  • Bestehe auf einen konkreten nächsten Schritt: Bitte um konkrete Schritte, wie einen Termin, eine Dokumentation und Meldung, eine Maßnahme, eine Rückmeldefrist.
  • Schalte bei Untätigkeit die Schulaufsicht bzw. den/die Antidiskriminierungsbeauftragte*n der Schulbehörde ein. Das ist kein übertriebenes Drama, sondern der formal und rechtlich vorgesehene Weg, wenn die Schule allein nicht reagiert.

Wenn nötig, such Dir professionelle Unterstützung:

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