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CSDs schützen

Zwei neue Rekorde 2026: So viele CSDs und Angriffe auf CSDs wie nie zuvor

Der queerfeindliche Trend setzt sich leider auch in diesem Jahr fort: mehr als jeder zweite CSD konnte nicht störungsfrei ablaufen. Wie in den letzten Jahren äußerten sich die Störungen in Form von rechtsextremen Gegendemonstrationen, Hasskommentaren, körperlichen Angriffen, Sachbeschädigungen, politischen Interventionsversuchen und Bedrohungen. Die Zahlen erreichen einen neuen Höchststand: Während im Jahr 2025 mindestens 112 der 245 CSDs angegriffen wurden, waren es in diesem Jahr 156 von 299 CSDs.

Letztes Jahr offenbarte unser Sicherheitsreport „Queerfeindlichkeit sichtbar machen“ noch, dass vor allem rechtsextreme Mobilisierungen einen großen Teil der Angriffe auf CSDs ausgemacht haben. In diesem Jahr scheinen diese zurückgegangen zu sein. Dafür haben unorganisierte Angriffe und Störungen deutlich zugenommen. Das niedrige Aufkommen von rechtsextremen Gegendemonstrationen ist also kein Grund zur Entwarnung: CSDs und die damit verbundene queere Sichtbarkeit wurden in diesem Jahr so oft angegriffen wie nie zuvor. Auch die Erhebung der politisch motivierten Kriminalität zeigt, dass queerfeindliche Straftaten immer weiter steigen. Gleichzeitig werden die staatlichen Förderungen für queere Projekte und Projekte der Demokratiearbeit immer weiter gekürzt. Ohne diese Förderungen ist vor allem die Finanzierung von Sicherheitsmaßnahmen und damit direkt der Schutz von queeren Menschen bedroht.

Die Amadeu Antonio Stiftung fördert gezielt CSDs, um diese vor Angriffen zu schützen. Im Jahr 2026 konnten so Schutzmaßnahmen für 28 CSDs finanziert werden, hauptsächlich in ostdeutschen Kleinstädten. Unsere Förderung erhöht direkt die Sicherheit von CSDs.

Quellen

Die Daten dieser Chronik stammen aus einem Monitoring der Amadeu Antonio Stiftung und wurden ergänzt durch eine Umfrage unter CSD-Veranstalter*innen. Das Monitoring beruht auf Medien- und Social-Media-Auswertungen, eigenen Recherchen sowie Rückmeldungen aus der Zivilgesellschaft. Die Amadeu Antonio Stiftung geht davon aus, dass die tatsächliche Zahl der Angriffe noch höher liegt.

Deine Spende schützt CSDs!

25.04.2026
Brandenburg

 

Schwedt

Teilnehmende des CSDs werden beleidigt. Eine Person zeigt einen Hitlergruß. Zudem versuchen vier junge Rechtsextreme, sich in den CSD zu drängen. (Quelle: eigene Abfrage bei den Veranstalter*innen)

02.05.2026
Sachsen-Anhalt

 

Dessau-Roßlau

Eine Person zeigt am Rande der Demonstration einen Hitlergruß. Die Polizei spricht der Person einen Platzverweis aus und zeigt sie an.

09.05.2026
Brandenburg

 

Potsdam

Ein Passant pöbelt einen Stand auf dem Straßenfest des CSDs an. Er äußert queerfeindliche Beleidigungen. (Quelle: eigene Abfrage)

16.05.2026
Mecklenburg-Vorpommern

Parchim

An einer rechtsextremen Gegenkundgebung nehmen ca. 35 Personen teil, darunter viele Jugendliche. Weil sie CSD-Teilnehmende bedroht, wird eine Person angezeigt. Außerdem verstoßen Teilnehmende der rechtsextremen Kundgebung gegen das Waffen- sowie das Sprengstoffgesetz.
Foto: Screenshot Instagram via @rechts.im.bild

16.05.2026
Nordrhein-Westfalen

 

Euskirchen

Im Vorfeld des CSDs werden CSD-Plakate abgerissen. Außerdem wird online von einem rechtsextremen Social-Media-Account angekündigt, die Veranstaltung stören zu wollen. Am Rande der Demonstration tauchen vier junge Männer mit Deutschlandfahne auf. Dank der erhöhten Polizeipräsenz können deren Personalien schnell festgestellt werden, woraufhin sie wieder verschwinden. (Quelle: eigene Abfrage)

17.05.2026
Schleswig-Holstein

 

Flensburg

Unbekannte zerstören Regenbogenbanner. Zusätzlich werden auf Facebook viele Hasskommentare gepostet. (Quelle: eigene Abfrage)

23.05.2026
Niedersachsen

 

Hannover

Ein rechtsextremer Streamer macht Aufnahmen des CSDs, welche er im Nachhinein veröffentlicht. In diesen äußert er sich queerfeindlich, indem er Teilnehmenden des CSDs Perversionen, ideologisches Handeln sowie fehlenden Schutz von Kindern vorwirft. Außerdem beleidigen zwei Personen Teilnehmende des CSDs. Eine Gruppe von fünf Personen bedroht, beschimpft und schubst Teilnehmende und Ordner*innen. (Quelle: eigene Abfrage)

23.05.2026
Thüringen

 

Neustadt an der Orla

Passant*innen bepöbeln und beleidigen Teilnehmende des CSDs. Rechtsextreme zeigen Präsenz und beobachten den CSD, ohne jedoch selbst aktiv zu werden. (Quelle: eigene Abfrage)

23.05.2026
Schleswig-Holstein

 

Norderstedt

Im Vorfeld des CSDs sind die Veranstaltenden enormen Hasskommentaren in den sozialen Medien ausgesetzt. Unbekannte zerstören CSD-Plakate. Es werden indirekte und direkte Drohungen ausgesprochen und sogar zu Anschlägen auf den CSD aufgerufen. (Quelle: eigene Abfrage, eigenes Monitoring)

30.05.2026
Brandenburg

Frankfurt (Oder)

Zu einer Gegendemonstration, zu der auch die rechtsextreme Jugendgruppe „Jägertruppe“ mobilisiert, erscheinen ca. 50 Rechtsextreme. Gegen einen Redner wird wegen volksverhetzender Äußerungen ermittelt. Es werden strafrechtlich relevante Symbole gezeigt. (Quelle: eigene Abfrage)
Foto: Screenshot Instagram via @jaegertruppe

30.05.2026
Niedersachsen

 

Osnabrück

Bei der An- und Abreise werden Teilnehmende von mehreren Personen queerfeindlich beleidigt. Während des CSDs droht eine Einzelperson Teilnehmenden körperliche und sexualisierte Gewalt an und beleidigt diese queerfeindlich. (Quelle: eigene Abfrage)

30.05.2026
Sachsen

 

Wernigerode

Im Vorfeld wird online mit einem Anschlag gegen den CSD gedroht. Rechtsextreme zeigen Präsenz und schüchtern Teilnehmende ein, ohne jedoch eine eigene Gegendemonstration angemeldet zu haben. Ca. 30 Rechtsextreme versammeln sich auf einer Brücke und hissen eine riesige Deutschlandfahne. Mehrere kleine Gruppen Rechtsextremer sind zusätzlich in der Innenstadt unterwegs und schüchtern Teilnehmende ein. Unbekannte verteilen auf der Demoroute Schrauben, die entsorgt werden müssen, bevor der Demonstrationszug die betreffenden Abschnitte passieren kann. (Quelle: eigene Abfrage)

30.05.2026
Hessen

 

Witzenhausen

Im Zusammenhang mit dem CSD wird ein Auto, das mit queeren Stickern beklebt war, beschädigt und mit rechtsextremen Stickern versehen. (Quelle: eigene Abfrage)

31.05.2026
Saarland

Saarbrücken

40 Personen nehmen an einer rechtsextremen Gegendemonstration teil, darunter viele Jugendliche. Wegen Vermummung nimmt die Polizei mehrere Ermittlungsverfahren auf.
Foto: Screenshot Instagram via @zw_rlp_aktiv

06.06.2026
Niedersachsen

 

Hameln

Vier rechtsextreme Jugendliche in Szenekleidung zeigen Präsenz am Rande des CSDs. Mehrfach sprechen sie Teilnehmende an und provozieren sie. Die Polizei erteilt ihnen Platzverweise.

06.06.2026
Schleswig-Holstein

 

Bad Segeberg

Fast alle Plakate des CSD Bad Segeberg werden beschädigt oder entwendet. Zudem werden online viele Hassnachrichten gepostet.

06.06.2026
Hessen

 

Fritzlar

Vom Balkon eines anliegenden Hauses wird „Halt’s Maul!“ in Richtung der Demonstrierenden gerufen.

06.06.2026
Sachsen

 

Dresden

Im Vorfeld des CSDs entscheidet die sächsische Landesdirektion, das Straßenfest des CSDs solle nicht wie bisher als politische Versammlung gelten, sondern als kommerzielle Veranstaltung. Dadurch müssten beispielsweise Sicherheits- und Reinigungskosten von den Veranstalter*innen selbst getragen werden. Der CSD Dresden e.V. stellt einen Eilantrag, woraufhin das sächsische Oberverwaltungsgericht die Entscheidung kippt. Nur so kann der gesamte CSD stattfinden. Verschiedene rechtsextreme Akteure, darunter auch rechtsextreme Jugendgruppen, rufen am Tag des CSDs zu einem rassistischen Aufmarsch unter dem Motto „White Lives Matter“ auf. Der Aufmarsch soll ursprünglich zur gleichen Zeit und in unmittelbarer Nähe zum CSD stattfinden, wird aber von der Versammlungsbehörde verlegt.

06.06.2026
Nordrhein-Westfalen

 

Düsseldorf

Online werden sowohl vor als auch nach dem CSD Hasskommentare unter die Beiträge des Düsseldorfer CSDs gepostet. (Quelle: eigene Abfrage)

06.06.2026
Nordrhein-Westfalen

 

Heinsberg

Die AfD veranstaltet in der Nähe der Demoroute einen Informationsstand. Mitglieder der Partei halten sich zeitweise auf dem Veranstaltungsgelände auf und versuchen, CSD-Teilnehmende zu filmen. Die CSD-Veranstaltenden fordern die Parteimitglieder auf, dies zu unterlassen und den Platz zu verlassen. Dieser Bitte gehen sie nach. (Quelle: eigene Abfrage)

06.06.2026
Baden-Württemberg

 

Karlsruhe

Im Vorfeld des CSDs werden Social-Media-Posts des Karlsruher CSDs mit Hasskommentaren regelrecht überschwemmt. (Quelle: eigene Abfrage)

06.06.2026
Nordrhein-Westfalen

 

Parderborn

Zwei junge Menschen rufen dem CSD-Demozug queerfeindliche Beleidigungen entgegen. Zum wiederholten Male veranstaltet die AfD zeitgleich zum CSD einen Informationsstand. (Quelle: eigenes Monitoring)

06.06.2026
Brandenburg

 

Storkow

Im Vorfeld des CSDs werden Sticker und Plakate der rechtsextremen Partei „Der III. Weg“ in großer Zahl und in ganz Storkow angebracht. Aufgrund von Sicherheitsrisiken muss die Demoroute geändert und die Abschlussfeier abgesagt werden. Schwarz gekleidete Personen bedrängen Teilnehmende. Aus vorbeifahrenden Autos werden die Teilnehmenden angefeindet, es werden rechtsextreme Parolen gerufen und rechtsextreme Symbole gezeigt. Aktivist*innen der Partei „Der III. Weg“ zünden Pyrotechnik, außerdem ist eine heftige Detonation zu hören. Während der Abbauarbeiten bedroht ein heranrasendes Auto die verbliebenen Menschen und fährt sehr dicht an ihnen vorbei über das Gelände. Bereits in den Vorbereitungen zum CSD werden berechtigte Sorgen der Veranstalter*innen nicht ernstgenommen und sie werden mit Vorurteilen konfrontiert. Ihnen wird die Organisation erschwert, während es an Unterstützung aus der breiten Gesellschaft mangelt. Trotz der großen Sicherheitsrisiken sind viel zu wenige Polizist*innen vor Ort. (Quelle: eigene Abfrage)

13.06.2026
Baden-Württemberg

 

Pforzheim

Etwa 40 Rechtsextreme nehmen an einer Gegenkundgebung der rechtsextremen Jugendgruppe „Jägertruppe“ teil. Bei deren Aufzug durch die Stadt werden queerfeindliche Parolen gerufen. Laut Polizei kommt es zu zwei Körperverletzungsdelikten.

13.06.2026
Brandenburg

 

Eberswalde

Eine Gegendemonstration mit etwa 50 rechtsextremen Teilnehmenden darf ihre Kundgebung nur wenige Meter entfernt von der CSD-Veranstaltung abhalten. Zwei Safe-Spaces, die von den CSD-Organisator*innen als Teil der Veranstaltung geplant sind, müssen daher wegfallen. Auch der Demozug der Gegendemonstration läuft mit geringem Abstand zum CSD durch Eberswalde. Ein Rechtsextremer greift Teilnehmende des CSDs körperlich an. Im Nachhinein kommt es außerdem zu Drohungen gegenüber den Veranstalter*innen auf Instagram. (Quelle: eigene Abfrage)

13.06.2026
Bayern

 

Augsburg

Am Rande der Demonstration stören Passant*innen verbal. Auf dem Stadtfest versuchen christliche Personen Teilnehmende zu missionieren. (Quelle: eigene Abfrage)

13.06.2026
Niedersachsen

 

Emden

Eine Person zeigt einen Hitlergruß. Eine weitere Person beleidigt CSD-Teilnehmende. (Quelle: eigene Abfrage)

13.06.2026
Hessen

 

Hofheim

Als im Zusammenhang mit dem CSD der Hofheimer Bürgermeister am Rathaus eine Pride-Flagge hissen lässt, wird online massive, teilweise gewaltverherrlichende Hetze laut.

13.06.2026
Hessen

Kassel

Am Rande der Kundgebung rempelt ein Mann Teilnehmende an und stößt eine Person um, welche mit dem Kopf am Boden aufschlägt. Ein weiterer Mann ruft „Heil Hitler“. Am Rande der Demonstration filmen mutmaßlich rechtsextreme Streamer*innen. Unweit des CSDs gibt es eine Kundgebung durch christliche Fundamentalist*innen, bei der homofeindliche Äußerungen getätigt werden. Nach der Demonstration werden Teilnehmende von zwei Personen beleidigt und angepöbelt. In den sozialen Medien wird massive Online-Hetze gepostet. (Quelle: eigene Abfrage)
Foto: Screenshot YouTube via @Ruhrpottmission

13.06.2026
Sachsen-Anhalt

 

Merseburg

Ein alkoholisierter Mann beleidigt Teilnehmende und belästigt diese sexuell. Mehrere Männer, die Kleidung aus der rechtsextremen Szene tragen, pöbeln Teilnehmende an. Aus einem Auto wird Wasser auf Teilnehmende gespritzt. Während der Demonstration beleidigen Passant*innen die Teilnehmenden. Jugendliche, die sich am Rand der Versammlung aufhalten, schwenken Deutschlandflaggen. Mehrere junge Männer, von denen einer ein Reichsadler-Shirt trägt, halten sich mehrfach in der Nähe der Veranstaltung auf. (Quelle: eigene Abfrage)

13.06.2026
Bayern

 

Murnau am Staffelsee

In der Nacht vor dem CSD beschmieren Unbekannte Mauern in der Nähe des Veranstaltungsortes mit „No CSD“ und ähnlichen Parolen. (Quelle: eigene Abfrage)

13.06.2026
Baden-Württemberg

 

Reutlingen

Im Vorfeld werden CSD-Plakate durch Unbekannte zerstört und entfernt. Während der Demonstration beleidigen Passant*innen Teilnehmende. (Quelle: eigene Abfrage)

13.06.2026
Mecklenburg-Vorpommern

 

Waren (Müritz)

Ca. zehn Rechtsextreme demonstrieren von der Polizei abgeschirmt gegen den CSD. Trotz der Abschirmung sind die CSD-Teilnehmenden mit verbalen Anfeindungen und ablehnenden Gesten konfrontiert. Die Rechtsextremen bleiben auch bei dem anschließenden Demokratiefest in unmittelbarer Nähe. Hier sorgt nur noch ein privater Sicherheitsdienst für Schutz, die Polizei ist nicht mehr vor Ort. (Quelle: eigene Abfrage)

20.06.2026
Hessen

 

Wetzlar

Online werden viele Hasskommentare gegen den CSD gepostet, einige der verantwortlichen Accounts stehen in Verbindung zur rechtsextremen Partei „Die Heimat“. Zudem berichten die Organisator*innen von kommunalpolitischer Stimmungsmache gegen den CSD. (Quelle: eigene Abfrage)

20.06.2026
Schleswig-Holstein

 

Rendsburg

Zwei junge Männer pöbeln Teilnehmende an. Zudem wollen sich zwei Autofahrende durch die Teilnehmer*innenmenge drängeln.

20.06.2026
Sachsen

 

Dresden

Max Schreiber, Politiker der rechtsextremen Partei Freie Sachsen, versucht, die Kundgebung der Dresden Queer Pride zu stören. Auch der rechtsextreme Streamer Weichreite ist vor Ort. Schreiber erhält einen Platzverweis und wird von den Teilnehmenden abgeschirmt. (Quelle: eigene Abfrage)

20.06.2026
Brandenburg

 

Golßen

Sowohl vor als auch nach dem CSD werden abwertende Kommentare und Anfeindungen auf Instagram geäußert. Während der Demonstration gibt es Zurufe aus vorbeifahrenden Autos. (Quelle: eigene Abfrage)

20.06.2026
Niedersachsen

 

Göttingen

Ein alkoholisierter Mann bedroht einen Standbetreiber auf dem CSD verbal.

20.06.2026
Baden-Württemberg

 

Herrenberg

Fast alle CSD-Plakate werden innerhalb der ersten zwei Tage nach ihrem Aufhängen von Unbekannten abgerissen. Nach dem CSD werden auf Instagram viele Hassnachrichten gepostet. (Quelle: eigene Abfrage)

20.06.2026
Schleswig-Holstein

 

Hohenlockstedt

In der Nacht vor der Demonstration werden CSD-Plakate und Laternenpfähle mit Stickern mit der Aufschrift „Es gibt nur zwei Geschlechter“ versehen. Der Aufbau wird von einer Person durch homofeindliche Beleidigungen gestört. Auf Facebook werden Hasskommentare gegen den CSD gepostet. (Quelle: eigene Abfrage)

20.06.2026
Nordrhein-Westfalen

 

Jülich

In einer E-Mail wird den Veranstalter*innen mit Mord gedroht. Ein Info-Stand wird von AfD-Mitgliedern angepöbelt. (Quelle: eigene Abfrage)

20.06.2026
Niedersachsen

 

Oldenburg

Eine christliche Gruppierung organisiert einen Infostand während des CSDs. Drei Mitglieder dieser Gruppierung halten sich direkt am Rande des Demozugs auf und zeigen so Präsenz. (Quelle: eigene Abfrage)

20.06.2026
Bayern

 

Karlsfeld

Mehrere CSD-Plakate werden im Vorfeld zerstört. Auf eines der Plakate werden rechtsextreme Sticker und Reichsflaggen-Sticker geklebt. Auf einem weiteren Plakat finden sich AfD-Schmierereien. (Quelle: eigene Abfrage)

20.06.2026
Berlin

 

Berlin-Marzahn

Eine rechtsextreme Gegendemonstration findet statt. Sechs Rechtsextreme halten sich an der Demoroute auf und erhalten von der Polizei Platzverweise. Vier von ihnen missachten diese und werden in Gewahrsam genommen. Ein rechtsextremer Streamer filmt. Während der Berliner Queerbeauftragte Alfonso Pantisano auf der Bühne eine Rede hält, wird er rassistisch beleidigt.

20.06.2026
Baden-Württemberg

 

Ulm

Im Vorfeld werden Anti-CSD-Sticker der „Jungen Nationalisten“ und der „Opas gegen Grün“ gesichtet, online werden Hasskommentare gepostet. Ein AfD-Lokalpolitiker versucht während der Parade und am Ort der Abschlusskundgebung mehrfach, Teilnehmende zu fotografieren, zu filmen und in Diskussionen zu verwickeln. Er erhält einen Platzverweis, veröffentlicht aber im Nachgang Fotos von Teilnehmenden. Am Bahnhof beschimpfen junge Männer einige Teilnehmende und versuchen, ihnen eine Pride-Fahne wegzunehmen. Passant*innen zeigen Teilnehmenden den Mittelfinger. Rechtsextreme Jugendliche nähern sich mit Eierkartons der Bühne, entfernen sich aber nach Einschreiten der Security. (Quelle: eigene Abfrage)

21.06.2026
Baden-Württemberg

 

Tübingen

Eine Person wird während ihrer Anreise zum CSD beleidigt, angefeindet und geschubst. (Quelle: eigene Abfrage)

27.06.2026
Schleswig-Holstein

 

Ahrensburg

CSD-Plakate werden abgerissen. Drei Rechtsextreme sind präsent, einer von ihnen versucht aggressiv, den CSD zu stören. (Quelle: eigene Abfrage)

27.06.2026
Nordrhein-Westfalen

 

Erkrath

Die AfD Erkrath meldet sich für den CSD an. Nachdem der CSD ihnen eine Absage erteilt, plant die Partei einen Informationsstand in der Nähe des CSDs zu organisieren. Da die Partei den Stand nur mehrere hundert Meter entfernt hätte platzieren können, entscheidet sich die Partei gegen den Informationsstand und bleibt dem CSD fern. (Quelle: eigene Abfrage)

27.06.2026
Nordrhein-Westfalen

 

Gummersbach

Online posten mehrere Accounts Hasskommentare und Androhungen von sexueller Gewalt.

27.06.2026
Bayern

 

München

Anhänger*innen der rechtsextremen „Patriotischen Bewegung“ tauchen mit großer Deutschlandflagge sowie eigener Flagge auf dem CSD auf und filmen. Am Rand der Demoroute befestigen Aktivisten der „Identitären Bewegung“ einen Banner mit der Aufschrift „White Boy Summer“ an einem Baugerüst, halten eine Deutschlandflagge hoch und zünden Pyrotechnik. (Quelle: eigenes Monitoring)

27.06.2026
Baden-Württemberg

 

Rastatt

Ein Account der AfD postet Clown-Emojis unter einen Instagram-Post des CSDs. Vor Ort stören ein aufdringlicher Fotograf sowie eine alkoholisierte Person den CSD und müssen weggeschickt werden. (Quelle: eigene Abfrage)

27.06.2026
Sachsen-Anhalt

 

Sangerhausen

Die rechtsextreme Partei „Die Heimat“ (ehemals NPD) und deren Jugendorganisation veranstalten eine Kundgebung gegen den CSD. In der Nacht zuvor tauchen queerfeindliche Sticker und Graffiti auf – „CSDler ins Gas“ schreibt jemand auf ein Klohäuschen. Während des CSDs versucht eine Gruppe Jugendlicher, auf das Versammlungsgelände zu kommen und eine Toilettenanlage des CSDs zu blockieren. An beidem werden sie von der Polizei gehindert. (Quelle: eigene Abfrage)

27.06.2026
Nordrhein-Westfalen

 

Soest

Die Betreibenden eines AfD-nahen YouTube-Kanals sprechen Teilnehmende des CSDs an und veröffentlichen im Nachhinein Videos mit Aufnahmen des CSDs. Sie provozieren mit einem Schild, auf dem „Es gibt nur zwei Geschlechter“ steht.

27.06.2026
Niedersachsen

Winsen (Luhe)

Über mehrere Wochen hinweg werden fast alle Plakate des CSDs zerstört. Neben einem beschmierten Plakat findet sich ein Hakenkreuz-Graffiti. (Quelle: eigenes Monitoring)
Foto: Screenshot Instagram via @winsencsd

28.06.2026
Nordrhein-Westfalen

 

Mülheim an der Ruhr

Die gleichen rechtsextremen YouTuber, die bereits beim CSD Soest aufgefallen sind, filmen auch auf dem Mülheimer CSD. Sie schwenken Deutschlandfahnen und konfrontieren Teilnehmende mit queerfeindlichen und rassistischen Aussagen. (Quelle: eigenes Monitoring)

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03.07.2026
Brandenburg

 

Müncheberg

Gewaltbereite Rechtsextreme veranstalten eine Gegendemonstration, an der auch Kommunalpolitiker der AfD teilnehmen. Einige von ihnen beleidigen und bedrohen CSD-Teilnehmende. Drei Rechtsextreme werden vorübergehend festgenommen.

03.07.2026
Sachsen

 

Chemnitz

Aus einem Wohnhaus werden Eier auf den Demozug geworfen. Ein teilnehmender Rollstuhlfahrer wird leicht verletzt. (Quelle: eigene Abfrage)

04.07.2026
Nordrhein-Westfalen

 

Köln

Am Rand der Demonstration bepöbelt eine Gruppe Männer Teilnehmende queerfeindlich. (Quelle: eigene Abfrage)

04.07.2026
Brandenburg

 

Cottbus

Im Vorfeld des CSDs wird ein CSD-Plakat mit einem Hakenkreuz beschmiert. Während des CSDs sind rechtsextreme Streamer*innen vor Ort, bedrängen Teilnehmende und führen Interviews. Unter Beiträgen der Lokalpresse über den CSD kommt es zu queerfeindlichen Hasskommentaren. (Quelle: eigene Abfrage)

11.07.2026
Niedersachsen

 

Gifhorn

CSD-Beiträge in den sozialen Medien werden mit Hasskommentaren versehen. Das Video eines Drag-Queen-Auftritts auf dem CSD ist besonders betroffen. (Quelle: eigene Abfrage)

11.07.2026
Baden-Württemberg

 

Heilbronn

Beim Aufhängen von CSD-Plakaten werden Mitglieder des Orga-Teams verbal angegriffen. Vorab wird ein Infostand über den CSD bespuckt.

11.07.2026
Bayern

 

Memmingen

In den sozialen Medien werden im Vorfeld des CSDs Hasskommentare geäußert. (Quelle: eigene Abfrage)

11.07.2026
Sachsen

 

Pirna

Rechtsextreme Jugendliche versuchen mehrfach, auf das Veranstaltungsgelände zu gelangen, werden aber abgewiesen. Eine Person provoziert mit christlich-fundamentalistischen Plakaten. (Quelle: eigenes Monitoring)

11.07.2026
Bayern

 

Bamberg

Zwei Personen stören eine Rede mit Pöbeleien und AfD-Parolen. Während der Demonstration macht ein Fotograf Aufnahmen von Teilnehmenden und stellt diese im Nachhinein ungefragt ins Netz. Am Rand der Veranstaltung zeigen mehrere Jugendliche rechtsextreme Sticker. Sie haben auch eine Wasserbombe dabei, werfen diese aber nicht. (Quelle: eigene Abfrage)

11.07.2026
Nordrhein-Westfalen

 

Detmold

Jugendliche pöbeln Teilnehmende des CSD-Straßenfestes an und stören den Abbau. Mehrere erkennbar rechtsextreme Personen zeigen Präsenz und begleiten die Demonstration. Eine Gruppe alkoholisierter Männer bedrängt Teilnehmende des CSDs und macht diskriminierende Kommentare. Ein filmender Mann bedrängt Teilnehmende. (Quelle: eigene Abfrage)

11.07.2026
Sachsen

 

Freiberg

Teilnehmende werden angepöbelt. Ein 18-Jähriger bewirft den Demonstrationszug mit Eiern und verletzt eine teilnehmende Person.

11.07.2026
Nordrhein-Westfalen

 

Herne

Teilnehmende werden beleidigt und mit Flaschen beworfen. (Quelle: eigene Abfrage)

11.07.2026
Schleswig-Holstein

 

Kiel

In den sozialen Medien werden queerfeindliche Hasskommentare geäußert. (Quelle: eigene Abfrage)

11.07.2026
Sachsen-Anhalt

 

Köthen

Bei einem Vorbereitungstreffen zum CSD werden Teilnehmende angepöbelt, bedroht und bespuckt. Teilnehmende einer Zubringerdemo werden verbal angegriffen. Rechtsextreme mischen sich unter die Abschlusskundgebung und schüchtern Besuchende ein. (Quelle: eigene Abfrage)

11.07.2026
Nordrhein-Westfalen

 

Langenfeld

In den sozialen Medien werden Teilnehmende des CSDs angefeindet. Queere Menschen werden hierbei für „krank“ erklärt und mit Pädophilen gleichgesetzt. (Quelle: eigene Abfrage)

11.07.2026
Baden-Württemberg

 

Mannheim

Auf dem Heimweg vom CSD werden zwei Personen von einer Gruppe junger Rechtsextremer körperlich angegriffen. Die beiden werden gestoßen und mit Pfefferspray attackiert. Währenddessen rufen die Angreifer rechtsextreme Parolen.

11.07.2026
Bayern

 

Planegg

In zwei Fällen werden queer- und transfeindliche Beleidigungen in Richtung des CSDs gerufen. (Quelle: eigene Abfrage)

11.07.2026
Nordrhein-Westfalen

 

Wesel

Im Vorfeld wird die Location der CSD-Aftershow-Party mehrfach bedroht und beschädigt. Ca. 30 Rechtsextreme nehmen an einer Gegendemonstration der Partei „Die Heimat“ teil. Online wird gegen den CSD gehetzt. Ein rechtsextremer Streamer bedrängt Teilnehmende. Rechtsextreme Gegendemonstranten gelangen auf das CSD-Gelände. Die Veranstaltenden machen die Polizei darauf aufmerksam, doch diese unternimmt nichts dagegen. (Quelle: eigene Abfrage)

12.07.2026
Sachsen

 

Geithain

Rechtsextreme Jugendliche sind vor Ort und beobachten den CSD, werden aber von der Polizei abgeschirmt. (Quelle: eigene Abfrage)

18.07.2026
Thüringen

 

Sonneberg

Das AfD-geführte Landratsamt versucht, die Durchführung des CSDs mit einem elfseitigen Auflagenkatalog zu erschweren. Die Auflagen werden gerichtlich gekippt. Ca. 30 Personen nehmen an einer AfD-nahen Gegenkundgebung teil. Ein zugehöriger Informationsstand darf in unmittelbarer Nähe des CSDs stattfinden. Die Veranstalter*innen müssen deshalb die Demoroute, den Backstage- sowie den Awarenessbereich verlegen. Gegen eine Person wird wegen Verwendens von Kennzeichen einer verfassungswidrigen Organisation ermittelt. Eine Person beleidigt Teilnehmende des CSDs. Am Sonneberger Bahnhof hängen Mitglieder der AfD-Jugendorganisation „Generation Deutschland“ ein Anti-CSD-Banner auf. (Quelle: eigene Abfrage)

18.07.2026
Baden-Württemberg

 

Bad Mergentheim

Vier Personen mit rechtsextremen Tattoos und rechtsextremer Kleidung halten sich auf dem CSD-Gelände auf. Sie werden vom Gelände verwiesen, in einem Fall muss die Polizei einschreiten. Eine Teilnehmende wird sexuell belästigt. (Quelle: eigene Abfrage)

18.07.2026
Nordrhein-Westfalen

 

Bonn

Eine Person zeigt beide Mittelfinger Richtung des Demozugs.

18.07.2026
Niedersachsen

 

Buchholz

Zwei Jugendliche, die Messer bei sich tragen, versuchen, die Veranstaltung zu stören.

18.07.2026
Hessen

 

Frankfurt am Main

CSD-Plakate werden zerstört. Eine Regenbogenflagge wird entwendet. (Quelle: eigene Abfrage)

18.07.2026
Sachsen

 

Leipzig

Im Internet wird eine Vielzahl an Hasskommentaren gegen den CSD geäußert. (Quelle: eigene Abfrage)

18.07.2026
Nordrhein-Westfalen

 

Lünen

Mehrere Gruppen von Jugendlichen und jungen Männern filmen Teilnehmende, verhöhnen diese, und versuchen, in Richtung Bühne zu gelangen. Immer wieder posieren sie mit Deutschlandflaggen am Rand der Veranstaltung. Trotz Anschlagsdrohung im Vorfeld des CSDs ist die Polizei mit einem zu kleinen Aufgebot vor Ort, um den CSD vollständig abzusichern. Darüber hinaus wird die ursprünglich geplante Finanzierung des CSDs über das Förderprogramm „Demokratie leben!“ zurückgenommen, da die Veranstaltung nicht „parteipolitisch neutral“ sei. Zudem stellen CDU-Mitglieder vor Ort Anzeige gegen die veranstaltende Person, da diese Antifa- und ACAB-Fahnen dulde. (Quelle: eigene Abfrage)

18.07.2026
Niedersachsen

 

Ronnenberg

Im Vorfeld werden online Anschlags- und Gewaltandrohungen sowie Hasskommentare gepostet. Während des Aufbaus äußern sich Jugendliche abwertend über den CSD. Während des CSDs fährt mehrfach ein Auto an der Veranstaltung vorbei, aus dem laute, rechtsextreme Musik abgespielt wird. Die Menschen im Auto zeigen Mittelfinger in Richtung der Teilnehmenden. (Quelle: eigene Abfrage)

18.07.2026
Rheinland-Pfalz

 

Trier

Online werden vermehrt Anfeindungen gegen die Teilnehmenden den CSD geäußert. (Quelle: eigene Abfrage)

24.07.2026
Baden-Württemberg

 

Tuttlingen

Vom Straßenrand werden Buhrufe gegen den CSD laut.

25.07.2026
Berlin

Berlin

Bei dem islamistischen Terroranschlag auf den Berliner CSD fährt der Attentäter mit einem Kleinbus mehrere Personen nieder. Anschließend geht er mit einer Stichwaffe auf weitere Passant*innen los. Eine Frau stirbt, 29 weitere Personen werden verletzt, viele von ihnen schwer. Neben dem islamistischen Anschlag kommt es zu weiteren queerfeindlichen Vorfällen, darunter mindestens sechs körperliche Übergriffe und sieben Beleidigungen. Die rechtsextreme Gruppierung „Deutsche Patrioten Voran“ veranstaltet eine Gegendemonstration an der rund 15 Personen teilnehmen. Die Anmelderin kommt wegen dem Mitführen einer Waffe in Polizeigewahrsam. Rechtsextreme am Rand der Demonstration werfen Flaschen auf die CSD-Teilnehmenden. Ein rechtsextremer Streamer filmt Teilnehmende des CSDs und macht queerfeindliche Kommentare. Vier Teilnehmende und zwei Polizist*innen werden durch Schüsse aus einer Softairwaffe leicht verletzt. In mindestens drei Fällen werden CSD-Teilnehmende auf dem Weg zur Veranstaltung queerfeindlich und sexistisch beleidigt und bedroht. Am Rand des CSDs wird ein Mann körperlich angegangen und homofeindlich und antisemitisch beleidigt.
Foto: Screenshot Instagram via @deutsche_patrioten_voran

25.07.2026
Baden-Württemberg

 

Stuttgart

Im Vorfeld werden Banner & Plakate des CSDs abgerissen und beschmiert, unter anderem mit Hakenkreuzen. Am Tag der Demonstration wird gegenüber der Veranstaltungsleitung ein Hitlergruß gezeigt. Beim zum CSD gehörenden Straßenfest nimmt die Polizei zwölf Straftaten, zumeist Körperverletzungsdelikte und Beleidungen, auf. (Quelle: eigene Abfrage)

26.07.2026
Bayern

 

Mühldorf am Inn

Am Rand des CSDs geben Passant*innen Zwischenrufe von sich. Online werden Hasskommentare geäußert. (Quelle: eigene Abfrage)

01.08.2026
Sachsen-Anhalt

 

Naumburg

Im Vorfeld wird eine große Zahl an Hasskommentaren auf Facebook gepostet. (Quelle: eigene Abfrage)

01.08.2026
Bayern

 

Amberg

Online werden unter den Beiträgen des CSDs sowie unter der lokalen Berichterstattung Hasskommentare über den CSD geäußert. (Quelle: eigene Abfrage)

01.08.2026
Bayern

 

Wolfratshausen

Personen am Rand der Demonstration stören den CSD durch abfällige Äußerungen.

01.08.2026
Hamburg

 

Hamburg

CSD-Teilnehmenden wird aufgrund ihrer Pride-Symbole der Zutritt zu einem Einkaufszentrum verwehrt. Erst nach mehrmaligem Einschreiten der Polizei ändert der Sicherheitsdienst seine Praktik.

01.08.2026
Nordrhein-Westfalen

 

Ahaus

Der CSD wird von Außenstehenden unter anderem durch das Zeigen verfassungsfeindlicher Gesten gestört. Rechtsextreme Sticker werden aufgeklebt. Online werden Hasskommentare gepostet. (Quelle: eigene Abfrage)

08.08.2026
Rheinland-Pfalz

Bingen am Rhein

Rechtsextreme kommen dem Demozug bedrohlich nahe und rufen rassistische Parolen in Richtung der Demonstrierenden. Die Polizei weigert sich, Anzeigen aufzunehmen. Die Veranstaltenden beklagen eine zu geringe Polizeipräsenz. (Quelle: eigenes Monitoring)
Foto: Screenshot Instagram via @csd.bingen

08.08.2026
Niedersachsen

 

Braunschweig

Im Vorfeld werden mehrere Plakate des CSDs beschmiert. Während der Aufbauarbeiten pöbeln Passant*innen die Helfenden an. Während des CSDs stören christliche Fundamentalist*innen und zeigen queerfeindliche Plakate. Eine dieser Personen versucht, einer am CSD teilnehmenden Person ein Plakat zu entreißen. Im Nachhinein wird der Pressesprecher des CSDs anonym angefeindet. (Quelle: eigene Abfrage, eigenes Monitoring)

08.08.2026
Schlewsig-Holstein

 

Mölln

Auf Facebook finden sich queerfeindliche Kommentare. Drei rechtsextreme Medienschaffende filmen Teilnehmende des CSDs. (Quelle: eigene Abfrage)

08.08.2026
Bayern

 

Nürnberg

Der Vorsitzende des bayerischen Landesverbandes der „Generation Deutschland“ ruft dazu auf, sich dem CSD entgegenzustellen. Auch das rechtsextreme „Team Menschenrechte“ kündigt eine Veranstaltung in der Nähe der Demoroute an. (Quelle: eigene Abfrage)

15.08.2026
Schleswig-Holstein

 

Lübeck

In der Nacht vor dem CSD schneiden Unbekannte Regenbogenflaggen aus den Bannern des Umzugs.

15.08.2026
Niedersachsen

 

Leer

Aufgrund verbaler Provokationen werden Platzverweise gegen zwei Personen ausgesprochen. Eine Person kommt dem nicht nach und wird in Gewahrsam genommen.

15.08.2026
Sachsen

 

Plauen

Rechtsextreme kündigen eine Gegendemonstration an, diese findet nicht statt. Am Rand des CSDs werden zwei junge Männer wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen angezeigt. Passant*innen äußern Zwischenrufe vom Rand der Demonstration. (Quelle: eigene Abfrage, eigenes Monitoring)
Foto: Screenshot Facebook-Gruppe

15.08.2026
Hessen

 

Darmstadt

Wegen queerfeindlicher Beleidigungen wird ein Mann festgenommen. Online wird den Demonstrierenden das Mensch-sein abgesprochen. (Quelle: eigenes Monitoring)

15.08.2026
Mecklenburg-Vorpommern

 

Neustrelitz

Zu einer Gegendemonstration der rechtsextremen Gruppierung „Deutsche Patrioten Voran“ erscheinen 15 Personen. Gegen mehrere von ihnen wird wegen Volksverhetzung ermittelt. Online posten Rechtsextreme Hasskommentare und Einschüchterungsversuche. (Quelle: eigene Abfrage)

15.08.2026
Niedersachsen

 

Wolfsburg

Christliche Fundamentalist*innen verteilen Flyer und behaupten, alle CSD-Teilnehmende kämen aufgrund ihrer Gesinnung in die Hölle. (Quelle: eigene Abfrage)

15.08.2026
Nordrhein-Westfalen

 

Münster

Vom Rande der Demonstration ruft ein Unbekannter NS-Losungen. Eine weitere Person ruft zu Gewalttaten auf. Zudem erreichen die online aufgetretenen Hasskommentare ein neues Ausmaß. Es wird unter anderem zu einer Nachahmung des Berliner Anschlags gegen den CSD Münster aufgerufen. (Quelle: eigene Abfrage)

22.08.2026
Schleswig-Holstein

 

Neustadt in Holstein

Eine Gruppe junger, queerer Teilnehmender wird von anderen Jugendlichen verbal angegriffen. (Quelle: eigene Abfrage)

22.08.2026
Sachsen

 

Riesa

CSD-Teilnehmende werden vom Rand der Demonstration angepöbelt. In einem Fall wird Anzeige wegen Beleidigung erstattet.

22.08.2026
Sachsen

 

Zwickau

Vorab werden in einem Online-Kommentar Straftaten angekündigt. Mehrere rechtsextreme Jugendliche beschimpfen CSD-Teilnehmende und erhalten Platzverweise. Während des Bühnenprogramms fallen Personen am Rand der Veranstaltung durch wiederholte Provokationen auf. Sie stören unter anderem die Schweigeminute für die Opfer des Anschlags auf den Berliner CSD. (Quelle: eigene Abfrage)

22.08.2026
Nordrhein-Westfalen

 

Arnsberg

Beim queeren Gottesdienst am Vorabend des CSDs stören mehrfach Autos die Veranstaltung, indem sie absichtlich mit quietschenden Reifen vorbeifahren. Außerdem drohen die Störer*innen den Veranstaltenden verbal. Im Nachbarort werden an der Kirche ebenso Regenbogenflaggen gehisst und noch am selben Tag gestohlen. (Quelle: eigene Abfrage)

22.08.2026
Hessen

 

Bad Hersfeld

Am Rand des CSDs werden CSD-Teilnehmende queerfeindlich beleidigt. Auf Instagram werden Hasskommentare geäußert. (Quelle: eigene Abfrage)

22.08.2026
Nordrhein-Westfalen

 

Bocholt

In der Nähe des CSD-Geländes spielen rechtsextreme Jugendliche laut rechtsextreme Musik ab. Ihr Versuch, auf das Versammlungsgelände zu gelangen, wird von der Polizei unterbunden. (Quelle: eigene Abfrage)

22.08.2026
Bremen

 

Bremen

Auf dem Rückweg vom CSD werden Teilnehmende von Fußballfans queerfeindlich beleidigt und bedroht.

22.08.2026
Niedersachsen

 

Burgdorf

Auf der Anreise zum CSD wird eine Teilnehmerin beschimpft.

22.08.2026
Nordrhein-Westfalen

 

Lüdenscheid

Im Vorfeld wird gedroht, der CSD werde mit einer großen Gruppe mit Fackeln gestürmt werden. Die Polizei erhöht ihre Präsenz. Während des CSDs kommt es zu keinen weiteren Störungen.

22.08.2026
Sachsen-Anhalt

 

Magdeburg

Während der Demonstration werden CSD-Teilnehmende beleidigt. Eine Person zeigt zudem einen Hitlergruß. Am Ort der Abschlusskundgebung malen Unbekannte eine Deutschlandflagge auf den Boden. Eine Handvoll Jugendliche mit Schlauchschals der Jungen Nationalisten treiben sich im Umfeld des CSDs herum.

22.08.2026
Bayern

 

Pfaffenhofen

Vorab werden online Hassbotschaften gepostet.

29.08.2026
Nordrhein-Westfalen

 

Minden

Online werden Hassnachrichten zum CSD geteilt.

29.08.2026
Bayern

 

Kulmbach

Am Veranstaltungsort zeigen Rechtsextreme Präsenz. Zudem äußert sich eine Gruppe Jugendlicher queerfeindlich. Vorab werden auf Instagram Hasskommentare gepostet, viele davon stammen von Mitgliedern einer Motorrad-Crew. Einer fordert dazu auf, mit dem Motorrad durch den CSD zu fahren. (Quelle: eigene Abfrage)

29.08.2026
Nordrhein-Westfalen

 

Aachen

Anfang Januar möchte die Stadt Aachen Fördergelder für das Förderfeld „Queeres Leben in Aachen“ ersatzlos streichen. Dies hätte nicht nur der Finanzierung des CSDs massive Probleme bereitet. Viele weitere queere Projekte wären betroffen gewesen. Inzwischen ist die Streichung aufgehoben und die Finanzierung mittelfristig gesichert.

29.08.2026
Schleswig-Holstein

 

Bad Oldesloe

Im Vorfeld wird eine Vielzahl von CSD-Plakaten zerstört oder entwendet.. Eine kleine Gruppe Rechtsextremer versucht, den Umzug zu stören. CSD-Teilnehmende werden beleidigt. Rechtsextreme machen Fotos und Videos von den Teilnehmenden und äußern sich positiv zur AfD. (Quelle: eigene Abfrage)

29.08.2026
Thüringen

 

Gotha

Im Vorfeld werden Drohungen gegen den CSD ausgesprochen. Während des CSDs provozieren Passant*innen mit Zwischenrufen vom Rande der Demonstration. Auf ein anschließendes CSD-Straßenfest musste aus Sicherheitsgründen verzichtet werden.

29.08.2026
Brandenburg

Königs Wusterhausen

Die rechtsextreme Jugendgruppe „Jägertruppe“ ruft zu einer Gegendemonstration auf, an der sich rund 40 Rechtsextreme beteiligen.
Foto: Screenshot Instagram via @jaegertruppe

29.08.2026
Nordrhein-Westfalen

 

Neukirchen-Vluyn

Nachdem die Stadt im Vorfeld aus Solidarität mit dem CSD eine Regenbogenflagge hisst, wird online massiv gegen den CSD gehetzt. Bei der Kundgebung führt ein Mann in AfD-Jacke Interviews und lässt sich dabei filmen.

29.08.2026
Niedersachen

 

Rotenburg an der Wümme

Teilnehmende werden während des CSDs und kurz danach beleidigt und bedroht. Online werden Hasskommentare gepostet.

29.08.2026
Baden-Württemberg

 

Wutöschingen

Eine Regenbogenfahne, die im Zusammenhang mit dem CSD vom AWO-Seniorenzentrum aufgehängt wurde, wird gestohlen.

30.08.2026
B
ayern

 

Regen

Eine angemeldete Gegenveranstaltung wird abgesagt. Geleakte Chats zeigen, dass die Organisator*innen dieser Gegendemonstration Mordfantasien und rechtsextremen Content teilen. Im Internet kommt es zu Hasskommentaren. Ein Provokateur im AfD-Shirt verlässt die Veranstaltung frühzeitig. In der Vorbereitung des CSDs versucht die Polizei außerdem, den CSD als Spaßveranstaltung zu deklarieren, um Programm und Demoroute einzukürzen. Diese Zuschreibung ändert sie erst nach dem Anschlag auf den Berliner CSD. (Quelle: eigene Abfrage)

30.08.2026
Thüringen

 

Altenburg

Die Polizei erteilt einer störenden Person einen Platzverweis. Aufgrund von Beleidigungen vom Rand der Demonstration werden zwei Personen festgenommen. Online wird der CSD angefeindet.

05.09.2026
Rheinland-Pfalz

 

Bad Kreuznach

Auf dem Weg zum CSD werden Teilnehmende beleidigt und angepöbelt. (Quelle: eigene Abfrage)

05.09.2026
Bayern

 

Cham

Eine AfD-Lokalpolitikerin filmt am Rand des CSDs für einen Livestream. Mehrere Gegner*innen des CSDs, die sich am Rand der Veranstaltung zusammengefunden haben, äußern sich queerfeindlich. Eine Person trägt rechtsextreme Szeneklamotten. (Quelle: eigene Abfrage)

05.09.2026
N
ordrhein-Westfalen

 

Dortmund

Eine unbekannte Person versucht, einer teilnehmenden Person des CSDs eine Regenbogenflagge zu entreißen. Die betroffene Person wird hierbei leicht verletzt. Vertreter*innen eines AfD-nahen Mediums filmen und fragen Teilnehmende für Interviews an. (Quelle: eigenes Monitoring)

05.09.2026
Baden-Württemberg

 

Lahr

Ca. zehn Personen nehmen an einer rechtsextremen Gegendemonstration teil. Da diese am Bahnhof abgehalten wird, sind alle zum CSD anreisenden Personen mit den Rechtsextremen konfrontiert. Eine religiöse Gruppe verteilt Schriften und Kärtchen an die Teilnehmenden. Auch eine zweite Gegendemonstration hat nur wenige Teilnehmende.

05.09.2026
Bayern

 

Schweinfurt

Im Vorfeld werden in den sozialen Medien Hasskommentare gepostet, wobei Mitglieder des Vorstands auch persönlich angefeindet werden. Beim CSD selbst zeigen fünf junge Männer, die die Veranstalter*innen der rechtsextremen Szene zuschreiben, und ein christlicher Fundamentalist Präsenz. (Quelle: eigene Abfrage)

05.09.2026
Baden-Württemberg

 

Stuttgart

Die Teilnehmenden der Stuttgart Trans* Pride werden vom Straßenrand aus angestarrt, beleidigt und angepöbelt. (Quelle: eigenes Monitoring)

12.09.2026
Thüringen

 

Nordhausen

Eine kleine Gruppe versucht sich der Abschlusskundgebung des CSDs zu nähern, wird aber von der Polizei aufgehalten. Die Polizei nimmt die Personalien auf. Außerdem zeigen Menschen fernab des CSDs in der Stadt den Hitlergruß. (Quelle: eigene Abfrage)

12.09.2026
Sachsen-Anhalt

 

Halle (Saale)

Vom Rand des Demonstrationszugs werden Teilnehmende angepöbelt. Zwei weitere Männer rufen: „Nächstes Jahr gibt es Euren CSD nicht mehr!“ Während des Straßenfestes zeigen rechtsextreme Jugendliche Präsenz. Online werden Hasskommentare gegen den CSD gepostet. (Quelle: eigene Abfrage)

12.09.2026
Nordrhein-Westfalen

 

Coesfeld

In den sozialen Medien werden Anfeindungen, Beleidigungen und Drohungen gegen den CSD gepostet. Mehrfach werden Gewalt- und Anschlagsaufrufe geäußert, diese sind teilweise auch persönlich an die Organisierenden adressiert. Die Veranstaltenden verorten die Täter*innen im rechtsextremen Spektrum. Beim CSD selbst werden Teilnehmende in drei Fällen von jungen Menschen beleidigt und bedroht. Die Provokateur*innen sind teilweise maskiert. (Quelle: eigene Abfrage)

12.09.2026
Bayern

 

Kaufbeuren

Zu einer angekündigten Gegendemonstration kommen mehrere Rechtsextreme. Sie protestieren mit Schildern auf denen steht: „Keine queere Indoktrination unserer Kinder.“

12.09.2026
Brandenburg

Rathenow

Anders als in den Jahren zuvor wird keine finanzielle Förderung aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ für den CSD Rathenow bewilligt. Die kommunale Partnerschaft für Demokratie, die für die Vergabe der Fördergelder vor Ort verantwortlich ist, entscheidet, dass der CSD als politische Veranstaltung nicht förderfähig ist. Förderungen aus einem Bundesprogramm müssten politische Neutralität wahren. Nur aufgrund einer erfolgreichen Spendenkampagne kann der CSD trotzdem stattfinden. Vor Ort sieht sich der CSD dann allerdings mit einer rechtsextremen Gegendemonstration konfrontiert. An dieser nehmen laut Polizei weniger als 40 Personen teil. Vereinzelt schlagen dem CSD auch Buhrufe von Passant*innen entgegen. (Quelle: eigenes Monitoring, eigene Abfrage)
Foto: Screenshot Instagram via @deutsche_patrioten_voran

12.09.2026
Nordrhein-Westfalen

 

Ratingen

Der CSD wird online angefeindet und der städtische AfD-Fraktionsvorsitzende teilt diskriminierende Videos gegen den CSD. Das rechts-alternative Medium „Nius“ stellt die Förderung des CSDs bei der Stadt in Frage. (Quelle: eigene Abfrage)

12.09.2026
Niedersachsen

 

Vechta

Während der Aufbauarbeiten für den CSD werden zwei Helfende von Jugendlichen angepöbelt, bespuckt und mit vollen Energydosen beworfen. Laut Veranstaltung unternimmt die Polizei nichts dagegen. (Quelle: eigenes Monitoring)

12.09.2026
Mecklenburg-Vorpommern

Wismar

Die rechtsextreme Jugendgruppe „Jägertruppe“ mobilisiert im Vorfeld zu einer Gegendemonstration. Wegen zu geringer Teilnehmendenanzahl löst sich diese vor Ort aber auf. Trotzdem treiben sich in der Altstadt einige junge Neonazis herum. Zwei Männer ziehen brüllend durch die Straßen, einer in eine Deutschlandfahne, der andere in eine AfD-Fahne gehüllt. Einer der beiden bedroht Passant*innen mit einem Messer. (Quelle: eigenes Monitoring)
Foto: Screenshot Instagram via @jaegertruppe_mv

12.09.2026
Nordrhein-Westfalen

 

Wuppertal

Ein Mann versucht, CSD-Teilnehmende mit einer rechtsextremen Fahne zu provozieren. Er wird des Platzes verwiesen.

12.09.2026
Sachsen

 

Zittau

Immer wieder taucht am Rand des CSDs eine Gruppe von mehr als zehn Jugendlichen auf, die rechtsextreme Symbole auf ihrer Kleidung tragen. Sie tragen eine Deutschlandfahne und eine Reichskriegsflagge mit sich. Bei der Abreise vom CSD wird eine kleinere Gruppe CSD-Teilnehmender von den Jugendlichen angegriffen. Diese machen Jagd auf sie, beleidigen und bedrohen sie. (Quelle: Eigene Abfrage)

19.09.2026
Schleswig-Holstein

 

Wacken

Im Vorfeld des zweiten CSDs in Wacken werden mehrere Plakate zerstört. Die Veranstalter*innen berichten von Online-Hass.

19.09.2026
Sachsen

 

Döbeln

Die „Jungen Nationalisten“ mobilisieren zu einer rechtsextremen Gegendemonstration, zu der etwa 50 Personen erscheinen. Auch andere rechtsextreme Jugendgruppen unterstützen die Mobilisierung. Zwischen den verschiedenen Demonstrationen kommt es zu Auseinandersetzungen, bei denen mehrere Personen leicht verletzt werden.

19.09.2026
Bayern

 

Erlangen

Mitglieder der jüdischen Kultusgemeinde Erlangen, die als eigene Gruppe beim CSD teilnehmen, werden antisemitisch angefeindet. Ein CSD-Teilnehmer spuckt ihnen vor die Füße. Weitere CSD-Teilnehmende skandieren anti-israelische Parolen. (Quelle: eigene Abfrage)

19.09.2026
Brandenburg

 

Hennigsdorf

Ungefähr 20 Personen nehmen an einer Gegendemonstration der rechtsextremen Jugendgruppe „Deutsche Patrioten Voran“ teil. Am Abend nach dem CSD marschieren Rechtsextreme bei einer CSD-Party in der Geschäftsstelle der Partei Die Linke in Oranienburg auf. Sie bedrohen die Teilnehmenden und skandieren queerfeindliche Parolen. Unter ihnen befinden sich mehrere Teilnehmende der Gegendemonstration vom Nachmittag, unter anderem auch deren Anmelder. Die Polizei wird hinzugezogen, bezeichnet das Vorgehen der Rechtsextremen aber als strafrechtlich „nicht relevant“. (Quelle: eigenes Monitoring)

19.09.2026
Brandenburg

 

Jüterbog

Unbekannte zerstören Plakate des CSDs und der zugehörigen Pride Week. (Quelle: eigene Abfrage)

26.09.2026
Sachsen-Anhalt

 

Stendal

Auf Facebook versucht die AfD, das Hissen der Regenbogenfahne vor dem Rathaus zu diskreditieren. Außerdem stellt sie die Förderung des CSDs durch die lokale Partnerschaft für Demokratie infrage. Am Rande der Demonstration tauchen mehrfach Personen auf, die auf die Veranstalter*innen aggressiv wirken. Das große Polizeiaufgebot verhindert weitere Störungen. (Quelle: eigenes Monitoring, eigene Abfrage)

26.09.2026
Rheinland-Pfalz

 

Kaiserslautern

Online wird im Vorfeld zu einer rechtsextremen Gegendemonstration mobilisiert. Außerdem werden in den sozialen Medien Beleidigungen und Anfeindungen gepostet. Während der Demo werden Besucher*innen des CSDs belästigt und beleidigt. In Richtung der Demo werden Hitlergrüße gezeigt. Im Stadtrat wird ein Antrag gestellt, dass die Stadt ihre mobilen Durchfahrtssperren zur Verfügung stellt und deren Auf- und Abbau finanziert, um für Sicherheit auf dem CSD zu sorgen. Eine Mehrheit aus CDU, AfD, Freien Wählern und FDP lehnt diesen Antrag ab. Mithilfe von Spendenmitteln wird daraufhin ein professionelles Security-Team finanziert. Obwohl die Veranstaltung bis 23 Uhr andauert, zieht die Polizei um 17 Uhr ab. Nur der private Security-Dienst sichert daraufhin die Veranstaltung ab. Trotzdem mehrt sich in den Abendstunden die Anzahl von Belästigungen und Beleidigungen gegen CSD-Teilnehmende. (Quelle: eigene Abfrage, eigenes Monitoring)
Foto: Screenshot Instagram via @kollektivsaarpfalz (Account existiert nicht mehr)

26.09.2026
Thüringen

 

Gera

Drei Banner des CSDs werden gestohlen. Zwei Teilnehmende des CSDs, die zwischenzeitlich ein Einkaufszentrum aufsuchen, werden von dessen Sicherheitsdienst dazu aufgefordert, ihre Regenbogenfahnen zu entfernen oder das Einkaufszentrum zu verlassen. Laut Aussage des Sicherheitsdienstes kommt diese Anweisung „von oben“. Die beiden Teilnehmenden waren bereits beim Chemnitzer CSD Opfer eines Angriffes geworden. Deshalb wollten sie die Demo nicht vollständig mitlaufen und in dem Einkaufszentrum eine Pause machen. (Quelle: eigene Abfrage)

26.09.2026
Sachsen

 

Görlitz

65 Personen nehmen an einer Gegendemonstration der rechtsextremen Jugendgruppe „Jägertruppe“ teil. Gegen eine teilnehmende Person ermittelt die Polizei wegen Volksverhetzung, gegen sieben weitere Rechtsextreme wegen Zuwiderhandlungen gegen das Vermummungsverbot. Wenige Tage vor dem CSD möchte das Landratsamt der Abschlusskundgebung des CSDs den Status als politische Versammlung entziehen. Erst kurz vor dem CSD wird dem Einspruch der Veranstalter*innen stattgegeben, so dass der gesamte CSD als politische Versammlung stattfinden kann.

26.09.2026
Bayern

 

Landshut

Im Vorfeld des CSDs mobilisieren Rechtsextreme zu einer Gegendemonstration. Die CSD-Veranstaltenden sind entsprechend mit der Polizei und dem Staatsschutz in Kontakt. Eine am CSD teilnehmende Person wird geschlagen, die Polizei nimmt Ermittlungen wegen Körperverletzung auf. (Quelle: eigene Abfrage)

26.09.2026
Brandenburg

Bernau

Die rechtsextreme Jugendgruppe „Deutsche Patrioten Voran“ veranstaltet eine Gegendemonstration. Gegen eine Teilnehmerin der rechtsextremen Kundgebung wird aufgrund des Zeigens eines Hakenkreuzes ermittelt. Auch für den ursprünglich geplanten CSD-Termin Ende Juni, der aufgrund von Hitze verschoben werden musste, hatte die Gruppe zu einer Gegendemonstration mobilisiert. (Quelle: eigenes Monitoring)
Foto: Screenshot Instagram via @jaegertruppe

26.09.2026
Baden-Württemberg

 

Schorndorf

Im Vorfeld des CSDs werden mehrere CSD-Plakate geklaut. Am CSD-Versammlungsort veranstaltet die rechtsextreme Partei „Der III. Weg“ eine Woche vor dem CSD eine Kundgebung mit Infostand, an dem sie queerfeindliche Inhalte verbreitet und gegen den CSD hetzt. (Quelle: eigene Abfrage, eigenes Monitoring)

26.09.2026
Niedersachsen

 

Verden

Im Vorfeld des CSDs werden online viele Hasskommentare, Anfeindungen und Gewaltandrohungen gepostet. Drei Personen, die den CSD immer wieder filmen und fotografieren, unternehmen Störversuche, die Polizei muss einschreiten.

27.09.2026
Mecklenburg-Vorpommern

 

Greifswald

Aus einem Fenster am Rand des Demonstrationszuges wird gerufen, man solle die AfD wählen. (Quelle: eigene Abfrage)

03.10.2026
Sachsen

 

Freital

Vom Rande der Demonstration werden CSD-Teilnehmende wiederholt von Passant*innen angepöbelt und angefeindet. (Quelle: eigenes Monitoring)

Queerfeindlichkeit ist Alltag – deshalb braucht es Unterstützung!

 

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