Gaming ist weit mehr als reine Freizeitbeschäftigung: Es ist ein globaler Kultur- und Sozialraum, in dem sich Millionen Menschen vernetzen, Identitäten aushandeln und Gemeinschaften bilden. Doch genau diese sozialen und kreativen Potenziale machen Gaming-Kulturen auch für antidemokratische Akteur*innen zu einem strategisch wichtigen Feld. In oft unzureichend moderierten Räumen finden sie eine junge, digital affine Zielgruppe und nutzen die spezifische, von Humor und Insider-Witzen geprägte Sprache der Communitys, um die Grenzen des Sagbaren zu verschieben und ihre menschenfeindlichen Ideologien zu normalisieren.
Dem gegenüber stehen zivilgesellschaftliche Gegeninitiativen und Präventionsansätze, die zeigen, dass die Gaming-Community selbst ein entscheidender Akteur zur Stärkung demokratischer Werte sein kann. Das Factsheet liefert eine kompakte Übersicht darüber, warum digitale Spielräume politisch relevant sind, welche Strategien dort eingesetzt werden und wie Prävention wirksam ansetzen kann.