Seit dem 7. Oktober 2023 tritt Antisemitismus in unserer Gesellschaft wieder sehr offen zutage. Doch in
der so offenen und toleranten Phantastik und Fantasy gibt es doch sicher keinen? Oder doch? Franziska
Thurau von der Initiative Interdisziplinäre Antisemitismusforschung an der Universität Trier zeigt uns,
dass antisemitische Tropen im Genre weiter verbreitet sind, als die meisten von uns vermutlich glauben.
Zugleich gibt es aber auch Gegenbeispiele, in denen jüdische Figuren weder als Karikaturen noch
als Märtyrer dargestellt werden, sondern als echte, vielschichtige Charaktere mit eigenen Geschichten.
Der Blick auf die Fantasy-Literatur zeigt damit nicht nur, wie tief bestimmte antisemitische Traditionen
im Genre verankert sind, sondern auch, dass sich etwas verändert – und Fantasy beginnt, klüger mit ihrer
eigenen Tradition umzugehen.
Referent*innen: Franziska Thurau
Moderator*innen: Tacheles TU
Datum: 13.10.2026 (18 Uhr, Einlass: 17:45 Uhr)
Ort: TU Berlin (Raum TBA)
Veranstalter*innen: Tacheles TU
Eine Veranstaltung im Rahmen der Bildungs- und Aktionswochen gegen Antisemitismus.
