Mit einem Input von Hannes Müller – Fachreferent des Kompetenzzentrums Rechtsextremismus und Demokratieschutz, Amadeu Antonio Stiftung
Veranstaltungen, die öffentlich für Demokratie und Vielfalt eintreten und sich klar gegen Rechtsextremismus positionieren, geraten zunehmend unter Druck. Immer wieder kommt es zu gezielten Störungen oder Versuchen der Einschüchterung. Häufig spielt dabei verschwörungsideologisches Denken eine zentrale Rolle: Es schürt Misstrauen und stilisiert zivilgesellschaftliches Engagement zum vermeintlichen Beweis einer „geheimen Agenda“. Wenn Initiativen, Vereine oder engagierte Einzelpersonen auf diese Weise zum Feindbild erklärt werden, wächst die Gefahr gezielter Angriffe.
Veranstaltende und Teilnehmende sehen sich nicht nur mit inhaltlicher Kritik konfrontiert, sondern mitunter auch mit gezielten Störungen, digitalen Angriffen, Shitstorms oder Bedrohungen. Solche Vorfälle entstehen selten zufällig. Sie sind häufig Teil strategischer Versuche, zivilgesellschaftliches Engagement zu diskreditieren und demokratische Räume zu delegitimieren.
Umso wichtiger ist es, Veranstaltungen nicht nur inhaltlich, sondern auch organisatorisch gut vorzubereiten und Sicherheitsaspekte frühzeitig mitzudenken. Viele Veranstalter*innen fragen sich deshalb: Wie können wir uns wirksam schützen und gleichzeitig handlungsfähig und zuversichtlich bleiben?
Für den fachlichen Austausch zu diesen Fragen haben wir Hannes Müller, Fachreferent des Kompetenzzentrums Rechtsextremismus und Demokratieschutz eingeladen. In einem einführenden Impuls wird er typische Angriffsdynamiken und Störstrategien skizzieren sowie präventive Ansätze für die Planung und Durchführung von Veranstaltungen vorstellen.
Im Zentrum steht dabei die Frage, wie vorausschauende Vorbereitung entlasten, Sicherheit erhöhen und Handlungssicherheit im Umgang mit Störungen stärken kann.
Das Format: Raum für Austausch und Reflexion
Vereine, Verbände und zivilgesellschaftliche Initiativen sind das Fundament einer lebendigen Demokratie. Doch gerade sie geraten verstärkt ins Visier von Desinformation und Verschwörungsnarrativen. Hier setzt der Resilienz-Stammtisch der Fachstelle Entschwörung an. In unserer regelmäßigen Veranstaltungsreihe unterstützen wir Haupt- und Ehrenamtliche dabei, ihre Widerstandsfähigkeit im Umgang mit gezielter Verunsicherung zu stärken – individuell, organisational und mit klarer Haltung.
Nach dem kurzen Input öffnen wir den Raum für den persönliche Erfahrungsaustausch. Das Stammtisch-Format steht für einen offenen und zugleich geschützten Rahmen, in dem das informelle Miteinander und gemeinsames Nachdenken im Mittelpunkt stehen, mit Respekt, ohne Druck und mit viel Platz für individuelle Fragen, Zweifel und neue Ideen. Ziel ist es, voneinander zu lernen und durch den gemeinsamen Austausch gestärkt in die eigene Arbeit zurückzukehren.
#4 Resilienz-Stammtisch: 26. März, 2026, 14:00 – 15:30
💻 Ort: Online (die Zugangsdaten werden zeitnah vor der Veranstaltung verschickt)
📌 Zielgruppe: Haupt- und Ehrenamtliche aus zivilgesellschaftlichen Organisationen, Vereinen, Verbänden
📝 Anmeldung: über diesen Link (Anmeldefrist ist der 24. März 2026)
Wir freuen uns auf eure Teilnahme und darauf, gemeinsam widerstandsfähiger zu werden!