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Aktionswochen gegen Antisemitismus

Antisemitismus definieren. Anleitung zur Abgrenzung

27.10.2026 (18 Uhr), Bremen

Während die Diskussionen um Antisemitismusdefinitionen immer unzugänglicher werden, hat die Ideologie in ihrer öffentlichen Wahrnehmung nichts von ihrem Rätselcharakter verloren. Die Bestimmung und damit die Bekämpfung von Antisemitismus wird durch zahlreiche alltagspraktische wie akademische Mythen erschwert: Antisemitismus wird unter Rassismus subsumiert, zum Vorurteil gemacht, extremismustheoretisch gelesen oder zum Wahn erklärt. Obwohl diese Deutungsversuche etwas treffen, reduzieren sie Antisemitismus doch immer nur auf einen Teilaspekt.
In »Antisemitismus definieren« machen der Sozialphilosoph Nikolas Lelle und der Sozialpsychologe Tom Uhlig diese Mythen produktiv. Sie fragen nach ihrer subjektiven und gesellschaftlichen Attraktivität und arbeiten ihren wahren Kern heraus, um einen Antisemitismusbegriff zu gewinnen, der dem Gegenstand gerecht wird.
Nikolas Lelle arbeitet seit 2020 bei der Amadeu Antonio Stiftung und beschäftigt sich vornehmlich mit
Antisemitismuskritik, Erinnerungskultur und Gesellschaftstheorie. Er hat in Frankfurt am Main und Mainz Philosophie und Soziologie studiert und an der Humboldt Universität zu Berlin promoviert. Zuletzt erschien von Lelle „Arbeit macht frei. Annäherungen an eine NS-Devise”. 2026 erscheint auch der mit Lisa Geffken gemeinsam herausgegebene Band „Warum man Israel nicht hassen muss, um zu den Guten zu gehören“.

Referent*innen: Nikolas Lelle

Datum: 27.10.2026 (18 Uhr)

Ort: GW2 B2890, Universität Bremen, Universitäts-Boulevard, 28359 Bremen

Veranstalter*innen: Bündnis gegen Antisemitismus Bremen, Rosa-Luxemburg-Initiative Bremen, Gesellschaft für kritische Bildung

Eine Veranstaltung im Rahmen der Bildungs- und Aktionswochen gegen Antisemitismus.

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