Die Debatten um die Documenta 15 haben grundlegende Fragen nach dem Verhältnis von Kunst, politischem Engagement und Antisemitismuskritik in Deutschland aufgeworfen. Der Vortrag nimmt diese Auseinandersetzungen zum Anlass, einen Blick zurück auf die Kunstgeschichte der Bundesrepublik zu werfen. Aus einer antisemitismuskritischen Perspektive fragt der Vortrag danach, welche historischen Kontinuitäten, Leerstellen und Konfliktlinien sich in der Geschichte der engagierten Kunst erkennen lassen. Dabei geht es nicht darum, gegenwärtige Debatten nachträglich auf die Vergangenheit zu übertragen, sondern darum, die historischen Voraussetzungen und Deutungsmuster sichtbar zu machen, vor deren Hintergrund auch die Kontroversen um die Documenta 15 verstanden werden können. Der Vortrag versteht die Auseinandersetzung mit der engagierten Kunstgeschichte der BRD somit als eine Möglichkeit, die Geschichte politischer Kunst differenzierter zu betrachten und zugleich nach den Bedingungen einer antisemitismuskritischen Kunst- und Kulturpraxis in der Gegenwart zu fragen.
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Referent*innen: Christina Brinkmann, Ines Gerber, Mira Anneli Naß, Annika Wienert
Moderator*innen: Michelle Jasmin Kubitza
Datum: 27.10.2026 (19 Uhr, Einlass: 18:45 Uhr)
Ort: Ruhr-Universität Bochum
Veranstalter*innen: GESH
Anmeldung (bis zum 24.10.2026): www.linktr.ee/geshbochum
Eine Veranstaltung im Rahmen der Bildungs- und Aktionswochen gegen Antisemitismus.
