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Buchpräsentation

Grenzen der Erfahrung: Gesellschaftskritische Perspektiven auf Antisemitismus und Bildung

07.10.2026 (9:00 Uhr), Frankfurt (Main)

Die ältere Kritische Theorie um u.a. Leo Löwenthal, Max Horkheimer und Theodor W. Adorno spielte eine zentrale und bis heute einflussreiche Rolle bei der Deutung und Erklärung antisemitischer Ressentiments. Bemerkenswert ist es daher, wie selten Verbindungslinien zwischen Kritischer Theorie, Bildung und Antisemitismus in Wissenschaft und Praxis der Pädagogik gezogen werden. Diese Leerstelle adressiert der neu erschiene Sammelband »Grenzen der Erfahrung: Gesellschaftskritische Perspektiven auf Antisemitismus und Bildung« (Frankfurt a. M.: Wochenschau 2026). Er wurde von Henning Gutfleisch, Alexander Hermert, Elke Rajal, Kai Schubert und Vanessa Walter herausgegeben.

In der Veranstaltung wird ein Überblick über die 17 Beiträge der vier Sektionen des Buchs gegeben, die aus theoretischer, empirischer und praktischer Perspektive geschrieben wurden. Die Autor*innen sind vornehmlich Early Career Researcher und bearbeiten mit unterschiedlicher disziplinärer Expertise unterschiedliche Themen wie Didaktik, Gedenkstättenpraxis, politische Bildung, Einstellungen und Kompetenzen von Lehrkräften, Ausstellungskonzepte über jüdische Biographien und musikalische Bildung.

Vertieft vorgestellt werden die Anfänge von Bildungsbemühungen gegen Antisemitismus in der ›alten‹ Bundesrepublik, ihre Ansätze, Leerstellen und nichtintendierten Effekte.

Kai E. Schubert ist Politikwissenschaftler mit den Arbeitsschwerpunkten Antisemitismus und antisemitismuskritische Bildung und derzeit wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Ruhr-Universität Bochum. Er ist Ko-Herausgeber des Sammelbandes und wirkt an dem am IfS angesiedelten Wissensnetzwerk »Antisemitismus und Demokratiegefährdung« mit.

János Varga hat an der Friedrich-Schiller-Universität Jena zur Geschichte der Bildungsarbeit gegen Antisemitismus promoviert. Er ist seit 2025 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fritz Bauer Institut in Frankfurt am Main und seit 2019 freier Mitarbeiter der Gedenkstätte Buchenwald.

Luise Henckel arbeitet gegenwärtig am Institut für Sozialforschung und promoviert an der Universität Halle-Wittenberg zu jüdischen Emanzipationsdebatten im frühen 19. Jahrhundert.

Mehr Informationen finden sich hier.

Referent*innen: Kai E. Schubert, János Varga

Moderator*in: Luise Henckel

Datum: 07.10.2026 (19 Uhr, Einlass 18:45 Uhr)

Ort: Sizungssaal, Institut für Sozialforschung, Senckenberganlage 26, 60325 Frankfurt am Main

Veranstalter*innen: Institut für Sozialforschung

Anmeldung (bis 30. September): anmeldung@ifs-frankfurt.de

Eine Veranstaltung im Rahmen der Bildungs- und Aktionswochen gegen Antisemitismus.

 

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