Beleidigungen, Drohungen, Angriffe – Antisemitismus gehört auch mehr als 80 Jahre nach der Shoa zum Alltag von Jüdinnen und Juden. Gerade seit dem islamistischen Massaker vom 07. Oktober 2023 in Israel erleben wir eine neue Dimension des Antisemitismus – weltweit, aber auch hier in der Region. Mit Dr. Annette Seidel-Arpaci, Leiterin der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) Bayern, wollen wir uns den aktuellen Erscheinungsformen des Antisemitismus widmen und der Frage nachgehen wie verbreitet antisemitische Ressentiments und Stereotype in Bayern und der Oberpfalz sind.
RIAS Bayern hat im Januar 2019 seine Arbeit aufgenommen, mit dem Ziel antisemitische Vorfälle und Tendenzen möglichst genau zu dokumentieren und Betroffene von Antisemitismus soweit wie möglich zu unterstützen.
Dr. Annette Seidel-Arpacı leitet RIAS Bayern seit 2019. Sie hat rund zwei Jahrzehnte in Großbritannien und den USA gelebt und gearbeitet, an den Universities of Bradford und Leeds studiert und in Leeds in Jewish Studies mit einer Arbeit über Shoah-Erinnerung im Kontext von Rassismus, Antisemitismus und Renationalisierung nach der deutschen Wiedervereinigung promoviert.
Referent*in: Dr. Annette Seidel-Arpaci
Moderator*in: Stefan Dietl
Datum: 27.10.2026 (19 Uhr, Einlass: 18:30 Uhr)
Ort: Israelitische Kultusgemeinde, Salzgasse 5, 92224 Amberg
Veranstalter*innen: Israelitische Kultusgemeinde Amberg, DIG Oberpfalz, Ver.di Oberpfalz
Anmeldung: anmeldung@ikg-amberg.de
Eine Veranstaltung im Rahmen der Bildungs- und Aktionswochen gegen Antisemitismus.
