Vortrag: Sozialarbeiter für ein freies Palästina?
Zum Verhältnis von Antisemitismuskritik und Sozialer Arbeit mit Prof. Dr. Holger Knothe
Antisemitismus ist ein gesellschaftliches Problem und damit auch ein Thema für die Soziale Arbeit. Doch wie gehen Fach- und Berufsverbände der Sozialen Arbeit in Deutschland und international mit diesem Thema um? Welche Positionen haben sie seit dem 7. Oktober 2023 entwickelt – und welche Aspekte bleiben dabei möglicherweise unbeachtet? Ausgehend von dieser Frage untersucht Prof. Dr. Holger Knothe die Positionierungen nationaler und internationaler Fach- und Berufsverbände. Dabei zeigt sich ein breites Spektrum von weitgehender Nichtwahrnehmung des Problems bis hin zu ersten, teilweise zögerlichen Versuchen, Antisemitismus als relevantes soziales Problem anzuerkennen. Der Vortrag fragt, welche Konsequenzen daraus für die Soziale Arbeit entstehen. Braucht es einen antisemitismuskritischen Perspektivwechsel? Wie kann ein solcher Perspektivwechsel aussehen – und wo liegen die fachlichen und praktischen Herausforderungen seiner Umsetzung? Dabei geht es auch um die Verantwortung einer Profession, die gesellschaftliche Konflikte nicht nur begleitet, sondern kritisch reflektieren muss.
Prof. Dr. Holger Knothe ist Professor für Sozialwissenschaften und Soziale Arbeit an der Internationalen
Hochschule (IU) München. Er ist Mitherausgeber der Buchreihe Soziale Arbeit und gesellschaftliche Transformation (Beltz Juventa) sowie Autor und Herausgeber zahlreicher Veröffentlichungen.
Ein Vortrag über antisemitismuskritische Soziale Arbeit, fachliche Verantwortung und die Notwendigkeit eigene blinde Flecken zu hinterfragen.
Mehr Informationen finden sich hier.
Referent*in: Prof. Dr. Holger Knothe
Datum: 30.10.2026 (19 Uhr, Einlass 18 Uhr)
Ort: Die Zentrale zum Rieblwirt, Freyung 631, 84028 Landshut
Veranstalter*innen: AK gegen Antisemitismus, Bündnis 90 Die Grünen KV Landshut – Stadt, Omas gegen Rechts – Ortsgruppe Landshut, Dr. Sebastian Bröckner-Kiss (Stadtrat der Grünen), Zentrale zum Rieblwirt
Anmeldung: kontakt@zentrale-zum-rieblwirt.de oder unter 087114232354
Eine Veranstaltung im Rahmen der Bildungs- und Aktionswochen gegen Antisemitismus.
