Antifeministische Angriffe auf kommunale Frauen- und Gleichstellungsarbeit nehmen spürbar zu. Was früher oft als „Gegenwind“ erschien, entwickelt sich vielerorts zu einem strukturellen Problem: Angriffe auf Gleichstellung sind immer auch Angriffe auf demokratische Grundwerte. Für viele Gleichstellungsbeauftragte gehören Anfeindungen inzwischen zum Arbeitsalltag – von abwertenden Kommentaren über Einschüchterungsversuche bis hin zu Morddrohungen. Gleichzeitig werden Projekte eingeschränkt, Angebote abgesagt und das Umfeld für Gleichstellungsarbeit zunehmend feindselig.
Für viele kommunale Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte gehören antifeministische Anfeindungen inzwischen zum Arbeitsalltag. Doch wie lassen sich diese erkennen, einordnen und professionell bewältigen?
Die Handreichung „Gegenwind oder doch schon ein Sturm?“ richtet sich an kommunale Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte sowie ihre Verbündeten in Verwaltung, Politik und Zivilgesellschaft. Sie bietet Orientierung in einem herausfordernden Umfeld und unterstützt dabei, antifeministische Angriffe zu erkennen, einzuordnen und professionell zu bewältigen.
- Im Jahr 2024 wurden bundesweit 558 antifeministische Vorfälle dokumentiert – ein Anstieg von 50 Prozent im Vergleich zu 2023.
- Durchschnittlich wurden etwa zehn Vorfälle pro Woche gemeldet, fast 30 Prozent davon im digitalen Raum. Experten gehen zudem von einer deutlich höheren Dunkelziffer aus.
- 95 Prozent der befragten Gleichstellungsbeauftragten sehen ihre Arbeit durch antidemokratische Entwicklungen bedroht, drei Viertel davon stark oder sehr stark.
Die Handreichung „Gegenwind oder doch schon ein Sturm?“ zeigt auf, wie sich antifeministische Dynamiken konkret im Arbeitsalltag auswirken. Auf Grundlage von Befragungen, Interviews und Praxiserfahrungen werden typische Angriffsmuster analysiert und eingeordnet. Zugleich stellt die Handreichung bewährte Strategien und konkrete Handlungsmöglichkeiten vor – praxisnah, fundiert und direkt anwendbar.