Unbekannte schmieren über fünf Stolpersteine das Wort „JUDAS“. Die Stolpersteine erinnern an die jüdische Familie Urbach.
Der Vater Jacob Benjamin Urbach wurde am 5. November 1893 geboren, arbeitete als Vertreter und wurde 1936 nach Polen ausgewiesen, seitdem gilt er als verschollen.
Die Mutter Martha Urbach wurde am 17. Mai 1900 geboren und vermutlich 1938 im Zuge der Polen-Aktion nach Polen deportiert. Ihr weiteres Schicksal ist unbekannt. Die beiden hatten drei Kinder. Ihr ältester Sohn Salomon Siegfried Urbach wurde am 25. März 1920 geboren, arbeitete als Arbeitsbursche und wurde vermutlich gemeinsam mit seiner Mutter am 28. Oktober 1938 nach Polen ausgewiesen, beiden lebten wahrscheinlich im Ghetto Łódź. Sein weiteres Schicksal ist unbekannt. Das mittlere Kind war Fanny Urbach. Sie wurde am 13. März 1921 geboren, konnte fliehen, überlebte, lebte ab 1947 in Wien und zog später nach Israel. Ihr jüngstes Kind, Edith Urbach, wurde am 5. Dezember 1922 in Dresden geboren. Sie konnte ebenfalls fliehen und überlebte und lebte später in einem Kibbuz in Israel. Beide Töchter besuchten in Dresden die 2. Mädchen-Berufsschule.
Mehr Informationen zum Schicksal der Familie Urbach können hier nachgelesen werden.
Vorfalltyp: gezielte Sachbeschädigung und Schändung
Erscheinungsform: Schuldabwehr Antisemitismus
