Die Gruppem „Free Palestine FFM“ und „Migrantifa Rhein-Main“ rufen zu einer antiisraelischen Demonstration unter dem Motto „Widerstand ist Völkerrecht! Palästina darf sich wehren, auch mit Steinen und Gewehren“ auf. Eine Teilnehmerin hält hierbei eine Flagge mit dem islamischen Glaubensbekenntnis (Schahada) mit grünem Hintergrund hoch, auch die Terrororganisation Hamas verwendet dieses.
Eine Rednerin bedient sich einer modernen Form der Ritualmordlegende und dämonisiert Israel, indem sie sagt: „Israel mordet systematisch, Kinder, Frauen und Männer und Deutschland schweigt dazu. Siedler*innen, IOF-Soldaten schikanieren, verstümmeln Palästinenser*innen täglich mit Steinen und Gewehren.“
„IOF“ bedeutet „Israel Occupying Force“, hierbei handelt es sich um eine abwertende Bezeichnung der IDF (= „Israel Defense Force“), der israelischen Armee.
Der Redner Mahmud Abu-Odeh, gegen den zuvor ein Redeverbot verhängt, später aber wieder aufgehoben wurde, sagt: „Und wir begrüßen jeden Widerstand gegen die zionistische Besatzung Palästinas. Wir grüßen den Widerstand gegen die Zionisten in Washington. Yallah, yallah Widerstand, überall in jedem Land! Yallah, yallah intifada, von Frankfurt bis nach Gaza!“
Intifada bedeutet Aufstand/Rebellion und bezieht sich unter anderem auf die zwei mehrjährigen Serien von Terroranschlägen auf die Zivilbevölkerung in Israel (1987-1993 sowie 2000-2005).
Die Teilnehmenden halten die folgenden Plakate hoch:
- „ISRAEL UND ISRAELIS TÖTEN MUSLIME“
- „Die Lehre aus dem HOLOCAUST ist nicht, mit israelischen Faschisten zu paktieren, sondern einzustehen für Menschenrechte und Völkerrecht!“
- „KINDERMÖRDER SATANYAHU“, abgebildet sind darauf blutverschmiert der US-Präsident Donald Trump und der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu. Unterhalb der beiden steht „REGIME CHANGE“.
Der israelische Ministerpräsident wird durch „Satanyahu“ mit Satan gleichgesetzt, womit sich eines Motivs des Antijudaismus bedient wird. - „ISRAEL HAS THE RIGHT TO GO FUCK ITSELF! A.Z.A.B.“, letzteres steht für „All Zionists Are Bastards“.
- „ISRAEL HAS ONLY ONE RIGHT, TO PACK UP THEIR BAGS AND LEAVE PALESTINE“
- Es wird sich mit den „Ulm 5“ solidarisiert, bebildert wird das Plakat mit einem Foto von Leila Khaled.
Hierbei handelt es sich um 5 antiisraelische Aktivist*innen aus Deutschland, Irland, Großbritannien und Spanien, die im September 2025 in Ulm in die deutsche Niederlassung des israelischen Rüstungskonzerns Elbit Systems einbrachen und einen Sachschaden von ca. 1 Million Euro verursachten.
Leila Khaled wird von antiisraelischen Gruppen häufig als Widerstandskämpferin gefeiert, obwohl sie im Jahr 1969 bei der Entführung eines Passagierflugzeuges von Rom nach Tel Aviv beteiligt war, bei der jüdische Passagiere gezielt separiert wurden von allen anderen Passagieren. - auf einem Banner steht „Never again means never again for anyone. Anne Frank 1929-1945. Hind Rajab 2018 – 2024“, darauf ist ein Bild von Anne Frank neben Hind Rajab abgedruckt.
Anne Frank war Jüdin und wurde in der Shoah ermordet. Hind Rajab war ein palästinensisches Mädchen, das bei einer Militäraktion der israelischen Armee in Gaza getötet wurde. Der Vergleich setzt die Situation der beiden Mädchen gleich und relativiert damit die Shoah.
Die Teilnehmenden rufen:
- auf Arabisch: „Palästina ist frei – Zionisten raus!“
- auf Arabisch: „Von Jericho bis nach Rafah, der Zionist soll keine Ruhe finden!“
- „Palästina darf sich wehren – auch mit Steinen und Gewehren!“
- „Death, death to the IOF!“
- „Huriya, huriya, Falasteen arabiya“ übersetzt „Freiheit, Freiheit, Palästina ist arabisch“
Israel wird damit das Existenzrecht abgesprochen. - „Fuck you, Israel, viva Palestine!“
Teilnehmende schwenken die Flagge Palästinas, des antisemitischen iranischen Mullah-Regimes, der Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost und der RKP (Revolutionäre Kommunistische Partei).
Das Junge Forum der Deutsch-Israelischen Gesellschaft ist mit einer Gegenkundgebung vertreten, die auch von iranischen Oppositionellen unterstützt wird.
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Vorfalltyp: Versammlungen, Veranstaltungen
Erscheinungsform: Schuldabwehr Antisemitismus / Israelbezogener Antisemitismus / Antijudaismus
