Debunk (2020 – 2024)
Debunk (2020 - 2024)
Prävention gegen Antisemitismus und Verschwörungsideologien in Sachsen
Das Projekt Debunk wurde von 2020 bis 2024 durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie das Sächsische Staatsministerium für Soziales und gesellschaftlichen Zusammenhalt ermöglicht, mit Ablauf der Förderung endete das Projekt.
Was macht Verschwörungsideologien aus? Wie hängen Verschwörungsideologien mit Antisemitismus zusammen? Wie verbreiten sie sich in der Lebenswelt von Jugendlichen und Lehrkräften? Was kann man dagegen tun? Seit Januar 2020 ging das Projekt Debunk diesen Fragen nach und entwickelt Präventionsangebote zu Antisemitismus und Verschwörungsideologien in Sachsen. Gemeinsam mit Jugendlichen, jungen Erwachsenen und Lehrkräften sowie Menschen in der Jugend- oder sozialen Arbeit wurden verschiedene Methoden erarbeitet und getestet, mit denen verschwörungsideologischem Antisemitismus Widerspruch entgegengebracht werden kann.
Darum geht es bei Debunk
Verschwörungsideologien stellen komplexe gesellschaftliche Prozesse als Teil einer „jüdischen Weltverschwörung“ dar und bieten autoritäre Lösungsvorschläge an, die sich gegen Minderheiten und die Grundwerte einer freien und offenen Gesellschaft richten. Gerade für Jugendliche sind sie attraktiv: Als Gesellschaftskritik getarnt, werden Antisemitismus und Verschwörungsideologien zum vermeintlichen Ausdruck der Auflehnung gegen Autoritäten.
Antisemitische Codes zu nutzen und sich als „gute*r Widerstandskämpfer*in“ zu inszenieren, wirkt anziehend für Jugendliche in der Findungsphase. Beides verschleiert den zugrundeliegenden Antisemitismus. Ein „sanfter“ Weg zur Radikalisierung ist geebnet. Verschwörungsideologien ihre Anziehungskraft zu nehmen, hatte sich Debunk zum Ziel gemacht. Das Projekt erstellte konkrete Bildungsangebote in Form multimedialer Produkte.
In Projekttagen schulte Debunk Jugendliche, junge Erwachsene und Lehrkräfte darin, antisemitische, verschwörungsideologische und andere antidemokratische Inhalte zu erkennen und sensibilisierte für deren manipulativen Charakter. Das Projekt informierte on- und offline über aktuelle Entwicklungen und Publikationen zum Thema.
Das bot Debunk an
Workshops und Fortbildungen
Was sind Verschwörungsideologien? Wie hängen Antisemitismus und Verschwörungsideologien zusammen? Was kann man gegen Verschwörungsideologien tun? Diese und andere Fragen stellten wir uns, gemeinsam mit den Teilnehmenden in Workshops und Fortbildungen. Diese richteten sich als Inhouse-Seminare oder Online-Seminare an junge Erwachsene, Fachkräfte oder zivilgesellschaftliche Gruppen in Sachsen.
Fokusgruppen und Beratungsangebote
Die Auseinandersetzung mit Verschwörungsideologien erfordert Zeit und kann ein Kraftakt sein. Aus diesem Grund haben wir spezielle Formate entwickelt, die sich dem Thema und den Fragen der Teilnehmenden schrittweise näherten. In der Fokusgruppe sprachen wir Lehrkräfte, Pädagog*innen und Politische Bildner*innen an. Eine Frage lautete: Wie gelingt Bildungsarbeit gegen Verschwörungsideologien? Mit der Sprechstunde Verschwörungsideologie haben wir Umfelder gestärkt und beraten.
Analyse und Bildungsmaterialien
Unser Projekts arbeitete auch forschend. Wir stellten uns z.B. folgende Fragen: Wer verbreitet mit welchem Ziel Verschwörungsideologien? Wer ist besonders empfänglich für solche Inhalte? Welche Rollen spielen Rechtsextreme bei der Verbreitung von Verschwörungsinhalten und wie reagiert die Zivilgesellschaft in Sachsen, wenn jeden Montag oder am Wochenende Verschwörungsideologien propagiert werden? Gemeinsam mit Partner*innen, wie dem Else-Frenkel-Brunswik-Institut an der Universität Leipzig oder lokalen Vereinen, gingen wir der Sache auf den Grund.
Publikationen
FAQ Verschwörungsideologien und Esoterik
22 kurze und knappe Antworten auf wichtige und häufig gestellte Fragen rund um die Themen Verschwörungsideologien und Esoterik
Nordsächsische Zustände Spezial
Ein Bericht zu rechtsextremen Strukturen und Verschwörungsideologien
Debunk wurde gefördert durch:



