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Antimuslimische Gewalt

Antimuslimische Gewalt

In Berlin kann jede*r tragen, wonach ihr*ihm ist – außer ein Kopftuch. Diese Erfahrung machen viele muslimische Frauen, die auf der Straße beleidigt, bespuckt oder sogar angegriffen werden.

Der Islam ist eine vieldimensionale Religion, doch in Deutschland werden seine vielen Facetten oftmals vereinfacht und vereinheitlich: Es wird dann von „dem“ Islam gesprochen, der pauschal als „fremd“ und „gefährlich“ beschrieben wird. Das hat mit der Realität wenig zu tun. Zudem wird das Wort Muslim*in gleichbedeutend mit „Migrant*in“, „Ausländer*in“ oder „Türk*in“ genutzt, wodurch religiöse Zugehörigkeit mit bestimmten Nationalstaaten und geografischen Regionen gleichgesetzt wird. Muslim*innen werden so, ungeachtet ihrer individuellen Lebensgeschichten, als homogene Gruppe wahrgenommen. Bei antimuslimischen Rassismus geht es nicht darum, was Muslim*innen oder vermeintlich muslimische Personen tun, sondern um eine Abwertung und Ausgrenzung: Muslim*innen wird ein negatives Verhalten oder ein negativer Charakter unterstellt, und Eigenschaften wie „rückständig“, „unemanzipiert“ oder „gewaltvoll“ zugeschrieben.

Islamfeindlichkeit ist weit verbreitet und eines der zentralen Instrumente rechtsradikaler und rechtspopulistischer Politik – und eine Form von Rassismus. Für Muslim*innen hat dies im Alltag oft brutale Folgen, und besonders muslimische Frauen mit Kopftuch sind als Angriffsziel leicht erkenntlich.

 

ReachOut betreut Betroffene rassistischer Gewalt in Berlin und deren Umfeld seit über 15 Jahren: www.reachoutberlin.de.

 

Dem Berliner Register können rechtsextreme und diskriminierende Vorfälle verschiedener Art gemeldet werden, um zu einer umfassenden Dokumentation für die verschiedenen Berliner Bezirke beizutragen: www.berliner-register.de.

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