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Gefördertes Projekt

Sie halten dagegen

(c) 12doorsprojekt

Türen öffnen, um Neues zu entdecken –  doch was erwartet uns hinter den Türen? Wenn es klingelt, gehen wir zur Tür, vielleicht sind wir neugierig. Manchmal sind wir auch etwas vorsichtig: Was, wenn wir jemand Unerwünschten vor der Tür vorfinden? Manche Menschen sind misstrauisch, man hört ja so viel. Deswegen schauen wir durch ein Guckloch, weil es uns ein Gefühl der Sicherheit und Kontrolle gibt. Sicherheit vor dem „Neuen“, „Unbekannten“ und vielleicht auch Unerwartetem. Um genau das zu entdecken und zu reflektieren, braucht es manchmal Mut und vor allem Neugier. Denn niemand wird als Rassist*in geboren. Häufig sind es gesellschaftlich vermittelte Stereotype und Bilder, die von Früh an unsere Wahrnehmung und unser Handeln beeinflussen, die uns eine Angst davor vermitteln, einfach durch die Tür zu gehen.

Welche Stereotype leiten uns? Wie wirken sie sich, manchmal auch unbewusst, auf unsere Handlungen aus? Das Projekt “THE DOORS“ in Dresden widmet sein Forum und eine anschließende Veranstaltungsreihe genau diesen Fragen. In einer innovativen Fortbildungsreihe bauen die Macher*innen Ängste ab, brechen mit stereotypen Vorstellungen von Herkunft und oftmals unbegründeten Vorbehalten vor dem „Fremden“. Die Veranstaltungen richteten sich dabei an Erzieher*innen und Lehrer*innen, aber auch Sozialpädagog*innen, die im Umgang mit und der Reflektion von bestehenden Stereotypen geschult werden. Als Personen wichtiger Bildungseinrichtungen geben sie in besonderer Weise Wissen und Erkenntnisse an Kinder weiter und helfen ihnen dabei, mit Vorurteilen umzugehen und ihre eigene Meinung zu bilden. Das Projekt wird gemeinsam mit dem Kinder- und Elternzentrum Kolibri gestaltet

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Unter dem Titel „Stereotype und ihre Wirkung auf unsere Gesellschaft“ fand im September eine erste Vortragsreihe mit anschließendem Diskussionsformat statt. Prof. Frank Asbrock von der TU-Chemnitz, Chadi Bahouth, stellvertretender Vorsitzender der Neuen Deutschen Medienmacher, Sylvia Brendahl, Sprachfachkraft der KITA Kinderwelt(en) Dresden, und Kathrin Krahl, Ansprechpartnerin des Projektes RomaRespekt füllten den Nachmittag mit interessanten Vorträgen zum Thema Stereotype. Im Mittelpunkt stand das aktive Zuhören der Teilnehmer*innen, eine Fähigkeit, die man durchaus durch Workshops erwerben kann. Beim aktiven Zuhören geht es genau darum, sich nicht von Stereotypen ablenken zu lassen, sondern gefühlsbetont, affektiv und empathisch auf das Gegenüber einzugehen. Anstatt also rein funktional auf das letzte Wort des Gehörten einzugehen, soll durch das aktive Zuhören Vertrauen aufgebaut werden. Zum Beispiel wurde mittels des Films „Schwarzfahrer“ von 1992 geübt, wie Stereotype unsere Beobachtungsgabe trüben und das Gesagte durch die Erscheinung der Person häufig bereits ins Spekulative abdriften lassen, ohne das tatsächlich Gesagte wahrzunehmen.

Die Teilnehmer*innen waren begeistert, wie praxisnah die Veranstaltung war. „Die Vorträge haben viele praktische Informationen und zeigen mit alltäglichen Beispielen, wie sehr unser Denken und Handeln durch Stereotype belastet ist“, erklärt ein Teilnehmer. Neben Lehrer*innen und Erzieher*innen waren auch Gäste aus dem Staatsministerium für Verbraucherschutz und Soziales anwesend. Außerdem nahmen Vertreter*innen künftiger Kooperationspartner am Programm teil. Die Veranstaltung hat damit erfolgreich einige Türen geöffnet zum Abbau von Vorurteilen geöffnet. Aber „auch wie man aus dem Teufelskreis des Verurteilens rauskommst, haben wir gelernt“, erzählt eine Teilnehmerin.

Auch Sie können die Vorträge nachlesen, eine Handreichung des Projektes steht jetzt öffentlich zur Verfügung. Aktuelle Veranstaltungen und Workshops des Projektes finden Sie unter www.12doors.deund auf facebook @the12doorsproject.

 

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