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Bürger.Stiftung.Halle

Demokratische Kultur und bürgerschaftliches Engagement von unten

Die Bürger.Stiftung.Halle macht es sich zur Aufgabe, das geistige und soziale Klima in der Stadt Halle zu verbessern, die Verantwortungsbereitschaft der Bürgerinnen und Bürger zu erhöhen und so zur Stärkung einer lebendigen demokratischen Kultur beizutragen. Von Anfang an war es das Ziel, die Bürger.Stiftung.Halle zu einer „echten Beteiligungsorganisation“ werden zu lassen.

 

Als beispielhaftes Projekt können die „Werkstattgespräche“ genannt werden. Engagierte Bürgerinnen und Bürger, Stifterinnen und Stifter und Multiplikatoren aus den Bereichen Wirtschaft, Kultur und Soziales kommen zusammen und sprechen über die aktuellen Probleme und Bedürfnisse in der Stadt Halle. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie bürgerschaftliches Engagement und damit verbunden eine demokratische Kultur gefördert werden kann und welche Rolle die Bürgerstiftung dabei spielt. Die „Werkstattgespräche“ wurden erstmals im November 2003 durchgeführt und sind inzwischen zu einer festen Tradition geworden. Für die Bürgerstiftung sind die „Werkstattgespräche“ sowohl Bürgerforum als auch ein wichtiges Instrument der Stiftergewinnung und der Stifterbindung.

 

Einer der größten Erfolge der Bürger.Stiftung.Halle ist die erfolgreiche Umsetzung eines Matching Funds: Im Zusammenhang mit der Stiftungsgründung bot die Volksbank Halle an, dem Stiftungskapital der Bürgerstiftung 25.000 Euro zuzuwenden. Um eine zusätzliche aktivierende Wirkung hervorzurufen, wurde dieses Geld nicht auf einmal ins Stiftungskapital übertragen. Stattdessen gab die Volksbank ein Jahr lang zu jedem gestifteten Betrag noch einmal die gleiche Summe dazu. Auf diese Weise konnte nicht nur das Stiftungskapital verdoppelt werden, sondern auch die Anzahl der Stifterinnen und Stifter.

 

Die Projekte der Bürgerstiftung sollen die Vielfalt bürgerschaftlichen Engagements widerspiegeln. Dementsprechend unterschiedlich sind die Vorhaben. Ihnen gemeinsam ist der Gedanke, dass Menschen Verantwortung übernehmen für ihr Gemeinwesen – seien es Probleme, die gelöst, oder Chancen, die genutzt werden müssen. Da die Vielfalt der Projekte eine inhaltlich intensive Betreuung schwierig macht, wird zukünftig die Anzahl der Fördermaßnahmen sinken, um dafür mehr Energie in die Begleitung und die Öffentlichkeitsarbeit zu investieren.

 

Die Amadeu Antonio Stiftung unterstützt die Bürger.Stiftung.Halle seit ihrer Gründung, um modellhaft die demokratiefördernde Wirkung der Bürgerstiftung zu stärken. Um die demokratische Kultur in Halle zu stärken, fördert die Hallesche Stiftung das Projekt „Trickkiste“, bei dem Jugendliche deutscher und nichtdeutscher Herkunft gemeinsam Trickfilme entwickeln. Während der Zusammenarbeit lernen die Jugendlichen Toleranz, Verständnis und die Fähigkeit, friedlich miteinander zu leben und zu arbeiten. Das Projekt trägt dazu bei, das demokratische Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft und damit das soziale Klima der Stadt zu verbessern. Außerdem wird das Projekt „klar“ unterstützt, eine Servicestelle für Jugendliche. Die Initiatoren von „klar“, selbst Jugendliche, unterstützen andere Jugendliche dabei, ihre Ideen zur Gestaltung des Gemeinwesens zu verwirklichen.

 

Die Homepage der Bürger.Stiftung.Halle: http://www.buergerstiftung-halle.de/