, Berlin
Bei einer Wahlkampfveranstaltung der AfD-Spitzenkandidatin in Berlin-Lichtenberg tragen Besucher*innen NS-verherrlichende Symbole:
- Eine Frau trägt ein hakenkreuzähnliches Tattoo im Dekolleté während sie direkt neben dem AfD-Direktkandidaten aus Lichtenberg steht. Die Begleitung der Frau kennt den Kandidaten offensichtlich, sie gibt ihm die Hand.
- Eine andere Frau trägt ein Hakenkreuz-Tattoo am Unterarm, die Identität der Frau wird seitens der Polizei festgestellt.
- Eine weitere Person trägt ein mit Edding aufgezeichnetes Hakenkreuz.
- Eine Person trägt ein Tattoo mit dem Zahlencode „88“ am Arm.
Die Zahl „88“ dient als Code für Rechtsextreme. Sie steht für zweimal den achten Buchstaben des Alphabets: „HH“. „HH“ wiederum ist die Abkürzung für „Heil Hitler“, was die offizielle Grußformel in der Zeit des Nationalsozialismus war. - Ein jüngerer Mann trägt ein T-Shirt mit der Aufschrift „ENSDAPE“ während er neben einer AfD-Anhängerin steht. Das Wort beinhaltet die Abkürzung „NSDAP“, also Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei.
Laut der Berliner Morgenpost sind ein Teil der Personen Anhänger*innen der rechtsextremen Jugendgruppe „Deutsche Patrioten Voran“.
Der Sprecher des Berliner AfD-Landesverbands reagiert auf das zur Schau stellen der Symbole folgendermaßen: „Wir wussten das nicht. Und wir dulden so etwas nicht“.
Vorfalltyp: Symbole und Schmierereien im Stadtbild
Erscheinungsform: Schuldabwehr Antisemitismus
