„Handala Leipzig“ und weitere antiisraelische Organisationen rufen in Leipzig-Connewitz (ein alternatives Leipziger Viertel, das auch durch israelsolidarische linke Gruppen geprägt wird) zu einer antizionsitischen Demonstration auf. Der Zugang nach Connewitz wird von israelsolidarischen Linken blockiert und die Route auf Wunsch der Veranstaltenden in die Innenstadt verlegt.
Eine Rednerin der Bundesarbeitsgemeinschaft Palästinasolidarität der Partei Die Linke sagt: „Israel ist eine Siedlerkolonie, ein Staatswesen, das aufgebaut ist auf Vertreibung und auf Ersetzung der palästinensischen Bevöllerung. Natürlich isoliert BDS Israel international und das ist auch gut so. Was bleibt denn anderes, wenn ein Staat eine Bevölkerungsgruppe bombardiert, aushungert, vertreibt und vernichten will? BDS ist die größte Kampagne der palästinensischen Zivilgesellschaft zur Überwindung von Apartheid, von Besatzung, von der Blockade. Und wer sich gegen diese friedliche Kampagne stellt, ja der zeigt, dass ihm keine Form des palästinensischen Widerstands recht ist. Und deswegen sagen wir, solche Staaten müssen Linke nicht nur isolieren, solche Staaten müssen Linke bekämpfen. Fuck you, Israel, viva Palastine!“
BDS steht für „Boycott Divestment Sanctions“ und ist dafür bekannt alles was mit Israel zutun hat, zu boykottieren.
Hierbei rufen die Teilnehmenden:
- „Intifada revolution!“; „Von Connewitz bis Gaza, yallah, intifada!“
Intifada bedeutet Aufstand/Rebellion und bezieht sich unter anderem auf die zwei mehrjährigen Serien von Terroranschlägen auf die Zivilbevölkerung in Israel (1987-1993 sowie 2000-2005). - „Stopp, stopp, stopp den Zionismus“
- „Alle Zios sind Schweine“
Mit Zios sind Zionist*innen gemeint. Die Idee des modernen Zionismus entstand durch stark ansteigenden Antisemitismus, Verfolgung und Diskriminierung von Jüdinnen*Juden sowie zahlreiche Pogrome ab Mitte des 19. Jahrhunderts, vor allem in Osteuropa. Zionismus verfolgt das Recht von Jüdinnen*Juden auf einen eigenen Staat, der gleichzeitig als Schutzraum funktioniert. Sich gegen Zionismus auszusprechen bedeutet, dem jüdischen Staat Israel das Existenzrecht abzusprechen. - „Death, death, death to the IDF!“
Mit IDF sind die „Israel Defense Forces“, die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte, gemeint. Der Satz wurde in der Vergangenheit genutzt, um Gewalt gegen Jüdinnen*Juden zu rechtfertigen. - „Huriya, huriya, Falasteen arabiya“ übersetzt „Freiheit, Freiheit, Palästina ist arabisch“
Israel wird damit das Existenzrecht abgesprochen.
Auf Schildern und Banner ist folgendes zu lesen:
- „Smash zionism, fascism, colonialism“
- „Never again means never again for anyone. Anne Frank 1929-1945. Hind Rajab 2018 – 2024“, auch ein Bild von Anne Frank neben Hind Rajab ist auf dem Banner abgedruckt.
Anne Frank war Jüdin und wurde in der Shoah ermordet. Hind Rajab war ein palästinensisches Mädchen, das bei einer Militäraktion der israelischen Armee in Gaza getötet wurde. Der Vergleich setzt die Situation der beiden Mädchen gleich und relativiert damit die Shoah.
Es sind außerdem auf der Spitze stehende, rote Dreiecke zu sehen, z.B. in Form eines Patches auf einer Hose. Das rote Dreieck verwendet die Terrororganisation Hamas um israelische Ziele zu markieren und zu eliminieren.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Vorfalltyp: Versammlungen, Veranstaltungen