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Demonstration: Solidarität mit dem Iran, Libanon und Palästinas als „die größte antifaschistische Bewegung“ bezeichnet, während Symbol von türkischen Rechtsextremen gezeigt wird

, Berlin

Bei einer antiisraelischen Demonstration in Berlin-Mitte, die an zwei Tagen stattfindet, sagt ein Redner:
„Israel ist eine rassistische Siedlerkolonie, Israel ist ein Apartheidsstaat! Und der Widertand, auch der bewaffnete Widerstand gegen Besatzung, Vertreibung und Völkermord ist legitim.“ Er spricht vom Widerstand „der früher oder später die zionistische Besatzungsmacht stürzen wird.“ Außerdem sagt er, dass der Widerstand gegen die Besatzung legitim ist und „kein Terrorismus“. Weiterhin sagt er: „Die Siedler in Palästina sind heute mit die größte faschistische Bewegung dieser Welt. Die Bewegung für Palästina in Solidarität für Palästina, Libanon und dem Iran, ist eine Friedensbewegung und ist die größte antifaschistische Bewegung in Deutschland heute. Wir kämpfen für die Lehren aus dem Zweiten Weltkrieg, die da heißen nie wieder Krieg und nie wieder Faschismus. […] Antisemiten, das ist Israel selbst. Israel selbst ist antisemitisch und die Staatsräson selbst ist antisemitisch, weil sie für sich beanspruchen für alle Juden weltweit zu sprechen.“ Währenddessen zeigt auf der Demonstration ein Mann den sogenannten „Wolfsgruß“ (= Symbol der rechtsextremistischen, türkischen Grauen Wölfe).
Der Redner dämonisiert mit diesen Aussagen den einzigen jüdischen Staat. Die libanesische Terrororganisation Hisbollah glorifiziert er als Widerstand. Einzelne Teilnehmende rufen daraufhin: „Boycott Israel, viva Palestine!“

Die Menge ruft zudem:

  • „Down, down with Israel! Viva, viva Palästina!“
  • „Kindermörder Israel! Frauenmörder Israel!“
    Sie bedienen sich hierbei einer modernen Form der antisemitischen Verschwörungserzählung, nämlich der „Ritualmordlegende“. Diese besagt, dass Jüdinnen*Juden christliche Kinder töten, um deren Blut für das Pessachfest zu nutzen.
  • „Israel is a terror state!“

Bei dieser Demonstration laufen Menschen aus dem linksislamistischen Spektrum, sie tragen Palästinaflaggen sowie die Kufiya (=Palästinensertuch).
Zum Tragen der Kufiya forderte der Großmufti von Jerusalem, „Mohammed Amin al-Husseini“, im Jahr 1936 die Bevölkerung auf. Die Kufiya sollte als Zeichen der arabischen Bevölkerung zur Abgrenzung von Juden, ihrer Vertreibung aus Palästina und als Aufstand gegen die Kolonialmacht Großbritannien, dienen. Weiterhin machte Jassir Arafat die Kufiya populär. Arafat war Vorsitzender der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) und erster Präsident Palästinas, er lehnte die Existenz Israels ab und trug maßgeblich zum Terror gegen Israel bei.

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Vorfalltyp: Versammlungen, Veranstaltungen

Quelle: JFDA e.V.

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