Eine Waldorfschule erstellt mithilfe von KI eine Einladung zu einer Schultheater-Aufführung von Molières Komödie „Der Geizhals“. Darauf ist laut der Jüdischen Allgemeinen „eine Figur mit übergroßer Hakennase, krallenartigen Händen und einer Kopfbedeckung, die eine Geldtruhe umklammert“ zu sehen.
Diese Darstellung bedient in Kombination mit dem Titel „Der Geizhals“ antisemitische Stereotype, etwa die Zuschreibung, Jüdinnen*Juden seien geizig oder hätten bestimmte körperliche Merkmale wie eine „Hakennase“.
Auf Nachfrage der Zeitung Die Welt tauscht die Schule das Motiv umgehend aus. Laut Jüdischer Allgemeine begründet sie die Verwendung des Bildes damit, „man habe sich mit dem Thema bislang nicht auseinandergesetzt und daher kein geschärftes Bewusstsein dafür gehabt“.
Vorfalltyp: Kommentare, Hetze, Zuschriften
Erscheinungsform: Antijudaismus