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Performance der documenta 14 relativiert die Judenvernichtung

, Kassel

Die Weltkunstausstellung documenta 14 will vom 24. bis 26. August täglich zu einer Performance unter dem Titel „Auschwitz on the beach“ in das Museum Fridericianum in Kassel einladen. Im Ankündigungstext wird die europäische Migrationspolitik mit Vokabeln belegt, die aus dem Kontext des nationalsozialistischen Massenmords an den europäischen Juden stammen. So heißt es, „die Europäer“ errichteten „Konzentrationslager und bezahlen ihre Gauleiter in der Türkei, Libyen und Ägypten dafür, die Drecksarbeit entlang der Küsten des Mittelmeeres zu erledigen, wo Salzwasser mittlerweile das Zyklon B ersetzt hat“. Als beteiligte Urheber werden Franco Berardi, Stefano Berardi und Dim Sampaio genannt. Die documenta 14 lädt damit zu einer Performance ein, die bereits mit ihrer Ankündigung die nationalsozialistische Judenvernichtung relativiert. Sie behauptet eine moralische Äquivalenz zwischen den Verbrechen der Nationalsozialisten und der europäischen Migrationspolitik und ignoriert damit sowohl historische Tatsachen als auch den Stand der Forschung zur NS-Ideologie. Nach massiver Kritik wird die Veranstaltung schließlich abgesagt.

Vorfalltyp: Hetzkommentare und Massenzuschriften

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