Weiter zum Inhalt

„Schulstreik gegen Wehrpflicht“ vom Vereinigten palästinensischen Nationalkommitee vereinahmt

, Berlin

Bei der Demonstration „Schulstreik gegen Wehrpflicht“ am Potsdamer Platz von Berlin-Mitte bis nach Berlin-Kreuzberg geben Aktivist*innen des „Vereinigten palästinensischen Nationalkommitees“ den Schüler*innen Parolen vor.

So rufen die Teilnehmenden:

  • „Free Palestine from the river to the sea!“
    Dieser Satz besagt, dass Palästina ganz Israel umfassen soll, also vom Fluss Jordan bis zum Mittelmeer. Damit wird Israel das Existenzrecht abgesprochen.
  • „Israel raus aus Palästina!“
  • „Yankees raus aus dem Iran!“
    Mit Yankees sind US-Amerikaner gemeint.
  • „Intifada revolution“ und „Von Berlin bis nach Gaza, yallah, yallah Intifada!“
    Intifada bedeutet Aufstand/Rebellion und bezieht sich unter anderem auf die zwei mehrjährigen Serien von Terroranschlägen auf die Zivilbevölkerung in Israel (1987-1993 sowie 2000-2005).
  • „Palästina darf sich wehren – mit Steinen und mit Gewehren!“
  • „There is only one state, Palestine 48“
    Mit „48“ ist das Jahr 1948 gemeint, also der Zeitpunkt als Israel noch nicht existierte und damit wird Israel das Existenzrecht abgesprochen.
  • „Falasteen arabiya“ übersetzt „Palästina ist arabisch“
    Hiermit wird Israel das Existenzrecht abgesprochen.

Auf Schildern steht geschrieben:

  • „BIG Money’s USrael/NATO Kriege weltweit! Weltbevölkerung wird dies stoppen! Sie stoppte schon den deutschen Faschismus!“
  • „Stoppt die deutsche Unterstützung für den Iran-Krieg! Für Selbstbefreiung“ – sozialismus von unten
  • „Gegen Trumps Raubzug! Keine EU-Aufrüstung!“
  • „Stopp aller Waffenexporte nach Israel!“
  • „Protest ist, wenn ich sage, das und das paßt mir nicht. Widerstand ist, wenn ich dafür sorge, daß das was mir nicht paßt, nicht länger geschieht. Protest ist, wenn ich sage, ich mache nicht mehr mit. Widerstand ist, wenn ich dafür sorge, daß alle anderen auch nicht mehr mitmachen. Ulrike Meinhoff (aus ‚Bin Leben im Widerspruch‘)“ darunter ist eine Karikatur von Paul Weber namens „Rückgrat raus!“ abgebildet. Sie zeigt einen Mann mit Messer im Mund und Teufelshörnern, er nimmt einem vor ihm liegenden nackten Menschen die Wirbelsäule heraus. Links wartet eine Reihe von Menschen auf dieselbe Prozedur, rechts laufen gekrümmte Menschen aus dem Bild.
    Die Karikatur wurde 1934 im frühen Nationalsozialismus entworfen und beschäftigt sich mit der Bereitschaft der Bevölkerung sich das „Rückgrat“ entfernen zu lassen, das symbolisch für „Freiheit“ und „Widerstandsfähigkeit“ steht.
    Ulrike Meinhoff, von der das Zitat stammt, war Mitgründerin der Roten Armee Fraktion (RAF) und eine Linksterroristin. Teile der RAF erhielten eine Grundausbildung im Schießen, Sprengstoffherstellung etc. bei der palästinensischen Fatah in Jordanien.

Laut JFDA e.V. beteiligen sich an der Organisation der Demonstration das BSW (= Bündnis Soziale Gerechtigkeit und Wirtschaftliche Vernunft, ein Banner ist vom alten „Bündnis Sahra Wagenknecht“ zu sehen), die MLPD (= Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands), RKP (= Revolutionäre Kommunistische Partei), Revolution und Sozialismus von unten.
Auch Palästina-Flaggen und Fahnen der Partei die Linke sowie der SDAJ (= Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend) werden hochgehalten.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Vorfalltyp: Versammlungen, Veranstaltungen

Quelle: JFDA e.V.

Bleib informiert!

Melde dich jetzt zum Newsletter an und verpasse keine unserer nächsten Publikationen!

Schön, dass du dich für unsere Publikation interessierst! In unserem monatlichen Newsletter erhältst du spannende Einblicke in den Alltag demokratischer Zivilgesellschaft und in unsere Arbeit.

    Mit dem Absenden des Formulars erkläre ich mich mit der Verarbeitung meiner Daten gemäß der Datenschutzerklärung einverstanden und erhalte den Newsletter. Ich kann meine Einwilligung jederzeit über den Abmeldelink im Newsletter widerrufen.

    Publikation bestellen Direkt zum PDF