Im Alten Rathaussaal findet eine Veranstaltung mit dem Titel „Democracy & Responsibility in a Fragmented World“ statt. Als Redner*innen treten die Shoah-Überlebende und Vorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, der Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster sowie eine Überlebende des von der Hamas verübten Massakers in Israel am 7. Oktober 2023 auf. Auch israelische und palästinensische Friedensaktivist*innen nehmen teil.
Der Saal hat historische Bedeutung: Dort sprach Joseph Goebbels am 9. November 1939 eine Hetzrede, die den Beginn der Novemberpogrome markierte.
Vor dem Gebäude findet eine Gegenveranstaltung links-antiimperalistischer Akteur*innen statt. Dabei bezeichnet ein Redner Israel als „blutigen zionistischen Staat“ und verweist mit den folgenden Worten auf Goebbels Rede:
„Und es ist unsere Pflicht, uns daran zu erinnern – uns nicht nur zu erinnern, sondern auch seine ideologischen Nachfolger heute zu erkennen. Es ist unsere Pflicht, Hass und Völkermordpropaganda zu bekämpfen und diejenigen zu identifizieren, die davon profitieren.“
Ein weiterer Redner vergleicht die israelische Flagge mit der Hakenkreuzflagge und betreibt damit Täter-Opfer-Umkehr.
Außerdem wird Israel im Rahmen der Kundgebung gegen die Veranstaltung als „Terrorstaat“ bezeichnet, zudem heißt es: „Keine Bühne für Zionisten und Rassisten“.
