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Analyse und Hintergrundinformationen

Analyse und Hintergrundinformationen

(c) PM Cheung, "Unteilbar"-Demonstration am 13.10.2018 in Berlin

Rechtsextremismus, Rechtspopulismus und Geschlecht

(c) Robert Rutkowski, rechte Demonstration "Mütter gegen Gewalt" in Gelsenkirchen am 16.9. 2018

Traditionalistische Geschlechterrollen, Vorstellungen vom „richtigen Mann“ und das Bild der „deutschen Mutter“ prägen den modernen Rechtsextremismus. Diese Geschlechterideologie ist ein zentrales Element der vorgestellten deutschen Volksgemeinschaft, ohne sie würden rechte Gruppierungen und ihre Ideologie nicht funktionieren.

Antisemitismus und Geschlecht

(c) https://www.flickr.com/photos/tamaracraiu/, london pride parade, 2011

Antisemitismus ist kein Alleinstellungsmerkmal der extremen Rechten in Deutschland. Es hat, wie manche andere Facetten der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit, vielfach eine starke Kitt-Funktion indem es unterschiedliche gesellschaftliche und politische Milieus verbindet. Als Fachstelle ist es uns wichtig auch Ungleichwertigkeitsvorstellungen in feministischen und queeren Communitys zu thematisieren.

Antifeminismus

(c) PM Cheung, sog. "Marsch für das Leben" von Abtreibungsgegner_innen 2018 in Berlin

Unter Antifeminismus werden gesellschaftliche, politische, religiöse und akademische Strömungen und Akteur*innen verstanden, die sich organisiert gegen Feminismus wenden. Antifeminismus richtet sich gegen Feminismus – bzw. dem was darunter verstanden wird – und gegen feministische Anliegen, wie beispielsweise die Beseitigung von Sexismus, die Umsetzung von Gleichberechtigung oder die Stärkung weiblicher Selbstbestimmung.

Rechtsterrorismus und Geschlecht

(c) Michael Trammer, "Kein Schlussstrich"-Demonstration am 11.7.2018 in München

Die Fachstelle Gender, GMF und Rechtsextremismus hat sich nach dem Bekanntwerden des NSU auf den Weg gemacht, das Verhältnis von Geschlecht, Rechtsextremismus und öffentlicher (Fehl-)Wahrnehmung im NSU-Komplex genauer zu untersuchen und darüber aufzuklären. Dazu verfolgten wir von Anbeginn an das NSU-Verfahren am Oberlandesgericht in München und analysierten geschlechtersensibel die dazugehörige Medienberichterstattung.

Völkischer Rechtsextremismus im ländlichen Raum

(c) Tim Hoppe (GARP), Protest im ländlichen Raum

Ein völkisches Maifest mit germanischem Brauchtum, Rechtsrock vom Nachbarhof, ein Hitlergruß beim Schützenfest: Der ländliche Raum ist einer der zentralen Aktionsorte von Rechtsextremen. Besonders in Gegenden, in denen sich Parteien und zivilgesellschaftliche Akteur*innen zurückgezogen haben, eine hohe Arbeitslosigkeit herrscht, die Bevölkerung vergleichsweise homogen ist und durch den Wegzug junger Menschen zusehends überaltert, greift rechte Agitation.

Geschlechterreflektierte Pädagogik

(c) Porapak Apichodilok, Pexels

Vielfalt und Individualität stehen rechtsextremen Vorstellungen diametral entgegen. Geschlechterreflektierende Arbeit schafft Freiräume, um individuelle Rollenvorstellungen und Orientierungen zu entwickeln und zu leben. Diese Perspektive eröffnet Handlungsspielräume und hinterfragt auch, welche Funktionen bestimmte geschlechtsbezogene Rollen und Verhaltensweisen für einzelne Personen haben können.

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