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Sie sind Opfer einer rechten Gewalttat geworden?

Was tun nach einem rechten Übergriff?

Der Beratungsverein für Betroffene rechter Gewalt LOBBI hat im vergangenen Jahr in Mecklenburg-Vorpommern 97 politisch rechts motivierte Angriffe verzeichnet. (2010: 96 / 2009: 79 / 2008: 103). Darunter fallen 31 Körperverletzungen, 13 Fälle von versuchter Körperverletzung, Nötigung und Bedrohungen. Mit 52 Fällen von gezielten Sachbeschädigungen und Brandstiftungen setzte sich die Anschlagserie auf Büros von Landtagsabgeordneten oder auch alternative Kulturzentren fort. Die Berater und BeraterInnen der LOBBI unterstützten im vergangenen Jahr 248 direkt Betroffene, Angehörige und ZeugInnen im Zusammenhang mit den aktuellen Angriffen oder Fällen aus den Vorjahren.

In welchen Fällen hilft CURA?

Einzelpersonen und Familien unterstützt der Opferfonds CURA in der Regel nach einer Erstberatung durch anerkannte Opferberatungsstellen. Diese sind psychologisch und juristisch geschult und sehr erfahren im Umgang mit neonazistischen, rassistischen und antisemitischen Gewalttaten sowie den individuellen Handlungsoptionen nach einem Übergriff. Gerne geben wir Auskünfte über anerkannte Beratungstellen, die Betroffene kostenlos, vertraulich und auf Wunsch auch anonym beraten und begleiten!

 

Wie erhalte ich Unterstützung durch den Opferfonds CURA?

Um eine Förderung aus dem Opferfonds CURA zu erhalten, wenden Sie sich an eine Beratungsstelle für Betroffene rechter Gewalt und stellen Sie gemeinsam mit Ihre*r Berater*in einen Antrag. Bitte informieren Sie sich zuvor auch über andere Unterstützungsangebote für Betroffene rechter Gewalt, z.B. durch den Härtefallfonds beim Bundesjustizamt oder beim der Rechtshilfestiftung des Deutschen Anwaltsvereins. Hier finden Sie die wichtigsten Informationen zu einer Antragsstellung beim Opferfonds CURA.

Wenden Sie sich an eine Beratungsstelle

Für Betroffene rechter Gewalt gibt es eine Vielzahl von Anlaufstellen, die zur Beratung, Begleitung und Unterstützung aufgesucht werden können. Ob es sich dabei um juristische Hilfe, psychosoziale Gespräche, Kontaktvermittlungen oder die Begleitung zu Anwälten, Gerichten, Polizei oder Ärzten handelt – die Aufgaben von Beratungsstellen für Betroffene rechtsextremer, rassistischer und antisemitischer Bedrohungen und Übergriffe sind ausgespochen vielfältig und richten sich stets situativ nach den Erfordernissen der Betroffenen.

Juristische und staatliche Hilfen

Für Opfer rechter Gewalt gibt es unterschiedliche Möglichkeiten juristische und/oder finanzielle Unterstützung zu erhalten. Nachstehend finden Sie Anlaufstellen und Kontaktdaten mit kurzen Angaben darüber, welche Art der Hilfe Sie dort erhalten können. Die anerkannten Opferberatungsstellen beraten und begleiten Sie auch zu diesen weiterführenden Angeboten gerne kostenlos und vertraulich. Manche Opferberatungsstellen verfügen zudem auch über einen eigenen Härtefallfonds. Für nähere Informationen zu diesen Angeboten setzen Sie sich am besten mit einer Beratungsstelle in ihrer Nähe in Verbindung.