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Kampagne #BerlinzeigtCURAge

Kampagne #BerlinzeigtCURAge

„Betroffene wahrnehmen, Betroffene schützen“

Nach den rassistischen Ausschreitungen in Chemnitz und anderen Vorfällen konzentriert sich die Diskussion um rechte Gewalt stark auf Ostdeutschland. Dabei wird häufig vergessen, dass auch in der weltoffenen und toleranten Hauptstadt Berlin viele Menschen alltäglich mit der Bedrohung durch rassistische, antisemitische und homo- und trans*feindliche Gewalt leben.

 

Mit unserer aktuellen Kampagne machen wir auf die Perspektive Betroffener aufmerksam und rufen dazu auf, ihnen solidarisch zur Seite zu stehen. Berlinweite Plakatierung, Printanzeigen und Postkartenverteilung werden begleitet durch eine Social Media-Kampagne, die durch prominente Berliner*innen aus Sport, Kunst und Kultur unterstützt wird.

Neben der Schaffung von Aufmerksamkeit für das Thema hat die Kampagne zum Ziel, Spenden für den Opferfonds CURA zu sammeln, der Betroffene rechter, rassistischer, antisemitischer, antiziganistischer, homo- und transfeindlicher und sozialdarwinistischer Gewalt durch schnelle und unbürokratische finanzielle Hilfe unterstützt.

 

In Zusammenarbeit mit Opferberatungsstellen und Betroffeneninitiativen leistet CURA Unterstützung, die an die konkreten Bedarfe der Betroffenen angepasst ist. Diese erfolgt unabhängig von der häufig mangelhaften Anerkennung der Taten durch Ermittlungsbehörden, die der Realität der Betroffenen oft nicht gerecht wird.

Die Motive und ihre Hintergründe

Das durch rechte Angriffe entstehende Bedrohungsgefühl trifft nicht nur die direkt Betroffenen von physischer Gewalt, sondern schränkt viele Berliner*innen alltäglich ein. Als so genannte „Botschaftstaten“ senden rechte Gewalttaten eine Nachricht an ganze Gruppen von Menschen. Um auf die Perspektive Betroffener auf die Stadt und ihre Orte aufmerksam zu machen, greift die aktuelle Kampagne verschiedene typische Berlinbilder auf. Hier finden Sie Informationen zu den Motiven und ihren Hintergründen.

Rassistische Gewalt

Berlin ist weltoffen und international, hier kann man Weltbürger*in sein. Viele von Rassismus betroffene Menschen erleben dies anders und sind täglich mit Beleidigungen, Anfeindungen und sogar physischen Angriffen konfrontiert.

Antisemitische Gewalt

Jüd*innen leben auch in Berlin oft nur unerkannt sicher. In der Öffentlichkeit Jüdische Allgemeine Zeitung lesen, religiösen Schmuck oder Kippa tragen, das ist für viele aus Angst vor Übergriffen keine Selbstverständlichkeit.

Antiziganistische Gewalt

Grenzenloses Berliner Nachtleben, Leute kennenlernen und auf einer Party einfach man selbst zu sein, das stößt viele Rom*nja und Sint*ize häufig an schmerzliche Grenzen. Viele behalten ihre Identität oft lieber für sich.

Homo- und trans*feindliche Gewalt

Homo- und Transsexuelle lieben auch in Berlin in der Öffentlichkeit oft gefährlich. Sich auf der Straße anzufassen oder zu küssen ist deshalb für viele mit der Angst vor Übergriffen verbunden.

Gewalt gegen Wohnungslose

Wohnungslose werden häufig angegriffen, weil sie als minderwertig angesehen werden – plötzlich und ohne sichtbaren Anlass. Übergriffe auf Menschen ohne Obdach zeichnen sich oft durch eine besondere Brutalität aus.

Gewalt gegen Engagierte

Menschen, die sich gegen rechte Hetze engagieren, fühlen sich auch in Berlin zu Hause oft nicht mehr sicher. Eingeschlagene Scheiben, brennende Autos, Drohbriefe – das ist traurige Realität für Viele.

Der Projektbeirat

Der Projektbeirat

Die Kampagne „Berlin steht an der Seite Betroffener rechter Gewalt“ wird von Betroffenenvertreter*innen und anderen engargierten Berliner*innen aus Wirtschaft, Sport, Politik und Verwaltung begleitet. Hier finden Sie Informationen zur Zusammensetzung des Beirats.

Gefördert durch

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