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Doppelt unsichtbar

Innermigrantischer Rassismus in Deutschland und die organisierte türkische Rechte

Dass Rechtsextremismus eine der größten Bedrohungen für liberale Demokratien ist, wird zumindest in Teilen unserer Gesellschaft anerkannt. Gleichzeitig bleibt in öffentlichen Auseinandersetzungen zum Thema Rechtsextremismus und Rassismus eine große Leerstelle: die fehlende Auseinandersetzung mit und fachliche Reflexion von Ungleichwertigkeitsideologien und Formen des Rechtsextremismus, die von migrantisch geprägten Communities ausgehen.

Gruppen wie Assyrer*innen, Aramäer*innen, Armenier*innen, Kurd*innen, Alevit*innen, Ezid*innen werden in der Mehrheitsgesellschaft als türkisch gelesen und diskriminiert und zugleich von türkischen Nationalist*innen in Deutschland diffamiert. Sie erleben innermigrantischen Alltagsrassismus, organisierte Einschüchterung und Terror. Sie leben als Minderheit in der Minderheit. Dieses Verhältnis gilt es anzuerkennen, sonst können Betroffene rechter, rassistischer Gewalt nicht wirksam geschützt werden. Die Amadeu Antonio Stiftung und das Netzwerk kurdischer AkademikerInnen KURD-AKAD richteten im April 2023 gemeinsam eine Fachtagung aus, die sich am Beispiel der türkischen Rechten mit Rassismus und Ausgrenzung unter Migrant*innen auseinandersetzte. Über diese Bedrohung sprachen Angehörige der Communities aus Wissenschaft, Journalismus und Aktivismus als zugleich Betroffene und Expert*innen. Ihre Überlegungen und Auseinandersetzungen sind im vorliegenden Band zusammengetragen.

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