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Stiftung Collegium Novum

Stiftung Collegium Novum

Collegium Novum

Stiftung für internationale Begegnungen zu Fragen der Zeit

 

1993 gründete Dr. Ursula Keudel die Stiftung Collegium Novum mit dem Ziel, „im Dienst der Allgemeinheit Menschen zu fördern, die Verantwortung für geistige Neuorientierung in existentiellen Fragen der Zeit empfinden und übernehmen“, wie es in der Stiftungskurkunde heißt. Während des II. Weltkriegs geboren, hatte sie die äußeren wie inneren Zerstörungen des Lebens und seiner Grundlagen im 20. Jahrhundert schmerzlich miterlebt und wollte mit ihrer Stiftung zu neuem Bewusstsein, neuen Perspektiven und neuem Handeln anstoßen, die an der Würde des Menschen orientiert sind, nötigenfalls auch gegen allgemeine Konventionen und vermeintlich nützliche alte Ordnungen. Dies sollte insbesondere durch internationale, interkulturelle und interreligiöse Begegnungen und den Austausch von Erkenntnis, Wissen und Erfahrung geschehen und in engagiertes Handeln umgesetzt werden.

 

Die Stifterin

 

Ursula Keudel, geboren am 26. April 1940 in Witten, studierte Klassische Philologie an der Freien Universität Berlin, wo sie am 26. April 1968 mit einer Dissertation über Claudians Gedicht „De consulatu Stilichonis“ zum Dr. phil. promoviert wurde. Sie verbrachte Forschungsaufenthalte in Griechenland und Japan und unterhielt Kontakte zu Wissenschaftler*innen in vielen Ländern auf allen Kontinenten. Ab Juni 1968 arbeitete sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Thesaurus Linguae Latinae in München als Autorin, Materialsammlerin und von 1976 bis 1983 auch als Redaktionsassistentin. Zum 1. Juni 1993 trat sie vorzeitig aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand. Bis zu ihrem Tod am 22. November 1995 in München setzte Ursula Keudel alle Kraft in die Errichtung ihrer Stiftung Collegium Novum und entwarf deren erste Projekte.

 

Stiftungsaktivitäten

 

Zwischen 1993 und 2021 förderte die Stiftung insgesamt 85 Projekte von 34 Trägern und Trägerverbünden mit einer Gesamtsumme von rund 262.000 Euro. Zu den Förderschwerpunkten zählten u.a. internationale Jugendbegegnungen, Antirassismus-Projekte, Empowerment für junge Rom*nja und Sinti*zze, europäische Tagungen zu Migration und Flüchtlingsschutz, Bildungsprogramme für die arabische Bevölkerung in Israel, israelisch-palästinensische Begegnungen, Nachmittagsschulen für syrische Flüchtlingskinder in der Bekaa-Ebene/Libanon, Austausch und Begegnungen von Aktivist*innen in der Menschenrechts- und Flüchtlingsarbeit zwischen den USA, Kanada und europäischen Ländern.

 

Zum 31. März 2021 wurde die Stiftung aufgehoben, da wegen sinkender Zinserträge der Stiftungszweck nicht mehr erfüllt werden konnte. Das Stiftungskapital wurde der Amadeu Antonio Stiftung übertragen, die die Förderaktivitäten im Sinne der Stifterin weiterführt.

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