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Amadeu Antonio

, 28 Jahre (staatlich anerkannt)

Amadeu Antonio traf in der Nacht zum 25. November 1990, nach einem Besuch mit Freunden im Lokal „Hüttengasthof“ in Eberswalde (Brandenburg), auf circa 50 Neonazis, die nach einer Zeugenaussage vor Gericht „Neger klatschen“ wollten. Eine Hetzjagd auf Amadeu Antonio und seine Freunde begann. Mit Lattenzäunen und Baseballschlägern wurde brutal auf sie eingeschlagen. Bei dem Versuch zu fliehen, teilte sich die Gruppe. Amadeus Freunde konnten entkommen. Er selbst jedoch nicht. Der angolanische Vertragsarbeiter wurde im späteren Verlauf von rund zehn Neonazis weiter verfolgt, brutal geschlagen und ins Koma getreten. Elf Tage später, ohne je das Bewusstsein wiedererlangt zu haben, starb Amadeu Antonio. Es dauerte über zwei Jahre bis es zu einer Verhandlung kam. Der Prozess fand erst im Sommer 1992 statt. Die Aufklärung wurde dadurch erschwert, Zeugen konnten sich mit Erinnerungslücken herausreden. Von den Tätern wurden fünf Angeklagte 1992 vom Bezirksgericht Frankfurt (Oder) lediglich wegen Körperverletzung mit Todesfolge verurteilt, einige zu Bewährungsstrafen. Die Amadeu Antonio Stiftung hat es sich zum Ziel gesetzt, mit der Unterstützung von Projekten gegen Rechtsextremismus diese schreckliche Tat niemals zu vergessen. Auch die Barnimer Initiative „Light me Amadeu“ setzt sich für ein würdiges Gedenken an Amadeu Antonio in Eberswalde ein.

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