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Georg Jürgen Uhl

, 46 Jahre

Am 27. September 1997, vier Tage nachdem er Matthias Scheydt getötet hat, sucht der rechte Skinhead Reinhold K. seinen Nachbarn Georg Jürgen Uhl auf. Laut Aussage K.s schuldete Uhl ihm 10 DM, die er sich nun, auch mit Gewalt, zurückholen wollte. Gegen 22.00 Uhr geht er mit einer Flasche Wein zu Uhl, um sie in dessen Wohnung mit ihm zu trinken und sein Vertrauen zu gewinnen. Mit keinem Wort erwähnt er die Schulden und seine Rückforderung. Um den 45-jährigen Uhl aus dem Haus zu locken, erzählt er ihm, „daß er wüßte, wo eine Palette Bier versteckt sei, und ob er mitkomme und tragen helfe“.1 Dieser stimmt zu. Gemeinsam verlassen beide die Wohnung und gehen den Weg bis zur Autobahn. Auch hier spricht K. Uhl nicht auf das Geld an, sondern lässt ihm im guten Glauben, sie gingen gemeinsam, das Bier zu holen. Nahe der Autobahn lässt K. Uhl vor sich gehen und greift ihn plötzlich von hinten an, rammt ihm sein Knie in den Rücken und reißt ihn zu Boden. Dann holt er das Messer aus seiner Jackentasche, mit dem er bereits wenige Tag zuvor Matthias Scheydt getötet hatte. Da er für das Aufklappen beide Hände benötigt, muss er Georg Jürgen Uhl loslasse. Dieser wehrt sich nun, schreit um Hilfe und kann im folgenden Handgemenge das Messer kurz an sich bringen. Doch K. entwendet ihm dies wieder, stopft Uhl, damit seine Schreie nicht zu hören sind, einen Stofffetzen in den Mund und rammt, auf seinem Opfer sitzend, ihm das Messer in den Oberkörper. Erst jetzt fragt er, mit der Stichwaffe drohend, nach seinem Geld und nimmt Uhl dafür kurzzeitig den Knebel aus dem Mund. Der Verletzte schreit jedoch nur voller Angst und Panik, sodass K. ihn wieder knebelt. Spätestens hier beschließt K. Uhl zu töten und versetzt ihn mehrere Messerstiche in den Oberkörper und gezielt in die Herzregion.
Um mögliche Beweise zu vertuschen setzt er anschließen die Wohnung von Georg Jürgen Uhl in Brand.
Der Verfassungsschutz nennt den Täter einen „extrem aggressiven Einzelgänger, der seine rechtsextremistischen Ansichten offen kundtut“.