Weiter zum Inhalt

Neuerscheinung

Die extrem rechte Telegram-Szene während des sächsischen Kommunalwahlkampfes 2024 – EFBI Digital Report erschienen

Auf Telegram sind die rechtsextremen Freien Sachsen ein zentraler Akteur, ihre Nachrichten werden breit rezipiert. Auch im Kommunalwahlkampf präsentierten sie sich als übergreifende Bewegungspartei. Sich größer zu machen, als sie sind, gehört aber auch zur Strategie der Kleinstpartei. Der Kommunalwahlkampf der Freien Sachsen ist Schwerpunktthema des neuen Digital Reports der Amadeu Antonio Stiftung und des Else-Frenkel-Brunswik-Institut an der Universität Leipzig.

Außerdem stellt die Ausgabe Reports wie gewohnt aktuelle Entwicklungen in der extrem rechten bis verschwörungsideologischen Telegram-Szene in Sachsen vor. In unserem Kooperationsprojekt zum digitalen Monitoring der extremen Rechten in Sachsen untersuchen die Amadeu-Antonio-Stiftung und das Else-Frenkel-Brunswik-Institut gemeinsam, welche Akteure, Themen und Netzwerke im digitalen Raum zur Mobilisierung der extremen Rechten beitragen. Insbesondere im neonazistischen Bereich beobachten wir eine Fluktuation bei kleineren, lokalen Kanälen. Die Freien Sachsen verloren zudem erstmals sichtbar an Reichweite auf Telegram. Teilweise ist dies aber einer Verlagerung auf einzelne Aktivisten

geschuldet. Neben den Dauerbrennern „Corona“ und „Ukraine“ konzentrierte sich das Nachrichtenaufkommen zu Jahresbeginn auf die Bauernproteste. „Klimawandel“, „Migration“ und die Kommunalwahlen liefen als nachgeordnete Themen mit, wobei letzteres fast ausschließlich von den Freien Sachsen vorangetrieben wurde. Entsprechend analysieren wir die Aktivitäten der neonazistischen Kleinstpartei in diesem Report gesondert: Im untersuchten Spektrum konnten die Freien Sachsen ihre Stellung als übergreifende Bewegungspartei auch im Wahlkampf behaupten. Gleichzeitig ist festzustellen, dass die Freien Sachsen ihre Strategie, sich größer zu machen, als sie letztlich sind, weiterverfolgen und hinsichtlich der Kandidierendenlisten – sie konnten nur in 10 Prozent der Städte und Gemeinden antreten und erreichten auch nur marginale Stimmenanteile – offenbar an Grenzen gelangt sind.

Der Bericht steht hier nun zum Download verfügbar.

Das Monitoring

Die Amadeu Antonio Stiftung in Sachsen und das Else-Frenkel-Brunswik-Institut an der Universität Leipzig haben gemeinsam ein systematisches Online-Monitoring extrem rechter und antidemokratischer Aktivitäten im Freistaat Sachsen entwickelt. Das Monitoring analysiert Plattformen und Netzwerke und untersucht, wie sich Radikalisierung im Netz vollzieht und wie diese mit der Radikalisierung auf der Straße und des öffentlichen Diskurses zusammenhängt.

Über das EFBI

Das an der Universität Leipzig angesiedelte Else-Frenkel-Brunswik-Institut (EFBI) bildet eine Forschungsinfrastruktur in Sachsen, die demokratiefeindliche Einstellungen, Strukturen und Bestrebungen erforscht und dokumentiert. Im Vordergrund stehen dabei verschiedene Formen der Diskriminierung, die Strategien und Dynamiken rechts-autoritär motivierter Bündnisse und die Stärkung demokratischer Politik.

Weiterlesen

Hachenburg_Demo_Beitragsbild

Zwischen Wahlkampf und Einschüchterung: Demokratiearbeit in Rheinland-Pfalz

Vor der Landtagswahl am 22. März 2026 gewinnt die AfD in Rheinland-Pfalz an Zustimmung – und an Präsenz im ländlichen Raum. Mit neuen Treffpunkten und strategischer Vernetzung versucht sie, sich dauerhaft zu verankern. Doch vielerorts formiert sich Widerstand: Engagierte verteidigen demokratische Räume – oft unter wachsendem Druck.

Nahaufnahme von zwei Personen von hinten, die eng umschlungen beieinander stehen. Sie tragen eine große ukrainische Flagge (blau und gelb) wie einen gemeinsamen Umhang über ihren Schultern. Im unscharfen Hintergrund sind weitere Menschen und Flaggen einer Demonstration zu sehen.

4 Jahre Russischer Angriffskrieg: Slava Ukraini!

Der 24. Februar 2022 markiert eine historische Zäsur, deren politische, gesellschaftliche und sicherheitspolitische Folgen noch lange nachwirken werden. Wir gedenken aller Opfer und Betroffenen dieses völkerrechtswidrigen Angriffskrieges.

Bleib informiert!

Melde dich jetzt zum Newsletter an und verpasse keine unserer nächsten Publikationen!

Schön, dass du dich für unsere Publikation interessierst! In unserem monatlichen Newsletter erhältst du spannende Einblicke in den Alltag demokratischer Zivilgesellschaft und in unsere Arbeit.

    Mit dem Absenden des Formulars erkläre ich mich mit der Verarbeitung meiner Daten gemäß der Datenschutzerklärung einverstanden und erhalte den Newsletter. Ich kann meine Einwilligung jederzeit über den Abmeldelink im Newsletter widerrufen.

    Publikation bestellen Direkt zum PDF