Weiter zum Inhalt

Anne Frank zum Vorbild – Gesellschaft gestalten in Neustrelitz

Ausschnitt aus dem Ausstellungsflyer


Neustrelitz ist eine idyllisch gelegene Stadt an der Mecklenburgischen Seenplatte, die zahlreiche Touristen anzieht. So weltoffen sich die Stadt gibt, so sehr ist rechtsextremes Gedankengut in der Region präsent.
Mit Anne Frank als Vorbild werden Jugendliche angeregt, Gesellschaft selbst zu gestalten.

Erst im letzten Sommer wurde ein Kinderfest mitten in der Stadt gefeiert – ausgerichtet von der rechtsextremen NPD, die auch in der Stadtvertretung präsent ist. Auch Bedrohungsszenarien und Übergriffe werden aus der Region gemeldet. So wurde zum Beispiel 2011 das „Immergut-Festival“ mit seinen Tausenden von Besuchern aus ganz Deutschland von rechtsextremen jungen Männern angegriffen.

Die Notwendigkeit zur Aufklärung und der präventiven Demokratiearbeit ist in der Umgebung um Neustrelitz hoch. Daher hat das Kunsthaus Neustrelitz mit Unterstützung der Amadeu Antonio Stiftung die Ausstellung „Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte“ in die Stadt geholt. Mit großen Bildwänden und interaktiven Elementen wie Videos, Hörstationen und Computerterminals zielt die Ausstellung auf die Lebenswelt von Jugendlichen ab.

Ausgehend von der Frage „Was kann ich bewirken?“ ermutigt die Ausstellung zum Einsatz für eine menschliche Gesellschaft. Schon Anne Frank versuchte auf Fragen des Erwachsenwerdens Antworten zu finden. Mit Fragen der Identität, der Gruppenzugehörigkeit und Diskriminierungserfahrungen schlägt die Ausstellung damit eine Brücke in die Gegenwart. Zehn interessierte Jugendliche aus Neustrelitzer Schulen, die zu Peer Guides ausgebildet wurden, begleiten andere Jugendliche durch die Ausstellung.

Engagierte Jugendliche werden in einem mehrtägigen Seminar zu „Anne-Frank-Botschaftern“ ausgebildet. Damit lernen sie alle Nötige, um eigene Projektideen ganz praktisch werden zu lassen. So viel Engagement für die Gestaltung einer demokratischen Kultur in der eigenen Region unterstützt die Amadeu Antonio Stiftung gern!

Weiterlesen

Gegenwind 2026 Fonds_IMAGO_Christian Heilwagen

Gegenwind 2026 – Fonds gegen Rechtsextremismus

Rechtsextreme Normalisierung ist Realität – doch der Gegenwind gegen Hass und Hetze ist stark! Demokratische Standards wie Menschenwürde, Rechtsstaatlichkeit, Minderheitenschutz, Achtung der Grundrechte und soziale Gerechtigkeit sind nicht verhandelbar! Wir fördern eure Initiativen zur Verteidigung der Demokratie.

Rückblick_Antisemitismus

Antisemitismus 2025: Die Geiseln sind frei, der Hass bleibt

Die antisemitischen Vorfälle haben 2025 ein neues Hoch erreicht. Und das, obwohl mit dem Waffenstillstand im Nahen Osten die antisemitischen Massenmobilisierungen ihren Zenit überschritten haben. Jüdisches Leben ist ständig bedroht, wie zuletzt der Terroranschlag auf eine Chanukka-Feier in Sydney verdeutlicht. Und niemand sollte die rechtsextreme Raumnahme unterschätzen, die in Deutschland schon immer mit einer Zunahme an Antisemitismus einherging.

Bleib informiert!

Melde dich jetzt zum Newsletter an und verpasse keine unserer nächsten Publikationen!

Schön, dass du dich für unsere Publikation interessierst! In unserem monatlichen Newsletter erhältst du spannende Einblicke in den Alltag demokratischer Zivilgesellschaft und in unsere Arbeit.

    Mit dem Absenden des Formulars erkläre ich mich mit der Verarbeitung meiner Daten gemäß der Datenschutzerklärung einverstanden und erhalte den Newsletter. Ich kann meine Einwilligung jederzeit über den Abmeldelink im Newsletter widerrufen.

    Publikation bestellen Direkt zum PDF